Ob im Großen, ob im Kleinen- wenn ich mein Kind anbrülle, dann wird es vielleicht später irgendwann meine Mutter und macht mit mir, was ich bei ihm gemacht habe. Karma... Aug um Aug, Zahn um Zahn.
Ist das nicht die Sichtweise unserer Kultur?
Tue nichts Unrechtes sonst kommst du in die Hölle.
Diese Drohungen sind doch nur dafür gedacht die Menschen erziehen zu können. 🤔
Was für eine Motivation soll daraus entstehen? Die Menschen handeln dann doch nur aus der Angst vor der Hölle oder davor im nächsten Leben für ihre Tat bestraft zu werden.
Ich kann dieser Annahme nichts abgewinnen. Genauso wie ich nicht an eine Hölle glaube.
Karma hat damit auch nichts zu tun nach meinem Verständnis.
Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit gibt es nur in unserem Kopf.
Das Universum interessiert sich nicht für Gerechtigkeit. Auch die Natur nicht. Sollte es eine höhere Macht geben, gibt es für diese auch keine Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ist nur ein Konstrukt in den Köpfen der Menschen.
Wenn wir nicht hinschauen und bewerten, passieren die Dinge einfach wie es ihrer Natur entspricht. Und das kann eben von gut bis schlecht sein, von Mitgefühl geprägt oder eben von Gleichgültigkeit, je nachdem wer und wie man es betrachtet. Es ist relativ.
Schon in unserer westlichen Religion wird der freie Wille als etwas wichtiges hervorgehoben.
Was ist das für eine Religion oder Glaube, der die Menschen unterjocht weil er mit Strafe im Jenseits oder nächsten Leben droht?
Wo bleibt da der freie Wille?
Früher wurden Menschen geopfert aus dem "Glauben" heraus es würde dem Stamm ansonsten ein Unheil widerfahren.
War das nicht ein Aberglaube?
Das eine höhere Macht Gerechtigkeit walten lässt ist doch genauso ein Aberglaube.
Es mag manchen Trost spenden, wenn sie daran glauben das andere für ihre Taten bestraft werden, wenn nicht in diesem Leben, dann halt im nächsten. Aber mal im ernst, ist das nicht lachhaft?
Es spiegelt nur unsere Erziehung wider und daher können wir es nicht anders sehen.
Anderen Menschen schlechtes zu wünschen belastet uns aber selbst, es führt zu einem nicht sonderlich gutem Karma. Es führt eher zu Verbitterung, Selbstgerechtigkeit und Arroganz, wenn jemand sich anmaßt zu wissen, was gerecht und ungerecht ist und das ein anderer Mensch dafür eine Strafe verdient.
Es ist wie Gott spielen, wie ein Richter, der unfehlbar ist und alles besser weiß.
Dafür kann sich natürlich jeder frei entscheiden. Das anderen Schlechtes widerfährt gibt ihnen Trost und Genugtuung. In meinen Augen vergiftet sich jemand damit innerlich nur selbst.
Jemand anderem Schlechtes zu wünschen ist Gift für einen selbst.