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Gewaltfantasien

Zitat E.S.: Und mal ganz ehlich, wärst du wirklich so von dieser Gewalt angetan, hättest du sie schon längst ausgelebt...

Im Notfall erst an Tieren oder sonstigem , aber irgendwie hättest du sie ausgelebt.
Zitat Ende

Da wäre ich mir aber GAR NICHT sicher.
Wer sich selbst als tickende Zeitbombe erkannt hat, ist m.E. in der Pflicht, sich so "zu sichern",daß er immer "unter Verschluß" ist,wenn wieder ein "Rage-Zustand" kommt.
Es gibt ABSOLUT keine Sicherheit für "weiteres Nur-Phantasieren" -da Du ja selbst das Versagen der "Selbstkontrolltechniken" offenbarst hier.

Solange da keine wirksame Medikation/Therapie erfolgt ist, gibt es
nur die Selbsteinweisung:
"Gefahr für Leib und Leben von Mitmenschen".

Eine Selbsteinweisung dürfte dann auch nie abgelehnt werden,wenn man klar sagt/etwas Geschriebenes übergibt "Ich stelle mir detailliert von,konkrete Menschen umzubringen/ihnen Gewalt anzutun".

Ein Doc,der sojemanden wegschickt,wäre potentiell an Straftaten mitschuldig.

Was also möchtest Du?
Absolution, Entschuldung durch user,weil Du NICHT adäquat handelst ?

Sagst Du nur HIER,wie winzig der Grat ist bis zu Taten ?

Micky

 
was es verändern soll..naja ich möchte die fantasien loswerden oder eindämmen damit ich nicht irgendwann zur gefahr werde...denn das wäre eine gefahr für mich

Du willst Deine Phantasien loswerden ... hm naja. Was willst Du denn dafür haben?
Wenn Du die Phantasien los bist und nix dafür bekommst, wäre an dieser Stelle die absolute Leere, oder? Du würdest an garnix denken. Das ist schwer. Leichter wäre ein Ersatzgedanke. Woran willst Du also stattdessen denken? Immer an Primzahlen? Oder fällt Dir was schöneres ein (nichts gegen Primzahlen, sind nur nicht mein Lieblingsgedanke).

LG Susi
 
Hallo Webster,

sich in die gesamten Beiträge einzulesen, in die Art der anderen User und Deine Antworten, hat etwas gedauert.

Ich sage, was ich meine; und verstanden glaube.

1. Vorgeschichte:

Du hast, als Du 7 warst, irgendeine Form von massivem Gewalteinfluss erlebt; über die Du schon längst hinweg bist, wie Du aus Deinem persönlichen Empfinden heraus sagst.

Seit wann hast du dann diese Fantasien bekommen? Also diese Gewaltfantasien?

Was ist das erste Erlebnis gewesen, falls Du dich daran erinnerst?

- Hintergrund: wenn Du nach kurzer Zeit, also schon mit 8 oder 9 z.B. auch schon Gewaltfantasien gehabt hast, dann wäre das ein wichtiger Hinweis.
-------------------

2. a)Umfeld, b) Erlebnisse, c) Freundeskreis, d) Interessen:

a)Dein erstes Umfeld sind die Menschen, wo Du großgeworden bist. Kinder lernen durch Nachahmung. Wer hat Dir diese Gewaltfantasien vorgelebt?

Oder wie sind Deine Eltern miteinander umgegangen? Haben sie sich liebevoll verhalten, oder waren viele Aggressionen, und unterdrückte Wut im Spiel?

b) Welche Erlebnisse fallen Dir selber ein, wo Du schon diese Gewaltfantasien hattest?

Wann tauchen die Fantasien auf? In welchem Zusammenhang?

Wie geht es Dir vorher, bevor die Gedanken auftauchen? Wie, während Du diese Gefühle hast? Und wie geht es Dir, wenn die Gedanken wieder verschwinden?

Diese Fragen helfen Dir dabei, nach den Gründen zu forschen, wie diese Gedanken in Dir entstehen können.


c) Gibt es in Deinem Freundeskreis einige Leute, die ebenfalls diese Fantasien haben? Wenn ja, seit wann kennst Du die Leute? Wie hast Du sie kennengelernt? Wann hast Du sie kennengelernt?

Wenn das zum Beispiel länger her ist, nachdem Du schon älter als 7 Jahre gewesen bist, dann könnten auch bestimmte Verhaltensweisen Deiner Freunde Dich beeinflusst und geprägt haben.


d) Welche Interessen hast Du (noch)?

Neben Sport, ist Mathe ein Lieblingsfach von Dir.

Sport ist dann Kampfsport, und Mathe ist Kopf/ also Verstandessport.


---------------------


Jetzt komme ich mal zu meiner Vermutung:

Es gibt Reportagen über Serienmörder. Über Interviews, Biografien, Lebensumstände, Elternhäuser, die Kindheit der Serienmörder...

und natürlich auch reichlich Filme und Computerspiele, die mit Gewalt etwas zu tun haben.

Bei Serienmördern ist es ziemlich offensichtlich, dass ( alles nachlesbar im Internet) diese eine Scheiss-Kindheit hatten, wo sie bei Ungezogenheit durch die Eltern derbe verprügelt worden sind, oder in einen dunklen Keller gesperrt wurden.

Das so etwas die Kinder innerlich zu einer riesigen Wut angeleitet hat, ist das eine.

Das andere ist: die Kinder haben es damals, und später auch im erwachsenen Alter nicht auf die Reihe bekommen, ihre eigenen Gedanken mal zu hinterfragen und ihr Verhalten korrigieren zu wollen.

Manche Mörder in Filmen haben sinngemäß geantwortet: " Es gibt mir Macht, wenn ich einen Körper zappeln sehe...und danach das zappeln aufhört... - ich fühle mich dann so lebendig."

Hintergrund dieses Gedankens ist das Gegenteil, nämlich:

Die Mörder, welche diese Aussage tun, fühlen sich leer. Sie fühlen nichts...

Sie haben keine Empfindungen. Ihre Gefühle sind eingefroren. Sie benötigen, um etwas zu empfinden, so einen starken Reiz, dass sie nur durch die Vernichtung anderer Menschen etwas empfinden können.

-------------

Gewaltfantasien sind zweierlei.


Für manche Menschen, und wahrscheinlich die meisten hier, ist Gewalt etwas, was völlig unmoralisch und verwerflich ist.

Dabei hat alles im Leben zwei Seiten.

Es gibt manchmal Fälle in der Presse, wo der bravste, unauffälligste Familienvater seine Frau und anschließend sich selber erschossen hat - warum?

Weil er in seiner Ehe immer der brave, korrekte Mann gewesen ist, der das Ideal eines treuen, fürsorglichen Menschen gelebt hatte.

Er hat nie etwas kritisiert, ist nie wirklich wütend gewesen. Durfte wahrscheinlich die eher dunklen Gefühle von Wut nie zeigen...hat immer alles heruntergeschluckt; wusste sich nicht zu artikulieren...und ist irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes "explodiert".

---------------

Zur Nazi-Zeit gibt es auch extreme Beispiele, wo die liebsten Familienväter zu brutalsten Mördern auf der anderen Seite geworden sind.

Das hat so perfekt geklappt, weil diese mit ihren Opfern kein Wort sprachen; und somit kein Gefühl / keine Resonanz, keine gemeinsame Verbundenheit aufgebaut haben.

-------------

Was ich aus diesen Beispielen heraus sagen will:

Jeder Mensch hat das Potenzial zu lieben, oder zu töten. Die Erziehung und die Grenzen im Kopf verbieten den meisten Menschen über ihre Grenzen zu gehen; und das ist Teil europäischer Kultur.

In anderen Teilen der Welt wird immer noch aus geringfügigen Gründen gemordet. Weil es dort so im Umfeld gelernt wird.


-------------


Menschen haben mehrere Möglichkeiten mit einem Thema umzugehen:

Du kannst Dein eigenes Verhalten als krank ansehen, und es therapieren lassen, weil Du es als krank erkannt hast.

Du kannst Dein Verhalten auch als etwas "normales" für Dich ansehen, und wirst dann zum Soldaten, Mörder, Gangster oder sonstwas.

Das Leben hat immer mehrere Möglichkeiten.

---------------------
Ich vermute allerdings bei Dir eher, dass Du selber weniger Interesse daran hast, wirklich zu töten ( das ist nur ein primär auftauchender Wunsch), sondern

das die Ursache darin liegt, dass Du in der Beziehung zu den Menschen Probleme hast.

Das äußert sich bei Dir darin, dass Dich nur 3 Leute berühren dürfen; bzw. im Prinzip nur 1 Mensch, wie Du es selber später hier in den Beiträgen korrigiert hast.

Deine momentane Schwierigkeit gedanklich und emotional Nähe zu den Menschen zuzulassen, lässt Dich andere Gedanken denken.

Wenn Du von den Menschen distanziert bist, dann kannst Du sie distanziert sehen und wahrnehmen.

Sprichst Du mit den Menschen, unterhälst Du dich mit ihnen, nimmst Anteil an ihrem Leben, so ist weniger wahrscheinlich, dass Du sie immer noch töten willst; weil Du dich mit ihnen verbunden fühlst.

Der Gedanke Agression oder Gewalt ausleben zu wollen, kann dann nur auftauchen, wenn Themen angesprochen werden, die Dich selber betreffen.

Das heisst, wenn Du mit jemandem über ein Thema sprichst, was Dich verletzt. Und der andere merkt es garnicht, wie weh Dir das tut. Dann kann es sein, dass Du innerlich zur Gewalthöchstform aufläufst...und es hängt dann davon ab, inwieweit Deine bisherige Erziehung und Du selber dich dann noch im Griff hast.

--------------------

Ich vermute weiter, dass Du selber neben dem Verbot an Andere, Dich zu berühren, Dir selber auch einige, innere Verbote auferlegt hast.

Vor anderen Menschen zu weinen, Gefühle zuzulassen, offen über das zu sprechen, was Du fühlst.

....

Für mich wird das deutlich, wenn Du über die Mathematik und die Zahlen Dich am besten ablenken kannst.

Mathe ist gefühlsmäßig nunmal nicht. Das ist der pure Verstand.

Das ist das logische Verstehen.

Gefühle sind da fehl am Platz.

------

Ich bin kein Therapeut, doch meine persönliche Meinung ist:

Für Dich kann es hilfreich sein, Dir mehr Gefühle zuzulassen, und weniger verstandesmäßig in irgendwelche Fantasien auszuarten.

Wenn Du die ganze Welt umgebracht hättest...alle wären tot...Du fühlst Dich vielleicht für einen Moment stark....und danach?

Was ist danach?

Sehnst Du dich nicht nach irgendwas? Nach einem Gefühl? Vertrautheit, Geborgenheit, Liebe?

Die Frage ist wahrscheinlich für Dich schwer zu beantworten, denn wenn Du als 7 jähriger schlimme Dinge erlebt hast, kann ich mir vorstellen, dass noch eine Menge Restwut in Dir ist.

Eltern leben den Kindern ein Verhalten vor. Und Eltern sind nicht in allem den Kindern Vorbild. Wenn das wie bei Dir eine sehr schlimme Kindheit gewesen ist; und Deine Eltern Dir auch weniger das Gefühl von Liebe oder Geborgenheit geben konnten, dann kann ich mir ganz logisch daraus erklären, weswegen Du zum jetzigen Zeitpunkt hier einige Nachrichten schreibst.

Liebe Grüße

p.s.: all meine gestellten Fragen sind Anreize an Dich, Dir diese Fragen auch zu stellen - Du musst sie definitiv nicht hier vor allen beantworten, kannst es natürlich aber gerne, wenn Du magst
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Webster,

sich in die gesamten Beiträge einzulesen, in die Art der anderen User und Deine Antworten, hat etwas gedauert.

Ich sage, was ich meine; und verstanden glaube.

1. Vorgeschichte:

Du hast, als Du 7 warst, irgendeine Form von massivem Gewalteinfluss erlebt; über die Du schon längst hinweg bist, wie Du aus Deinem persönlichen Empfinden heraus sagst.

Seit wann hast du dann diese Fantasien bekommen? Also diese Gewaltfantasien?

Was ist das erste Erlebnis gewesen, falls Du dich daran erinnerst?

- Hintergrund: wenn Du nach kurzer Zeit, also schon mit 8 oder 9 z.B. auch schon Gewaltfantasien gehabt hast, dann wäre das ein wichtiger Hinweis.
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2. a)Umfeld, b) Erlebnisse, c) Freundeskreis, d) Interessen:

a)Dein erstes Umfeld sind die Menschen, wo Du großgeworden bist. Kinder lernen durch Nachahmung. Wer hat Dir diese Gewaltfantasien vorgelebt?

Oder wie sind Deine Eltern miteinander umgegangen? Haben sie sich liebevoll verhalten, oder waren viele Aggressionen, und unterdrückte Wut im Spiel?

b) Welche Erlebnisse fallen Dir selber ein, wo Du schon diese Gewaltfantasien hattest?

Wann tauchen die Fantasien auf? In welchem Zusammenhang?

Wie geht es Dir vorher, bevor die Gedanken auftauchen? Wie, während Du diese Gefühle hast? Und wie geht es Dir, wenn die Gedanken wieder verschwinden?

Diese Fragen helfen Dir dabei, nach den Gründen zu forschen, wie diese Gedanken in Dir entstehen können.


c) Gibt es in Deinem Freundeskreis einige Leute, die ebenfalls diese Fantasien haben? Wenn ja, seit wann kennst Du die Leute? Wie hast Du sie kennengelernt? Wann hast Du sie kennengelernt?

Wenn das zum Beispiel länger her ist, nachdem Du schon älter als 7 Jahre gewesen bist, dann könnten auch bestimmte Verhaltensweisen Deiner Freunde Dich beeinflusst und geprägt haben.


d) Welche Interessen hast Du (noch)?

Neben Sport, ist Mathe ein Lieblingsfach von Dir.

Sport ist dann Kampfsport, und Mathe ist Kopf/ also Verstandessport.


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Jetzt komme ich mal zu meiner Vermutung:

Es gibt Reportagen über Serienmörder. Über Interviews, Biografien, Lebensumstände, Elternhäuser, die Kindheit der Serienmörder...

und natürlich auch reichlich Filme und Computerspiele, die mit Gewalt etwas zu tun haben.

Bei Serienmördern ist es ziemlich offensichtlich, dass ( alles nachlesbar im Internet) diese eine Scheiss-Kindheit hatten, wo sie bei Ungezogenheit durch die Eltern derbe verprügelt worden sind, oder in einen dunklen Keller gesperrt wurden.

Das so etwas die Kinder innerlich zu einer riesigen Wut angeleitet hat, ist das eine.

Das andere ist: die Kinder haben es damals, und später auch im erwachsenen Alter nicht auf die Reihe bekommen, ihre eigenen Gedanken mal zu hinterfragen und ihr Verhalten korrigieren zu wollen.

Manche Mörder in Filmen haben sinngemäß geantwortet: " Es gibt mir Macht, wenn ich einen Körper zappeln sehe...und danach das zappeln aufhört... - ich fühle mich dann so lebendig."

Hintergrund dieses Gedankens ist das Gegenteil, nämlich:

Die Mörder, welche diese Aussage tun, fühlen sich leer. Sie fühlen nichts...

Sie haben keine Empfindungen. Ihre Gefühle sind eingefroren. Sie benötigen, um etwas zu empfinden, so einen starken Reiz, dass sie nur durch die Vernichtung anderer Menschen etwas empfinden können.

-------------

Gewaltfantasien sind zweierlei.


Für manche Menschen, und wahrscheinlich die meisten hier, ist Gewalt etwas, was völlig unmoralisch und verwerflich ist.

Dabei hat alles im Leben zwei Seiten.

Es gibt manchmal Fälle in der Presse, wo der bravste, unauffälligste Familienvater seine Frau und anschließend sich selber erschossen hat - warum?

Weil er in seiner Ehe immer der brave, korrekte Mann gewesen ist, der das Ideal eines treuen, fürsorglichen Menschen gelebt hatte.

Er hat nie etwas kritisiert, ist nie wirklich wütend gewesen. Durfte wahrscheinlich die eher dunklen Gefühle von Wut nie zeigen...hat immer alles heruntergeschluckt; wusste sich nicht zu artikulieren...und ist irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes "explodiert".

---------------

Zur Nazi-Zeit gibt es auch extreme Beispiele, wo die liebsten Familienväter zu brutalsten Mördern auf der anderen Seite geworden sind.

Das hat so perfekt geklappt, weil diese mit ihren Opfern kein Wort sprachen; und somit kein Gefühl / keine Resonanz, keine gemeinsame Verbundenheit aufgebaut haben.

-------------

Was ich aus diesen Beispielen heraus sagen will:

Jeder Mensch hat das Potenzial zu lieben, oder zu töten. Die Erziehung und die Grenzen im Kopf verbieten den meisten Menschen über ihre Grenzen zu gehen; und das ist Teil europäischer Kultur.

In anderen Teilen der Welt wird immer noch aus geringfügigen Gründen gemordet. Weil es dort so im Umfeld gelernt wird.


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Menschen haben mehrere Möglichkeiten mit einem Thema umzugehen:

Du kannst Dein eigenes Verhalten als krank ansehen, und es therapieren lassen, weil Du es als krank erkannt hast.

Du kannst Dein Verhalten auch als etwas "normales" für Dich ansehen, und wirst dann zum Soldaten, Mörder, Gangster oder sonstwas.

Das Leben hat immer mehrere Möglichkeiten.

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Ich vermute allerdings bei Dir eher, dass Du selber weniger Interesse daran hast, wirklich zu töten ( das ist nur ein primär auftauchender Wunsch), sondern

das die Ursache darin liegt, dass Du in der Beziehung zu den Menschen Probleme hast.

Das äußert sich bei Dir darin, dass Dich nur 3 Leute berühren dürfen; bzw. im Prinzip nur 1 Mensch, wie Du es selber später hier in den Beiträgen korrigiert hast.

Deine momentane Schwierigkeit gedanklich und emotional Nähe zu den Menschen zuzulassen, lässt Dich andere Gedanken denken.

Wenn Du von den Menschen distanziert bist, dann kannst Du sie distanziert sehen und wahrnehmen.

Sprichst Du mit den Menschen, unterhälst Du dich mit ihnen, nimmst Anteil an ihrem Leben, so ist weniger wahrscheinlich, dass Du sie immer noch töten willst; weil Du dich mit ihnen verbunden fühlst.

Der Gedanke Agression oder Gewalt ausleben zu wollen, kann dann nur auftauchen, wenn Themen angesprochen werden, die Dich selber betreffen.

Das heisst, wenn Du mit jemandem über ein Thema sprichst, was Dich verletzt. Und der andere merkt es garnicht, wie weh Dir das tut. Dann kann es sein, dass Du innerlich zur Gewalthöchstform aufläufst...und es hängt dann davon ab, inwieweit Deine bisherige Erziehung und Du selber dich dann noch im Griff hast.

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Ich vermute weiter, dass Du selber neben dem Verbot an Andere, Dich zu berühren, Dir selber auch einige, innere Verbote auferlegt hast.

Vor anderen Menschen zu weinen, Gefühle zuzulassen, offen über das zu sprechen, was Du fühlst.

....

Für mich wird das deutlich, wenn Du über die Mathematik und die Zahlen Dich am besten ablenken kannst.

Mathe ist gefühlsmäßig nunmal nicht. Das ist der pure Verstand.

Das ist das logische Verstehen.

Gefühle sind da fehl am Platz.

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Ich bin kein Therapeut, doch meine persönliche Meinung ist:

Für Dich kann es hilfreich sein, Dir mehr Gefühle zuzulassen, und weniger verstandesmäßig in irgendwelche Fantasien auszuarten.

Wenn Du die ganze Welt umgebracht hättest...alle wären tot...Du fühlst Dich vielleicht für einen Moment stark....und danach?

Was ist danach?

Sehnst Du dich nicht nach irgendwas? Nach einem Gefühl? Vertrautheit, Geborgenheit, Liebe?

Die Frage ist wahrscheinlich für Dich schwer zu beantworten, denn wenn Du als 7 jähriger schlimme Dinge erlebt hast, kann ich mir vorstellen, dass noch eine Menge Restwut in Dir ist.

Eltern leben den Kindern ein Verhalten vor. Und Eltern sind nicht in allem den Kindern Vorbild. Wenn das wie bei Dir eine sehr schlimme Kindheit gewesen ist; und Deine Eltern Dir auch weniger das Gefühl von Liebe oder Geborgenheit geben konnten, dann kann ich mir ganz logisch daraus erklären, weswegen Du zum jetzigen Zeitpunkt hier einige Nachrichten schreibst.

Liebe Grüße

p.s.: all meine gestellten Fragen sind Anreize an Dich, Dir diese Fragen auch zu stellen - Du musst sie definitiv nicht hier vor allen beantworten, kannst es natürlich aber gerne, wenn Du magst
ich bewundere deine herangehensweise...das klingt im groben sehr logisch und folgerichtig. also arbeiten wir es mal ab:
vorgeschichte haut so hin.
wann tauchten die ersten fantasien auf?..naja ein paar waren wie schon gesagt bereits sehr früh da...wohl vor dem 7. lebensjahr aber die waren, wenn ich mich recht entsinne weniger spezifisch und weniger extrem...man könnte es vielleicht als entartete bzw überschwängliche neugier bezeichnen. was du mit einem ersten erlebnis meinst weiß ich nicht...das älteste, an das ich mich erinnere und das mit gewalt zu tun hat? dann wäre das wohl, als ein hund unsere katze auseinander genommen hat...das hat mich an die innere anatomie bzw an das interesse daran herangeführt..aber naja...das ist nichts wesentliches glaub ich.
a) meine eltern haben immer gewaltfrei gelebt. sie gehen und gingen soweit ich mich erinnern kann immer ganz normal miteinander um. also selten streit und nie ein wirklich heftiger. was mich immer gestört hat war, dass sie mir nicht immer alles gesagt haben, was ich wissen wollte. aber mit aggression kann ich das nun wirklich nicht verbinden.
b) die kamen primär vor, wenn ich stress hatte mit bestimmten personen, später hat ein gewisser typ mensch ausgereicht und heute genügt schon ein schema. das verhalten ist also unwichtiger als vorher. die fantasien treten meistens dann auf, wenn ich grade nicht voll beschäftigt bin..aber das erscheint mir logisch...festhalten würde ich da nur, dass sie keine konzentrierte arbeit unterbrechen.
bevor sie auftauchen...da bin ich oft gelangweilt, wütend oder einfach nur in stimmung. wärend sie aktiv sind ist da eigentlich kein gefühl, was herausstechen würde. ich kann zumindest keines benennen. danach komme ich mir entladen vor. ruhiger. wenn ich sie gewollt unterbrechen oder abwenden kann, wie es seit kurzem hin und wieder gelingt, dann gibt mir das ein gefühl von überlegenheit. als wäre ich meinen gedanken nicht unterworfen, sondern hätte sowas wie einen willen, was ja rational betrachtet eher keine rolle spielt.
c) es gibt da eine hübsche junge dame in meinem jahrgang, die diesbezüglich noch um einiges krasser ist als ich..wenigstens kommt es mir so vor. sie kenne ich seit kanpp..lass mich lügen....6 oder 7 jahren aus der grundschule.
d) meine interessen sind in dieser reihenfolge mathematik, kunst, sport...

zu deiner vermutung: ich glaube nicht, dass ich zu serienmorden in der lage wäre...klar...von der körperlichen fitness und dem verstand her ja...aber wie ich mich kenne, wäre ich viel zu tollpatschig. weiter hält mich die liebe zu meinem freund davon ab..du sagtest serienmörder fühlen nicht. meine kindheit war relativ normal...bis auf meine verhaltensweisen eben..aber da war nichts bedenkliches, ich wurde nicht mishandelt- bis auf das eine einzige mal woraufhin ich dann ja auch nicht gewaltfrei bleiben konnte. aber danach kam gewalt nur im sport vor..also im gegenseitigen einverständnis und nichts wirklich gefährliches.
was die zwei optionen angeht...wie ich schon geschrieben habe (und du sicher auch gelesen hast) habe ich mich für den therapeutischen weg entschieden. ich weiß, dass ein solches potential nicht normal und schon garnicht nützlich ist.

dann kommen wir mal zu deiner nächsten vermutung... du sagst, ich würde weniger distanziert sein, wenn ich mehr mit anderen sprechen würde...nunja ich spreche sehr viel mit anderen. ich bin sogar sehr beliebt, auch wenn ich den großteil der mir bekannten nicht mag bzw. sie schlichtweg für uninteressant halte. mit dem großteil von ihnen fühle ich mich überhaupt nicht verbunden...die meisten mitschüler sind einfach nur dezent störende objekte, die nunmal unüberwindbar sind, mit denen ich mich also arrangieren muss.
dass aggression sich besonders aufbaut, wenn ein thema mich betrifft...das kann ich natürlich bestätigen..wer das abstreitet, der lügt. aber sie tauchen eben manchmal wie oben schon gesagt wie aus dem nichts auf..da sieht man mitten in der menschenmenge mal jemanden, der einen asymmetrischen gang hat und schon sind sie da.
was du dann ansprichst überrascht mich gänzlich....auf diesen gedanken bin ich selbst noch nie gekommen aber dennoch hast du recht, wenn du sagst, dass ich auch mir verbote erteile....in der tat zeige ich anderen in persönlichen gesprächen nichts außer abneigung oder sympathie..je nachdem was vorherrscht.oft genug "belüge" ich sie auch einfach um meine beliebtheit zu steigern...das bedeutet mir an sich nichts- aber ist sehr nützlich, bringt viele vorteile.
so da haben wir ja schon ne menge...nun zu deiner meinung.
mal abgesehen davon, das sich wohl nie serienmorde "drauf hätte"...ich würde nie alle beseitigen...erstens ist das praktisch unmöglich und zweitens gibt es menschen die mir sympathisch sind...und menschen, die mir einfach nur egal sind...die würden alle verschont.
wonach ich mich sehne...in alleiniger anwesenheit meines partners...liebe, geborgenheit..wie du schon sagst...wenn er nicht da ist, dann sehne ich mich im prinzip nach information..mehr wissen. wenn er und andere anwesend sind, dann gibt das eine entsprechende mischung.
so...ich nehme mal an, dass das jetzt ziemlich unüberischtlich geworden ist...sorry😱
 
Zitat E.S.: Und mal ganz ehlich, wärst du wirklich so von dieser Gewalt angetan, hättest du sie schon längst ausgelebt...

Im Notfall erst an Tieren oder sonstigem , aber irgendwie hättest du sie ausgelebt.
Zitat Ende

Da wäre ich mir aber GAR NICHT sicher.
Wer sich selbst als tickende Zeitbombe erkannt hat, ist m.E. in der Pflicht, sich so "zu sichern",daß er immer "unter Verschluß" ist,wenn wieder ein "Rage-Zustand" kommt.
Es gibt ABSOLUT keine Sicherheit für "weiteres Nur-Phantasieren" -da Du ja selbst das Versagen der "Selbstkontrolltechniken" offenbarst hier.

Solange da keine wirksame Medikation/Therapie erfolgt ist, gibt es
nur die Selbsteinweisung:
"Gefahr für Leib und Leben von Mitmenschen".

Eine Selbsteinweisung dürfte dann auch nie abgelehnt werden,wenn man klar sagt/etwas Geschriebenes übergibt "Ich stelle mir detailliert von,konkrete Menschen umzubringen/ihnen Gewalt anzutun".

Ein Doc,der sojemanden wegschickt,wäre potentiell an Straftaten mitschuldig.

Was also möchtest Du?
Absolution, Entschuldung durch user,weil Du NICHT adäquat handelst ?

Sagst Du nur HIER,wie winzig der Grat ist bis zu Taten ?

Micky
ich werde nun erstmal auf meine therapie warten. ob eine einweisung nötig ist...das lasse ich die ärztin dann beurteilen..ich denke sie wird dazu kompetent genug sein und dann werde ich das auch so akzeptieren und mich da nicht querstellen. das wäre dumm. was ich möchte...natürlich keine absolution...wie soll die gegeben werden? unmöglich. eine entschuldigung ist auch nicht sinnvoll.ich möchte ratschläge. ich bin jung und dementsprechend halte ich es für nicht unklug, mich der erfahrenheit anderer zu bedienen
 
Lieber Webster,

ich bewundere deine herangehensweise...das klingt im groben sehr logisch und folgerichtig. also arbeiten wir es mal ab:
vorgeschichte haut so hin.

ok. dann arbeite ich es mal in Sinnabschnitten ( aus meiner Sicht, durch, was Du so geschrieben hast)


wann tauchten die ersten fantasien auf?..naja ein paar waren wie schon gesagt bereits sehr früh da...wohl vor dem 7. lebensjahr aber die waren, wenn ich mich recht entsinne weniger spezifisch und weniger extrem...man könnte es vielleicht als entartete bzw überschwängliche neugier bezeichnen. was du mit einem ersten erlebnis meinst weiß ich nicht

Wann Du selber bewusst, einen Wunsch, oder eine Gewaltphantasie im Kopf gehabt hast? So in der Art... ob es Dir innerlich bewusst ist, wann Du das erste Mal klar, so eine Vorstellung, oder ein Gefühl gehabt hattest?

...das älteste, an das ich mich erinnere und das mit gewalt zu tun hat? dann wäre das wohl, als ein hund unsere katze auseinander genommen hat...das hat mich an die innere anatomie bzw an das interesse daran herangeführt..aber naja...das ist nichts wesentliches glaub ich.

An und für sich ist so ein Seziergedanke, anatomisch gesehen, nichts ungewöhnliches. Es gibt Berufe, wie Ärzte zum Beispiel, da sind Operationen an der Tagesordnung.

Entscheidend ist bei dem Gedanken an den Hund und die Katze eher, was für ein Gefühl Du dabei hattest? Ob Du das genossen hast, wie ein Lebewesen gestorben ist, ob es Dir egal war, oder Du wütend gewesen bist.

Denn je nach Gefühlswelt und innerer Empfindung zu Deinem Erlebnis, lässt sich daraus schon vermuten, wie Du evtl. in Bezug auf Anatomie "tickst".

a) meine eltern haben immer gewaltfrei gelebt. sie gehen und gingen soweit ich mich erinnern kann immer ganz normal miteinander um. also selten streit und nie ein wirklich heftiger. was mich immer gestört hat war, dass sie mir nicht immer alles gesagt haben, was ich wissen wollte. aber mit aggression kann ich das nun wirklich nicht verbinden.

Hmm... eigentlich klingt das nach Bilderbuch-Kindheit.

Wobei: bezogen auf mein vorheriges Beispiel mit dem braven Vorzeigevater: Alles hat zwei Seiten.

Wenn Du ( oder jeder andere) in einer völlig harmonischen Familie aufwächst, wo nur eitler Sonnenschein ist, da kann es gut sein, dass unterschwellig ein Gefühl von Rebellion oder Veränderung keimt... völlig unbewusst, wohlgemerkt.

Eltern leben den Kindern ihr Verhalten vor. Kinder ahmen das Verhalten nach. Wenn Du ständig Harmonie vorgelebt bekommen hast, dann ist es nur logisch und menschlich, wenn Du auch mal das Gegenteil davon kennenlernen willst.

b) die kamen primär vor, wenn ich stress hatte mit bestimmten personen, später hat ein gewisser typ mensch ausgereicht und heute genügt schon ein schema. das verhalten ist also unwichtiger als vorher.

Du hast also Dein Verhalten erst auf einen bestimmten Menschen gemünzt, und nach und nach erkannt, dass es irgendwie ein bestimmtes Schema bei Dir sein muss, wonach Du dann die Fantasien in den Kopf bekommst.

Das ist, als Ansatzpunkt in einer Therapie und generell schonmal viel Wert; weil... durch dieses bestimmte Schema lässt sich dann ja analysieren, wonach Du vorgehst.

Wäre es zum Beispiel ein ältere Herr, eine junge Frau oder jemand mit einer Behinderung, der automatisch bestimmte Gewaltfantasien in Dir auslöst, dann wäre dort zu schauen...

was genau reizt Dich selber, diesen Menschen in Deinem Kopf Schaden zufügen zu wollen?

Denn in erster Linie, so vermute ich, ist es eben die Auflehnung gegen die Wirklichkeit, die solche Fantasien entstehen lässt.

Damit meine ich: wenn Dir jemand nicht passt (aber dafür zu Deinem Schema passt), dann möchtest Du ihn "eliminieren" ( ich vermute es jetzt mal so), aber... der Mensch ist dennoch Teil der Welt und der Realität.

Zu schauen wäre dabei:

wofür steht zum Beispiel jmd. der alt, jung, behindert oder sonstwie ist, so dass er in Dein Schema passt?

Die Welt ist ein Spiegel von Dir selber - jeder Mensch hat seine Ausstrahlung, dass was er an sich mag oder auch nicht mag...und das können andere Leute spüren.

Wenn Du selber gegen bestimmte "Schema-Menschen" etwas hast, dann haben diese Leute auch irgendwas mit Dir zu tun, sonst würdest Du nicht denken "Schema-passt"... und diese Gewaltphantasien im Kopf abfahren.

Um Dich davon lösen zu können, wird es hilfreich sein, Schritt für Schritt durchzuarbeiten ( kann sicherlich sehr tief in Deine eigene Persönlichkeit gehen), woran Dich diese Leute erinnern?

Ob Du jemanden damit in Verbindung bringst, der Dir früher schon auf den Keks ging...

- oder gibt es in diesem Leben (bisher) keinen erkennbaren Bezug für Dich?

Andere Alternative: Das Leben vor diesem Leben.

Ich selber glaube ein Stück mehr schon an Wiedergeburt ( ich führe das hier jetzt nicht näher aus, weil das zu sehr ablenkt)...

dort ist, ganz grob gesagt, Tenor: Du hast früher schon einmal erlebt.

Theoretisch wäre es möglich, dass die Menschen, welche in Dein Schema passen; wenn nicht in diesem Leben, dann vielleicht in einem früheren Leben etwas mit Dir zu tun hatten... und Du wirst in diesem Leben dann nochmals mit Ihnen konfrontiert; um für Dich einen anderen Umgang mit den "Schema-Menschen" zu lernen...

das wäre eine weitere Möglichkeit.

die fantasien treten meistens dann auf, wenn ich grade nicht voll beschäftigt bin..aber das erscheint mir logisch...


Das hängt dann damit zusammen, dass Du in Dir selber; in Deiner Seele eigentlich schon damit konfrontiert werden solltest....

aber, durch Beschäftigung lenkst Du dich davon ab.

festhalten würde ich da nur, dass sie keine konzentrierte arbeit unterbrechen.
bevor sie auftauchen...da bin ich oft gelangweilt, wütend oder einfach nur in stimmung. wärend sie aktiv sind ist da eigentlich kein gefühl, was herausstechen würde. ich kann zumindest keines benennen. danach komme ich mir entladen vor.

Eine Sorte Gefühl, die Dich selber in Besitz nimmt, und Dich scheinbar stark unter Kontrolle hat, wenn ich das so lese.

ruhiger. wenn ich sie gewollt unterbrechen oder abwenden kann, wie es seit kurzem hin und wieder gelingt, dann gibt mir das ein gefühl von überlegenheit
.

Das ist positiv, wenn Du Alternativen findest.


als wäre ich meinen gedanken nicht unterworfen, sondern hätte sowas wie einen willen, was ja rational betrachtet eher keine rolle spielt.

Ein Wille und rational keine Rolle spielend? hm.. verstehe ich nicht ganz, was Du damit meinst.

Auf jeden Fall hast Du selber Dich dann besser unter Kontrolle, wenn ich die vorherigen Sätze sehe, und Du Lösungen für Deine bisherigen Fantasien findest.

c) es gibt da eine hübsche junge dame in meinem jahrgang, die diesbezüglich noch um einiges krasser ist als ich..wenigstens kommt es mir so vor. sie kenne ich seit kanpp..lass mich lügen....6 oder 7 jahren aus der grundschule.


Es kommt Dir so vor? Nun. Was Menschen reden, denken oder tun, können unterschiedliche paar Schuhe sein.

Es gibt diesen Spruch: "Hunde, die bellen, beissen nicht." - das stimmt nicht immer. Schwer zu beurteilen, wie die Dame wirklich ist; aber ich weiß ja auch nur durch Deine Beschreibung von ihr.

d) meine interessen sind in dieser reihenfolge mathematik, kunst, sport...

Die Kunst klingt ja gut - das ist ja vermutlich irgendwas mit Gefühl.

Interessehalber, wenn Du magst, würde mich interessieren, was für eine Art/ Sorte Kunst es ist?

zu deiner vermutung: ich glaube nicht, dass ich zu serienmorden in der lage wäre...klar...von der körperlichen fitness und dem verstand her ja...aber wie ich mich kenne, wäre ich viel zu tollpatschig.

Hmmm..

Ich bilde mir keine Meinung dazu, ob Du sowas ernst meinst, oder gerade nur meine Frage, meinen Anreiz, als eine Art "gefundenes Fressen" für Deine Sichtweise beantwortet hast.

weiter hält mich die liebe zu meinem freund davon ab..du sagtest serienmörder fühlen nicht.

Ja gut, also.. ich korrigiere mich da mal etwas. Serienmörder haben schon empfunden; ich mein, wenn die als Kind verprügelt worden sind, und in den Keller gesperrt worden sind, da sind schon Emotionen hochgekommen...so ist das nicht.

Ich meine es, bezogen auf die Tat an sich.

Oder anders gesagt: Sie fühlen auf einer anderen Ebene, vermutlich.

Wenn jemand eine Tat begeht, dann ist er nicht einfühlsam mit dem Menschen verbunden.

Der Mensch, sein Opfer, bedeutet dem Täter an und für sich wenig.

Der Täter selber hat irgendein Gefühl, welches ihn in seine Gewalt bekommt; zumindest bei einigen Mördern ist es so gewesen, laut Biografie; allerdings will ich das nicht so ausweiten jetzt.

Denn: erstens lenkt es zu sehr ab; ich habe das mit den Mördern nur erwähnt, um deutlich zu machen, dass die von dem Umgang mit sich und den meisten Menschen ein großes Problem haben.

Und in erster Linie ein Problem mit ihrer Gefühlswelt.

meine kindheit war relativ normal...bis auf meine verhaltensweisen eben..aber da war nichts bedenkliches, ich wurde nicht mishandelt- bis auf das eine einzige mal woraufhin ich dann ja auch nicht gewaltfrei bleiben konnte.

Es ist gut, dass Du eine Therapie gewählt hast. Zwischen den geschriebenen Zeilen vermute ich einiges an Gewalt; und auch für Dich ein schlimmes Erlebnis.

aber danach kam gewalt nur im sport vor..also im gegenseitigen einverständnis und nichts wirklich gefährliches.

mhm.

was die zwei optionen angeht...wie ich schon geschrieben habe (und du sicher auch gelesen hast) habe ich mich für den therapeutischen weg entschieden. ich weiß, dass ein solches potential nicht normal und schon garnicht nützlich ist.

ja, wie schon erwähnt. Gut, dass Du an Dir arbeiten willst, nachdem Du dein Gewaltpotenzial erkannt hast.


dann kommen wir mal zu deiner nächsten vermutung... du sagst, ich würde weniger distanziert sein, wenn ich mehr mit anderen sprechen würde...nunja ich spreche sehr viel mit anderen. ich bin sogar sehr beliebt, auch wenn ich den großteil der mir bekannten nicht mag bzw. sie schlichtweg für uninteressant halte. mit dem großteil von ihnen fühle ich mich überhaupt nicht verbunden...die meisten mitschüler sind einfach nur dezent störende objekte, die nunmal unüberwindbar sind, mit denen ich mich also arrangieren muss.


Ich meine, aus dem Herzen heraus mit anderen sprechen; weil Du wirklich Interesse an jemandem hast; nicht, weil Du eine Maske aufsetzt, um in der Gesellschaft evtl. kurzfristig Pluspunkte zu sammeln.

Auf Dauer rechnen sich Lügen nicht; und sind, gegenüber den anderen zugleich auch ein Selbstbeschiss.

dass aggression sich besonders aufbaut, wenn ein thema mich betrifft...das kann ich natürlich bestätigen..wer das abstreitet, der lügt.

ok.

aber sie tauchen eben manchmal wie oben schon gesagt wie aus dem nichts auf..da sieht man mitten in der menschenmenge mal jemanden, der einen asymmetrischen gang hat und schon sind sie da.

ah- okay. Asymmetrischer Gang = Behinderung?

Asymmetrie = Mathematik...

Dann haben wir doch hier eine Möglichkeit = was asoziierst Du mit Ungeradliniegkeit?

Kennst Du das von Dir, aus irgendeinem anderen Zusammenhang; evtl. mit Deinem schlimmen Erlebnis?

Oder wann hast du schonmal damit zu tun gehabt?

Hintergrund: wenn Du selber Zusammenhänge damit herstellen kannst, kannst Du eher nachvollziehen, warum es Dich so rasend macht.

-- Möchtest Du evtl. perfekt sein; und magst Ungeradliniegkeit nicht?

Kannst Du es nicht ertragen, wenn andere Leute etwas anders machen, als Du?

Dann wäre das ein Ausdruck, zum Beispiel auch erklärbar durch Deine Erziehung, die, so scheint es mir, ja sehr geradlinieg-harmonisch verlaufen ist.

Und sobald etwas ungeradlnieg ist, passt das kaum in Deine Warhnehmung; ist Dir ein Dorn im Auge.

Deswegen auch logisch, warum Mathematik Dich ablenken kann; weil es Dir die Möglichkeit der Geradlinigkeit mittels Logik aufzeigt.

Und Du somit Deinem empfundenen "Störfakter" der Ungeradliniegkeit aus dem Weg läufst.

was du dann ansprichst überrascht mich gänzlich....auf diesen gedanken bin ich selbst noch nie gekommen aber dennoch hast du recht, wenn du sagst, dass ich auch mir verbote erteile....in der tat zeige ich anderen in persönlichen gesprächen nichts außer abneigung oder sympathie..je nachdem was vorherrscht.oft genug "belüge" ich sie auch einfach um meine beliebtheit zu steigern...das bedeutet mir an sich nichts- aber ist sehr nützlich, bringt viele vorteile.

Ja. Du setzt Dir eine Maske auf, bist "Ungeradlinig" zu Dir selber, was Deine Ehrlichkeit angeht, und probierst Dir damit Vorteile zu sichern...

aber: sind das wirklich Vorteile für Dich, wenn Du dafür unehrlich sein musst?

Was hält Dich zurück, Du selber zu sein? Mit Ecken und Kanten?

so da haben wir ja schon ne menge...nun zu deiner meinung.
mal abgesehen davon, das sich wohl nie serienmorde "drauf hätte"...ich würde nie alle beseitigen...erstens ist das praktisch unmöglich und zweitens gibt es menschen die mir sympathisch sind...und menschen, die mir einfach nur egal sind...die würden alle verschont.

Nun. Mein Beispiel bezog sich in erster Linie darauf, auszutesten, wie Du darauf reagierst; und ob Du, wenn Du so einen "Vernichtungsgedanken" durchziehst, ob Du selber merkst, wie das wäre... und was Du davon langfristig hättest.

wonach ich mich sehne...in alleiniger anwesenheit meines partners...liebe, geborgenheit..wie du schon sagst...wenn er nicht da ist, dann sehne ich mich im prinzip nach information..mehr wissen. wenn er und andere anwesend sind, dann gibt das eine entsprechende mischung.

Das klingt doch absolut verständlich und logisch, und kein bisschen gestört, wie ich finde.

so...ich nehme mal an, dass das jetzt ziemlich unüberischtlich geworden ist...sorry😱


Schon okay. Ich habe mich an Deinem Text entlang gehangelt.

Lg
 
Ohne, dass ich den Thread ausführlich verfolgt hätte, nur auf dieses Detail antwortend... dass du dich mit deinen Bekannten/Freunden nicht verbunden fühlst, das muss nicht eine individuelle Eigenschaft von dir sein, es kann auch einfach ein Symptom einer Störung sein, einer dissoziativen Störung. Man nennt das dann Derealisationsstörung - es kann einen sehr betrüben, dass man so fühlt... Mein Gegengift ist, mich für jeden meiner Freunde wirklich zu interessieren, zu wissen, was ihn bewegt, seine Geschichte kennen, etc. - wirklich mit Absicht diesen Menschen zu einem unverwechselbaren Individuum machen! Jedenfalls ist es keine persönliche Eigenschaft, sondern eine Folge eines gestört-worden-seins, das wollt ich nur sagen - und dass du dem nicht hilflos ausgeliefert bist. Du hast deinen Verstand um Brücken und Umleitungen zu bauen!
 
Lieber Webster,

Wann Du selber bewusst, einen Wunsch, oder eine Gewaltphantasie im Kopf gehabt hast? So in der Art... ob es Dir innerlich bewusst ist, wann Du das erste Mal klar, so eine Vorstellung, oder ein Gefühl gehabt hattest?

An und für sich ist so ein Seziergedanke, anatomisch gesehen, nichts ungewöhnliches. Es gibt Berufe, wie Ärzte zum Beispiel, da sind Operationen an der Tagesordnung.
Entscheidend ist bei dem Gedanken an den Hund und die Katze eher, was für ein Gefühl Du dabei hattest? Ob Du das genossen hast, wie ein Lebewesen gestorben ist, ob es Dir egal war, oder Du wütend gewesen bist.
Denn je nach Gefühlswelt und innerer Empfindung zu Deinem Erlebnis, lässt sich daraus schon vermuten, wie Du evtl. in Bezug auf Anatomie "tickst".

Du hast also Dein Verhalten erst auf einen bestimmten Menschen gemünzt, und nach und nach erkannt, dass es irgendwie ein bestimmtes Schema bei Dir sein muss, wonach Du dann die Fantasien in den Kopf bekommst.
Das ist, als Ansatzpunkt in einer Therapie und generell schonmal viel Wert; weil... durch dieses bestimmte Schema lässt sich dann ja analysieren, wonach Du vorgehst.
Wäre es zum Beispiel ein ältere Herr, eine junge Frau oder jemand mit einer Behinderung, der automatisch bestimmte Gewaltfantasien in Dir auslöst, dann wäre dort zu schauen...
was genau reizt Dich selber, diesen Menschen in Deinem Kopf Schaden zufügen zu wollen?
Damit meine ich: wenn Dir jemand nicht passt (aber dafür zu Deinem Schema passt), dann möchtest Du ihn "eliminieren" ( ich vermute es jetzt mal so), aber... der Mensch ist dennoch Teil der Welt und der Realität.

Zu schauen wäre dabei:

wofür steht zum Beispiel jmd. der alt, jung, behindert oder sonstwie ist, so dass er in Dein Schema passt?
.
Wenn Du selber gegen bestimmte "Schema-Menschen" etwas hast, dann haben diese Leute auch irgendwas mit Dir zu tun, sonst würdest Du nicht denken "Schema-passt"... und diese Gewaltphantasien im Kopf abfahren.

Um Dich davon lösen zu können, wird es hilfreich sein, Schritt für Schritt durchzuarbeiten ( kann sicherlich sehr tief in Deine eigene Persönlichkeit gehen), woran Dich diese Leute erinnern?
Ob Du jemanden damit in Verbindung bringst, der Dir früher schon auf den Keks ging...
- oder gibt es in diesem Leben (bisher) keinen erkennbaren Bezug für Dich?

Eine Sorte Gefühl, die Dich selber in Besitz nimmt, und Dich scheinbar stark unter Kontrolle hat, wenn ich das so lese.

Es kommt Dir so vor? Nun. Was Menschen reden, denken oder tun, können unterschiedliche paar Schuhe sein.
Es gibt diesen Spruch: "Hunde, die bellen, beissen nicht." - das stimmt nicht immer. Schwer zu beurteilen, wie die Dame wirklich ist; aber ich weiß ja auch nur durch Deine Beschreibung von ihr.

Die Kunst klingt ja gut - das ist ja vermutlich irgendwas mit Gefühl.
Interessehalber, wenn Du magst, würde mich interessieren, was für eine Art/ Sorte Kunst es ist?

Es ist gut, dass Du eine Therapie gewählt hast. Zwischen den geschriebenen Zeilen vermute ich einiges an Gewalt; und auch für Dich ein schlimmes Erlebnis.

Ich meine, aus dem Herzen heraus mit anderen sprechen; weil Du wirklich Interesse an jemandem hast; nicht, weil Du eine Maske aufsetzt, um in der Gesellschaft evtl. kurzfristig Pluspunkte zu sammeln.

Auf Dauer rechnen sich Lügen nicht; und sind, gegenüber den anderen zugleich auch ein Selbstbeschiss.

ah- okay. Asymmetrischer Gang = Behinderung?
Asymmetrie = Mathematik...
Dann haben wir doch hier eine Möglichkeit = was asoziierst Du mit Ungeradliniegkeit?
Kennst Du das von Dir, aus irgendeinem anderen Zusammenhang; evtl. mit Deinem schlimmen Erlebnis?
Oder wann hast du schonmal damit zu tun gehabt?
Hintergrund: wenn Du selber Zusammenhänge damit herstellen kannst, kannst Du eher nachvollziehen, warum es Dich so rasend macht.
-- Möchtest Du evtl. perfekt sein; und magst Ungeradliniegkeit nicht?
Kannst Du es nicht ertragen, wenn andere Leute etwas anders machen, als Du?

Dann wäre das ein Ausdruck, zum Beispiel auch erklärbar durch Deine Erziehung, die, so scheint es mir, ja sehr geradlinieg-harmonisch verlaufen ist.
Und sobald etwas ungeradlnieg ist, passt das kaum in Deine Warhnehmung; ist Dir ein Dorn im Auge.

Deswegen auch logisch, warum Mathematik Dich ablenken kann; weil es Dir die Möglichkeit der Geradlinigkeit mittels Logik aufzeigt.

Und Du somit Deinem empfundenen "Störfakter" der Ungeradliniegkeit aus dem Weg läufst.
Ja. Du setzt Dir eine Maske auf, bist "Ungeradlinig" zu Dir selber, was Deine Ehrlichkeit angeht, und probierst Dir damit Vorteile zu sichern...
aber: sind das wirklich Vorteile für Dich, wenn Du dafür unehrlich sein musst?

Was hält Dich zurück, Du selber zu sein? Mit Ecken und Kanten?

Nun. Mein Beispiel bezog sich in erster Linie darauf, auszutesten, wie Du darauf reagierst; und ob Du, wenn Du so einen "Vernichtungsgedanken" durchziehst, ob Du selber merkst, wie das wäre... und was Du davon langfristig hättest.

Lg
okay dann arbeiten wir uns nochmals druch eine relativ langen text😀. ich muss dir danken, dass du so konstruktive beiträge bringst.

wann habe ich das erste mal bewusst eine gewaltfantasie gehabt...nunja wenn wir den selbstschutz nicht gelten lassen (7. lebensjahr), dann kann ich darauf nicht antworten..das weiß ich einfach nicht.

zur anatomie bzw dem gefühl beim seziergedanken, wie du ihn nennst...da war damals kein gefühl dabei. ich konnte die katze natürlich nicht sezieren..nicht in dem alter. aber mich hat interessiert warum das und das so und so aussieht. natürlich war es schade um das tier aber ich kann mich nicht entsinnen wut oder vergnügen gespürt zu haben. ich glaube es war pure neugier.

da sind wir auch schon bei den personen auf die sich meine fantaien beziehen. dort habe ich grob zwei typen. einmal sind es menschen, die mir ohne grund sofort auffallen. sie scheinen aus der masse herauszustechen- etwas ganz besonderes zu sein...asymmetrischer gang, abgesenkter kopf, blass...das sind menschen die mir sofort ins auge fallen. sie sind akteure der weniger krassen vorstellungen. die die sich eher psychischen attacken ausgesetzt sehen würden. der zweite typ ist für mich deutlich interessanter, weil leichter zu beschreiben. das sind ganz einfach menschen die- so doof es klingt- mir ähnlich sind. also ganz grob beschrieben, junge attraktive,sportliche männer. das finde ich ist schon sehr spezifisch.
ob mir jemand nicht passt spielt eine geringere rolle. wenn jemand eine potentielle gefahr für mich oder meinen rang in meinem sozialen umfeld ist, dann muss er damit rechnen, beideite geschafft zu werden...wenn bisher auch immer "brav" ohne physische gewalt.
es gibt einige menschen, die ich definitiv als kontrahenten bezeichnen muss aber dennoch achte, weil sie ganz einfach logisch argumentieren. sie sind so gut wie nie meine bühnenpüppchen.
der erkennbare bezug wäre eigentlich nur die attraktivität. ich kann mich so bezeichnen, weil ich von anderen oft so bezeichnet werde, was mir den alltag nicht unbedingt erschwert. mein damaliger..naja nennen wir es mal peiniger war nicht hässlich. aber eine andere parallele sehe ich nicht auf anhieb.

die gefühle, die aus den fantasien resultieren beeinflussen und vereinnahmen mich nicht mit konstanter intensität...es gibt tage, da spielen sie keine rolle, es gibt tage, da denk ich kaum an etwas anderes und kann es teilweise genießen einem "gegner" immer und immer wieder zu zeigen, wie unterlegen er doch ist (wobei ich nicht umsonst diesen ironischen ton anschlage...ich sehe was das bedeutet).

gegen die menschen, die ins schema passen habe ich persönlich nichteinmal was. bei manchen reicht die reine optik, die art sich zu bewegen...wenn sie mit mir sprechen gibt es drei szenarien. das häufigste ist, dass ich sie unsympathisch finde und dann fest einbaue...es sei denn ich weiß von vornherein, dass ich sie eh nie wieder sehen werde..dann bleiben sie nicht lang im kopf..dann sind sie eine sache von stunden oder höchsten zwei drei tagen. sind sie mir sympathisch, so geraten sie nur selten ins scheinwerferlicht, es sei denn ich sehe sie eh nie wieder..dann sind sie dabei. zumindest hin und wieder. die dritte option tritt auf, wenn ich grade entsprechende fantasien habe und diese person spricht mit mir und während des gesprächs spiele ich szenarien und ideen durch, stimme sie auf ihn ab. die werden hinterher verworfen, weil sie sich alle als unerfüllbar identifizieren lassen.

zu der anderen süßen: ja es kommt mir so vor...ob es tatsächlich so ist vermag ich nicht zu beurteilen... sie hat zumindest kein problem mit dem töten von tieren (gut hab ich moralisch auch nicht im geringsten, aber mich hindert, dass es mir so garnichts gibt). sie scheint auch einen gewissen hang zur nekrophilie zu haben...sexualität kann ich auch in meinen perversesten abgründen nicht mit tod oder schmerz verbinden. gewalt hat bei ihr nach ihren eigenen aussagen auch shcon hin und wieder eine rolle gespielt- sowohl als opfer als auch als täterin. beispielsweise hatte sie einen wangenknochenbruch ihrer mutter zu verantworten.

zur erholung vom ganzen getippe also die kunst. dort betätige ich mich in allem, was mir ästhetisch erscheint. malerei..gerade der halbakt (also die ästhetische darstellung des körpers ohne sexualbezug) und die abstrakte malerei haben es mir angetan. direkt dahinter rangiert die fotografie der ganz normalen perversion...zum beispiel die abgründe der großstadt bei nacht. oft bin ich nacht draußen und lichte ab, was das ausdrücken kann.

weiter zum schlimmen erlebnis, wie du es bezeichnest. ich fand es wohl nicht so prickelnd tagelang nackt einem erwachsenen mann ausgeliefert zu sein, der es tierisch geil fand sich immer wieder auf einen zu packen, sodass man keine luft bekam, alle paar stundne gewürgt zu werden, schnittwunden fand er auch wahnsinnig faszinierend. aber ich weiß nicht inwiefern das relevant ist.

aus interesse spreche ich mit anderen persönlich, wenn es um wissenschaft geht. an einer person interessiert mich nichts, solange ich diese person nicht als sympathisch bewertet habe. dann sieht es schon anders aus. dann interessieren mich auch mal ihre probleme, was nicht bedeutet, dass sie soetwas wie mitleid von mir zu erwarten haben- aber natürlich bekommen sie das wenigstens vorgespielt...das ist ja, was sie wollen. lügen scheint mir eine normale sache zu sein. sie sind in einigen fällen ganz einfach nützlich, wenn auch nur für beschränkte zeit...aber die reicht ja aus. soziale kontakte sind bei mir selten von dauer. die meisten menschen bezaubere ich mit meiner anwesenheit *hust*, solange es mir etwas bringt oder es mir ganz einfach beschäftigung bringt. wenn sie uninteressant werden, dann wird gewechselt und sie merken es nichteinmal. außnahmen gibt es. da wäre mein partner und noch eine weitere person.

asymmetrischer gang war nur ein beispiel. es gibt zahlreiche beispiele. dieser gang ist für mich einfach ein zeichen für angreifbarkeit. klar macht es mehr spaß einen selbstbewussten und obendrein vielleicht noch intelligenten und vorlauten menschen zu brechen aber so als kleine happen zwischendurch langen sie allemal...hier gibt es aber eine klare grenze. kinder, frauen, behindert(die dadurch eingeschränkt werden) haben eine art schutz- immunität. genauso wie alte menschen. sie kommen mir so vor als wären sie wehrlos und da verliert alles seinen reiz. was kinder angeht..da bekomme ich sogar skrupel. sie sind für mich heiligtümer. sie dürfen nicht angetastet werden. weder verbal noch sonst irgendwie. das sind soziemlich die einzigen situationen in denen ich die fassung verliere..wenn kinder dran sind. wenn ich eine junge mutter sehe, die mit ihrem kind vollkommen überfordert ist und es anbrüllt, statt sich hilfe zu hohlen...da krieg ich ne absolute krise. aber auch die frau genießt dann immunität...ich weiß, dass frauen nicht wehrlos sind. in vielem sind sie männern überlegen, aber sie passen einfach überhaupt nicht ins schema.
natürlich möchte ich nach meinen maßstäben perfekt sein und ich lege meine maßstäbe auch bei anderen an.mag sein, dass das nicht effektiv ist aber das ist meine herangehensweise. dass ich menschen verabscheue, die anders sidn als ich, kann ich überhaupt nicht bestätigen. mulitkultur finde ich äußerst gewinnbringend. ich führe keine bewertung durch. der wert jedes menschen ist bei mir gleich. auch die, die ich spielen lasse, haben bei mir den gleichen wert, wie alle anderen auch. heißt wohl, dass dieser wert nicht sonderlich hoch ist. zumidnest nicht nach meinem menschenbild.
wenn sie einfach nur ein anderes verhalten haben als ich, bezeichne ich das i.d.r. als normal. schließlich bin ich der abweichende.

ungeradliniges ist mir kein dorn im auge...ich hass ees nicht, es fällt mir nur auf. auf meinen tisch hat der 6b bleistift immer ganz recht zu liegen. linsk daneben 4b, dann 2h, dann 2b und dann 6h. die zeichenkohle in einer 6cm x8 cm x 2cm transparenten plastikschachtel im rechten winkel zu den bleistifen mit der unteren linken ecke abschlüssig mit der spitze des 2b stiftes usw. was das angeht ist geradelinigkeit etwas schönes für mich. aber auf den bildern z.b. ...da will ich keine geraden sachen..die sidn dort viel zu langweilig. wenn es mir optisch nicht misfällt, warum sollte ich dann generell etwas gegen ungeradlinigkeit haben?

die liebe zur mathematik betrachte ich nicht als konsequenz aus dem bedürfnis des erkennens mithilfe von klaren strukturen, sondern umgekehrt. laut aussage meiner mutter konnte früher kein mensch großartig mit mir spielen..ich wa rangeblich immer nur am zählen und an den ersten kleinen rechnungen, auch wenn ich die da noch nicht mit der korrekten symbolik durchgeführt habe..einige der blätter gibt es noch.

was sind meine vorteile, wenn ich für sie unehrlich sein muss...mit unehrlichkeit habe ich meist kein problem. ich weiß nicht was dagegen spricht. sie funktioniert. und sie sichert mir meine stellung im momentanen umfeld. sie hat es so unglaublich einfach gemacht, stellvertretender schulsprecher zu werden. sie sorgt dafür, dass so viele so viel auf mein wort geben. so viele denken so und so über das und das, weil ich es ihnen sozusagen beibringen konnte. mit ehrlichkeit wäre mir das wohl nicht gelungen...ein versuch mag es vielleicht wert sein. ich lüge ja auch nicht dauernd, sondern eben genau dann, wenn es nützlich ist...wenn das aufwand-nutzen-verhältnis stimmt. dafür jagen im kopf recht schnell kleine pro-contra-listen durch.

was hält mich zurück, ich selbst zu sein...ähm...was? das kann ich beim besten willen nicht beantworten. was wär ich schon ohne diese ganzen verhaltensweisen? ein unbedeutendes, angreifbares individuum, wie so viele es in meinem näheren umfeld sind. angreifbarkeit ist kein zustand, den ich ertragen kann.

zum letzen punkt: was heißt einen vernichtungsgedanken "durchziehen". meinst du, wenn ich tatsächlich mal dumm genug sein sollte,eine fantasie in die tat umzusetzen? das würde mir erstmal genugtuung bringen. wie es auf psychisch-emotionaler ebene auch passiert,denke ich. und dann käme die fantasie daher um sich mit der realität zu vergleichen und festzustellen, dass sie soviel besser ist...ich glaube ich würde dann bei ihr bleiben...denn sie wäre ja viel spannender (?!)
 
Ohne, dass ich den Thread ausführlich verfolgt hätte, nur auf dieses Detail antwortend... dass du dich mit deinen Bekannten/Freunden nicht verbunden fühlst, das muss nicht eine individuelle Eigenschaft von dir sein, es kann auch einfach ein Symptom einer Störung sein, einer dissoziativen Störung. Man nennt das dann Derealisationsstörung - es kann einen sehr betrüben, dass man so fühlt... Mein Gegengift ist, mich für jeden meiner Freunde wirklich zu interessieren, zu wissen, was ihn bewegt, seine Geschichte kennen, etc. - wirklich mit Absicht diesen Menschen zu einem unverwechselbaren Individuum machen! Jedenfalls ist es keine persönliche Eigenschaft, sondern eine Folge eines gestört-worden-seins, das wollt ich nur sagen - und dass du dem nicht hilflos ausgeliefert bist. Du hast deinen Verstand um Brücken und Umleitungen zu bauen!
dann dürfte es doch überhaupt niemanden geben, mit dem ich mich verbunden fühle. da sist aber nicht der fall.
 

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