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Glaubt ihr an Gott ?

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Glaubt ihr an Gott?


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    65
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Aber was kommt raus, wenn man einen Schritt weiter geht ?

Der Walfisch kann nicht gut gehandelt haben, weil er nicht die Absicht hatte zu helfen. Seine eigentliche Absicht war es, zu schwimmen. Es war nicht sein Ziel zu helfen, also sollte er dafür auch nicht belohnt werden.

Der Popstar hat zwar die Absicht zu helfen, aber nur als Mittel zum Zweck. Seine eigentliche Absicht ist es, PR zu bekommen.
Das die Millionen ankommen und Gutes bewirken, ist zwar richtig - aber nicht das Ziel seines Handelns. Wie kann man den Popstar dann dafür belohnen ?
 
Hallo Benjamin!

Aber was kommt raus, wenn man einen Schritt weiter geht ?

Der Walfisch kann nicht gut gehandelt haben, weil er nicht die Absicht hatte zu helfen. Seine eigentliche Absicht war es, zu schwimmen. Es war nicht sein Ziel zu helfen, also sollte er dafür auch nicht belohnt werden.

Der Popstar hat zwar die Absicht zu helfen, aber nur als Mittel zum Zweck. Seine eigentliche Absicht ist es, PR zu bekommen.
Das die Millionen ankommen und Gutes bewirken, ist zwar richtig - aber nicht das Ziel seines Handelns. Wie kann man den Popstar dann dafür belohnen ?
Ich sehe das wie Du.
Wenn ein Heiratsschwinder seinem Opfer ein Wellnesswochenende schenkt (mit den gewissen Hintergedanken), dann kann man dieses Verhalten nicht als edel (diesen Begriff hatte Dr. House verwandt) betrachten und ich wünsche mir keinen Gott, der so ein Verhalten gutheißt und belohnt.

Der Zweck guten Verhaltens sollte in erster Linie im guten Verhalten selbst (in der guten Seele sozusagen) liegen. Gutes Verhalten ist nicht wirklich moralisch gut, wenn mit ihm nur ein böser Zweck erreicht werden soll.



 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dr. House!

Wir waren von Deinem folgenden Beitrag ausgegangen:

Denn wäre er liebevoll, so würde er die Menschen nicht an ihrem Glauben, sondern an ihren Taten messen.
Du beziehst Dich mit diesen Worten auf Gott.

Nun schreibst Du:
Hat Ex Bundeskanzler Kohl nicht mal gesagt: Wichtig ist, was hinten rauskommt?...
Kohl wollte hier wohl nicht die moralische Qualität von Menschen beurteilen. Es ging ihm vermutlich um irgend einen Sachverhalt in der Wirtschaft, den er unter ökonomischer Sichtweise als gut beurteilte.

Was kommt denn zB bei dem Beispiel des Ertrinkenden heraus, dessen Retter nur den Ruhm wollte? Ein lebender Mensch. Vorher hat er auch gelebt. Aber wir wollen doch den Retter beurteilen und nicht den fast Ertrunkenen! Was sagt mir denn der Gesundheitszustand des fast Ertrunkenen über den moralischen Wert der Handlungen des Retters aus? Möchtest Du einen Gott haben, der Dich nach Deinem Gesundheitszustand beurteilt?

Noch ein nicht ganz passendes, aber dennoch erhellendes Beispiel:

Stelle Dir vor, Du wärst MathematikLehrer. Dein Schüler soll ein Viertel des Sechfachen von 12 berechnen. Er rechnet:
12x6 = 36 (falsch!)
36:4 = 18 (Zwischenrechnung falsch, aber Endergebnis richtig!)

Was kommt in diesem Beispiel hinten raus: Ein richtiges Ergebnis! Aber wie würdest Du die MathematikFähigkeiten des Schülers beurteilen? Von mir bekäme dieser Schüler keine 1.

Das einzige, was zählt und einen wirklichen Wert hat, ist der gute Wille. Betrachte eine Welt voller funktionierender Maschinen (das Beispiel ist speziell für Dich) mit topgesunden Menschen, die täglich Partys feiern und super glücklich sind - fehlt da nicht noch das Entscheidende?

Ja, Gott will nicht nur glückliche Menschen, sondern auch glückswürdige. Er will Menschen, die ihr Glück auch verdient haben. Das entnehme ich jedenfalls meinem Gottesbild.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo EuFrank,

eingentlich wollte ich mich hier nicht mehr einmischen, aber es kommt immer anders als man denkt.

Glaube kann man sich nicht verdienen, in dem man Gutes meint oder tut. Wir leben aus der Gnade und der Vergebung Gottes.
Wichtig beim Glauben ist die Beziehung zu Gott.
Wenn ich Mist baue, bin ich nicht abgeschrieben, sondern kann mit meinem Mist zu Gott kommen und ihn um Vergebung bitten.
Wenn wir und den Himmelreich verdienen müssten, wären wir echt keine Chance... Man sollte nicht vergessen, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Was hätte das für einen Sinn, wenn wir fähig wären, fehlerlos zu leben?
Und das ist mein Gottesbild!
 
Die Absicht muss zwar mit einberechnet werden, aber sie darf nicht alleine zählen.
Fakt ist, der Ertrinkende wurde gerettet. Fakt ist ebenfalls, so wie du dein Beispiel beschrieben hast, dass der Ertrinkende nicht gerettet worden wäre, wäre der Mensch nicht ins Wasser gesprungen.

Man beurteilt den Retter. Und wäre er nicht gesprungen, wäre ein Mensch gestorben. Seine Motivation ist im ersten Moment egal.
Wenn es dann hinterher zur Abrechnung kommt, wird er wahrscheinlich nicht so belohnt werden, wie jemand der die gute Absicht hatte und die Tat auch ausführte. Aber er wird belohnt werden. Das würde ich jedenfalls von einem Gott erwarten.

Die Absicht allein kann nicht zählen.
Wenn ein Mensch jeden Tag die Absicht hat, einem Bettler etwas Geld zu geben, es aber dann doch nicht tut. Dann hatte er zwar die Absicht, aber die gute Tat kam nie zustande.

Und jetzt nehmen wir an, dass ein Mann mit einer Frau zusammen ist, die er grade kennengelernt hat.
Sie beide gehen spazieren und treffen auf diesen Bettler. Der Mann denkt: "Wenn ich dem Bettler Geld gebe, hält sie mich sicherlich für ein netten und sozialen Menschen und ich kann Pluspunkte bei ihr sammeln".

Also gibt er dem Bettler Geld und die Frau findet es auf den o.g. Gründen toll.

Jetzt haben wir folgende Situation:

Mann A hatte immer die Absicht dem Bettler Geld zu geben, hat es aber dann nie getan.

Mann B hatte zwar nie die Absicht, hat es aber dann doch getan. Nicht weil er so ein guter Mensch ist, sondern weil er bei der Frau landen will.

Hier zählt die Tat und nicht die bloße Absicht.


Übrigens kann auch die Absicht nicht allein zählen, weil fast alle Menschen, in der gesamten Geschichte der Menschheit, aus ihrer Sicht eine gute Absicht hatten.

Auch Hitler hatte aus seiner Sicht eine gute Absicht.
Ebenfalls wie Stalin oder Pol Pot usw.
 
Ich werd noch verrückt. jetzt schreibt House auch schon von Belohnungen Gottes. Nach meinen glaubwürdigen Informationen ist Gott bei Kleinigkeiten wie z.B. Mann aus dem Wasser ziehen, längst nicht mehr so großzügig. Wo er früher schon mal ne nette Prostituierte für ne Nacht rüberwachsen ließ, gibt´s heute nur noch Lebensmittel-Gutscheine. Oder - bei Rettung einer größeren Gruppe - auch noch mal Trockner und Waschmaschine. Ich habe aber beides schon.
 
Hallo Moonlight!

...
Glaube kann man sich nicht verdienen, in dem man Gutes meint oder tut. Wir leben aus der Gnade und der Vergebung Gottes.
Wichtig beim Glauben ist die Beziehung zu Gott.
Wenn ich Mist baue, bin ich nicht abgeschrieben, sondern kann mit meinem Mist zu Gott kommen und ihn um Vergebung bitten.
Wenn wir und den Himmelreich verdienen müssten, wären wir echt keine Chance...
Ich glaube auch, dass wir immer hinter den Anforderungen Gottes zurückbleiben. Ich glaube aber auch, dass wir seinen Anforderungen teilweise gerecht werden können. Ich glaube, dass wir nicht 100%ig auf seine Gnade angewiesen sind. Wir haben es teilweise selbst in der Hand, ob wir im Sinne Gottes handeln oder nicht. Als gerechter Gott wird er uns nach unserer Glückswürdigkeit beschenken. Darin besteht eigentlich seine Gnade, dass wir hoffen können, dass unser ihm wohlgefälliges Verhalten auch entsprechend entlohnt werden wird.

Worauf es mir in meinen letzen Beiträgen vor allem ging: Es geht mehr um die Gesinnung als um die nackten Fakten, die aus der Gesinnung und den Absichten eines Menschen entstehen. Jemand, der mit sich selbst nicht zufrieden ist, und sich weiterhin zerknirscht darum bemüht, gottkonform (mir fällt jetzt kein besserers Wort auf die Schnelle ein) zu leben, hat schon mal keine ganz schlechte Gesinnung.

Es darf aber nicht alles nur Gnade sein. Dann wäre der Mensch nur noch eine willenlose Marionette. Der freie Wille muss meines Erachtens unbedingt gewahrt bleiben. Der Mensch darf nicht zum Bittsteller Gottes verkommen. Wo bliebe sonst seine Würde? Seine Mitarbeit und sein voller Einsatz sind gefordert. Wenn jedoch bei vollem Einsatz aufgrund einer guten Gesinnung nichts dabei herauskommt, dann ist er in den Augen meines Gottes jedenfalls immer noch würdig.

...Man sollte nicht vergessen, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Was hätte das für einen Sinn, wenn wir fähig wären, fehlerlos zu leben?
...
Wie gesagt, wir werden nie in der Lage sein, Gottes Anforderungen 100%ig zu entsprechen.
 
Ich werd noch verrückt. jetzt schreibt House auch schon von Belohnungen Gottes. Nach meinen glaubwürdigen Informationen ist Gott bei Kleinigkeiten wie z.B. Mann aus dem Wasser ziehen, längst nicht mehr so großzügig. Wo er früher schon mal ne nette Prostituierte für ne Nacht rüberwachsen ließ, gibt´s heute nur noch Lebensmittel-Gutscheine. Oder - bei Rettung einer größeren Gruppe - auch noch mal Trockner und Waschmaschine. Ich habe aber beides schon.
*rofl* 😀
 
Hallo Dr. House!

...
Mann A hatte immer die Absicht dem Bettler Geld zu geben, hat es aber dann nie getan.

Mann B hatte zwar nie die Absicht, hat es aber dann doch getan. Nicht weil er so ein guter Mensch ist, sondern weil er bei der Frau landen will.

Hier zählt die Tat und nicht die bloße Absicht.
Wenn MannA immer mit allen Kräften das Gute wollte und es dann doch nicht aus Gründen, die nicht in seiner Macht standen, umgesetzt hat, hat er meine vollste Achtung.

Mann B will nur bei der Frau landen. Alles andere, was durch ihn entsteht, ist Zufall und kann ihm nicht positiv angerechnet werden (wie es auch nicht dem Wal positiv angerechnet werden kann, wenn er zufällig mit seiner Schwanzflosse einen Ertrinkenden an Land wirft).

Wer jemanden vergiften will und ihm aus Versehen ein anderes Medikament verabreicht, dass seiner Gesundheit zuträglich ist und ihn dadurch von einer schweren Krankheit heilt, der sollte nicht noch für seinen Mordplan durch Gott belohnt werden!

...
Übrigens kann auch die Absicht nicht allein zählen, weil fast alle Menschen, in der gesamten Geschichte der Menschheit, aus ihrer Sicht eine gute Absicht hatten.

Auch Hitler hatte aus seiner Sicht eine gute Absicht.
Ebenfalls wie Stalin oder Pol Pot usw.
Wenn Schlechtes aus einer guten Absicht folgt, dann kann man es nicht dem Menschen anlasten.

Ich habe übrigens meine Zweifel daran, dass Menschen wie Stalin immer nur aus gutem Willen gehandelt haben. Das glaube ich nicht und das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wenn ich nur daran denke, wie Stalin mit jungen Frauen umgegangen ist...
 
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