oha, mitterlweile wollen unsere christlich dogmatisch-fundamentalistischen Vertreterinnen gleich das ganze Forum schliessen....
Mittlerweile denk ich, dass es besser ist, dieses Forum wirklich zumindest für eine Weile zu schließen, bevor sich hier Menschen sinnlos in Stücke hacken.
@annalu3:
ist natürlich auch eine Methode sachliche Kritiker mundtot zu machen...aber ein wenig überkandidelt denke ich...fundamentalistische Allmachtsgedanken annalu3?
😉
Ich sehe hier an sich keine großen Probleme....ich denke du fühlst dich ggf durch einige Vernunftargumente gestört und auf den Schlipps getreten, nimmst einige Dinge viel zu persönlich. Eine angemessene vernünftige Distanz auch zu deinem Glauben wäre an sich eine gesundere Einstellung. Abgrenzungsvermögen zeigen bitte und nicht erwarten, dass Menschen (=Raubtiere) immerzu nur auf Kuschelkurs sind und sagen was dich nicht stört...
Hier hackt sich übrigens niemand in Stücke....das du das so empfindest liegt ggf. an deiner unrealistischen/unrealisierbaren Erwartungshaltung dass immer alles harmonisch und kritiklos nur in deinem Sinne verläuft?
Mag sein dass manchmal auch ein wenig Spott da ist..aber ich denke von allen Seiten....sowas ist an sich menschlich...musst du nicht immer so persönlich nehmen.....
Ich möchte dich wohlmeinend daran erinnern dass die Welt sich leider nicht immer nach deinen Befindlichkeiten drehen kann. Bei depressionskranken Menschen ist es häufig so, dass diese unrealistische Erwartungshaltung (das die Welt sich auf die Befindlichkeiten der Geschwächten, Kranken einstellt) oft ein Mitauslöser der Erkrankung ist...aber das dürftest du falls du in Therapie bist (was ich an sich eher nicht annehme) bereits von deinem Therapeuten erfahren haben. Achte da ein wenig auf deine Haltung und Erwartung...weniger erwarten bedeutet weniger enttäuscht zu werden...ich denke du erwartest einfach zu viel wenn sich hier alle immer nur nach deinen Wünschen richten wie man über Glauben zu diskutieren hat und wie nicht.
Ich denke auf jeden Fall dass die psychische Gesundheit oft eine wesentliche Rolle auch in Glaubensdingen hat. Die Gradwanderung zwischen Besessenheit vom Glauben und einem vernunftorientierten Gebrauch des Glaubens ist oft fließend und bemisst sich meiner Meinung nach am Grad der Intellektualität oder auch geistigen Gesundheit eines Menschen.
Das mag jetzt hart klingen annalu3 und ich will dich auf keinen FAll damit angreifen, aber du solltest für dich immer im Hinterkopf behalten dass eine Depression ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn also eine Art Geistesverwirrtheit ist. Du kannst nicht davon ausgehen, dass du immer alleine und selber bemerkst ob deine Gedanken normal oder unnormal sind...da dein Gehirn als geschlossenes System arbeitet und man sich stückweise nicht selber beobachten kann (blinder Fleck der Wahrnehmung und auch Selbstwahrnehmung)...man schwimmt sozusagen in seiner eigenen Logik...Nur Menschen von außen, die mit dir kommunizieren (am besten face to face) können eine Unterscheidung von normalem oder unnormalen Denken sehen....Das gilt allgemein für alle Menschen aber insbesondere auch für Menschen mit psychischen Problemen. Es gehört zum Krankheitsbild einer Depression sich eben nicht mehr realistisch wahrnehmen zu können...jedenfalls nicht solange man akut ist.
Meine Schwester war vor Jahren psychisch krank, ich habe mich in die Thematik eingearbeitet und meine Schwester erfolgreich in Wiedergesundung mitbegleitet, ich habe also sehr viel Erfahrungen mit diesem Thema.
Während ihrer akuten wahnhaften psychotischen Phase war sie u.a. auf dem Tripp auch Jesus suchen zu wollen, sie vermeinte die Stimme Gottes zu hören....sie hat sich übrigens in dem Stadium totaler Durchgeknalltheit und Wahnvorstellungen etc. als völlig normal wahrgenommen (ist auch typisch für psychische Erkrankungen) ...die Medis haben sie schnell davon abgebracht...Ich habe festgestellt das von akut psychisch Kranken oft irgendwas, irgendein Strohhalm gesucht wird, weil eine innere Leere da ist die gefüllt sein will. Die Auffüllarbeiten kann ein Glaube an Gott erledigen oder auch Menschen die für andere Menschen da sind..bei meiner Schwester hab ich sie ein klein wenig mit Mut und ZUversicht und Selbstvertrauen aufgefüllt...Meiner Schwester hatte ich damals natürlich nie vom Glauben an Gott abgeraten..aber ich riet ihr ab in Kirchen zu rennen (statt Therapie zu machen)und zunächst erst in der Klinik zu bleiben und Therapien (8 Wochen stationär, dann teilstationär und dann ca. 3 Jahre ambulant) zu machen und sich um ihre Alltagsarbeiten zu kümmern, damit sie im Leben Fuß fasst.....dadurch hat sich für sie die Kirchengeschichte schnell erledigt und sie ist wieder auf dem DAmm... Mag sein dass andere ihren Glauben brauchen um wieder Fuß zu fassen...auch gut! Solange eine vernünftige innere Distanz da ist..alles paletti...Allerdings vermisse ich diese Distanz ein wenig bei dir und auch bei Lena...du identifizierst dich derart stark, dass du sogar das Forum schließen willst wenn Kritik oder mal ein wenig Spott auftritt..sowas spottet meiner Ansicht nach jeglicher Vernunft!
Wenn du in Therapie bist wegen deiner Depressionen und mit Medis gut eingestellt bin ich mir relativ sicher, dass deine Selbstwahrnehmung ganz in Ordnung sein wird...dennoch würde ich mit deiner Disposition immer sehr aufpassen dass dein Glauben nicht in Besessenheit ausartet.
Meiner Ansicht nach bist du mit deinem Glauben erneut in eine ungünstige Abhängigkeit gerutscht. Mag sein dass Gott als deine selbstgewählte oberste Autorität dich nicht so leicht missbrauchen kann und wird wie Menschen allerdings wird es immer Menschen geben, die im Namen Gottes autoritätsabhängige oder -hörige Menschen (wie dich ggf?) ausnutzen werden. Also Augen aufbehalten und am besten die Finger von fundamentalistischen Konzepten wie dem der Wiedergeborenen Christen lassen. Und gleichzeitig nicht versäumen an deinem Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Abgrenzungsvermögen zu arbeiten..denn das ist der beste Schutz den es gibt..auch gegen Menschen die dich ausnutzen oder missbrauchen könnten. Aufgrund vergangener Enttäuschungen und schlechter Erfahrungen die Menschen zu meiden und zu Gott und in den Glauben zu flüchten halte ich generell für keine gute Idee....damit ist Besessenheit quasi mit vorprogrammiert.
Nochmals: bitte nicht als Angriff verstehen, ich meine es nur gut mit dieser kleinen kritisch-analytischen Stellungnahme. Ich mache mir ein wenig Sorgen um dich und will dir nur meine Meinung zur Sache vor Augen führen...was du damit machst ist deine Sache.
Tyra
sry für die Länge des Beitrags...ging net kürzer
😉😀
Wenn dir solche threads wie diese oder Glaubensdiskussionen zu viel werden steht es dir an sich frei um dich selber zu schonen dich fernzuhalten...jedenfalls solange bist du wieder psychisch stabil genug bist und die Kraft wieder da ist...was natürlich nicht heißt, dass ich dich hier rausdrängen will
😉 Achte auf dich!