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Gibt es überhaupt Freundschaften ? (...wie oberflächlich muss man sein?)

B

Bleached

Gast
Ich bin einsam. Lange Zeit war mir das irgendwie auch egal.
Aber manchmal sehe ich menschen, die viele freunde haben, ich frage mich immer wo sie die herhaben, nicht, dass ich selbst nie welche gehabt hätte, aber ich fühle mich, wenn ich wohinkomme, wohingehe (kino) immer....weis nicht total komisch, wie ein aussenseiter, die anderen Menschen kommen mir oft vor als wenn sie von einem anderen planeten wären. Es ist so als hätten sie keine sorgen, nie welche gehabt und würden nie welche haben, oder weis nciht...wodurch definiert sich freundschaft eigentlich ?
Ich bin wegen meiner Erfahrungen auch eher ein Einzelgänger und auch misstrauisch geworden.

Ab wann kann man eigentlich sagen, dass diese person, die man kennt nun ein freund ist? Gibt es so etwas in unserer gesellschaft eigentlich noch?
Ich meine 95% dieser "freunde", die man in seinem leben kennenlernt sind am ende doch eh nur bekannte, so empfinde ich es zumindest.
Mein Anliegen ist, wieder fuss zu fassen und leute kennenzulernen, aber ich fühle mich immer...als wenn ich keine Eintrittskarte hätte Also, ich muss dazu natürlich auch erst ein paar freunde haben, und oberflächliche sachen kommentieren, die mir meist ncihtmal auffallen, da ich sonst als "weniger" oder komisch interpretiert werde.

lg
 
Hallo!

Ich seh das so wie Du. Man hat oft viele Bekannte, aber richtige Freunde kann man sich meist an einer Hand abzählen. Wenn ich unterwegs bin denk ich mir auch oft: die sind so unbeschwert, belastet die gar nichts?

Es sind nunmal alle verschieden.....der eine fühlt sich in eine grossen Clique wohl, der andere eher nur in einer kleinen Gruppe oder gar nur mit einem Freund. Verbiegen sollte man sich aber nicht, nur weil andere so sind... 😉

Hast Du denn ein paar Bekannte?

*grübel* glaubst Du nicht dass jede Freundschaft erstmal mit Smalltalk beginnt? Weil wie soll man sonst aufeinander zugehen, wenn man sich kaum noch kennt? 😱

Richtige Freunde zeigen sich meiner Meinung nach dann, wenn sie Dir immer noch zur Seite stehen wenn es Dir schlecht geht. Die sich nicht gleich aus dem Staub machen, weil man mal nicht fröhlich oder gut gelaunt ist. Es ist irgendwie ein gegenseitiges geben und nehmen.

Vielleicht magst Du ja noch weiter berichten? Oder vielleicht kannst Du hier ein paar Kontakte knüpfen, eventuell gibt es hier Leute aus Deiner Umgebung?

Liebe Grüsse
 
Hallo Bleached!

Kann das wohl gut nachvollziehen, was Du sagst.

Wie wär's mit folgender Definition:
Ein Freund ist personales Wesen, dass mindestens einmal pro Monat mindestens neun Monate hintereinander die Absicht hat, wohlwollend auf Dich zu wirken.

Nach dieser Definiton wäre es eigentlich nicht so schwer, jemandes Freund zu sein. Dennoch bleiben viele ohne Freunde.

Ich würde mal sagen, dass wohlwollendes Verhalten auch oft eine ebensolche Antwort hervorruft und somit ein guter Verursacher von Freundschaften ist. Im Prinzip ist jeder Mensch dazu verpflichtet, jedermanns Freund zu sein. Anders gesagt: wir sollten alle unseren Mitmenschen gegenüber wohlwollend eingestellt sein.
 
Hallo Bleached,
ich selbst kenne diese problem auch all zu gut.
Ich könnte glaube ich schon ein Buch darüber schreiben.

Mir kommt es auch oft so vor,das viele Menschen sich ihre Freunde nach dem aussehen aussuchen.

Jedenfalls stehst du mit deinen Problemen hier im forum nicht alleine und wirst auch bestimmt hilfe bekommen.
Aber erwarte nicht zu viel.

Wo kommst du denn her?vielleicht findet sich der eine oder andere hier.
Gruss
 
Freitagabend und ich hocke hier wieder alleine rum. Das frustriert mich immer wieder.
Ich hatte viele Freunde bis ich 13 war, dann änderte sich das fast schlagartig.

Ich komme aus der Nähe von Karlsruhe. Bekannte habe ich auch nicht mehr wirklich (hatte zugemacht wegen Liebeskummer), das sind auch keine Freunde.
Wenn jemand nur solange dein freund ist, solange er fähig ist, dich zu unterhalten, und man dann weggeworfen wirt wie ein Kaugummi, der keinen Geschmack mehr hat, wenn es einem schlecht geht mal, dass ist für mich ein typischer "bekannter". Einige verwechseln das mit Freundschaft.
 
...wodurch definiert sich freundschaft eigentlich ?

Ich habe mal ein paar Zitate gesucht:

"Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann." Ralph Waldo Emerson

"Freund in der Not will nicht viel heißen;
Hilfreich möchte sich mancher erweisen.
Aber die neidlos dein Glück dir gönnen,
Die darfst du wahrlich Freunde nennen."
Paul Heyse

"Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern." Aristoteles

"Kein besserer Spiegel als der alte Freund" aus Italien

Außerdem gibt es noch einen schönen Song zum Thema. Hier der Text: Songtext: Tom Astor - Freundschaft Lyrics

Edit: Erhebt keinen Anspruch auf Völlständigkeit.
 
Freitagabend und ich hocke hier wieder alleine rum. Das frustriert mich immer wieder.
Ich hatte viele Freunde bis ich 13 war, dann änderte sich das fast schlagartig.

Ich komme aus der Nähe von Karlsruhe. Bekannte habe ich auch nicht mehr wirklich (hatte zugemacht wegen Liebeskummer), das sind auch keine Freunde.
Wenn jemand nur solange dein freund ist, solange er fähig ist, dich zu unterhalten, und man dann weggeworfen wirt wie ein Kaugummi, der keinen Geschmack mehr hat, wenn es einem schlecht geht mal, dass ist für mich ein typischer "bekannter". Einige verwechseln das mit Freundschaft.

Du hättest du KSC gehen können im Stadion wäre noch Platz gewesen.
 
Ich persönlich habe wirkliche und echte Freunde......und darauf bin ich sehr stolz.
Ich bin auch der Überzeugung, dass man selbst dafür etwas tun muss.
Bin ich ein Freund für andere?
Dann wird man auch Menschen finden, die wirklich echtes Interesse und auch echte Freunde sind....
Dazu muss man nicht jeden Tag aufeinander hocken.....man kann durchaus 500 km weg wohnen....und trotzdem eine enge Bindung pflegen.....Ich habe eine Freundin, die ist wie eine Mama zu mir...🙂
Wir haben jeden Tag Kontakt....
 
Hallo Bleached,
zunächst mal,
tut mir leid, dass du Dich so einsam fühlst.
Wie versuchst Du denn-auf Menschen zuzugehen?
Würde Dir wünschen, bald Menschen kennenzulernen,
aus der sich eine Freundschaft entwickelt.
Vielleicht kannst ja ein wenig von Dir erzählen.
Was glaubst Du,
was müsste passieren, um Dich aus deiner Einsamkeit zu befreien.
Worin siehst Du die Hauptursache für Deine Situation?
 
Hallo Bleached.

Es ist normal, daß man ca. 95% der Menschen die man kennen lernt, "nur" als Bekannte bezeichnen kann und nicht als Freund. Eine gewisse Oberflächligkeit hat also seinen Sinn. Auch das man anderen Menschen Ihre Probleme nicht ansieht, hat seinen Sinn. Stell dir vor, jeder könnte dir ansehen, dass du alleine bist und wie schlecht es dir geht. Das Ergebnis wäre noch viel schlimmer, als es so schon ist.

Ab wann nennt man Freunde Freunde? Hmmmm.. Da gibt es keine Zahlen, oder Daten. Wenn man genug Gemeinsamkeiten hat, sich oft sieht und bemerkt, daß man auf überwiegend auf einer Wellenlänge liegt, könnte das schon mal die Basis sein.
 

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