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göttlich

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Wenn ich meine Religion gründe, werde ich als erstes den Menschen einreden, daß jemand der nicht glaubt, das es micht gibt, total hoffnungslos ist. Das ist sowas wie der Grundpfeiler jeder Religion. Und wer hoffnungslos ist, kommt in die Hölle.
 

Hallo mikenull,

schau mal hier: göttlich. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Nach Descartes kann das Vollkommenere nicht das Produkt des Unvollkommenen sein.

Wenn ich mich recht erinnere, ist der naturwissenschaftliche Stand der, dass die Materie überhaupt nicht ewig existent gewesen, sondern erstmit dem Urknall entstanden ist. Und dann hat sich diese Materie im Verlaufe der subatomaren, molekularen und biotischen Evolution aus zunächst einfachen zu immer komplexeren Formen entwickelt. Aus den verschiedenen Elementarteilchen entstanden unterschiedliche Atome, aus diesen dann Moleküle in millionenfacher Vielfalt, daraus die ersten sich selbst duplizierenden DNS-Moleküle, dann entstanden die Zellen, schon sehr komplexe Organismen, dann Zellenverbände. Innerhalb dieser Verbände spezialisierten sich die einzelnen Zellen für bestimmte Aufgaben, es entstanden Nervenzellen, dann Zusammenballungen von Nervenzellen und dann, über viele Zwischenstufen, entstand die komplexeste Struktur von Materie, die wir kennen, das menschliche Gehirn und damit zum ersten mal Geist, Bewusstsein.

Nun stellt sich die Frage, warum macht die Materie das? Ist der von den Naturwissenschaften postulierte Evolutionsdruckallein hinreichend genug, die Entstehung dieser Komplexität zu erklären? Wenn Materie in ihrem Anfangszustand aus nichts anderem besteht als aus kleinenKörperchen bzw. Energiebündeln mit einer beschränkten Anzahl von physikalischen Grundeigenschaften, könnte sie dann überhaupt diese Komplexität hervorbringen? Es scheint doch in dieser Entwicklung eine Gesetzmäßigkeit des Fortschritts von einfachen zu komplexeren Strukturen zu sein. Aber muss es dann nicht auch inder Materie selbst oder außerhalb von ihr eine Kraft geben, die sie dazutreibt?

Aber die Materie bringt ja nicht nur eine immer größere Komplexität hervor, sondern nach Meinung der Materialisten und vieler Naturwissenschaftler ab einer bestimmten Komplexität ihrer Struktur auch etwas völlig Neues, das es vorher noch garnicht gab, nämlich Geist, Bewusstsein. Ein Materiekloß (und nichts anderes ist der menschliche Körper aus naturwissenschaftlicher Sicht), eine sehr komplexes Masse toter, unbewusster Materie wird sich seiner Existenz bewusst.

Intellektuelle Leistung kann ich mir noch auf der Basis eines materialistisch-mechanischen Weltbildes vorstellen. Elektronenhirne können auch intellektuelle Operationen ausführen. Aber im Gegensatz zu ihnen weiß der Mensch das auch, daß er rechnen und schreiben und lesen und interpretieren kann. Der Mensch ist im Gegensatz zu Elektronenhirnen sich selbst bewusst und erlebt Freude und Leid noch obendrein. Der Mensch ist ein sich erlebendes Wesen.

Wenn es stimmt würde, dass mein Gehirn, also Materie, Bewusstsein produziert, müßte dann die Materie nicht schon in ihrer einfachsten Form viel mehr sein als kleine Körperchen oder als Energiebündel mit physikalischen Eigenschaften?

Müsste nicht schon in den einfachsten Formen, in den elementarsten Teilchen, die Fähigkeit angelegt, vorhanden sein, in komplexeren Formen Bewusstsein hervorbringen zu können? Müsste die Materie dann nicht viel mehr sein, als die Naturwissenschaftler an ihr erkannt haben oder mehr sein, als die Naturwissenschaft mit ihren Methoden überhaupt erkennen kann? Ich glaube, dass das Bewusstsein mit naturwissenschaftlichen Methoden gar nicht erfasst und garnicht erklärt werden kann.

Wissen das die materialistisch gepolten Anhänger der Evolutionstheorie?

Descartes lebte von 1596 - 1650, da ist es kein Wunder daß er von moderner Naturwissenschaft ziemlich unbeleckt war. Daß Vollkommenes aus Unvollkommenem entsteht passiert in der Natur ständig, wenn sich in einer übersättigten warmen Chemikalienbrühe rund um einen winzigen Kristallisationskern ein perfekter Kristall, ein Edelstein, entwickelt. Oder wenn aus Wasserdampf spontan eine perfekte sechseckige Schneeflocke heranwächst.
Und die Biologie, das Organische, folgt in seinen Wachstumsstrukturen den gleichen Gesetzen, die in der anorganischen Materie bereits vorgegeben sind, oder warum ähneln Eisblumen in der Struktur so verblüffend echten Pflanzen? Weil sie beide den Strukturen folgen, die auf der Selbstorganisation von Wassermolekülen beruhen, bei der Eisblume in Eiskristallen, bei echten Pflanzen dauerhafter in Form von Kohlenstoffverbindungen nachgebildet.
Entwicklung (organisch) geht immer von unten nach oben, von einfach zu komplex, von Chaos zu Geordnet, wenn der umgekehrte Fall eintritt nennt man es Zerfall, Degeneration, Tod, und deshalb geht auch Intelligenz nicht von oben Richtung unten, sondern muß sich erst mal entwickeln.
 
Intelligenz ist eine Überlebensstrategie unter vielen. Blattläuse brauchen keine Intelligenz, die vermehren sich im Dutzend billiger. Andere Tiere betreiben Brutpflege, dafür braucht es ein bißchen mehr Grips. Der Mensch ist als Kind ziemlich lange hilflos und wehrlos, also gehört zum Aufziehen desselben einiges an Aufwand mehr.
 
Aber ein Gott war auch auf der Rückseite des Mondes nicht zu entdecken. Aber jetzt frag nicht, wo der sich aufhält, sonst erleben wir hier seitenlanges Erklären der Nichterklärung.
 
Aber ein Gott war auch auf der Rückseite des Mondes nicht zu entdecken. Aber jetzt frag nicht, wo der sich aufhält, sonst erleben wir hier seitenlanges Erklären der Nichterklärung.
😀
......wir eroberten den Himmel, dort war kein Gott
..... wir fliegen ins All - auch dort ist kein Gott
......wir bohrten tiefe Löcher in die Erde - auch der Teufel fand sich dort nicht

Gott existiert in den Köfpen, als Möchtegernwesen - nun ja, auch so manches Kind hat seinen imaginären Freund, bis die Realität ihn sterben lässt
Vielleicht geht es auch bei dem Glauben an Gott vorwiegend ums sterben, die Angst, das nach dem Tod alles zu Ende ist.

In sich schwache Menschen tendieren weit aus mehr zum Gottesglauben, als in sich gefestigte Persönlichkeiten.
Viele Sekten profitieren ebenfalls vom Schwach sein, denn oft führt diese Schwäche auch zur "Erblindung", die Manipulation leicht macht.

Wer an Gott glaubt möge es tun, aber dann sollte man auch auf jede Frage eine Antwort wissen, die Argumente enthalten, aber dem ist nicht so.
 
Jeder muß Argumente liefern, wenn er wegen irgendeiner Behauptung Rechte für sich beansprucht, die in die Selbstbestimmung anderer eingreift. Egal ob Kirchensteuern und Kirchenfinanzierung durch den Staat, Beschneidung, Speisegesetze (Streit um Schweinefleisch in Kantinen...), Schächtung, Partyverbote an bestimmten Tagen und und und, es gibt tausenderlei Dinge, wo die Religion, die doch Privatsache sein sollte, in der Allgemeinheit, auch der nichtgläubigen, Ansprüche stellt.
 
In einer Welt ohne Gott entsteht dagegen leicht eine Egalhaltung (wozu sich noch anstrengen, wenn sowieso Sinnlosigkeit und letztendliche Ungerechtigkeit herrschen?). In einer als absurd empfundenen Welt geht die Moral eher schnell zugrunde.

So erlebe ich das eigentlich nicht. Ich kenne in meiner sozialen Umgebung viele Menschen "ohne Gott" (also nichtreligiös), aber eine Egalhaltung stelle ich bei diesen Menschen nicht fest. Warum man sich trotzdem anstrengt? Naja, es gibt auch interne Motivationen, oder auch das Wohlergehen der Mitmenschen, um das man sich sorgen will. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum ich dafür einen Gott brauche, um gegen Sinnlosigkeit und Ungerechtigkeit ankämpfen zu wollen...
 
Ich frag mich, warum Gläubige eine Welt ohne Gott so gern als "absurd" bezeichnen. Scheint ein Modewort in diesen Kreisen zu sein.

Wenn zB kleine unschuldige Babys schwer erkranken, leiden und früh sterben, so hält dies ein Atheist für absurd und ungerecht, nicht wahr? Oder findest Du das gerecht und sinnvoll?
 
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