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Grauen vor der 40-Stunden-Woche & berufliche Perspektivsuche

@pencil
Ich weiß nicht was du machst aber ich kenne niemanden der Freitags bis 12Uhr arbeitet. Da ich berufsbegleited studiere, habe ich Kontakt zu verschiedenen Leuten aus verschiedenen Branchen. Alle arbeiten am Freitag ganz normal bis 16Uhr außer sie gleiten.
 
Eine 40-Stunden-Woche ist nun wahrlich nicht der Horror.

Ich finde nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Es ist doch von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie belastbar man ist. In mir persönlich sträubt sich z.B. auch alles dagegen, täglich 8 Stunden für einen eher bescheidenen Lohn zu knechten, nur dass der Chef sich seinen Daimler finanzieren kann. Arbeit muss sich lohnen!
Und selbst wenn sie das tut, so hätte ich trotzdem wenig Lust auf eine 40-h-Woche.

Das hat für mich weniger mit Faulheit als damit zu tun, dass ich mich weder über einen Beruf definiere, noch dass mir daheim langweilig wäre. Ich bin ausreichend beschäftigt und habe viele Interessen, denen ich neben Vollzeitjob, Haushalt und einkaufen nur noch sehr eingeschränkt nachgehen könnte.
 
Nicht zuletzt kommt es ja auch darauf an, was man arbeitet. Bsp. 40 Std. stupide am Fließband sind eben was ganz was anderes als in seinem Traumjob aufgehen zu dürfen, in dem man Sinn, Freude und Kreativität erleben kann (bzw. könnte). 40 Std. im Büro als Sachbearbeiter o.ä. stelle ich mir auch wie Horror vor. Sitzende Tätigkeit, körperlich unausgelastet, sich immer freundlich geben müssen... Da braucht es einen nicht zu wundern, dass Mobbing so stark grassiert. Die aufgestauten Energien durch den unterdrückten Unmut bahnen sich eben ihren Weg.
 
Ich bin nun schon älteren Jahrgangs und kenne noch durch meinen Vater eine 45-Stunden-Woche mit Samstagsarbeit (und auch selbst eine Schulzeit von 6 Tagen). Damals normal und es funktionierte.

Und ganz ehrlich gesagt: Ich habe das ungute Gefühl, dass das gesellschaftliche Chaos immer ärger wird, je mehr die Freizeit zunimmt. Wer arbeitet - außer im Einzelhandel - denn heute noch nach Freitags 12 Uhr? 😕

.
Servicekräfte, Krankenschwestern, Altenpfleger, Ärzte, Sicherheitskräfte,Erzieher ( zb in Heimen); Busfahrer, Bahnfahrer, Schaffner,Ärzte, Köche, Landwirte, Hotelangestellte, Mitarbeiter von kulturellen Einrichtungen ( Museum etc), putzkröfte usw um nur ein paar zu nennen.

Ich selber arbeite tz im Service und Nebenjob putzen, mein we sah so aus fr von 6-8 putzen, sa von 6-13 h frühdienst, so von 6-13 frühdienst von 17-20 h spätdienst.
 
@pencil
Ich weiß nicht was du machst aber ich kenne niemanden der Freitags bis 12Uhr arbeitet. Da ich berufsbegleited studiere, habe ich Kontakt zu verschiedenen Leuten aus verschiedenen Branchen. Alle arbeiten am Freitag ganz normal bis 16Uhr außer sie gleiten.

Dann kennst Du vielleicht die falschen Leute ? Ehrlichgesagt kenne ich fast nur Leute, die 35-38 Std arbeiten und freitags meistens gegen Mittag zuhause sind.
Ich persönlich würde mich eher erschiessen, als nochmals Vollzeit arbeiten zu gehen, obwohl ich auch früher nur 38 Std gearbeitet habe. Zum Glück kann ich meine Stunden nahezu frei planen.
Ich weiß es zu schätzen, dass ich recht viel Zeit für mich habe.

Als TO würde ich mir vielleicht noch einen 450- Job suchen und mich den Dingen widmen, die ich wirklich gerne mache. Die Planung gefällt mir sehr gut, da es dabei nicht um Dinge geht, die man tun MUSS. Die TO tut sie gerne und das finde ich viel wichtiger.

Maya
 
Dann kennst Du vielleicht die falschen Leute ? Ehrlichgesagt kenne ich fast nur Leute, die 35-38 Std arbeiten und freitags meistens gegen Mittag zuhause sind.
Ich persönlich würde mich eher erschiessen, als nochmals Vollzeit arbeiten zu gehen, obwohl ich auch früher nur 38 Std gearbeitet habe. Zum Glück kann ich meine Stunden nahezu frei planen.
Ich weiß es zu schätzen, dass ich recht viel Zeit für mich habe.

Als TO würde ich mir vielleicht noch einen 450- Job suchen und mich den Dingen widmen, die ich wirklich gerne mache. Die Planung gefällt mir sehr gut, da es dabei nicht um Dinge geht, die man tun MUSS. Die TO tut sie gerne und das finde ich viel wichtiger.

Maya


Ich arbeite selbst tariflich 38.5 und muss freitags eine Kernarbeitszeit bis 15Uhr einhalten.
Ich muss sagen, dass ich zu viel Freizeit doof finde. 3 Wochen Urlaub am Stück finde ich echt anstrengend und bin froh, wenn ich wieder arbeiten bin.
 
Vermutlich hat der TE im Studium keiner erzählt, dass die meisten Menschen arbeiten gehen, weil sie das Geld brauchen.
So ganz back to basic.

Hobbys und Interessen aus dem Studium/der Ausbildung können die wenigsten Arbeitnehmer voll ausleben, daran gewöhnt man sich, denn mit dem Alter kommen neue Interessen hinzu, die man von Anfang an in den Alltag integriert und dann im besten Fall ausleben kann. Die Interessen, die man mit Anfang 20 hatte sind nicht die selben wie mit Mitte 30, das merkt man recht schnell, wenn man zurückschaut.


Noch klarer sind aber meine Vorstellungen vom Leben: Es gibt unglaublich viel, was ich gerne ausprobieren möchte: mit kreativen DIY-Projekten mein handwerkliches Geschick ausbauen, meiner Leidenschaft fürs Kochen/Backen nachgehen, Versuche im Bereich Selbstversorgung/Gärtnern starten, einen eigenen Blog aufbauen ... Ich lebe gerne so unabhängig wie möglich im Sinne von Mein-eigenes-Ding-machen. Ich genieße es sehr den Tag nach eigenen Vorstellungen strukturieren zu können und natürlich auch Zeit für das zu haben, was mir wichtig ist. Sei es experimentelles Kochen oder Sport.

Ich bin definitiv nicht antriebslos; das Einzige, was mich bremst, ist die finanzielle Unsicherheit bzw. inzwischen eher Druck (Probleme die Miete zu bezahlen und so gut wie kein Geld für Anderes als Lebensmittel) und daraus resultierende Existenzangst.

Was auch funktionieren kann (das tut es für mich) Arbeiten und sein "Hobby" als Selbständiger im Kleingewerbe ausüben.
Ich könnte mir das auch für dich, liebe TE, vorstellen.

Hobbies muss man sich leisten können. Die wenigsten gehen zur Arbeit, weil sie zu Hause nichts zu tun haben. Traumtänzer gibt es in der Berufswelt genug, auf die wartet keiner.
Denk auch mal daran, dass in einem Bioladen (o. ä. was du beschriebst) die Leute oft sehr schlecht (weit untertariflich) bezahlt werden. Die ganze Bio-Branche lebt davon, das Bananenbauern in Mittelamerika 1 Cent pro Kilo mehr bekommen, aber auf dem Lieferanten und Vertriebsweg die selben Bedingungen herrschen wie regulär. Man spart dann halt am Personal, damit sich gut betuchte Latte-Macchiato-Mütter ihren Chiasamenbrei für Leopold-Linus kaufen können.
Ich für meinen Teil würde lieber für 14€/h bei Aldi arbeiten als für 9€ beim Bioladen, der vielleicht noch unpünktlich zahlt.
Idealismus bezahlt dir leider keine Rechnungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt doch immer sehr darauf welchen Job man hat und wie sehr man diesen zu schätzen weiß. Wenn dir deine persönlichen Interessen so wichtig sind, dann arbeite halt in einem 450 Euro Job und schau mal, wie du über die Runden kommst und vor allem, wie du davon deine persönlichen Interessen finanzierst. Und wie du dann in der Rente davon (über)leben kannst...
Ich frage mich manchmal, wo die Motivation bei vielen (jungen) Leuten geblieben ist ?!? Wie soll es der Wirtschaft gut gehen, wenn wir Leute haben, die schon in jungen Jahren keine Einsatzbereitschaft zeigen und extrem wählerisch sind in allem was sich ihnen bietet.
Ich selbst bin über 40, war einige Monate ohne Arbeit (schuldlos), und bin heilfroh wieder einen gut bezahlten Job zu haben, auch wenn ich 40 Std. oder mehr arbeite. Solange ich das gesundheitlich schaffe, mache ich es und kann mir auch etwas davon zurücklegen. Und mit guter Zeiteinteilung schaffe ich es sogar noch, ein paar Hobbies nachzugehen und meinen Haushalt zu führen. Oh Wunder - es geht, wenn man nur will...
 
Es kommt doch immer sehr darauf welchen Job man hat
Ja ganz recht. Da können 40 Std. auch zur Folter werden. Alles geht. Ob man damit gesund und lebensfroh leben kann, ist eine andere Sache. Wenn es der Wirtschaft gut gehen soll und nicht dem Menschen. Vollzeitbeschäftigung als Lebenszweck, und gnadenhalber darf man noch ein paar Hobbies und seinen Haushalt einschieben. Einsatzbereitschaft und Motivation obligatorische Voraussetzung.
 
Deswegen finde ich es auch viel gesünder nicht einfach zu arbeiten um zu leben, sondern schon einer Tätigkeit beruflich nachzugehen, die einem Spaß macht. Dann guckt man auch nicht dauernd auf die Uhr sehnt den Feierabend herbei.
Den Staat und seine Ämter ist das nur alles herzlich egal, da gilt "Hauptsache ein Mensch zahlt in die Staatskasse ein", wie ist egal.
 

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