Im Grunde wird das Wort Karma bei uns völlig falsch benutzt.
Ich finde diesen Punkt so unheimlich wichtig, weil wir sonst über einen Begriff reden, dessen Bedeutung aber eine ganz andere ist.
Es ist nichts anderes als die esoterische Version von "jeder ist seines Glückes selber Schmied", was genauso quatsch ist.
Das ist es aber denke ich auch nicht.
Es geht eher um den Umgang mit der Situationen und allem.
Denn jeder Gedanke, jede Emotion wird zu meinem Karma.
Es bedeutet nicht, das mir nichts Unangenehmes widerfährt.
Im Gegenteil, wer viel tut der wird auf viele Probleme stoßen.
Nur wer nichts tut, dem kann weniger passieren, sowohl angenehmes als auch unangenehmes.
Sehe ich nur die Unannehmlichkeiten in meinem Leben, bestimmt dies mein Karma, jeden Tag. Wenn ich mir angewöhnt habe, die Dinge auf diese Weise zu sehen, werde ich es weiterhin so tun.
Nur Achtsamkeit, Yoga, Meditation kann dies verändern.
Man kann es als Schicksal bezeichnen, aber dann als ein Schicksal das ich selbst durch mein Tun, Denken und Fühlen in der Hand habe.
Ich merke die Trennung oder Unterschied ist schwer zu erkennen, weil die richtige Bedeutung und die Fehlinterpretation so nah beieinander liegen.
Bei der Schlussfolgerung merkt man es wohl am ehesten.
Nicht ein Schicksal oder übergeordnete Macht bestimmt darüber wie es uns geht oder was für ein Leben wir führen, sondern wir selbst.
Wenn wir etwas falsches tun, bedeutet es nicht, das wir bestraft werden, sondern nur, dass wir es noch nicht besser wissen oder können.
Es gibt keinen Richter.
Wer sollte ein Interesse daran haben, das wir ein gutes Leben führen und es uns gut geht? Es gibt niemanden den das interessiert, keinen Gott und kein Schicksal. Wozu auch?
Nur uns selbst sollte es interessieren.
Uns selbst sollte es interessieren ob wir gutes Karma ansammeln, weil das unser Leben bestimmt.
Man kann es auch mit Glaubenssätzen vergleichen.
Jeder weiß was passiert wenn er negativ über sich selbst denkt, oder über andere, oder über begangene Fehltaten in der Vergangenheit.
Diese Gedanken und Emotionen sind dann ein Teil von uns.
Wir schaden uns nur selbst. Das wird dann unser Schicksal sein.