Ich mache es noch mal einfach für alle:
Vielleicht ist es in 100 Jahren erlaubt, mit Kindern Sex zu haben oder die Sklaverei wird wieder eingeführt. Keiner würde sich daran stören, weil es gesellschaftlich akzeptiert wird.
Oh wei...was die Gesellschaft akzeptiert und was nicht, hat mich nie interessiert. Und es gab immer solche Menschen, die auf ihr Gewissen gehört haben. In der Nazi-Zeit z.B., was war da alles gesellschaftlich akzeptiert...und doch gab es Menschen, die vom Gewissen her anders entschieden haben, sogar entschieden haben, für ihre Ideale zu sterben!
Wenn ich also in 100 Jahren geboren würde, und Sklaverei und Sex mit Kindern wären legal, würde ich ja sehen, wieviel Elend das bringt. Und dagegen würde ich-weil ich auch ne große Empathie zu anderen Menschen habe-kämpfen. Und wenn ich dafür draufgehen würde. Ehrlich.
Ich finde, das Gute ist nicht so variabel! Das Gute ist auf jeden Fall nicht, anderen weh zu tun...selbst wenn sich die Gesellschaft dahin gehend entwickeln würde (also Rückevolution...wie gruselig!), würde es IMMER Menschen geben, die ganz ohne Religion, ohne irgedwelche Gebote, dagegen kämpfen würden, weil sie wissen, daß es nicht gut ist, und weil sie das Gute wollen. Man merkt das doch, wenn anderen wehgetan wird, wie schlimm das ist (manche vielleicht nicht, schrecklich, kann ich nicht verstehen!)
Was gut ist, spürt man doch, unabhängig von der Gesellschaft-oder? Schon wenn ich als Kind richtig S**** gebaut habe, tat es mir im nächsten Moment leid-und nichtmal, weil mir einer irgendwas verboten hatte, sondern weil ich wußte, daß es falsch war. Gewissen kann wehtun; und war bei mir von Anfang an vorhanden, kann mir so schwer vorstellen, daß es bei anderen nicht so ist...aber gut, wer weiß, ich bin ja nicht die anderen, kann's wohl nicht wissen...