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Glaubt ihr an Karma?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133109
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Diese Aussage ist reichlich bequem und billig.
Sozusagen die perfekte Rechtfertigung dafür, nichts zu tun, wenn man helfen könnte und sollte, z.B. wenn Menschen in Gefahr sind, oder Kinder in unerträglichen Verhältnissen aufwachsen müssen...

So meinte ich das nicht. Natürlich sollte man helfen wenn Kinder in Gefahr sind oder lebewesen im
Allgemeinen.

Aber meine Theorie ist -> jeder Erwachsene der rum läuft hat Kindheitstraumata

Und wie gesagt -> ich würde nicht Leuten Empathie mehr schenken die herumlaufen und Leuten nur schaden .. sorry nein.

Für solche Menschen habe ich Jahre lang Ausreden erfunden warum ihr Verhalten ok wäre. Tue ich nciht mehr und hinterfrage auch keine Beweggründe mehr. Akzeptiere wie es ist und ziehe von dannen
 
A

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Re: Glaubt ihr an Karma?
Hallo Gelöscht 133109,

schau mal hier:
Glaubt ihr an Karma?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Es gibt schon viel zu viel Empathie für Täter und viel zu wenig für Opfer. Merkt man doch immer wieder wenn man typische Meldungen liest, wo den Behörden/der Justiz Täterschutz weitaus wichtiger ist als Opferschutz. Das Opfer gilt eher als lästiges Anhängsel in einem Verfahren oder gar als Hindernis, ein Verfahren "im Sinne und zum Wohle des Täters" abzuschließen.
 
Es gibt schon viel zu viel Empathie für Täter und viel zu wenig für Opfer. Merkt man doch immer wieder wenn man typische Meldungen liest, wo den Behörden/der Justiz Täterschutz weitaus wichtiger ist als Opferschutz. Das Opfer gilt eher als lästiges Anhängsel in einem Verfahren oder gar als Hindernis, ein Verfahren "im Sinne und zum Wohle des Täters" abzuschließen.

Jap da gebe ich dir zu 100 % Recht.
 
Im Grunde wird das Wort Karma bei uns völlig falsch benutzt.
Ich finde diesen Punkt so unheimlich wichtig, weil wir sonst über einen Begriff reden, dessen Bedeutung aber eine ganz andere ist.

Es ist nichts anderes als die esoterische Version von "jeder ist seines Glückes selber Schmied", was genauso quatsch ist.
Das ist es aber denke ich auch nicht.
Es geht eher um den Umgang mit der Situationen und allem.
Denn jeder Gedanke, jede Emotion wird zu meinem Karma.

Es bedeutet nicht, das mir nichts Unangenehmes widerfährt.
Im Gegenteil, wer viel tut der wird auf viele Probleme stoßen.
Nur wer nichts tut, dem kann weniger passieren, sowohl angenehmes als auch unangenehmes.
Sehe ich nur die Unannehmlichkeiten in meinem Leben, bestimmt dies mein Karma, jeden Tag. Wenn ich mir angewöhnt habe, die Dinge auf diese Weise zu sehen, werde ich es weiterhin so tun.
Nur Achtsamkeit, Yoga, Meditation kann dies verändern.

Man kann es als Schicksal bezeichnen, aber dann als ein Schicksal das ich selbst durch mein Tun, Denken und Fühlen in der Hand habe.
Ich merke die Trennung oder Unterschied ist schwer zu erkennen, weil die richtige Bedeutung und die Fehlinterpretation so nah beieinander liegen.
Bei der Schlussfolgerung merkt man es wohl am ehesten.
Nicht ein Schicksal oder übergeordnete Macht bestimmt darüber wie es uns geht oder was für ein Leben wir führen, sondern wir selbst.
Wenn wir etwas falsches tun, bedeutet es nicht, das wir bestraft werden, sondern nur, dass wir es noch nicht besser wissen oder können.
Es gibt keinen Richter.
Wer sollte ein Interesse daran haben, das wir ein gutes Leben führen und es uns gut geht? Es gibt niemanden den das interessiert, keinen Gott und kein Schicksal. Wozu auch?
Nur uns selbst sollte es interessieren.
Uns selbst sollte es interessieren ob wir gutes Karma ansammeln, weil das unser Leben bestimmt.
Man kann es auch mit Glaubenssätzen vergleichen.
Jeder weiß was passiert wenn er negativ über sich selbst denkt, oder über andere, oder über begangene Fehltaten in der Vergangenheit.
Diese Gedanken und Emotionen sind dann ein Teil von uns.
Wir schaden uns nur selbst. Das wird dann unser Schicksal sein.
 
Denn die zählen, um ein leichteres Leben mit mehr Glücksfällen zu erfahren.
Wer verteilt denn diese Glücksfälle? 😉
Stelle ich mir als Job echt lustig vor. Du bekommst einen Glücksfall,- hier der auch,- dort noch ein Glücksfalls^^
Ist das sie beim Weihnachtsmann der nur an die braven Kinder Geschenke verteilt? 🙃
 
Es gibt schon viel zu viel Empathie für Täter und viel zu wenig für Opfer. Merkt man doch immer wieder wenn man typische Meldungen liest, wo den Behörden/der Justiz Täterschutz weitaus wichtiger ist als Opferschutz. Das Opfer gilt eher als lästiges Anhängsel in einem Verfahren oder gar als Hindernis, ein Verfahren "im Sinne und zum Wohle des Täters" abzuschließen.
Liegt vielleicht eher daran, das das Opfer keine Gefahr darstellt.
Man kann dem Opfer sagen, das war echt schlimm was dir passiert ist, nimm es nicht persönlich, die Person die dir das antat, hat ein viel größeres Problem.
Wir stehen dir zur Seite aber wir müssen auch schauen wie wir den Täter wieder zur Vernunft bekommen.
Welche Ursachen stehen dahinter, das herauszufinden ist ganz wichtig für die Prävention.
Geht bei uns leider voll in die Hose, aber anderes Thema.

Wie das Opfer mit der Tat umgeht erschafft sein weiteres Schicksal. Nicht die Tat selbst, sondern der Umgang damit. Das ist Karma, genau.
 
Würde mich mal interessieren ob es hier Leute gibt die an Karma glauben ?
Ich glaube nicht an Karma und ich glaube auch nicht an Gott, ich glaube nicht an sowas wie "Gerechtigkeit" oder objektive "Sinnhaftigkeit" - also nicht unter Menschen, sorry. Und ihr könnt mich alle für einen Menschenverachter halten, bin ich nicht (behaupte ich jaja), ich glaube daran dass Menschen in ihrem Leben -egal ob sie reich, arm, schwarz, weiss, blau, grün, männlich, weiblich, zwitterwesen, whatsoever, sich immer Konflikten ausgesetzt fühlen müssen um idealerweise daran zu wachsen oder schlechterweise daran zu zerbrechen. Wie man sich entscheidet / wem man helfen mag, wen / was man liebt, wen / was man hasst ist letztendlich total egal. Sterben wird man sowieso - und auch jene die einem am Herzen liegen für die man sein eigenes Leben gerne hergeben mag, aber nicht kann unter ungünstigen Umständen. Insofern hat jede*r eine Rechtfertigung für quasi "alles". Dem ist so. Aufgeschriebene / erkämpfte "Menschenrechte" hin oder her, sie sind nicht das Papier / die toten Bäume wert auf dem sie mit Blut geschrieben wurden . Was wertvoll ist, finde ich, ist sich nicht zu sehr für sich selbst zu schämen - also nicht gegen seine eigenen Werte zu handeln, egal wie andere das bewerten. Da liegt ein ewiger Konflikt. Wer schätzt den / die Entscheidung des "Nichtszutuns" eventuell als das Beste was man bescheidenerweise tun kann um Seelenfrieden zu erlangen und "Frieden" anzustreben - weil letztendlich jede Aktion eine Gegenaktion (Reaktion) hervorruft. Das ist total verrückt, die Welt in Gut und Schlecht einzuteilen. Es ist und bleibt ein Egoding. Kriege zu führen weil man für die "Gute Sache" kämpft - das tun immer alle beteiligten Kriegsparteien falls es euch noch nicht aufgefallen ist. Ich persönlich finde es reicht Dankbar zu sein für das was man hat / haben kann - und das können Menschen (meinereiner eingeschlossen) erfahrungsgemäß echt ungut. Ich persönlich denke dass Glück besteht darin, nicht mehr als Mensch geboren werden zu müssen wenn man schon an Wiedergeburt glaubt - glaube ich aber nicht, daher denke ich es ist gut als Mensch geboren zu werden und Karma ist eine intellektuelle Spielerei gelangweilter Europäer (hier) oder weiser Menschen anderswo, Spielerei bleibts so oder so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor allem wenn Du Dir vorstellst, was Deine Peiniger im nächsten Leben kriegen werden.
Nicht erst im nächsten Leben.
Folgende Situation. Jemand hat aus was für Gründen auch immer, nennen wir es Unachtsamkeit, Leid erschaffen, bei vielen Menschen u.a. auch mir.
Mein Gedanke und Empfinden ist jetzt leider auch so.. ich denke er soll dafür bezahlen und sei es nur dass er ein schlechtes Gewissen hat, sich schuldig und schlecht fühlt. Und er sieht das die Konsequenz seiner Handlung schlechte Umstände hervor bringt.
Geschieht ihm ganz recht, denke ich mir. 😡👹
Einen Trost darin finden ich aber irgendwie nicht. Es ist eher wie ein zurück schlagen. Wie eine beleidigte Leberwurst, böse und trotzig.
Dabei kann nichts die Tat ungeschehen machen.

Was würde mir helfen. Einsicht und eine Entschuldigung des Täters vielleicht. Dennoch der Schaden bleibt bestehen.
Es braucht meinerseits Verständnis. Ein Vergeben, damit ich darüber hinweg komme und sich die Enttäuschung, Schmerz und Wut nicht in mich hinein frisst.
Das wäre ein schlechtes Karma. Es würde zu Misstrauen, Angst und Abwehr gegenüber anderen meist unschuldigen Menschen führen.
Ich kann viel wohlwollender auf diese Person schauen, wenn ich ihr Fehltaten zugestehe. Ich muss die Suppe jetzt irgendwo auslöffeln, aber nicht mit dieser begangenen Fehltat leben. Da kommt bei mir schon eher so etwas wie Mitleid auf.
Mein Part ist es aber, das falsche Handeln eines anderen so einzuordnen, das es mein Leben nicht weiter bestimmt oder schadet! Sonst bestimmt der Täter mein weiteres Leben!

Manche Menschen leiden am meisten an dem Tag an dem ihnen all ihre Fehltaten bewusst werden. Ich wollte dann mit ihnen nicht tauschen.
 
Manche Menschen leiden am meisten an dem Tag an dem ihnen all ihre Fehltaten bewusst werden. Ich wollte dann mit ihnen nicht tauschen.
Das ist bei manchen Menschen aber nie der Fall, nicht mal auf dem Sterbebett. Setze bei anderen nie das Gewissen voraus das Du selber hast.

Wenn Du selber etwas böses was Dir angetan wurde, verstehen, verzeihen etc. kannst ist das zwar schön für Dich, aber wer hält den Täter dann davon ab, anderen das gleiche oder noch schlimmeres anzutun?
Immer wenn etwas böses geschieht, ist das Verhindern weiterer Taten die allererste Pflicht, auch indem man die Tat anzeigt, damit sie aktenkundig und der Täter zur Verantwortung gezogen wird. Verstehen etc. kommt erst irgendwann später, aber auch nur wenn man will und zufällig auf leichtes Vergeben gepolt ist, was aber auch nicht vorausgesetzt oder gar gefordert werden darf. Manche Menschen leben sehr gut mit ihrem Groll, insbesondere wenn die Behörden schlampen und der Täter ungehindert weitermachen kann, denn dann kann der Groll unter Umständen in Selbsthilfe umschlagen, wenn der Staat seine Schutzverpflichtung gegenüber dem Bürger nicht erfüllen will. Das ist nämlich ein beiderseitiger Vertrag, wenn der Staat sich nicht mehr dran hält, ist der Bürger auch nicht mehr dran gebunden.

Das ist die große Fehlerquelle beim Karma-Gedanken, daß er oft als Ausrede für Untätigkeit herhalten muß, sei es weil man denkt, andere haben sich ihr schlechtes Leben halt durch ihr eigenes Karma verdient, da braucht man gar nicht helfen, oder daß man aus lauter Angst sein eigenes Karma zu verschlechtern, nicht den Mut findet einzugreifen wo man könnte. Aber wie schon so ein alter Römer sagte, wer das Unrecht nicht hindert wo er könnte, der gebietet es. (Erlaubt es, in Neudeutsch, macht sich also zum Mittäter. Und auch das ist dann wieder nicht gut fürs Karma!)
 
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