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Glaubt ihr an Gott ?

  • Starter*in Starter*in Firestormx34
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    gott

Glaubt ihr an Gott?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    65
Status
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Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, wie man sich für jemanden - wenn er denn wirklich existiert - so einsetzen kann, obwohl er die Menschheit so oft im Stich gelassen hat.

Gläubige haben etwas von Frauen, die bei ihrem prügelnden Mann bleiben und ständig ausreden für seine Taten finden: Er hat getrunken, er hat viel Stress, ich hab ihn aber auch wirklich provoziert usw.

ganz einfach, weil ich Gott nicht für mein Leben verantwortlich mache. Er ist nicht derjenige, der mir das Leid zufügt.
Wenn mich mein Mann prügelt, dann kann ich auch nicht den Bürgermeister für verantwortlich machen...
Nur weil es einen Gott gibt, heißt es ja nicht, dass der Mensch keine Verantwortung mehr hat. DIe hat er und zwar für sich und für seine Mitmenschen. Die Gerechtigkeit kommt erst nach dem Tod...
 
A

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Re: Glaubt ihr an Gott ?
Zitat Benjamin:
Dann verstehe ich dich also richtig, dass du auch nichts gegen einen Glauben hast, der frei von den Definitionen der Religionen ist? Oder?

Es gibt keinen Glauben der völlig frei von Religion ist. Wie soll das gehen?
( außer bei astro...... ) Jedes Kind kriegt ja im Kindesalter irgendwas gesagt - kein Kind würde am Anblick der Welt auf einen allmächtigen Schöpfer schließen. Sondern wahrscheinlich auf einen Donnergott, Blitzgott, Regengott etc. Insofern ist man wohl immer beeinflußt.
Das kann ja niemand ernsthaft bestreiten.

Und Sori: Wenn Dich ein "Gott in die Hölle schickt" dann ist allein dieser Gedanke auch von der Religion beeinflußt. Denn um beim Beispiel zu bleiben - kein Kind würde annehmen, das es zur Hölle fahren muß, wenn....ja, was eigentlich?
Die Frage habe ich hier schon mal gestellt. Wenn es einen allmächtigen Gott gäbe, der dies alles aus dem Nichts erschaffen hätte, man also "glaubt" - warum sollte dieser Gott dann angebetet werden? Das macht ja keinen Sinn. Niemand hat Einfluß darauf, ob er ins Leben kommt, oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mache es noch mal einfach für alle:

Vielleicht ist es in 100 Jahren erlaubt, mit Kindern Sex zu haben oder die Sklaverei wird wieder eingeführt. Keiner würde sich daran stören, weil es gesellschaftlich akzeptiert wird.

Oh wei...was die Gesellschaft akzeptiert und was nicht, hat mich nie interessiert. Und es gab immer solche Menschen, die auf ihr Gewissen gehört haben. In der Nazi-Zeit z.B., was war da alles gesellschaftlich akzeptiert...und doch gab es Menschen, die vom Gewissen her anders entschieden haben, sogar entschieden haben, für ihre Ideale zu sterben!

Wenn ich also in 100 Jahren geboren würde, und Sklaverei und Sex mit Kindern wären legal, würde ich ja sehen, wieviel Elend das bringt. Und dagegen würde ich-weil ich auch ne große Empathie zu anderen Menschen habe-kämpfen. Und wenn ich dafür draufgehen würde. Ehrlich.

Ich finde, das Gute ist nicht so variabel! Das Gute ist auf jeden Fall nicht, anderen weh zu tun...selbst wenn sich die Gesellschaft dahin gehend entwickeln würde (also Rückevolution...wie gruselig!), würde es IMMER Menschen geben, die ganz ohne Religion, ohne irgedwelche Gebote, dagegen kämpfen würden, weil sie wissen, daß es nicht gut ist, und weil sie das Gute wollen. Man merkt das doch, wenn anderen wehgetan wird, wie schlimm das ist (manche vielleicht nicht, schrecklich, kann ich nicht verstehen!)

Was gut ist, spürt man doch, unabhängig von der Gesellschaft-oder? Schon wenn ich als Kind richtig S**** gebaut habe, tat es mir im nächsten Moment leid-und nichtmal, weil mir einer irgendwas verboten hatte, sondern weil ich wußte, daß es falsch war. Gewissen kann wehtun; und war bei mir von Anfang an vorhanden, kann mir so schwer vorstellen, daß es bei anderen nicht so ist...aber gut, wer weiß, ich bin ja nicht die anderen, kann's wohl nicht wissen...
 
Es gibt keinen Glauben der völlig frei von Religion ist. Wie soll das gehen?
( außer bei astro...... ) Jedes Kind kriegt ja im Kindesalter irgendwas gesagt - kein Kind würde am Anblick der Welt auf einen allmächtigen Schöpfer schließen. Sondern wahrscheinlich auf einen Donnergott, Blitzgott, Regengott etc. Insofern ist man wohl immer beeinflußt.
Das kann ja niemand ernsthaft bestreiten.
Ja, auf jeden Fall ist man von dem Moment an beeinflusst, wenn man zum ersten mal von den Religionen hört. Das beeinflusst dann, wie man sich einen Gott vostellt.

Ich versteh nur noch nicht, wo du den Unterschied zwischen AstroJay´s Glauben und dem der Anderen hier sein siehst.
 
Der Glaube an etwas bestimmtes ist nicht variabel.
Doch die Ausführung dieses Glaubens - z.B. "guter Mensch" sein, ist es aber.
Und das passt nicht zusammen.
Warum passt das nicht zusammen? Menschen sind nicht perfekt und nicht eindeutig. Darum variieren die Ausführungen des Glaubens, auch wenn das "bestimmte" gleich bleibt.
Oder meinst du, dass wenn es einen Gott gäbe, auch die Menschen schon perfekt sein müssten?
 
Was die Kirchen machen ist ja Beeinflußung von Kindern und zwar - mit Hilfe des Staates. Ich wäre für einen völlig konfessionsfreien Religionunterricht. In dem man den Kindern völlig offenläßt, was sie denken wollen. Das wäre ganz wichtig in diesem Land.
Übrigens läßt sich bei Kinderbuchautor Janosch nachlesen, was diese Beeinflußung im Kindesalter in Ihm angerichtet hat.
 
Ich finde es doch etwas eigenartig - diejenigen die sonst immer nach Akzeptanz und Toleranz schreien - praktizieren hier das Gegenteil - was ist denn an solchen Menschen noch glaubhaft - ihr Glaube an sich selbst - sicher nicht.
 
Hallo Dr. House!

...

Gläubige glauben. Sie glauben an etwas bestimmtes und dieses ist nicht variabel.
Was allerdings variabel ist, sind die Modellvorstellungen, der Zeitgeist.

Hier wird so oft geschrieben, dass Gott will, dass man ein guter Mensch ist.
Aber was ist "gut" ?

Es ist ein Begriff, der ständig im Fluss ist, immer vom Zeitgeist beeinflusst.
Heute haben wir eine gesellschaftliche Definition, die in 100 Jahren wieder anders sein wird.

...
Der Glaube an etwas bestimmtes ist nicht variabel.
Doch die Ausführung dieses Glaubens - z.B. "guter Mensch" sein, ist es aber.
Und das passt nicht zusammen.
Ich habe bereits auf diesen Einwand geantwortet, versuche es aber mal mit einer Analogie.

Nimm den Begriff der Wahrheit. Menschen glauben an die Wahrheit. Die Wahrheit ist aber nicht variabel. Wahrheitsliebende Menschen möchten sich der Wahrheit entsprechend verhalten.
Im Verlauf ihres Lebens versuchen die Menschen, sich der Wahrheit anzunähern und nach ihr zu leben. Da sie die Wahrheit aber nicht vollständig erkennen können, sind sie immer auf der Suche. Ihr Handeln ist variabel, weil sie nie sicher im Besitz der Wahrheit sind. Aber sie ringen nach bestem Wissen und Gewissen nach der Wahrheit und das verschafft ihnen eine hohe Würde.
Und dann gibt es diejenigen, die sagen, es gäbe ja gar keine Wahrheit...🙂

Während wir uns schrittweise der nicht variablen Wahrheit annähern, verändern wir uns in unserem wahrheitsentsprechendem Handeln!
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo
so richtig glaube ich nicht daran,aber wenn ich mal richtig verzweifelt war und lieber gott hilf mir geschrien habe,hatt er/oder sie mir immer engel geschickt.vieleicht ist gott alles,und wir sind ein teil davon,können es aber in unserer beschränkheit nicht sehen.wie sollten wir auch das alluniversum verstehen können.
 
Was Mike geschrieben hat find ich absolut gut. Einen konfessionsfreien Religionsunterricht. Und die Taufe im Säuglingsalter gehört abgeschafft. Jeder sollte sich frei nach seinem Willen entscheiden ob und zu welcher Kirche er gehört. So hab ich das bei meinen Kindern auch gehandhabt. Mein ältester Sohn zB. hat sich mit 14 taufen lassen. Und zwar, weil er überzeugt davon war, nicht weil ich ihn dazu gedrängt habe. Er war sogar Messdiener und sehr engagiert in seiner Kirche. Warum auch nicht? Es ist sein Glaube und ich habe nicht das Recht dazu ihm den madig zu machen oder auszureden. Wir haben darüber diskutiert, er kennt meine Ansichten und respektiert sie, ich seine. So leben wir beide ziemlich prima.
Übrigens war Religionsunterricht früher ein Graus für mich. unsere Lehrerin hat gerne mal mit der Bibel auf die Köpfe der Kinder geschlagen, wenn ihr etwas nicht gepasst hat. und außerdem hat sie das Pausenbrot der Kinder konfisziert und selber verdrückt ( was allerdings wohl nichts mit ihrem katholischen Glauben zu tun hat 😉 )

Auf dem Gymnasium später hatte ich einen Religionslehrer, der sich sehr dadurch hervor getan hat uns in der 6. Klasse Abtreibungsvideos zu zeigen.
Eben dieser Mann, so erfuhr ich vor einiger Zeit, hat sich erhängt, weil er mit seinem Alkoholismus nicht mehr fertig wurde.
 
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