hallo webster,
jetzt habe ich mir mal die mühe gemacht und sämtliche beiträge deiner thematik
durchgelesen. ich selber habe jahrelangen missbrauch mit einer versuchten vergewaltigung sowie mobbing uvm. hinter mir und habe vor knapp 3 jahren plötzlich gewaltfanatasien in form von amok- und mordgedanken bekommen und musste vor kurzem sogar angst haben, dass ich dank des missbrauchs vermeintlich auf kinder stehe! das war einfach die hölle! ich dachte, mein leben ist zu ende!
ich war sogar in der charite´in berlin und dort hat man mir mitgeteilt, dass ich trotz allem auf männer stehe!
leider ist es so, dass menschen, die missbrauch erlebt haben, in bestimmten fällen das problem bekomme, im laufe ihres lebens selbst vom opfer zum täter werden.
der begriff -pädophilie- wird bei dieser thematik falsch verwendet, denn dieser begriff soll aus dem griechischen abstammen und übersetzt -die lieb zum kind- bedeuten. es gibt mitterweile eine andere begriffsbezeichung hierfür.
ich selber habe dann auch hinter diesen psychischen schaden geschaut und festestellen müssen unter anderem war es so, dass, immer wenn ich ein kind gesehen habe, ich den namen, des mannes, der mich damals missbrauch hat,
plötzlich im kopf hatte. heute weiß ich, dass es aggressionen gegen kinder gewesen sind, weil ich eben in meiner kindheit von einem gleichaltrigen missbraucht und von vielen in meinem alter gemobbt wurde.
irgendwann habe ich mir gesagt, dass diese psychischen schäden nach meiner besagten lebenserfahrung leider logische konseuquenz sind, ich aber keine lust habe, für das fehlverhalten anderer gerade stehen zu müssen. ich kann doch das, was ich in meiner kindheit erlebt habe, nicht mehr ändern! außerdem haben mir wildfremde menschen nichts getan, zu mal ich gewalt aufs schärfste verabscheue, und ich daher immer versuche, meine augenmerk auf die menschen zu richten, denen ich dieses leid zu verdanken habe.
ganz schlimm waren meine aggressionen während meines zweiten krankenhaus-aufenthaltes. nachts hatte ich oft das gefühl, dass mich meine psyche dazu bringen wollte, meiner zimmernachbarin zu verprügeln oder gar umzubringen.
ich bin sogar einmal voller mordgedanken -und gefühle durch den ort gelaufen und dachte, das hört nie auf bzw. ich kann das kh niemals mehr verlassen.
heute weiß ich, dass dieser stationäre aufenthalt einfach zui viel für mich war.
die psyche braucht auch mal ruhe, daher solltest du dir beim niederschreiben deiner fantasien auch grenzen setzen, damit es dir nicht zu viel wird. ich war noch nie freund von gewalt und daher vermeide ich heute um so mehr alles was mit gewalt zu tun hat und reagiere sehr empfindlich darauf. allein schon, wenn mich jemand aus spaß haut oder anmotzt, gebe ich mir ein -stopp-, in dem ich sage, dass möchte ich nicht.
wenn man weiß, woher dieses gedankengut resultiert, ist es einfacher damit umzugehen und ich habe auch das glück, dass meine psyche mich insofern unterstützt, dass sie vieles blockiert.
ich habe mal gehört, dass frauen mit gewalt anders umgehen als männer,
aber wenn du schreibst, dass du schon im kindesalter so warst bzw. vor
deinen schlimmen erfahrungen, dann stelle ich mir die frage, und die bitte ich
mit vorsicht zu genießen, weil ich mich damit nicht auskenne, ob aggressionen nicht vererbbar sind. soweit ich weiß, sind depressionen vererbbar, warum nicht auch aggresionen?
alles liebe!