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Glaubt ihr an Geister?

Ich halte nicht so viel von reiner Schwarz-Weiss-Sicht und Entweder (Wissenschaft) oder Spiritualität etc. Haltung.

An sich ist die Wissenschaft ganz hilfreich und Semmelweiss war ein Wissenschaftler der seiner Zeit voraus war. Heute sind Bakterien unterm Mikroskop nachweisbar...man kann sie also mittels Mikroskopietechnik sehen. Das ist ein Unterschied zu Geisterseherei oder Spökenkiekerei wie der Norddeutsche es ausdrücken würde.

Ohne Wissenschaft könnten sich hier einige gar nicht so beredt übers Internet drüber mokieren dass es Leute (wie mich) gibt die nicht nur Negatives in einer wissenschaftlichen Sichtweise sehen. Ich bin ja auch nicht nur Wissenschaftlerin und benutze die wissenschaftliche Sichtweise als eine unter mehreren Sichtweisen. Ich finde: je mehr Sichtweisen desto näher kommt man an Wahrheiten ran und kann sich ein einigermaßen realistisches Weltbild aufbauen.

Und erneut: Wissen vom Glauben zu trennen bedeutet nicht, dass man als Wissenschaftler nicht auch einen Glauben an gewisse Dinge haben kann. Es fällt offenbar einigen schwer, ein wenig paradox zu denken in Hinsicht auf die Option: getrennt-vereint. Also Glauben und Wissen funktional und aufgabentechnisch trennen aber auch gleichzeitig einen Glauben haben, den jedoch aus dem Wissen raushalten und die beiden Bereiche im Denken und Handeln trennen. Sehr viele Wissenschaftler glauben an Gott...allerdings die wenigsten an Geister sondern eher an unsterbliche Seelen. Es gibt auch Wissenschaftler, die sich mit Geistern beschäftigen, aber die sind an sich generell nicht anerkannt und Beweise für die Existenz Gottes, Seelen oder Geistern gibt es bis dato keine. Wird auch so bleiben vermute ich..daher ist es ja auch günstiger Wissen von Glauben zu trennen zum Erhalt des Glaubens und Erhalt des Internets dass ohne Wissenschaft nicht existieren würde 😉

Apropos profitieren von Wissenschaft: ohne würde man die Menschheit gar nicht mehr ernähren können, keine Gesundheitsfürsorge, keine High-tech-Medizin, keine Internetforendiskutiererei über Geister etc. etc.

In diesem thread geht es um Spiritismus..dazu hier:

Spiritismus ? Wikipedia

Wenn man träumt dass man mitgeteilt bekommt was man zu tun hat oder Stimmen hört etc. könnte es sich auch im Schizophrenie und/oder ne psychotische Espisode etc. handeln...aus wissenschaftlicher Sichtweise..die ja nur eine unter vielen ist.....die auch net weh tut, aber oft ganz gut tut zur Ergänzung und Herstellung einer realistischen Sichtweise der Dinge.

Solange das was man von außen gesagt bekommt was man tun soll harmlos bleibt gehts ja noch..wenn es jedoch selbst gefährdend oder fremd gefährdend wird....holla die waldfee, wirds natürlich kritisch.

Das nur mal wieder als vernünftiges Wort zum Sonntag.

Ich prognostiziere für die nächsten 300 Jahre dass aus wissenschaftlicher Sicht kein Interesse am Nachweis von Geistern bestehen wird und aus menschlicher Sicht finde ich gibt es weitaus wichtigere aktuellere Probleme (Frieden auf der Welt, Welternährung) als sich über einen privaten kleinen Rahmen innerhalb der family oder so nen Kopp über Geister oder stehen bleibende Uhren etc. zu machen.
Dinge passieren, Tod passiert, aus Sichtweise des Lebens an sich normale und natürliche Phänomene....ewiges Entstehen und vergehen, der Kreislauf des Lebens halt. Die in den Kopfwelten existierenden Stimmen oder Geister vergehen auch irgendwann und geraten in Vergessenheit..es sei denn sie finden einigermaßen spannend ausgedrückt in Romanform oder Filmform ihren Weg in Buchläden oder Kinos.

In meiner Sichtweise sollte man keinen Affront sehen, ich sehe meine Meinung nur als Ergänzung zu anderen Meinungen.
Ich bin (kürzlich neurologisch untersucht und gescannt) ein hochsensibler Mensch mit überdurchschnittlicher Beobachtungsgabe aber mir sind übersinnliche Phänomene noch nicht begegnet..dazu bin ich glaube ich zu neokortikal und zu wenig limbial gehirn bestimmt...? Keine Ahnung. Ich hätte glaube auch keine Lust auf Stimmen hören oder Geister sehen und bin ganz froh dass ich zu dieser Sichtweise nicht fähig bin.
Ich finde mit Humor mit allen Dingen und Themen umgehen ganz in Ordnung, wer sich ausgelacht fühlt sollte ggf mal ein wenig an seinen Komplexen arbeiten. Was ich nicht mag ist STursinn und Ernsthaftigkeit und so tun als ginge es in Glaubensdingen ums Eingemachte oder Leben oder furchtbar existenziell wichtige Dinge, wenn man mal humorvoll Kritik an der einen oder anderen Sichtweise übt oder solche Dinge wie stehen bleibende Uhren nicht so ernst nimmt.
Jeder Mensch ist halt unterschiedlich gestrickt und hat seine eigene Meinung. Ein gesunder selbstbewusster Mensch kommt gut damit klar dass andere manchmal über einen lachen wenn man Sonderwege im Denken beschreitet....Semmelweis damals wars ja auch egal..aber damals wurde eher weniger gelacht, es ging machtmäßig ordentlich und sehr ernsthaft zur Sache...es gab da Grundsatzkriege, weil es ja auch um Kostenfragen ging und darum dass bei etlichen Ärzten mit ungewaschenen Händen zig Frauen starben...es ging um Leben und Tod und die Verantwortung der Ärzte und keiner wollte blöd da stehen. Es ging um einen Paradigmenwechsel in der Medizin...der gottseidank bzw eher wissenschaftsseidank (dank der Mikroskopie etc.) zustande kam.

In Sachen Geisterdiskussion wird es ja nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein: "Wer-zuletzt-lacht" geben...da in naher Zukunft aus wissenschaftlicher Sicht kein Interesse daran bestehen wird Geräte zu bauen die GEistphänomene beweisen würden und außer in spiritistischen Kreisen oder Fiktion in Buch und Film Geister auf Interesse stoßen dürften.
Wozu auch? Welchen Nutzen hätten diesen private Glaubensdinge in Hinsicht auf die Menschheit und deren weiteren Fortentwicklung?
Neue Macht den Spiritisten? Wohin sollte ein Glaube an Geister eigentlich führen?

Auf eine Antwort zu dieser Frage bin ich gespannt!

Tyra

Traumdeutung ala Jung finde ich ganz gut..ich denke in unseren Träumen meldet sich unser Unterbewusstsein, also Inhalte aus unserem Gehirn und Sein...eher weniger die Außenwelt und Geisterwelten. Allerdings ist letztlich Trennung von außen und innen eigentlich Illusion...

Es gab da mal Untersuchungen in Bezug auf Hirnströme, Trauminhalte und Einflüsse von außen, Elektrosmog etc...gewisse energetische Felder wie zu nah am Bett stehende Fernseher, Radios, Radiowecker oder andere technische Geräte können natürlich Einflüsse auf das Traumdenken haben....mal daran gedacht?
Ich empfehle im Schlafbereich Netzfreischaltung in der Nacht....
Ernährung spielt ne Rolle, geistige Gesundheit etc...Hormone etc...es gibt ne Wechselwirkung von endogenen und exogenen Einflüssen. Insofern könnte man ggf von deus ex machina...dem Gott aus der Maschine oder ggf dem Geist aus der Maschine reden wenn man konfus träumt...generell sind Träume logisch gesehen aber immer konfus, bzw haben ihre eigene Logik.
Träume sind symbolisch...also nie wörtlich übersetzbar, Traumbilder muss man im Kontext zur eigenen Geschichte deuten.
Manchmal hilft es wenn das Hirn um Traumata zu überwinden, z.B den Tod eines geliebten Menschen Geschichten erfindet und Geister und Zeichen..aber man sollte es damit nicht zu stark übertreiben und vom Boden abheben.

Bewusstsein und Unterbewusstsein wechselwirken ebenfalls und es gibt Schnittstellen an denen sich beide treffen können 😉 Ich arbeite als Romanautorin mit diesen Schnittstellen..daraus entsteht auch sehr starke Lyrik z.B....Tango zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein sozusagen...an sich nicht immer konfus wenn man sich ein wenig mit sich selbst und Traumsymbolik etc. auskennt, mit Analyse und Verknüpfungsarbeit etc...ist total spannend und auch ertragreich finde ich.

Ich empfehle als Ansatz: C.G., Jung zu lesen (z.B: der Mensch und seine Symbole etc.)
 
Zuletzt bearbeitet:
nochmal kurz zu meinem Wahrheitsbegriff: ich denke es gibt keine einzige Wahrheit sondern an sich nur viele subjektive Teilwahrheiten....also viele verschiedene subjektive Meinungen und ich finde an sich Ergänzung wichtig damit es nicht zu einseitig wird.

Dies hier ist ja an sich ein öffentlicher thread und wenn eher eine intime Geisterrunde oder nur die Meinungen einiger spezieller Leute gefragt sind steht der Weg in eine IG oder so offen.

Und erneut: im Traum öfters als einmal oder regelmäßig eine Stimme zu hören die verlangt dass man dies oder das tut finde ich an sich bedenklich und therapiewürdig. Es sei denn es macht sich hier jemand nen Spass, was ich jedoch angesichts einer Zwangsstörung oder ggf psychischen Erkrankung nicht so toll finde.
Kommt drauf an was die Stimme denn so geraten hat...was sagt sie denn Gast?

Manchmal aber habe ich auch träume, in denen mir irgendwie mitgeteilt wird, dass ich was tun muss. aber ich weiß nicht wer das zu mir sagt..irgendeine "stimme". und diese träume können sich jeden tag wiederholen, bis ich irgendwann besagte sache erledigt habe, das dumme ist nur, dass ich diese sache nicht kenne, sondern dass sie nicht mein ich sondern, mein unterbewusstsein kennt.....völlig komplex und konfus

welche besagte Sache sollst du erledigen? An sich weisst du ja von einer Sache also müsstest du an sich wissen worum es geht. Wären Unterbewusstsein und Bewusstsein total getrennt wüsstest du ja nix vom Traum und auch nix von irgend einer Sache, die du noch erledigen Ergo versucht dein Ich ggf irgendwas aus zu blenden....
Du erlebst also dein Ich vom Unterbewusstsein total getrennt? Was sagt dein Therapeut dazu und hast du mit ihm diesen Traum bereits besprochen?
Ich rate dir auf jeden Fall eher wissenschaftlich und auch mit fachärztlicher Hilfe an diese Sache heran zu gehen.
Wenn man an etwas glaubt, was auch immer das sein mag, egal ob an Geister oder Stimmen sollte immer geprüft werden und vor allem sollte man maßvoll damit umgehen!
Sprich mit jemandem darüber!

@Tuesday: in Bezug auf die Möglichkeit, dass einige User hier eventuell gesundheitliche Probleme haben könnten wäre es ganz sinnvoll nicht immer zu vorschnell gegen Wissenschaft oder Therapie etc zu hageln, auch wenn du persönlich ggf keine guten Erfahrungen damit gemacht hast oder in Bezug auf einige User ab und an Antipathien od. ä hegst. Für einige Menschen ist Therapie manchmal die letzte Rettungsmöglichkeit der Gesundheit....daran sollte man glaube ich immer denken, wenn man hier im Forum über gewisse Themen, die Grenzbereiche betreffen (wie auch in diesem thread hier) schreibt.
Wissen(schaft) tut nicht weh und kann gutes Hilfsmittel sein. Wissen(schaft) schließt die Ergänzung zu einem Glauben oder Religionsausübung nicht aus.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Das nur mal wieder als vernünftiges Wort zum Sonntag.

Hugh, ich haben gesprochen...😱

Kommt drauf an was die Stimme denn so geraten hat...?

Ups, da ist gerade eine Stimme in mir die rät, folgendes Buch zu lesen: "IRRE! WIR BEHANDELN DIE FALSCHEN - UNSER PROBLEM SIND DIE NORMALEN!"
😀😀😀

Willow



 
trifft besagtes häufiger bei dir zu und wie gehts du damit um?

Na ja, öfters will ich mal nicht behaupten!! Aber es trifft zu!
Wie ich damit umgehe? Ich rede nicht darüber weil ich vermute ausgelacht zu werden!!!

Ich gehe die ganze Situation in Ruhe durch und denke darüber nach!!

Meistens ist eben die Gewissheit vorhanden, dass es so war!!
So ist das eben!!
 
Oh Mann Tyra!

Das war jetzt aber lang!! Ja ich gebe dir vollkommen recht, dass es ohne Wissnschaft nicht gehehn würde!!

Das mit den träumen. Ja ok, da muss ich dir wieder recht geben! Man wacht ja oft aus einem bösen Traum auf, der in Wirklichkeit ja existiert, im eigenen Leben!

Wahrheit???? Gibts nicht!!! Vorallem nicht beim Menschen!!!!!!

Da gehen einem Sachen durch den Kopf, die man eigentlich verdrängen will, die aber im Unterbewusstsein im Traum wieder erlebt werden!!

Weisst, ich glaube nicht an Gott, leider!! Ich glaube auch nicht an GEISTER wie man sie in dieser Diskussion beschreibt, nein!!

Es sind die verstorbenen SEELEN, zu denen ich engen Kotakt gehabt habe!!!

Es war bei meinem Papa, Mama und bester Freundin! Es kommt mir so vor, als ob es Wink "von oben" ist!!!

Klar, das ist sicher auch Unterbwusst sein, aber ist Unterbewusst sein "nicht bewusst sein"???

Ich ertappe mich oft selber dabei, wenn ich so über meine Freundin nachdenke, was würde sie jetzt wohl tun!

Vielleicht rede ich es mir ein, was ich hören will! Kann gut sein!!

Das mit der Uhr hat wirklich gestimmt, dazu steh ich!!!

Ich meine wenn ich mit den verstorbenen Menschen anfange zu sprechen würde ich mir schon Gedanken über meine Psyche machen!! Ist aber GsD nicht so!!!

Ich finde, belächeln ist schon ok, nur wen man jemanden wegen sowas auslacht ist das Hilflosigkeit und Unwissenheit dem anderen gegenüber!!!

Die Tochter meiner verstorbenen Freundin erzählt mt oft über ihre Mama, die mit ihr gesprochen hat (verstorbene Seele), sie ist mittlerweile 16 Jahre!! Ich stimme ihr, bzw. auch dir zu, dass es Dinge sind, die man sehen will!!

Oh Mann, was soll ich da tun!? Sagen, he du tickst wohl nicht richtig, das gibt es nicht???!

Nein ich höre ihr zu, lass sie in ihrem Glauben und, sie ist dabei glücklich!!!

Es wird schon was geben, da oben, da drüben oder da unten, ich weiss es nicht, es ist auch nicht bewiesen!!!

Lassen wir einfach jedem das seine, stellen es nicht in Frage, solange es nicht aus artet wie gesagt!!!

Ich glaube auch nur das was ich sehe oder wahrnehme, die Geschichten, Christentum o.ä., da war ich nicht dabei also kann ich es auch nicht glauben!

Das wurde nur niedergeschrieben, Beweise!? Nein gibt es nicht, für mich!!!!

lg.
Wolke
 
ich denke mal, das keiner sagen und wissen kann,das es keine geister gibt.
solche erlebnisse,wie du sie gerade beschrieben hast mit der tasse deiner oma;solche geschichten höre ich nicht das erste mal oder das eine uhr stehen geblieben ist.

als meine oma gestorben ist, wußte ich es ohne das mir jemand davon berichtete.ich hatte ein sehr enges verhältnis zu meiner oma und ich kann dieses geschehenes nicht wieder geben,weil es einfach etwas übernatürliches war, was ich mir selbst nicht erklären kann, ausser eben so,wenn man eine tiefe verbindung zu einem menschen hat, das dies möglich ist und einfach über unsere eigene vorstellungskraft voraus geht.und daran glaube ich!
ob es nach dem tod noch ein leben geht, das kann ich so nicht sagen.
vielleicht ist es auch so,wie einstein schon sagte, das wir in einer permanent-warteschlange sind zeitlich gesehen.
 
Dass die Uhr stehen bleibt habe ich schon öfter gehört u. ich bin überzeugt, dass viele es gar nicht erzählen um nicht als 'durchgeknallt' zu gelten.
Meine Oma erzählte mir, dass, als ihr Sohn im Krieg in einem bombardierten Zug umkam, eine Tasse aus einem Henkelregal fiel; die Tasse war kaputt, der Henkel ganz. Wie kann eine Tasse die an einem gebogenen Henkel eingehängt ist, herunterfallen? Es war der Todestag u. die Todesstunde u. meine Oma glaubte weder an Geister noch an jenseitige Seelen.

naa Kauri, ich halte die Leute garnicht für durchgeknallt...aber weißt Du wie oft mir schon Mißgeschicke dieser Art passiert sind ohne daß jemand gerade entlebt ist auch meinem Umkreis?
Ich habe einst mal in einer Kirche außerhalb der Weihnachtszeit Weihnachtslieder gespielt, just in diesem Augenblick explodierte das Raumschiff Challanger (oder so ähnlich) - soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil der Aberglaube besagt "wenn man Weihnachtslieder außerhalb der Weihnachtszeit spielt, stirbt jemand"?
Ich zünde mir oft auch die Zigaretten einer Kerze an, ja, bisher ist wissentlich nur ein Seemann etwa zeitgleich zu Tode gekommen.
Worauf ich hinaus will - wir brauchen auch garnichts zu tun, und trozdem sterben Menschen, sterben Seemänner, bleiben Uhren stehen, fällt Wäsche von der Leine und so weiter und so fort. Achtet doch einmal explizitdarauf, wann die Uhren versagen oder sonst welche Mißgeschicke passieren, und man wird merken, zu diesem Zeitpunkt ist gar keiner des Bekannten oder Verwandtenkreises entlebt. Wir Menschen neigen da zu Dinge im Zusammenhang zu deuten und zu interpretieren, dabei sind es völlig normale Dinge die da passieren, wenn sie gleichzeit mit dem Tode eines nahen Menschen stattfinden, wird gleich ein Zeichen gesehen. So oft wie meine Uhr schon stehen geblieben ist, düfte meine gesamte Verwandschaft und Bekanntschaft bereits ausgelöscht sein 😀

Viele Grüße

Lumpi
 
hallo lumpi,
vielleicht besitzt du einfach diese gabe nicht? natürlich gibt es zufälle(?)
und ich kanns auch nachvollziehen,wenn man soetwas noch nicht erlebt hat,das es schwierig ist soetwas nachzuvollziehen!

LG
 
ich bin mal abends durch eine Straße gegangen und berührte einen Lampenmast, woraufhin in der gesamten Straße die Lampen angingen....😉
Meine Deutung: um die Zeit gehen die Dinger immer an und es war Zufall dass ich just kurz davor den Mast getoucht hatte.

Ich stimme Lumpi zu, wir Menschen interpretieren alles Mögliche in Ereignisse hinein.
In dieses oder jenes ständig und dauerhaft eine besondere Bedeutung hinein zu deuten oder Dinge zu sehen etc., finde ich jedoch grenzwertig.

Der Tod hat an sich allgemein auch keine besondere Bedeutung, ist einfach natürliches Phänomen unseres Lebens. Klar hat der Tod eines Nahestehenden emotional eine tiefere Bedeutung für uns. Aber man sollte nicht angstsinnig anhaften sondern loslassen. Geisterglaube halte ich für Anhaften. Es reicht an sich an die Unsterblichkeit und relative Unendlichkeit des Lebens zu glauben. Bereits der Wunsch nach Unsterblichkeit einer individuellen Seele halte ich für ein wenig zu maßlos im Sinne von sich selbst zu wichtig nehmen damit. Ich mag es eher demütig buddhistisch ohne den Anspruch auf die Unsterblichkeit meiner derzeitigen geistigen Konzeption oder Seele. Ich bin bereit mich komplett auf zu lösen nach dem Tod, körperlich und geistig...also einfach weg und dennoch da....atomar zerblasen etc.

Es ist bereits ein Riesengeschenk für eine zeitlang als ein Individuum mit Ichbewusstsein existieren zu dürfen und sollte in dieser Zeit an sich zusehen was Gutes draus zu machen anstatt über den kommenden Tod zu jammern und zu bläddern und sich über tausendundeinenkram (stehen gebliebene Uhren etc.) Gedanken zu machen und Interpretationsgeschichten zu entwerfen etc.
Natürlich ist es gut über verstorbene Angehörige oder Menschen die einem nahestehen in Würde zu trauern. Betonung liegt auf Würde und an sich finde ich Geistergeschichten ein wenig würdelos auch in Bezug auf einen Verstorbenen. Naja ist halt meine persönliche Meinung.

Der Tod schockt natürlich in unmittelbarer Konfrontation und ich kann mir dann schon vorstellen, dass man vor lauter Schreck und innerer Unruhe an Zeichendeutungen und -Erklärungen oder Gedanken dass ein Teil jedes Menschen unsterblich ist etc. festhält um wieder die Fassung zurück zu gewinnen. Also psychologisch kann ich das gut nachvollziehen. Ich selbst glaube ja auch dass, ein Teil eines Menschen unsterblich ist...allerdings nicht an unsterbliche individuelle Seelen oder Geister.
Ich glaube jedoch an glaubensfreiheit und das jeder glauben kann was er will sofern er sich selbst nicht zu wichtig damit nimmt und verlangt dass man unbedingt dasselbe glauben muss, damit der eigene Glaube irgendwie bestätigt oder verifiziert wird od.ä. Ein Glaube wird nicht durch die Menge der Gläubigen wahrer. So ist z.B die Menge der Gottgläubigen kein zwingender Beweis für die Existenz Gottes, sondern lediglich ein Beweis für ein bei vielen Menschen vorhandenes Bedürfnis an einen Gottglauben.
Somit ist das hier auftretende Phänomen, dass einige User dieses Forums an Geister und mit den Lebenden kommunizierende Seelen von Verstorbenen glauben natürlich kein Beweis dafür dass tatsächlich tote Seelen existieren und Kontakt zur lebenden Welt aufnehmen können, auch kein Beweis für den Zusammenhaft fallender Tassen und stehen bleibender Uhren etc. (also telekinetischer Effekte od.ä.) sondern nur ein Beweis dafür, dass einige User dieses Forums das Bedürfnis haben an solche Dinge zu glauben.
Ist ja auch in Ordnung solange nicht auf die gewettert wird, die dieses Bedürfnis nicht haben und andere Interpretationen vorbringen.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Das muss mir keiner erklären. Ich finde es beruhigend.

tja so sind die Menschen unterschiedlich...einige schlucken Beruhigungspillen ohne wissen zu wollen was drin ist und dahinter steckt und andere interessiert der größere Zusammenhang, Funktionsweise etc.
Jeder Mensch hat so seine eigenen Rituale oder Denkmuster die in Unruhezeiten beruhigen oder bei generell bestehenden Ängsten beruhigend wirken. Das ist ja auch alles in Ordnung solange wie z.B Geistergläubige nicht losrennen und laut verkünden dass es Geister wirklich gibt und sie Kontakt zur Geisterwelt haben etc. Damit tut man sich heutzutage eher keinen Gefallen.

Der Bericht mit der gefallenen Tasse und das jemand wusste oder spürte dass jemand gestorben war stammte von einer Großmutter, einer Person die dir nahe stand und der du natürlich glauben WILLST. Und generell arbeitet das Gedächtnis so dass mit der Zeit alles ein wenig verschoben wird und alles ein wenig mystifiziert wird und ein Mythos entsteht. Dieser Geschichte ging ja auch gewiss einiges voraus was nicht Teil der Geschichte ist und erzählt wurde..mag sein dass die Tasse ne Woche eher fiel und die Todes-Ahnung bereits auf Basis vorhergehender Ereignisse vorher bestand etc. Letztlich wird das nicht zu klären sein.

Wie auch immer, ich betrachte es eher nüchtern und finde es in Ordnung wenn Familien ihren privaten Glaubensmythos von der seherisch veranlagten und empfindsamen Oma pflegen. Mitgefühl und Empfindsamkeit sind ja per se gut und mit dem Ableben eines Nahestehenden fühlen, seinen Tod quasi zur Stunde dessen Todes miterleben und in der Todesstunde Kontakt fühlen betont das enge Verhältnis und Gemeinschaftlichkeit. Die Oma sagt damit im Grunde aus, dass ein enges Band zwischen Blutsverwandten existiert, egal wie weit man voneinander entfernt sein mag...lokal oder im Seinszustand...dass man auch nach dem Tod noch verbunden ist etc. Das mildert das Verlustgefühl.
Allerdings betrachte ich eine Geisterscheinung eher symbolisch und nicht als real gegeben. Es ist eine private Glaubensrealität, die ggf bei euch Familientradition ist.

In Krisenzeiten oder wie in diesem Fall in Kriegszeiten hat man per se ständig Angst und Todesahnungen und ich kann mir vorstellen dass deine arme besorgte Oma ständig und überall Zeichen für nahendes Unheil sah. Irgendwie ist man da ja ohnmächtig und ringt nach Kontrolle, man ist als Mutter zerrissen zwischen Vaterlandsliebe und der Sorge dass das eigene Kind als Kanonenfutter vor die Hunde geht. Millionen Mütter verloren damals ihre Söhne.

Ich sehe ebenfalls Verbundenheit zu Nahestehenden aber geisterfrei und einfach durch Abstammung, geistiger aber geistfreier Nähe, Denktradition, Erinnerung und das Weitertragen guter Dinge die man zusammen erlebt hat.
Tja und Tassen fallen, Uhren ticken und bleiben stehen, Menschenherzen schlagen und bleiben stehen, in Kriegzeiten ist die Sterblichkeitsrate insbesondere bei den unmittelbar Beteiligten extrem hoch, dafür brauche ich wiederum keine Erklärung. Der Tod eines Soldaten ist tragisch aber irgendwo auch banal und generell vorhersehbar.

In deinem Fall wurde ja eine Erklärung gesucht.....es wurde nach Zeichen gefahndet die eine Ahnung bestätigen können, eine Geschichte aus zunächst einmal unverbundenen Ereignissen wie einer fallenden Tasse und dem Tod einer Person geknüpft. Ich denke um einen Mythos zu entwickeln da hätte es auch das Huhn Elsa sein können dass an dem Tag Verdauungsprobleme hatte oder eine dunkle Wolke vorm Mond oder die Made im Salatblatt etc.
Es findet sich ja im Nachhinein immer etwas das zum Todeszeitpunkt einer Person stattfand.
Ich frage mich ein wenig dabei, ob man sich da nicht oft ein wenig zu wichtig nimmt in einer gewissen Bedürfnislage? Keine Ahnung.
Deine Oma tritt in der Rolle der Seherin auf, in ihrer damaligen Ausgeliefertheit ihr Kind zu Kriegszwecken her geben zu müssen bleibt ihr mit ihrer Darstellung zumindest der Trost in der Todesstunde ihres Sohnes ihn in Gedanken nah bei sich gehabt zu haben.

Letztlich kann man sagen: Die Geschichte von Zeichen und Kontakt zum Todeszeitpunkt ist eine an sich sehr alte und -zumindest in früheren Zeiten, aber offenbar auch heute immer noch aktuell vorkommende Geschichte, die auf viele Menschen beruhigend wirkt und somit ist ihr Zweck ja auch an sich erfüllt. 😉

Tyra
 
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