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Glaubt ihr der Mensch ist für Monogamie geschaffen?

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  • Datum Start Datum Start

Ist der Mensch für Monogamie geschaffen?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    56
Stell dir mal vor, du schreibst so etwas direkt in dein Profil in einem Datingportal oder einer Datingapp.

Würde ich dann so machen.
Ales andere macht keinen Sinn.

Andererseits senkt das natürlich auch wieder die Anzahl möglicher Interessenten/Interressentinen.

Na und? Dann ist das so.
Entweder es passt oder es passt nicht.

Und wenn man sich dann doch in Jmd. vegucken sollte, der das nicht so sieht bzw. der/die dennoch Interesse an dir hätte?

Wie denn? Du meinst, es schreiben dennoch Beziehungssuchende, obwohl sie das gelesen haben und nichts davon halten?
Oder meinst du ein Kennenlernen offline?

Letztlich egal, es bliebe nur Ehrlichkeit und kein weiteres Daten, wenn es nicht passt.

Dann trotzdem deshalb nicht weiter daten?

Logisch, was sonst?
Oder stehst du auf vorprogrammierte Schwierigkeiten?

Ich weiß, das wäre eigentlich nur konsequent....

Ja. Und das ist nicht so dein Ding.

Und wenn man selbst jeglichen sexuellen Kontakt ablehnt und dann heimlich Rambazamba, ohne selbst die Alternative anzubieten, ist fluffig?

Natürlich ist weder die eine noch die andere Version in Ordnung.

Ich bin der Überzeugung, die meisten Partner von Fremdgängern wissen eigentlich davon, wollen es aber nicht wissen.
Für beide Seiten ist der Gewinn aus dem Beziehungskonstrukt größer als das Leid, deshalb wird von beiden daran festgehalten.
 
Wie denn? Du meinst, es schreiben dennoch Beziehungssuchende, obwohl sie das gelesen haben und nichts davon halten?
Oder meinst du ein Kennenlernen offline?

Die Frage stelle ich mir tatsächlich. Man kann natürlich für sich selber bewerten: Mit meiner Ehrlichkeit habe ich die Bedingungen offengelegt, alles Weitere liegt in der Eigenverwantwortung meine Gegenübers.
Und trotzdem frage ich mich, wie man in einer solchen Situation mit einem Menschen umgehen würde, bei dem man das Gefühl hat, dass er in einer solchen Konstellation über seine eigenen Grenzen hinausgeht? Ich meine also das Thema Achtsamkeit.

Ich selber kann meine Grenzen gut einschätzen, und sagen dass ich für Polyamorie emotional ungeeignet bin. Aber wie würdest ihr auf Jemanden reagieren, der vielleicht aus Einsamkeit und Unerfahrenheit eine solche Verbindung eingeht, obwohl er Zeichen zeigt, damit überfordert zu sein?

Kommt so etwas vor?
 
Und trotzdem frage ich mich, wie man in einer solchen Situation mit einem Menschen umgehen würde, bei dem man das Gefühl hat, dass er in einer solchen Konstellation über seine eigenen Grenzen hinausgeht?

Aber wie würdest ihr auf Jemanden reagieren, der vielleicht aus Einsamkeit und Unerfahrenheit eine solche Verbindung eingeht, obwohl er Zeichen zeigt, damit überfordert zu sein?

Reden. Offen. Viel fragen.

Kommt so etwas vor?

Ich fürchte, gar nicht so selten.

Vermutlich wird so einiges als aufregende, spannende, ungewöhnliche Polyamorie verkauft, was in Wahrheit bequeme Herumvögelei mit mehreren ist.
Die Verletzung gibt's gratis dazu.
 
Interessanterweise gibt es in meinem Freundeskreis kein einziges Paar mehr, die erfüllende Sexualität erleben würden, allerdings ausnahmslos weil die Männer nicht wollen. Es scheint fast so als wenn Pornographie, Streß, Druck und das berechtigte sexuelle Selbstbewusstsein der Frauen die männliche Libido breitbandig ausgelöscht hätten. Ich habe das jetzt schon so oft erzählt bekommen. Das ist dann umso peinlicher, wenn die entsprechenden Männer erfundene Geschichten präsentieren, obwohl du die Wahrheit kennst.

Magst du erzählen, wie lange diese Paare schon zusammen sind? Also geht es um jahrezehntelange Partnerschaften?
Und magst du erklären, inwieweit du einen Zusammenhang zum "sexuellen Selbstbewusstsein der Frauen" siehst? Ich habe bisher höchstens die Erfahrung gemacht, dass Unsicherheit für Männer schwierig ist, umgekehrt eher weniger, deswegen verstehe ich es nicht.
 
Zur Frage des Threads: Ich glaube nicht an eine "grundsätzliche Natur des Menschen" in Bezug auf solche Fragestellungen. Der Mensch ist ein kulturelles Subjekt und "Produkt" eigener Erfahrungen, Traumata, Erziehung, Genetik, usw.
Deswegen denke ich, dass es keine abschließende Antwort darauf gibt und jeder Mensch anders ist.

Ich selbst sehe sowohl in Monogamie als auch in Polygamie Vor- und Nachteile, Risiken, schönes und weniger schönes und bin dahingehend nicht abschließend festgelegt, je nach Lebensphase, meinem eigenen emotionalen Ergehen etc., denke ich, dass unterschiedliches für mich gerade besser oder schlechter ist.
 
Magst du erzählen, wie lange diese Paare schon zusammen sind? Also geht es um jahrezehntelange Partnerschaften?
Und magst du erklären, inwieweit du einen Zusammenhang zum "sexuellen Selbstbewusstsein der Frauen" siehst? Ich habe bisher höchstens die Erfahrung gemacht, dass Unsicherheit für Männer schwierig ist, umgekehrt eher weniger, deswegen verstehe ich es nicht.

Ja gerne. Geht um langjährige Partnerschaften, also zwischen drei bis fünfzehn Jahren. Ich erinnere mich noch an den ersten Fall aus dem erweiterten Bekanntenkreis, der gut zehn Jahre zurück liegt.
Da hatte eine Frau erzählt, dass ihr Partner konsequent jedwede Sexualität verweigert, alberne Gründe vorschob (habe mir den Finger umgeknickt etc), und dann ernsthaft Deals abschließen wollte a la 1 Beischlaf gegen 1 Monat seine Bude putzen. Klang erst mal bescheuert.

Etwas später gab es einen entsprechenden Fall dann auch in meinem engsten Freundeskreis.
Hatte mich gewundert, weil gerade dieser Mann früher nichts anbrennen ließ. Seine jetzige Ehefrau ist allerdings selber positiv gegenüber Sex eingestellt. Darüber reden wollte er nicht. Auf eine Aufforderung ihrerseits seine mangelnde Lust therapeutisch behandeln zu lassen reagierte er mit richtiger Wut.
Die hatten danach Ehekrise hoch 3, und mittlerweile hat sie sich traurig damit abgefunden.
Von ihm hörst du nur noch Sätze a la "Mittagsschlaf ist der Sex des Alters",

Dann traf es die nächste Freundin. Ihr Freund verweigerte sich auch. Der wollte auch nicht darüber reden. Aber als er dann ein Toy in ihrem Badezimmerschrank fand rastete er vor Wut so aus, dass er Schluß machte.

Und jetzt trifft es auch noch eine weitere Freundin, der Sexualität ebenfalls immer wichtig war. (Ich hab sie immer einen weiblichen Macho genannt). Hat seit drei Jahren eine feste Beziehung, und nach drei Monaten war schon Schluß mit Sex. Einmal gab es noch mal Sex während einer Urlaubsreise im Hotel, und seitdem versucht sie immer wieder diese Situation herbeizuführen. Sie hat mir gesagt, dass sie nicht weiß wie lange sie das noch aushält, obwohl die eigentlich verlobt sind.

Und dann habe ich noch von zwei weiteren Fällen im Bekanntenkreis gehört (allerdings nur von Hörensagen), in denen es ähnlich abläuft.

Also es gibt echt eine auffällige Häufung. Ich habe keine andere Erklärung außer paradoxer Psychologie.

Schlimm ist nur zu sehen, wie das am Selbstbewusstsein der Frauen nagt, die dann die Gründe bei sich selbst suchen, obwohl es hübsche Mädels sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja gerne. Geht um langjährige Partnerschaften, also zwischen drei bis fünfzehn Jahren. Ich erinnere mich noch an den ersten Fall aus dem erweiterten Bekanntenkreis, der gut zehn Jahre zurück liegt.
Da hatte eine Frau erzählt, dass ihr Partner konsequent jedwede Sexualität verweigert, alberne Gründe vorschob (habe mir den Finger umgeknickt etc), und dann ernsthaft Deals abschließen wollte a la 1 Beischlaf gegen 1 Monat seine Bude putzen. Klang erst mal bescheuert.

Etwas später gab es einen entsprechenden Fall dann auch in meinem engsten Freundeskreis.
Hatte mich gewundert, weil gerade dieser Mann früher nichts anbrennen ließ. Seine jetzige Ehefrau ist allerdings selber positiv gegenüber Sex eingestellt. Darüber reden wollte er nicht. Auf eine Aufforderung ihrerseits seine mangelnde Lust therapeutisch behandeln zu lassen reagierte er mit richtiger Wut.
Die hatten danach Ehekrise hoch 3, und mittlerweile hat sie sich traurig damit abgefunden.
Von ihm hörst du nur noch Sätze a la "Mittagsschlaf ist der Sex des Alters",

Dann traf es die nächste Freundin. Ihr Freund verweigerte sich auch. Der wollte auch nicht darüber reden. Aber als er dann ein Toy in ihrem Badezimmerschrank fand rastete er vor Wut so aus, dass er Schluß machte.

Und jetzt trifft es auch noch eine weitere Freundin, der Sexualität ebenfalls immer wichtig war. (Ich hab sie immer einen weiblichen Macho genannt). Hat seit drei Jahren eine feste Beziehung, und nach drei Monaten war schon Schluß mit Sex. Einmal gab es noch mal Sex während einer Urlaubsreise im Hotel, und seitdem versucht sie immer wieder diese Situation herbeizuführen. Sie hat mir gesagt, dass sie nicht weiß wie lange sie das noch aushält, obwohl die eigentlich verlobt sind.

Und dann habe ich noch von zwei weiteren Fällen im Bekanntenkreis gehört (allerdings nur von Hörensagen), in denen es ähnlich abläuft.

Also es gibt echt eine auffällige Häufung. Ich habe keine andere Erklärung außer paradoxer Psychologie.

Schlimm ist nur zu sehen, wie das am Selbstbewusstsein der Frauen nagt, die dann die Gründe bei sich selbst suchen, obwohl es hübsche Mädels sind.

Danke für deine Antwort. Das finde ich in dieser extremen Häufung schon etwas ungewöhnlich und ist mir selbst aus meinem Umfeld ehrlich gesagt nicht in diesem Ausmaß bekannt. Dass Männer auch mal weniger Lust auf Sex haben und auch nicht ständig wollen (wie oft fälschlicherweise angenommen) kenne ich schon und und auch, dass das am Selbstbewusstsein nagen kann, weil es eben dem gängigen Bild widerspricht. Aber dass so viele Paare in deinem Umfeld in so einer Dynamik feststecken, verwundert mich schon.
 
Danke für deine Antwort. Das finde ich in dieser extremen Häufung schon etwas ungewöhnlich und ist mir selbst aus meinem Umfeld ehrlich gesagt nicht in diesem Ausmaß bekannt. Aber dass so viele Paare in deinem Umfeld in so einer Dynamik feststecken, verwundert mich schon.
Das ist auch kein geschlossener Freundeskreis, dh die Paare sind untereinander nicht befreundet, wohnen in völlig unterschiedlichen Städten, also kann der Grund auch keine Gruppendynamik sein.
Kennen sich allenfalls oberflächlich über mich. Deshalb finde ich das ja so ungewöhnlich.
Das Alter der Männer ist mit Mitte 30 bis Mitte 40 jetzt auch nicht gravierend hoch.
 
So schwer ist das denke ich nicht, so einen Menschen zu finden.
Klar werden Menschen, die eine monogame Beziehung suchen mir dann nicht auf Datingplattformen schreiben, aber wenn man selber sowas nicht will, ist das doch kein Verlust.
Ich mache doch kein Datingprofil, damit möglichst viele mir schreiben, sondern damit gerade die mir schreiben bei denen es passt. Also wo ist der Verlust, wenn die Info dann die Anzahl der Leute, die mir schreiben, senkt? Ist doch sogar gut. Siebt ohne Aufwand die aus, die nicht passen.
Qualität statt Quantität.
Naja. Stell dir vor, du begegnest deinem Traumpartner, mit dem du Pferde stehken kannst, dir ein gemeinsames Leben votstellen kannst, weil seine Denkkweise, Ziele usw. alles zu deinen passen, auch Äußerlichkeiten machen dich positiv verrückt.
Nur leider weißt du, er will monogam/polygam leben und du eben nicht.

Soviele Punkte die übereinstimmen und du lässt ihn dann deshalb fallen? Find ich halt schwierig.
 
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