@Lena:
wer behauptet Jesus begegnet zu sein...(außer ggf. als Anthropologe seinem Skelett oder so) den halte ich eher für wahnhaft.
Wenn Wunschdenken zu sehr in die Realität vordringt ist das oft bedenklich.
Menschen mit großen Ängsten und Einsamkeitsgefühlen verfallen ja oft auf sehr skurrile Ideen, die nach außen hin zunächst sehr irrational aussehen..allerdings folgen sie nur einer ganz eigenen Rationalität, nämlich der ihre Ängste und Sorgen zu kaschieren bzw. sich ein Programm auszudenken, dass sie ein wenig beruhigt.
Manche klammern sich aus purer Verzweiflung an den Glauben...an einen Gottglauben um sich erschüttert durch ein traumatisches Ereignis (schwere Erkrankung od.ä.) und erschüttert und sehr ängstlich in Hinsicht auf die Aussicht irgendwann (und ggf eher als einem lieb ist) zu sterben.
Was Prophezeiungen und Propheterie angeht so gibt es ganz einfache wissenschaftliche Erklärungen für solche Phänomene...man nennt es self-fullfilling prophecy.
Allerdings wird die denke ich nicht in Hinsicht auf ein Fortleben nach dem Tode etc. funktionieren.
Jeder Mensch versucht sich die Welt zu erklären..manche schreiben einfach alles gottes Willen zu...ein sehr kindliches einfaches und bequemes Modell..andere schauen dabei aber auch über diesen Tellerrand hinaus und gucken was es noch für Erklärungen geben kann.
Ich finde wichtiger als ein fremdbestimmtes Klammeräffchenleben festgekrallt an Gott und Jesus zu führen wäre es ggf. ein (meinetwegen gottgefälliges )eigenständiges Leben zu führen, erwachsen zu werden und sich ein wenig mehr zu lösen aus einer autortätsgebundenen Haltung...
Und ehrlich gesagt bin ich auch lieber mit einem realen Mann lieiert als mit einem Imagikum (Gott) oder einer zu Staub zerfallenen Leiche (Jesus). Und mein Leben vertraue ich mir an....das reicht schon, ich selber kann gut genug für mich sorgen und brauche weder im Leben noch zum Sterben einen Gott der meinen Aufprall auf die Realitäten dämpft. Ich brauche kein ewiges Leben, sondern Leben JETZT..hier und jetzt da wo ich lebe, mache ich das Beste draus und fertig.
Und an sich ehrt man Gott oder Jesus nicht indem man klammert sondern indem man deren Grundgedanken durch sich und aus sich heraus in sein normales tägliches Handeln einbaut anstatt sie auf einen Sockel zu hieven um ehrbietig davor zu erstarren.
Ganz ehrlich Lena: ich halte dich mit deinen Grundgedanken Jesus tatsächlich begegnet zu sein oder die Welt retten zu müssen und für andere rumzubeten etc. für ziemlich wahn-sinnig (nicht negativ wertend gemeint sondern eher besorgt um deine psychische Gesundheit)..aber solange du damit nicht selbst- oder fremdgefährdend wirst (und mit deinem Betjob und deinen Einstellungen nicht dem Staat auf der Tasche liegst od.ä.)und im Alltag eigenständig klarkommst, ist das in Ordnung für mich.
Du scheinst ein Mensch mit einem starken Willen zu sein, was an sich gar nicht mal so schlecht ist. Wenn man allerdings diese Stärke mit zu skurillen Vorstellungen kontaminiert kommt unterm Strich ggf. Schwäche (oder gar Krankheit) dabei heraus.
Du biegst dir (so wie an sich jeder Mensch) deine Ansichten zurecht...erklärst dir die Welt per Gott...aber es gibt auch andere zutreffende Erklärungen dafür warum passiert, was passiert. Dein Gesichtsfeld so sehr auf Gott einzuengen und anderweitige Erklärungsmodelle per se abzulehnen halte ich für eine oberflächliche und dogmatische Haltung, eine gefährliche und isolierende Haltung...damit schiesst du dich ggf. sozial ins Aus.
Du schreibt du lebst in und mit Gott und Jesus..aber wo lebst du in dieser Welt? JETZT gerade? Lebst du auch mit deinen Mitmenschen, oder hast du dich in deine ganz eigene Welt mit deinem Gott verkrochen?
Tyra
Jetzt mal im Ernst: Glaubst du das wirklich? Ihr beide, Lena und du, ihr kommt mir so vor, als hätte man auch eine ordentliche Gehirnwäsche verpasst.
Ihr schreibt so, als würdet ihr wissen, zu 100 Prozent.
Wirklich wissen tut ihr allerdings nichts. Weder ob Gott existiert, Jesus sein Sohn wahr, die Bibel Gottes Wort ist usw.
diese Verhaltensauffälligkeit ist auch mir nicht entgangen..ich vermute dahinter zwanghaftes Verhalten...Lena hat ja ihre Autoritätsabhängigkeit zugegeben...manchen wollen halt für immer Klein-Erna, sprich Kind bleiben und sich vor der eigenen erwachsenen Verantwortung drücken...ich halte das für eine Art Missbrauch von Gott....ggf. weil die Betroffenen ähnliches erlebt haben??...nur rein spekulativ....das sollten die Betroffenen mit sich selber klären...dabei ist wichtig sich mal selber aus ein wenig mehr Distanz zu beobachten und das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen.