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Glaubt ihr an Gott ?

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    gott

Glaubt ihr an Gott?


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Ich find, es gibt einige gute Beiträge in diesem Thread. Zum Beispiel hab ich gelernt, dass ich mit meiner Sicht wohl ein Agnostiker bin. Das ist klasse, zuvor hatte ich mir darüber jahrelang keine Gedanken gemacht.

Komisch kommt mir aber immernoch die Diskussion vor, die hier über Wissen und Glauben läuft.
Unabhängig davon, ob man an Gott glaubt oder nicht, bedeutet der Begriff oder die Idee "Gott" doch schon von Vorneherein etwas Höheres, das man eben nicht mit Wissen oder Beweisen erfassen kann. Darum ist es doch ein Widerspruch in sich, wenn man einen Glauben mit rationalem Denken rechtfertigen oder widerlegen wollte.

Die Mondlandung könnte man beweisen oder widerlegen - auch wenns aufwendig wäre. Aber es gibt schon in dem Begriff "Gott" nichts was man beweisen oder widerlegen könnte. Man kann nur glauben oder nicht.

Und davon mal abgesehen ist es eine feine Sache, dass die Entscheidung ob man glaubt oder nicht, jedem persönlich überlassen ist.

Hallo Benjamin,
vermutlich habe ich mich nicht so geschickt ausgedrückt.
Es ging mir um diejenigen, die hier schrieben, sie sind nur von dem überzeugt, was sie sehen und beweisen können. Denen wollte ich deutlich machen, dass sie eben vieles NICHT wissen, sondern anderen glauben.
Dass man theoretisch (mit entsprechenden finanziellen Mitteln) die Mondlandung beweisen könnte, die Existenz Gottes hingegen vermutlich nicht, ist mir dabei schon klar.

Sori

P.S. an Rübe: Für mich sind Bibel, Kirche und Gottesglauben drei verschiedene Dinge. Keinesfalls würde ich die Bibel wörtlich nehmen, bzw. einiges Tun der Kirche gutheißen
 
Hallo Rübe!

Wenn ihr an Gott glaubt, glaubt ihr dann auch an die Kirche? Und an die Bibel?...

Ich antworte mal aus dem Bauch heraus:
Das empirische Christentum mitsamt ihren Kirchen und Schriften ist subjektiv geprägt und bietet auf vielfältige Weise Anlass zu Widerspruch. Man könnte fast sagen, dass der Gottesbegriff durch das empirische Christentum verdunkelt wird.

Ich bin eher für einen vom historischen Ballast und menschlicher oft zufällig subjektiver Interpretation befreiten reinen Gottesbegriff. Ansonsten verwickelt man sich nur in Widersprüche. Da genügen ja vielleicht schon die vier Evangelien.

Jesus sehe ich übrigens eher als einen vorbildlichen idealen Menschen. Wenn man die Bibel so liest, bekommt man einen erstaunlich entspannten Eindruck von ihm.

Deine Aussagen über Deine Tochter finde ich sehr interessant. Das ist ein großes Thema, wie man Kinder an solche Sachen heranführen sollte. Darüber muss ich mir noch einmal Gedanken machen. Das wäre bestimmt einen eigenen Thread wert 🙂.
 
Hallo Rübe!

Übrigens finde ich Dr. Houses' Anmerkung über das Fliegende Spaghettimonster nachdenkenswert. Ich hab früher schon von dieser These gehört und ich finde, sie argumentiert genauso wie die großen Religionen.
Dr. House hatte, wenn ich mich richtig erinnere, eine Reihe unseriöser Gestalten aufgezählt, darunter war glaub ich auch das Einhorn.

A) kann man Gott nicht mit so trivialen Gestalten vergleichen.

B) sind solche Gestalten ganz unwichtig für die existenziellen Fragen eines Menschen.

C) läßt sich die Nichtexistenz dieser Gestalten leicht nachweisen.

Gott ist eben viel wichtiger als es diese Gestalten sind. Ich habe mal in diesem Forum die folgende Definition für Gott gegeben:
Der Begriff Gott ist eine Idee, ein Ideal der Vernunft. Er ist ein regulativer Begriff des Denkens und der Vernunft, mit dem Einheit in die Erfahrung gebracht werden kann. Dies geschieht, indem man von einem notwendigen Prinzip ausgeht, das alle Dinge der Welt miteinander verbindet.

oder verkürzt:
Gott ist die aller Erfahrung zugrunde liegende Einheit.

Diese Definition müßte ich vermutlich noch besser erklären. Aber man dürfte schon erspüren, dass es bei dieser Definition um mehr als ein SpagettiMonster geht. Es geht bei der Frage, ob es Gott gibt oder nicht, um den Sinn und das Glück meines Lebens. Gibt es etwas wichtigeres?
 
Hallo Rübe!


Dr. House hatte, wenn ich mich richtig erinnere, eine Reihe unseriöser Gestalten aufgezählt, darunter war glaub ich auch das Einhorn.

A) kann man Gott nicht mit so trivialen Gestalten vergleichen.

B) sind solche Gestalten ganz unwichtig für die existenziellen Fragen eines Menschen.

C) läßt sich die Nichtexistenz dieser Gestalten leicht nachweisen.

A: Warum nicht? Sie sind allle nicht belegbar. Was macht denn Gott so besonders?

B: Tatsächlich? Warum ist denn Gott wichtig für die existenziellen Fragen?

C: Dann hätte ich gerne so einen Beweis.
 
C) läßt sich die Nichtexistenz dieser Gestalten leicht nachweisen.

Machs doch einfach. Wir sind alle gespannt darauf!
Wenn Du nämlich mal gelesen hättest, um was es da geht, wäre Dir sicherlich aufgefallen, daß es auf eben diesen Beweis 1 Million Dollar gibt. Willkommen im Club der Millionäre, Eufrank!
 
Übrigens gibt es keinen "Gott" ohne diese Ansammlung von Kurzgeschichten - die Bibel. Niemand ist von Geburt aus gläubig - das ist eine reine Erziehungssache. Insofern kann man die Kirche zwar verteufeln, aber die Wurzeln für den Glauben werden von dort gesetzt.
 
Es ging mir um diejenigen, die hier schrieben, sie sind nur von dem überzeugt, was sie sehen und beweisen können. Denen wollte ich deutlich machen, dass sie eben vieles NICHT wissen, sondern anderen glauben.
Hallo Sori,
ich seh das eigentlich genauso. Hatte ich auch so verstanden.

Niemand ist von Geburt aus gläubig - das ist eine reine Erziehungssache.
Das ist aber unlogisch. Es bliebe dann die Frage offen, woher die vorhandene Idee von dem Begriff "Gott" ursprünglich stammt.
Entweder hats doch mal einen Menschen gegeben, der von Geburt an gläubig war - oder es gibt etwas ausserhalb des Menschen, das ihm diese Idee gegeben hat.

Das es eine Idee von dem Begriff "Gott" gibt - das ist ja schließlich eins der wenigen Dinge, die mit Sicherheit beweisbar sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber unlogisch. Es bliebe dann die Frage offen, woher die vorhandene Idee von dem Begriff "Gott" ursprünglich stammt.
Entweder hats doch mal einen Menschen gegeben, der von Geburt an gläubig war - oder es gibt etwas ausserhalb des Menschen, das ihm diese Idee gegeben hat.
Natürlich kann das sein. Denn der Begriff Gott, die Idee von Gott, hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert.
Es ist eine Ansammlung von Ideen, wo jeder sein kleines Scherflein zu beigetragen hat.

Gott, ist der, der Regen und Ernte gibt. Er ist der Heiler, dass ultimative Gericht, die Natur usw.
Richard Dawkins führt die Idee von Gott darauf zurück, den Nachwuchs beschützen zu können.

Das heißt, weil Eltern niemals 100 Prozentig auf ihre Kinder haben aufpassen können, haben sie quasi Gott erfunden. Jemand, der immer alles "sieht".

Also um die Verbote durchzusetzen, die bei Nichteinhaltung zur Gefahr für den Nachwuchs hätten werden können.

Und wenn die Idee von Gott im Menschen ist, was ist dann mit den Atheisten?
Haben wir alle einen Schaden? Sind wir eine Anomalie?
 
Und wenn die Idee von Gott im Menschen ist, was ist dann mit den Atheisten?
Haben wir alle einen Schaden? Sind wir eine Anomalie?
Du hast auch die Idee von den Begriff "Gott" und eine entsprechende Anschauung davon - sonst könntest du ja nicht darüber nachdenken und darüber schreiben.

Wenn dieser Begriff aber anerzogen wäre, also immer von den Eltern auf die Kinder weitergegeben wird - woher haben dann die ersten Eltern die Idee dieses Begriffs ?
 
Wenn dieser Begriff aber anerzogen wäre, also immer von den Eltern auf die Kinder weitergegeben wird - woher haben dann die ersten Eltern die Idee dieses Begriffs ?
Das habe ich doch gerade gesagt. Vielleicht hab ich mich schlecht ausgedrückt.

Die Idee von Gott hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt und das tut sie noch. Zurzeit wird Gott diffuser immer und ungreifbarer: Siehe EuFranks Erklärung.

Und nach Richard Dawkins ist die Idee von Gott der Evolution geschuldet, um das überleben der Spezies zu sichern.

Das alles ist aber völlig irrelevant. Gott ist nun mal da.
Und um die Frage zu beantworten, woher er kommt, sollten wir vielleicht ein anderes Gedankenexperiment machen:

Nehmen wir an, auf der gesamten Welt werden alle Symbole und Zeichen von Gott zerstört. Keine Kirchen, keine Moscheen, keine Kreuze, keine Synagogen, keine Bibeln, kein Koran usw.

Des weiteren wird kein Mensch mehr, auch nur ein kleines Wort über Gott verlieren.
Glaubst du, dass dann Kinder, die in diese Welt hineingeboren wurden, von sich aus anfangen an eine höhere Macht zu glauben?
 
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