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Gott bitten?

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Hallo hablo!

also, die alten griechen hatten da ein anderes verstädnis von ihren göttern. letztere haben sich auch schon mal von rachsucht, neid und sextrieb leiten lassen (v.a. zeus hatte ja so einige frauengeschichten).
Die Götter (Plural!) der Griechen haben mit dem einzig aus der Vernunft hervorgehenden Gottesbegriff nichts zu tun. Es kann nur einen Gott geben. Sobald es zwei oder mehr Götter gibt, haben wir es zB nicht mehr mit der für den vernunftbasierten Gottesbegriff notwendigen Eigenschaft der Allmächtigkeit Gottes zu tun. Also unlogisch!

wenn man so AT und NT vergleicht, könnte man auch auf die idee kommen, dass gott wankelmütig sei ("hmmm, hat ir'wie nichts gebracht mit der sintflut, ich werde das mal anders aufziehen. mit mehr charisma und besserer PR. wo ist mein marketing-team?")
Ein vernunftbasierter Gottesbegriff bedarf keines Rückgriffs auf irgendwelche Schriften. Die Menschen in vorchristlicher Zeit konnten auch an Gott glauben ohne Bibel.
 

Hallo EuFrank,

schau mal hier: Gott bitten?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich glaube aber nicht, dass man alle Menschen, an solchen Ausnahmeerscheinungen messen kann. Es gibt natürlich auch Helden!

Gerade gestern kam eine Dokumentation über Willi Graf, ein Mitglied der Weißen Rose. Da sagte die Direktorin einer der sechs oder sieben Schulen, die nach ihm benannt sind, dass sie ihren Schülern vermitteln möchte, dass die Mitglieder der Weißen Rose ganz normale Menschen waren. Man sollte sie nicht auf einen Heldensockel stellen, denn es waren ganz normale junge Menschen, die für ihre Meinung eingetreten sind. Von sich weniger zu verlangen, ist feige.

Auch die Schwester von Willi Graf sprach davon, dass er ein ganz normaler junger Mann war, der durch seine Erlebnisse an der Front in Russland desillusioniert war und sich deshalb für ein Ende des Krieges und der grausamen Ermordung der Jugen aussprach.



So ist es verständlich, dass Menschen, die schwer zu tragen haben, auch an Gott zweifeln können. Zumindest an einen lieben Gott, der sie auf Erden verlassen hat.

Auch wenn das manche hier nicht so sehen, aber der Zweifel gehört zum Glauben dazu. Warum also sollte man gerade in solchen Moment nicht ins Grübeln kommen?



Sie sind, objektiv gesehen, nicht scheinbar gottverlassen, sondern im Hier und Jetzt tatsächlich gottverlassen. Wenn sie mit Gott hadern oder ihr Gottvertrauen verlieren, ist es menschlich verständlich.

Das sehe ich nicht so. Man kann nicht sagen, dass man in solchen Momenten objektiv von Gott verlassen ist. Man kann höchstens sagen, dass dei Menschen sich verlassen fühlen. Niemand kann sagen, wann Gott wo ist.

Ob man sich verlassen fühlt, hängt auch mit dem Anspruch zusammen, den man an Gott hat. Manche Menschen scheinen zu glauben, die Erde wäre so eine Art Partyzone und daraus ergibt sich dann der Zweifel an Gott, wenn die Zeiten schwer sind.

Aber Gott hat uns in unserem irdischen Dasein nie einen Rosengarten versprochen. Legt man gar die Bibel zugrunde, muss man wohl eher davon ausgehen, dass die Erde ein Jammertal ist - und eins, das die Menschen selbst zu verantworten haben. (Wobei das Thema Schuld aus der Bibel kommt. Ich persönlich gehe nicht davon aus.)


Wenn ich dann lese, dass die Leute der Weißen Rose ja Helden gewesen sind und dass man von einem normalen Menschen nicht verlangen kann, dass er sich für Gerechtigkeit einsetzt, frage ich mich, wer denn hier die Verantwortung für sein Leben abgibt.

Wenn ich für eine gerechte Welt bin, muss ich mich auch dafür einsetzen und kann die Verantwortung nicht einfach auf Gott abschieben.


Tuesday
 
Legt man gar die Bibel zugrunde, muss man wohl eher davon ausgehen, dass die Erde ein Jammertal ist - und eins, das die Menschen selbst zu verantworten haben.

Ich kann dir zustimmen, wenn es um Kriege etc. geht.
Aber es gibt auch viele Krankheiten oder Naturkatastrophen, die der Mensch (bei Gott) nicht selbst zu verantworten hat.
 
Hallo hablo!


Die Götter (Plural!) der Griechen haben mit dem einzig aus der Vernunft hervorgehenden Gottesbegriff nichts zu tun. Es kann nur einen Gott geben. Sobald es zwei oder mehr Götter gibt, haben wir es zB nicht mehr mit der für den vernunftbasierten Gottesbegriff notwendigen Eigenschaft der Allmächtigkeit Gottes zu tun. Also unlogisch!


Ein vernunftbasierter Gottesbegriff bedarf keines Rückgriffs auf irgendwelche Schriften. Die Menschen in vorchristlicher Zeit konnten auch an Gott glauben ohne Bibel.


Lieber EuFrank
Mal abgesehen davon, dass wohl jeder hier weis was Singular und Plural ist, so ist Deine Logik in sich unlogisch. Kein Gott kann Allmächtig sein, denn; Wer hat diesen Gott erschaffen?
Du willst etwas, dass du 2 Beiträge davor als nicht beweisbar bezeichnet hast, mit "Logik" begründen. Einen Gott, (Singular!) kann es nciht geben ! Denn das ist unlogisch im Sinne der Vielschichtigkeit des Menschliches Verstandes. Und wie ein ExUser mal sagte "Die Götter sind in uns selbst" sonst nirgendwo.

Ich weis nicht, woran du leidest, doch ich erhoffe für dich Linderung!
Und das meine ich ganz ernst, damit du dir dein Weltbild nicht immernur in Kleinen Formeln (Begrenzte Logik!) zurechtrichten musst.
Auf die Gewaltzitate der Bibel bist du eingegangen? Du siehst, was du sehen willst und du bist nunmal nicht allmächtig. Du siehst solange, wie das Licht reicht, ich hoffe, dass du irgendwann mehr siehst.

Ansonsten, sei nicht Sauer über diesen Beitrag. Ich erlöse dich von deinen Sünden und werde Dich nicht mehr mit kritischen Fragen quälen 🙂.(falls du das überhaupt wahrnimmst)

Ich bete für Dich!

Wotan und all die anderen Götter sein mit dir, und in dir ! 🙂
 
Du unterstellst eben schon wieder. Kannst Du das nicht mal einstellen?
Ich will gar nix - merk Dir das endlich mal!
Icxh habe eine Frage gestellt und werde für das Stellen dieser Frage beleidigt. Gehts noch?

Zitat:

Das hier klingt ja so, als wenn du am liebsten jedem Gläubigen sein "Spielzeug" nehmen willst, und erst dann zufrieden bist, wenn er kleinlaut vor dir steht und sagt "DER HAT RECHT GEHABT DER IST GESCHEITER ALS ICH"
-------------------------------------------------------------------------------------------------

Du lebst in purer Einbildung. Was für ein Spielzeug hat denn ein Gläubiger?
Ich habe weder Dir noch Tuesday das Geringste únterstellt - das läßt sich alles nachlesen. Du bist hier der Untersteller!

Wenn du mit "Gläubigen" andere meinst, hast du recht, dann hast du mir nichts unterstellt, ansonsten hast du dreist behauptet, dass wir von dir in die Enge getrieben werden und statt Argumenten beleidigend werden. Sicher gibt es solche Menschen, aber offensichtlich hast du mich und Tuesday damit nicht gemeint. Dann ist ja alles gut. Oder?

Sigi
 
Und nochmal: Wenn Gläubige angegriffen werden, wird ihnen eine Person zerstört an die sie glauben,
wenn Atheisten angegriffen würden, wird ihnen nichts zerstört, denn sie verteidigen ja auch das NICHTS.

Begreift denn keiner, dass das ein emotionaler Unterschied ist und dass deswegen manche Gläubige (ich meine damit, nicht jeder automatisch) keine übersensiblen Schisshasen sind?

Wenn ich das NICHTS fertig mache, wem tut das weh?

Wenn Gläubige einen Atheisten natürlich anfangen zu drohen, dann ist das was anders, und wenn Atheisten sich bedroht fühlen, dann sollten sie sich mit dem Droher aussprechen.

So einfach wäre das.

Eben nicht.
Es geht doch nicht um die Verteidigung des Nichts. Es geht auch nicht um die Zerstörung Gottes. Es geht um die Erkenntnisse des rationalen Zeitalters.
Es geht um die Hinterfragung der VORSTELLUNG von Gott, weil sich die Erkenntnisse der Naturwissenschaften mit dieser tradierten Vorstellung von Gott nicht in Einklang bringen lassen.
Und womit wollten die Gläubigen einem Atheisten schon drohen? Mit der Hölle ?

Also mit der Hölle drohe ich schon mal gar nicht, weil es in meinem Glaubensgebäude KEINE Hölle gibt, die brennt oder peinigt. Den Spaß, musst du anderen Leuten vorlegen.

Die Erkenntnisse der Naturwissenschaft. Ja, sie haben eine "Uhr" gefunden und stehen nicht mehr staunend davor, was sich da bewegt. Ja sie können sogar erklären, wie alles von statten geht. Deswegen haben sie den Uhrmacher n o c h l a n g e nicht gefunden und können darüber auch nichts maßgebliches aussagen. Solche Sätze, klingen als wäre es die unumschränkte Wahrheit, die ich da oben lese. Würden sie nicht so hochmütig, allwissend, endgültig klingen, würde ich sie vielleicht sogar mehrmals lesen 🙂

Sigi
 
Schön, dass dieser Thread ein relatives hohes Interesse erfährt - sogar bei Menschen, die der Kirche ablehnend bis feindlich gesinnt sind.

Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass religiöse Fragestellungen eine hohe Relevanz für alle haben. Normalerweise müßte man erwarten, dass sich kirchferne Gemüter eher in gelangweilter Ignoranz gegenüber religiösen Fragestellungen ergehen. Davon kann in diesem Thread keine Rede sein.

Da ich zum danken zu spät komme, stelle ich das einfach nochmal ein. Danke. Sigi
 
Ich habe nicht gesagt, dass sich die Juden nicht gewehrt hätten. Ich habe auch nicht gesagt, dass sie sich einfach so in ihr Schicksal ergeben haben. Ich habe gesagt, dass sie Gott um Kraft und Stärke gebeten haben.

Ich habe mich lange mit dem Holocaust beschäftigt, viele Biographien von ehemaligen KZ-Insassen gelesen. Der Vater meines jüdischen Pflegevaters hat Buchenwald mit befreit, worüber wir oft geredet haben. Ich habe mich mit der Gründung Israels beschäftigt und ich kann nur sagen, dass ich in all der Zeit auf keinen Juden getroffen bin, der Gott einen Sadisten oder Anderes genannt hätte. Sicher werden sich einzelne Juden nach dem Holocaust von Gott abgewandt haben, aber das gilt keinesfalls für das jüdische Volk. Ich denke, sie haben ihren Frieden mit Gott gemacht.

Du vergisst, dass die Juden sich als Gottes auserwähltes Volk sehen. Sie sind schon immer von ihm besonders hart geprüft worden. Ihr Gott ist Jahwe, der Gott des Alten Testaments. Das ist kein Gott, von dem man etwas erwarten und verlangen kann. Er ist derjenige, der die Forderungen stellt. Sicher haben die Juden auch um ihr Leben gebetet, aber das war eine Bitte und es lag in der Hand Gottes, ob er sie erfüllen konnte und wollte. Alles andere widerspricht doch dem jüdischen Glauben.


Ich kann nachvollziehen, dass es dir fremd sein mag, wenn ich sage, dass es ein dem Menschen übergeordnetes Schicksal geben mag, an das sich auch Gott hält. Du vertrittst wohl eher einen egoistischen Standpunkt, der davon ausgeht, dass das Leben nach dem Wohlgefallen des Menschen zu sein hat.

Aber es ist ja nun nicht ungewöhnlich, dass es Dinge gibt, die man über das eigene Wohl stellt. Die meisten Soldaten kämpfen für die Gesellschaft und deren Erhalt. Da beschwert sich auch keiner, dass der Krieg so dreckig ist.

Wenn man dann in Betracht zieht, dass es nach der Bibel um einen Kampf zwischen Satan und Gott geht, so könnte das Leben ja ein Kampf um eine bessere Sache sein. Dann geht es vielleicht gar nicht darum, dass alles im Leben schick und das Leben ein Bett aus Rosen ist.

Ist klar, wenn jemand nur sein kleines, erbärmliches Leben hat, kann man sich kaum vorstellen, dass es mehr als nur das eigene Leben gibt.


Tuesday


Auch dazu konnte ich nicht danke sagen, darum hier nochmal, weil ich ihn für
nachdenkesnwert und weise achte, egal, was beim Nachlesen noch so alles kommen mag 🙂
 
Zitat:

Ich habe nicht gesagt, dass sich die Juden nicht gewehrt hätten. Ich habe auch nicht gesagt, dass sie sich einfach so in ihr Schicksal ergeben haben. Ich habe gesagt, dass sie Gott um Kraft und Stärke gebeten haben.
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Das weißt Du schon mal gar nicht.
Auch hier versagt Deine menschliche Logik: Wenn jemand weiß, daß er in Kürze getötet werden könnte, wird er ums ein Leben flehen und nicht um Stärke für den Tod.
Das wäre ja völlig abstrus. Du bist immer böse, wenn einer dich angeht. Aber du gehst hier wiederum die Logik eines Users brutal an, zumal diese Logik nicht nur Logik ist, sondern von sehr sehr vielen Beweisen, dass es doch so ist, gestützt wird. Tut mir jetzt leid, aber möchtest du das nicht mal anerkennen? Es macht den Eindruck, dass der Verfasser wusste von was er schreibt, ich in dem Fall auch. - Sigi

Übrigens - ich schließe mich hier einer Meinung an - waren es gerade die Nazis, aber auch "Normalbürger" die damals den Holocaus abschwächen wollten, in dem sie behaupteten, "die hätten sich ja auch nicht gewehrt und wären daher zu einem Teil selbst schuld.

Sigi
 
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