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Gibt es ein Leben nach dem Tode?

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Die Bibel ist auch nur ein Buch - Druckerschwärze auf Papier. Vielleicht nicht schlecht geschrieben, aber nicht Gott.

Was in der Bibel steht, sind Zeichen, Buchstaben, Wörter, Sätze, Absätze und Bedeutungen. Diese findest du überall und auf der ganzen Welt - immer und zu jeder Zeit. Worauf es aber wirklich ankommt, ist nicht irgendein Buch, alle Bibliotheken dieser Welt oder ein Gott, sondern wer du wirklich bist.
 
Nordrheiner, die Evangelien sind ca. zwischen 60 u. 90 n.Chr. entstanden. Da konnte sich durchaus noch einiges zum historischen Kern der Ereignisse, "dazu reimen" lassen (wie das nun mal mit Erzählungen ist).

Nehmen wir beispielsweise die Erzählung der Reise von Kleopas nach Emmaus. Weder er noch sein Begleiter erkannten Jesus. Erst als der unbekannte Begleiter beim Abendmahl in Emmaus das Brot bricht, glauben sie ihn zu erkennen. Doch wäre Jesus tatsächlich auferstanden (denn das Grab wurde ja leer vorgefunden) hätten sie ihn der Logik nach sogleich erkennen müssen, es sei denn er hätte eine andere körperliche Erscheinung angenommen.

Heißt für mich, die "Seele" Jesu lebt durch Taten der Nächstenliebe weiter oder anders ausgedrückt: Er hat ein nachhaltiges "Lebenswerk" für die Menschen hinterlassen.

Jedes Evangelium erzählt des Weiteren die Ereignisse des leeren Grabes in etwas abgewandelter Form. Mal wird das offene Grab von Maria Magdalena vorgefunden, mal erscheint einigen Frauen ein Engel im leeren Grab, mal erscheinen zwei Engel vor dem geöffneten Grab...

Du darfst auch nicht vergessen, dass zwischen dem historischen Jesus und dem kerygmatischen Christus unterschieden wird. Bzw. dass das Kerygma der historischen Person Jesus hinzugefügt wurde, auf dem der Glaube der Christen beruht.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...)Für diese Botschaft liessen sie sich einsperren und sogar töten.... und warum soll man Verfolgung hinnehmen und sogar mit seinem Leben bezahlen für eine Botschaft, die man selbst für unwahr hält?
Ich sehe für die Jünger nur Nachteile....

Das ging ganz anderen "Propheten" und "Jüngern" einstmals genauso. Erkennst du diese deswegen auch alle an?
 
Nordrheiner, die Evangelien sind ca. zwischen 60 u. 90 n.Chr. entstanden. Da konnte sich durchaus noch einiges zum historischen Kern der Ereignisse, "dazu reimen" lassen (wie das nun mal mit Erzählungen ist).

Man darf das damalige Erzählen mit dem heutigen Erzählen nicht gleich setzen. Die mündlichen Erzählungen, die immer und immer wieder wiederholt wurden, waren wahrscheinlich genauer, als wenn Dir eine Freundin heute erzählen würde, was vor ein paar Monaten von einem Film, den sie sah, noch behalten hat. Auch zu Zeiten Mohammeds, also 600 Jahre später, galten die mündlichen Erzählungen noch mindestens als genauso glaubwürdig wie die schriftliche Niederlegung. Es hat eben auch damit zu tun, dass diese Erzählungen dauernd und dauernd - immer wieder erzählt wurden.

Nehmen wir beispielsweise die Erzählung der Reise von Kleopas nach Emmaus. Weder er noch sein Begleiter erkannten Jesus. Erst als der unbekannte Begleiter beim Abendmahl in Emmaus das Brot bricht, glauben sie ihn zu erkennen. Doch wäre Jesus tatsächlich auferstanden (denn das Grab wurde ja leer vorgefunden) hätten sie ihn der Logik nach sogleich erkennen müssen, es sei denn er hätte eine andere körperliche Erscheinung angenommen.

Du hast diese Erzählung jetzt frisch nicht gelesen, stimmt's? Andernfalls hättest Du diese Vermutung nicht geäussert und gewusst, warum .... Es handelte sich auch nicht nur um Kleopas. Lies bitte nochmal diese Begebenheit. Du weisst, wo sie steht?
 
Welche meinst du?

Jesus, seine Jünger und die Christen sind bestimmt nicht die einzigen, die in der Weltgeschichte gewaltsam verfolgt wurden / werden - und (teilweise) trotzdem standhaft bis zum Tode blieben.

Und ja, wenn jemand bereit ist, für seine Überzeugung zu sterben, dann meint er es auch ernst.

Ich denke, so mancher Muslim, als auch Yezide, Christ, Buddhist, ... hätte sein Leben und / oder sein Hab und Gut durchaus retten können, wenn er es mit seiner Religion weniger ernst gemeint hätte und "einfach" den Glauben abgelegt bzw. ausgetauscht hätte. Manche von ihnen wurden / werden schließlich zuerst von der jeweils "feindlichen" Religion vor die Wahl gestellt. Aber sie meinten es auch ernst.
 
Heißt für mich, die "Seele" Jesu lebt durch Taten der Nächstenliebe weiter oder anders ausgedrückt: Er hat ein nachhaltiges "Lebenswerk" für die Menschen hinterlassen.

Die Taten der Nächstenliebe..... Es heisst, dass Jesus Kranke heilte und sogar Tote wieder zum Leben erweckte. Warum hat er dies nicht durchgängig bei allen kranken Menschen gemacht, wenn dies das Wesentliche seines Lebens war?

Jedes Evangelium erzählt des Weiteren die Ereignisse des leeren Grabes in etwas abgewandelter Form. Mal wird das offene Grab von Maria Magdalena vorgefunden, mal erscheint einigen Frauen ein Engel im leeren Grab, mal erscheinen zwei Engel vor dem geöffneten Grab...

Ja. Es spricht für die Authentizität. Vergleiche es mit einem Verkehrsunfall, der heute an einer Kreuzung passiert. Auf verschiedenen Seiten stehen Zeugen. Wäre es nicht merkwürdig, wenn alle Zeugen genau das Gleiche mitbekommen hätten? Dann würde man annehmen müssen, dass sie sich abgesprochen haben.

Du darfst auch nicht vergessen, dass zwischen dem historischen Jesus und dem kerygmatischen Christus unterschieden wird. Bzw. dass das Kerygma der historischen Person Jesus hinzugefügt wurde, auf dem der Glaube der Christen beruht.

Das ist so nicht richtig. Wir wissen genau, dass es sich lediglich um eine Behauptung handelt, wenn gesagt wird, es wäre dies oder das Unwahre dem historischen Jesus hinzugefügt worden. Denn die Personen, die das behaupten, lebten gute 1.900 Jahre später. Mit anderen Worten: Die Erzählung von der Hinzufügung eines nicht wirklich existenten kerygmatischen Jesus ist ein Mythos. Dass sie durch ihre Behauptung selbst einen Mythos schaffen, war A. Schweitzer und H. Bultmann wohl nicht bewusst.

Schon alleine, dass sich die Jünger Jesu für ihre Nachfolge und Predigten verfolgen, einkerkern und töten liessen, spricht dafür, dass sie es für die volle Wahrheit hielten, was sie sagten.

So ehrenwert A. Schweitzer und H. Bultmann im Allgemeinen gewesen sein mögen, so bezweifel ich, dass sie für den von ihnen geschaffenen Mythos auch den Tod in Kauf genommen hätten.
 
Jesus, seine Jünger und die Christen sind bestimmt nicht die einzigen, die in der Weltgeschichte gewaltsam verfolgt wurden / werden - und (teilweise) trotzdem standhaft bis zum Tode blieben.

Ich denke, so mancher Muslim, als auch Yezide, Christ, Buddhist, ... hätte sein Leben und / oder sein Hab und Gut durchaus retten können, wenn er es mit seiner Religion weniger ernst gemeint hätte und "einfach" den Glauben abgelegt bzw. ausgetauscht hätte. Manche von ihnen wurden / werden schließlich zuerst von der jeweils "feindlichen" Religion vor die Wahl gestellt. Aber sie meinten es auch ernst.

Ja, sicher. Dann sind wir uns ja einig.
 
Wenn man sich selbst seines Glaubens nicht sicher ist und dann versucht, seine eigenen Zweifel quasi durch ein Mehrheitsvotum zu ersetzen, wird man scheitern. Hier wird seit endlos vielen Beiträgen versucht, dem eigenen Zweifel die Voten anderer entgegenzusetzen.
Wer sich selbst gewiss ist indem, was er glaubt und was in seinem eigenen Leben wirksam ist, bedarf solcher äußeren Zustimmung nicht, sondern hat die Gewissheit in sich.
Dann wird der eigene Glaube, die eigene Überzeugung auch in einem selbst wirksam.
Im Übrigen wird es einem Rudolf Bultmann nicht gerecht, wenn man ihn in diese Zusammenhänge rückt, wie das hier geschieht. Bultmann hat einen kaum zu überschätzenden Beitrag für den Zugang des modernen Menschen zu Fragen des Glaubens geleistet.

Burbacher
 
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