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Glaubt ihr der Mensch ist für Monogamie geschaffen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 130385
  • Datum Start Datum Start

Ist der Mensch für Monogamie geschaffen?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    56
Ich denke nicht, dass ich je fremdgehen würde. Das könnte ich nur, wenn mir das Ggü dann doch relativ egal wäre und dann wäre dieser jemand nicht mein Partner.

Das hätte ich jetzt in Bezug auf einen Fremdgänger eher umgekehrt vermutet.
Eine Partnerschaft an welcher mir nichts liegt, kann ich beenden bevor ich über ein mögliches fremdgehen nachdenke.

Fremdgehen würde ich eher bei einer Partnerin die ich nicht verlieren möchte und deshalb ein fremdgehen als mögliches Lösungsszenario betrachte - um im Prinzip "alles beim Alten" zu lassen und den Status Quo zu erhalten.
 
Das ist vielleicht wirklich irgendwo der "Deal" wenn man sich eines Tages für Kinder entscheidet. Dann rückt man diese für die nächsten 15 Jahre in den Vordergrund und muss seine eigenen Belange erstmal zurück stellen.
Ich glaube auch - und die Erfahrung habe ich mittlerweile auch öfters im Leben gemacht - dass man gehen wird, dass plötzlich doch alles möglich ist wenn der Leidensdruck nur groß genug ist. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Und dieser Zeitpunkt kommt bei jedem anders schnell, weil da so viele Dynamiken, Gefühle, etc. dahinter stecken.

So sehe ich das auch.

In meinem persönlichen Umfeld sind alle in monogamen Beziehungen,

Ob das wirklich so ist, kann wohl niemand wissen.
Sowohl bei mir als auch einer früheren Freundin existierte dieses Bild nach außen.

Man darf dem Gaul halt einfach nicht zu tief ins Maul schauen)

Das wird nach meinem Eindruck gar nicht so selten so praktiziert.
 
Das hätte ich jetzt in Bezug auf einen Fremdgänger eher umgekehrt vermutet.
Eine Partnerschaft an welcher mir nichts liegt, kann ich beenden bevor ich über ein mögliches fremdgehen nachdenke.

Fremdgehen würde ich eher bei einer Partnerin die ich nicht verlieren möchte und deshalb ein fremdgehen als mögliches Lösungsszenario betrachte - um im Prinzip "alles beim Alten" zu lassen und den Status Quo zu erhalten.

Hmmh. Ich glaube bei mir ist das eben doch mehr als dieser rein sexuelle "Druckabbau". Wenn ich super erfüllenden Sex mit meinem Partner hätte, hätte ich natürlich immernoch Augen für andere aber dann wäre die Notwendigkeit des Fremdgehens für mich nicht gegeben. Schon alleine, weil ich in einer Partnerschaft z.B. auch nicht alleine in die Disco, in den Urlaub etc. gehen würde. Da würden dann eigentlich praktisch alle Gelegenheiten fehlen, aus denen sich überhaupt schneller, unverbindlicher Sex ergeben kann.
Und wenn ich einen Partner hätte, der zwar charakterlich toll ist aber wo sexuell nichts bei rum kommt, wäre ich nicht mit diesem zusammen. Ich bin romantisch-idealistisch und pragmatisch. Und genau deswegen wahrscheinlich single : D Aber ja, ich habe meine Ideale im Leben. Ich weiß wie ich fühle und wie mich schlechtes Gewissen auffrisst, etc. Und ich weiß was Partnerschaft ist, was Singlesein ist. Ich muss für beide Varianten keine Dinge tun, die im Gegensatz zu meinen Überzeugungen stehen. Aber nur mal angenommen ich wäre in einer schönen Langzeitbeziehung, man liebt sich, kuschelt abends gemeinsam, sorgt für einander aber ja irgendwann ist der Rausch weg. Never ever könnte ich mich da tagsüber mit einem anderen Kerl verabreden, mich 1-2h mit dem treffen und dann abends meinen Partner empfangen und mich zusammen mit ihm vorm TV kuscheln. Da käme mir die Galle hoch, das bin nicht ich. Ich verteufel das bei niemand anderem, aber das ist tatsächlich eine der wenigen Dinge im Leben wo ich noch sagen kann "hab ich noch nie gemacht, hab ich nichts mit zu tun".
 
Das wird nach meinem Eindruck gar nicht so selten so praktiziert.

Ich denke es gibt einfach Menschen (zu denen ich leider nicht gehöre), die von ihrem ganzen Naturell einfach viel weniger anfällig für diese Grübeleien und Gewissenbisse sind. Das sind vielleicht sogar die, die wenn sie selbst betrogen werden kein riesiges Fass aufmachen weil sie das einfach alles mit einem ganz anderen Mindset betrachten KÖNNEN. Die leben halt einfach, machen und tun und denken sich nicht bins ins kleinste Detail in irgendwelche Dramen rein, die für mich faktisch aktuell überhaupt nicht existieren. Unsere Neugier und Wissbegierigkeit sind auch manchmal mehr Fluch als Segen. Es gab mal eine Zeit, in der die Menschen wirklich an Einhörner und Feen geglaubt haben. Da steckte in allem wirklich noch irgendwie ein besonderer Zauber. Diesen Zauber des Lebens haben wir Menschen uns durch die Aufklärung, Internet selbst genommen. Jetzt müssen wir leben mit all den kalten harten Fakten. Und da hat Freddie Mercury wirklich recht "nothing really matters"
 
Hier und in ähnlichen Fäden wird immer wieder über eine Sache gestritten, über die man eigentlich nicht streiten kann.
Die Gefühle eines Menschen sind einzigartig und für einen anderen Menschen nicht wirklich zu ergründen.
Aus meiner Sicht ist es schlichtweg falsch, auf Grundlage eigener Gefühle das Verhalten eines anderen Menschen zu beurteilen.
Ich habe das selbst lange Zeit so gehandhabt, das tut mir heute sehr leid.
Es fällt mir immer noch schwer, mich davon komplett zu lösen, aber ich arbeite daran.

In diesem Zusammenhang ist für mich nur die dritte Antwort dieser Umfrage richtig.
Es hängt vollkommen vom jeweiligen Menschen und seiner Gefühlswelt ab.
 
Ich würde die Frage gar nicht dogmatisch beantworten wollen.

Wenn sich beide Partner über den Mehrwert einer offenen Beziehung einig sind, dann spricht doch nichts dagegen. Kritisch wäre nur, wenn einer der beiden aus den falschen Gründen - wie Verlustangst - einen vermeintlichen Konsens vorgaukeln würde, dabei aber seine Grenzen überschreitet.

Am Ende spielt die persönliche Prägung aber eine entscheidende Rolle. Es ist doch ein großer Unterschied, ob ein Mensch beispielsweise in der Vergangenheit unter einer einengenden, eifersüchtigen Beziehung gelitten hat, oder aber im Gegenteil das Fremdgehen eines Partners als traumatisch empfunden hat. Oder aber wie in der Kindheit die Partnerschaft der eigenen Eltern erlebt wurde.

Für mich selber käme es niemals auch nur ansatzweise in Frage. Meine Gedanken sind allerdings ohnehin nur theoretischer Natur, weil ich als schwerstbehinderter Pflegefall noch nie eine Beziehung hatte. Aber gerade weil ich körperlich so eingeschränkt bin, da würde ich es skeptisch betrachten, wenn Sexualität im Leben meiner Partnerin einen höheren Stellenwert einnehmen würde, und ja - ich würde vermutlich auch mit Eifersucht und Traurigkeit reagieren, wenn sie diese Sexualität dann mit einem anderen Mann erleben würde.
Ich spreche dabei explizit nicht von Besitzdenken, sondern über ein klares Bewußtsein bezüglich meiner eigenen emotionalen Grenzen.

Die Form der Partnerschaft sollte also insbesondere zu den eigenen Bedürfnissen passen.
 
Never ever könnte ich mich da tagsüber mit einem anderen Kerl verabreden, mich 1-2h mit dem treffen und dann abends meinen Partner empfangen und mich zusammen mit ihm vorm TV kuscheln. Da käme mir die Galle hoch, das bin nicht ich. Ich verteufel das bei niemand anderem, aber das ist tatsächlich eine der wenigen Dinge im Leben wo ich noch sagen kann "hab ich noch nie gemacht, hab ich nichts mit zu tun".
Ich kenne mich diesbezüglich ganz gut. Ich könnte mich sogar problemlos verlieben und dennoch zu Hause alles so weiterlaufen lassen, meinen Part leisten und so tun als sei alles in Ordnung. Im Gegenteil, ich wäre sogar besser gelaunt, euphorisch und jeder zu Hause würde davon sogar profitieren. 😵

Und das ohne jeden Gefühlskonflikt. Gewissen ist etwas anderes. Aber auch daran könnte ich mich gewöhnen.

Meine Gedanken sind allerdings ohnehin nur theoretischer Natur, weil ich als schwerstbehinderter Pflegefall noch nie eine Beziehung hatte.

Das tut mir sehr leid. 😢
 
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