Hi Webster,
puh... ich glaube, ich komme langsam an meine Grenzen, darauf noch adäquat antworten zu können; aber ich probiere es nochmal:
okay dann arbeiten wir uns nochmals druch eine relativ langen text😀. ich muss dir danken, dass du so konstruktive beiträge bringst.
wann habe ich das erste mal bewusst eine gewaltfantasie gehabt...nunja wenn wir den selbstschutz nicht gelten lassen (7. lebensjahr), dann kann ich darauf nicht antworten..das weiß ich einfach nicht.
Möglich, dass es Dir nicht klar ist, oder vielleicht hast Du es sogar verdrängt - reine Vermutung von mir.
zur anatomie bzw dem gefühl beim seziergedanken, wie du ihn nennst...da war damals kein gefühl dabei. ich konnte die katze natürlich nicht sezieren..nicht in dem alter. aber mich hat interessiert warum das und das so und so aussieht. natürlich war es schade um das tier aber ich kann mich nicht entsinnen wut oder vergnügen gespürt zu haben. ich glaube es war pure neugier.
Ja. Das ist wohl ziemlich normal, neugierig zu sein.
da sind wir auch schon bei den personen auf die sich meine fantaien beziehen. dort habe ich grob zwei typen. einmal sind es menschen, die mir ohne grund sofort auffallen. sie scheinen aus der masse herauszustechen- etwas ganz besonderes zu sein...asymmetrischer gang, abgesenkter kopf, blass...das sind menschen die mir sofort ins auge fallen. sie sind akteure der weniger krassen vorstellungen. die die sich eher psychischen attacken ausgesetzt sehen würden.
Jemand strahlt Schwäche aus, und Du möchtest ihn dominieren. Verbal.
Ist in der Tierwelt nichts ungewöhnliches; das sich die starken Tiere oft den Schwachen stellen;
beim Menschen, bei Dir: das sind ja keine gleichwertigen Gesprächspartner, oder?
Weswegen brauchst Du evtl. das Gefühl von Macht, wenn Du verbal die "alle" machen möchtest, könntest Du dich z.B fragen.
der zweite typ ist für mich deutlich interessanter, weil leichter zu beschreiben. das sind ganz einfach menschen die- so doof es klingt- mir ähnlich sind.
so doof klingt es nicht. Ich schrieb vorher ja, dass jeder Mensch im Leben gespiegelt bekommt, was er ausstrahlt. Und wenn Du "zufällig" Dich in ähnlicher Form wiederfindest, dann ist das schon bemerkenswert und deutlich.
also ganz grob beschrieben, junge attraktive,sportliche männer. das finde ich ist schon sehr spezifisch.
mhm.
ob mir jemand nicht passt spielt eine geringere rolle. wenn jemand eine potentielle gefahr für mich oder meinen rang in meinem sozialen umfeld ist, dann muss er damit rechnen, beideite geschafft zu werden...wenn bisher auch immer "brav" ohne physische gewalt.
wieder das Dominanz-verhalten. Egal ob wie beim Typ 1, auch hier bei dem "ähnlichen"-Typ von Dir - auch dominieren, bzw. beseite schaffen.
es gibt einige menschen, die ich definitiv als kontrahenten bezeichnen muss aber dennoch achte, weil sie ganz einfach logisch argumentieren. sie sind so gut wie nie meine bühnenpüppchen.
okay. Die Trennung zwischen dem Typ1, Typ2 verstehe ich. Das hier mit den Kontrahenten scheint mir eine Art "Zwischentyp" zu sein - kann ich nicht ganz einsortieren, wie es gemeint ist.
der erkennbare bezug wäre eigentlich nur die attraktivität. ich kann mich so bezeichnen, weil ich von anderen oft so bezeichnet werde, was mir den alltag nicht unbedingt erschwert. mein damaliger..naja nennen wir es mal peiniger war nicht hässlich. aber eine andere parallele sehe ich nicht auf anhieb.
Peiniger... okay - die einzige Parallele, die ich gerade sehe, neben der "nicht-hässlich"sein, ist wie bei Dir ( in Deinen Gedanken) das Dominanzverhalten; also Dich zu unterdrücken, bzw. "beiseite" zu schaffen.
die gefühle, die aus den fantasien resultieren beeinflussen und vereinnahmen mich nicht mit konstanter intensität...es gibt tage, da spielen sie keine rolle, es gibt tage, da denk ich kaum an etwas anderes und kann es teilweise genießen einem "gegner" immer und immer wieder zu zeigen, wie unterlegen er doch ist (wobei ich nicht umsonst diesen ironischen ton anschlage...ich sehe was das bedeutet).
Du scheinst es zu brauchen, Dich in irgendeiner Form gegenüber den anderen zu beweisen, oder durchzusetzen, bzw. sie zu unterdrücken.
Darauf komme ich, weil sich Dein Inhalt in Deinen Aussagen immer wieder auf das Thema "Dominanz" bezieht, in Form von "beiseite schaffen" , "verbal" oder in Form einer gedanklichen Fantasie. Und auch Dein Peiniger hat Dich dominiert. Das deckt sich alles bisher miteinander.
gegen die menschen, die ins schema passen habe ich persönlich nichteinmal was. bei manchen reicht die reine optik, die art sich zu bewegen...wenn sie mit mir sprechen gibt es drei szenarien. das häufigste ist, dass ich sie unsympathisch finde und dann fest einbaue...
Hat sich Dein Peiniger evtl. asymmetrisch bewegt? Was genau findest Du unsympathisch an den anderen Menschen?
( schwere Frage, weil Sympathie/Antipathie innerhalb von Sekunden entschieden werden)
Aber: wenn Du die Frage beantworten kannst; ob das Optik, die Art zu sprechen, die Gestik, die Mimik oder etwas anderes ist, dann hast Du wieder einen tieferen Zusammenhang, bzw. Grund, woran Du weiter arbeiten, weiter (tiefer) schauen kannst.
es sei denn ich weiß von vornherein, dass ich sie eh nie wieder sehen werde..dann bleiben sie nicht lang im kopf..dann sind sie eine sache von stunden oder höchsten zwei drei tagen. sind sie mir sympathisch, so geraten sie nur selten ins scheinwerferlicht, es sei denn ich sehe sie eh nie wieder..dann sind sie dabei.
Das klingt so, als ob Dein Unterbewusstsein irgendwas mit den unbekannten Menschen in Verbindung bringt; aber was das genau ist, kann ich aus Deinen bisherigen Ausführungen nicht herauslesen.
zumindest hin und wieder. die dritte option tritt auf, wenn ich grade entsprechende fantasien habe und diese person spricht mit mir und während des gesprächs spiele ich szenarien und ideen durch, stimme sie auf ihn ab. die werden hinterher verworfen, weil sie sich alle als unerfüllbar identifizieren lassen.
Klingt ziemlich heftig. Während Du vermutlich eine Maske aufziehst, und unecht sprichst, beurteilst Du die andere Person, und schaust, was Du ihm/ ihr antun könntest.
Finde an der Stelle gut, dass Du nach wie vor die Therapie bald beginnen wirst.
zu der anderen süßen: ja es kommt mir so vor...ob es tatsächlich so ist vermag ich nicht zu beurteilen... sie hat zumindest kein problem mit dem töten von tieren (gut hab ich moralisch auch nicht im geringsten, aber mich hindert, dass es mir so garnichts gibt). sie scheint auch einen gewissen hang zur nekrophilie zu haben...sexualität kann ich auch in meinen perversesten abgründen nicht mit tod oder schmerz verbinden.
ziemlich heftig. Es scheint mir als Vermutung so zu sein, als ob ein Teil Deiner Freundin/Bekannten sich in den Tod/ das Sterben verliebt hat.
Manche Menschen stehen z.B extrem auf Sado-Maso, weil sie als Kind extrem verprügelt worden sind, und sonst keine Liebe und Aufmerksamkeit erhalten haben.
Der Bezug zu Sado-Maso entwickelte sich z.B. dadurch, dass diese Menschen als Kinder erlernt haben, dass sie durch Schläge Aufmerksamkeit der Eltern bekommen haben - das haben sie sich geistig verinnerlicht, und fahren deswegen auf diese Form der Sexualtität total ab.
gewalt hat bei ihr nach ihren eigenen aussagen auch shcon hin und wieder eine rolle gespielt- sowohl als opfer als auch als täterin. beispielsweise hatte sie einen wangenknochenbruch ihrer mutter zu verantworten.
Ja. Das ist heftig. Passt aber generell dann dazu, dass sie einen starken Hang zur Gewalt, und zum Töten hat; weil sie es bisher so erlebt hat, und durch ihr Erleben sich ihre Sichtweise in Richtung Gewalt geprägt hat.
zur erholung vom ganzen getippe also die kunst. dort betätige ich mich in allem, was mir ästhetisch erscheint. malerei..gerade der halbakt (also die ästhetische darstellung des körpers ohne sexualbezug) und die abstrakte malerei haben es mir angetan. direkt dahinter rangiert die fotografie der ganz normalen perversion...zum beispiel die abgründe der großstadt bei nacht. oft bin ich nacht draußen und lichte ab, was das ausdrücken kann.
Das klingt ja soweit echt spannend. Und sicherlich echt ein supernormales Hobby; ohne das jetzt weiter deuten zu wollen.
weiter zum schlimmen erlebnis, wie du es bezeichnest. ich fand es wohl nicht so prickelnd tagelang nackt einem erwachsenen mann ausgeliefert zu sein, der es tierisch geil fand sich immer wieder auf einen zu packen, sodass man keine luft bekam, alle paar stundne gewürgt zu werden, schnittwunden fand er auch wahnsinnig faszinierend. aber ich weiß nicht inwiefern das relevant ist.
Oh Du meine Güte. Respekt vor Deinem Mut, das hier zu schreiben; naja... wenn es viele andere lesen, vielleicht kann es ihnen auch helfen, was so allgemein an Antworten zu Deiner Situation kommt.
Inwieweit das relevant ist?
Nun. Es gibt Menschen, die nachtragend sind. Ich war eine zeitlang auch sehr nachtragend. Ich wusste ziemlich gut, wer mir wann etwas angetan hatte; im Sinne von schlechtem Verhalten.
Dich völlig ausgeliefert zu fühlen, gewalttätig verletzt zu werden... das ist ein Trauma, was Du erlebt hast.
Das sitzt ziemlich tief. Du hast vermutlich, verständlicherweise, eine Scheisswut.... und die möchte irgendwie raus... die möchte Luft haben - die möchte Erklärungen und Ausdrucksmöglichkeiten haben.
Dadurch, dass Du dieses Trauma noch nicht richtig verarbeitet hast, kommen solche Gewaltfantasien in Deinen Kopf.
Dein Peiniger hat Dir Gewalt angetan; und Du möchtest es bei manchen Menschen, die bestimmte Schemata erfüllen, auch gerne (gedanklich) tun, um irgendwie zu verstehen, was in dem kranken Peiniger von Dir vorgegangen ist.
Es fällt Dir schwer, diesen Peiniger wahrscheinlich wirklich zu verstehen.
Vermutlich hat er selber extreme Probleme mit seiner Gefühlswelt gehabt.
Schnittwunden zuzufügen, aus blosser Lust... das spricht dafür, dass er erst das Leid anderer Menschen sehen muss, und hören muss, um dann durch den "Spiegel" der Aussenwelt in Form seiner Opfer, seine eigene Lebendigkeit, seine eigenen Empfindungen fühlen zu können.
Das ist ziemlich krank. Das zeigt, wie weit er von seiner persönlichen Gefühlswelt entfernt ist.
aus interesse spreche ich mit anderen persönlich, wenn es um wissenschaft geht. an einer person interessiert mich nichts, solange ich diese person nicht als sympathisch bewertet habe. dann sieht es schon anders aus. dann interessieren mich auch mal ihre probleme, was nicht bedeutet, dass sie soetwas wie mitleid von mir zu erwarten haben- aber natürlich bekommen sie das wenigstens vorgespielt...
Meine persönliche Meinung dazu:
Es ist natürlich Deine Entscheidung, wie Du dich anderen gegenüber verhälst. Aber ich persönlich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, wenn ich anderen etwas vorspiele, passiert es auch schonmal, dass mir andere ebenfalls etwas vorspielen.
Menschen spüren oft, ohne dass sie es in Worte fassen können, ob jemand eher offen und ehrlich ist, oder ob es unklar/ fragwürdig bei jemand anderem ist. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung, was das Thema "anderen etwas vorspielen" angeht.
das ist ja, was sie wollen. lügen scheint mir eine normale sache zu sein. sie sind in einigen fällen ganz einfach nützlich, wenn auch nur für beschränkte zeit...aber die reicht ja aus. soziale kontakte sind bei mir selten von dauer.
Du könntest Dich fragen, warum das so ist, und ob es Dir recht wäre, wenn Du soziale Kontakte längerfristig halten könntest?
Meine Vermutung dazu: das hat etwas mit dem vorspielen zu tun. Mit dem Unecht sein. Weil unecht sein, hält für einige Zeit. Aber danach wird es Deiner Seele zu anstrengend, oder dem Gegenüber von Dir, so dass beiderseits die Ehrlichkeit wieder die Oberhand gegenüber der Unehrlichkeit bekommt.
die meisten menschen bezaubere ich mit meiner anwesenheit *hust*, solange es mir etwas bringt oder es mir ganz einfach beschäftigung bringt. wenn sie uninteressant werden, dann wird gewechselt und sie merken es nichteinmal. außnahmen gibt es. da wäre mein partner und noch eine weitere person.
Hm. Du scheinst dieses Verstellen ja gut gelernt, bzw. perfektioniert zu haben - die Frage ist nur; fühlst Du dich selber damit wirklich glücklich? Oder wäre es angenehmer offener zu sein?
Wahrscheinlich auch schwer zu beantworten, nur es geht ja darum, Dir eine mögliche Vorstellung zu zeigen, dass es auch anders gehen kann. Und dann Dich evtl. damit gedanklich beschäftigen zu lassen.
asymmetrischer gang war nur ein beispiel. es gibt zahlreiche beispiele. dieser gang ist für mich einfach ein zeichen für angreifbarkeit. klar macht es mehr spaß einen selbstbewussten und obendrein vielleicht noch intelligenten und vorlauten menschen zu brechen aber so als kleine happen zwischendurch langen sie allemal...hier gibt es aber eine klare grenze. kinder, frauen, behindert(die dadurch eingeschränkt werden) haben eine art schutz- immunität.
okay. Weil sie selber vielleicht verletzbar/ dominierbar/ wehrlos sind?
genauso wie alte menschen. sie kommen mir so vor als wären sie wehrlos und da verliert alles seinen reiz.
Ja. Das erinnert an Deine Situation mit dem Peiniger. Du kannst schlecht jemanden mies behandeln, der schon von seiner Ausgangssituation Ähnlichkeiten aufweist, zu Deiner ehemaligen Situaiton.
Das würde Deiner Seele keinen Ausdruck von der Wut und der erlebten Demütigung verleihen, sondern Dich tiefer in den Sumpf innerer Unklarheit reissen, wenn Du ein bereits erkennbares Opfer nochmal fesselst- da ist nun selbst bei extremen Vorstellungen keinerlei Reiz mehr, vermutlich für Dich.
was kinder angeht..da bekomme ich sogar skrupel. sie sind für mich heiligtümer. sie dürfen nicht angetastet werden. weder verbal noch sonst irgendwie.
Ebenfalls die Verletzlichkeit. Also alle genannten Gruppen sind mehr oder weniger stark schon ähnlich in ihrer Ausgangssituation "Opfer"; also wirst Du daran keinen Reiz verspüren können.
das sind soziemlich die einzigen situationen in denen ich die fassung verliere..wenn kinder dran sind. wenn ich eine junge mutter sehe, die mit ihrem kind vollkommen überfordert ist und es anbrüllt, statt sich hilfe zu hohlen...da krieg ich ne absolute krise. aber auch die frau genießt dann immunität...ich weiß, dass frauen nicht wehrlos sind. in vielem sind sie männern überlegen, aber sie passen einfach überhaupt nicht ins schema.
Ja. Es war ja ein männlicher Peiniger.
natürlich möchte ich nach meinen maßstäben perfekt sein und ich lege meine maßstäbe auch bei anderen an.
Perfekt sein zu wollen... damit setzt Du dich selber, und andere ebenfalls unter Druck. Perfekt heisst: Du willst etwas, was es nicht gibt.
Denn jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Willst Du nur die von Dir erkannten Stärken, so musst Du einen hohen Preis dafür zahlen.
Ein Preis dafür ist: die Maske der Verstellung aufzusetzen.
Der andere Preis: Du akzeptierst Dich selber nicht so wie Du bist, und die meisten Menschen in Deinem Umfeld auch nicht, da sie in Deinen Augen Deinen perfektionistischen Ansprüchen nicht gerecht werden - wie auch... sie selber sehen sich vermutlich anders.
mag sein, dass das nicht effektiv ist aber das ist meine herangehensweise. dass ich menschen verabscheue, die anders sidn als ich, kann ich überhaupt nicht bestätigen.
Tja. dann ist die Frage, wie Du es bei Dir siehst... wenn Du die Perfektionsmaßstäbe bei anderen anlegst, und obendrein sagst, dass die meisten sozialen Kontakte nur von kurzer Dauer bei Dir sind.
Wie passt das Deiner Meinung nach denn sonst zusammen? Ein reiner "Zufall"? Ein "Wink" des Schicksals? Eine Fügung? Nichts, was Du selber beeinflussen könntest?
mulitkultur finde ich äußerst gewinnbringend. ich führe keine bewertung durch. der wert jedes menschen ist bei mir gleich. auch die, die ich spielen lasse, haben bei mir den gleichen wert, wie alle anderen auch. heißt wohl, dass dieser wert nicht sonderlich hoch ist. zumidnest nicht nach meinem menschenbild.
wenn sie einfach nur ein anderes verhalten haben als ich, bezeichne ich das i.d.r. als normal. schließlich bin ich der abweichende.
okay. Das klingt doch super alles in allem.
ungeradliniges ist mir kein dorn im auge...ich hass ees nicht, es fällt mir nur auf. auf meinen tisch hat der 6b bleistift immer ganz recht zu liegen. linsk daneben 4b, dann 2h, dann 2b und dann 6h. die zeichenkohle in einer 6cm x8 cm x 2cm transparenten plastikschachtel im rechten winkel zu den bleistifen mit der unteren linken ecke abschlüssig mit der spitze des 2b stiftes usw. was das angeht ist geradelinigkeit etwas schönes für mich. aber auf den bildern z.b. ...da will ich keine geraden sachen..die sidn dort viel zu langweilig. wenn es mir optisch nicht misfällt, warum sollte ich dann generell etwas gegen ungeradlinigkeit haben?
Ich meinte es bezogen, speziell auf den asymmetrischen Gang. Der ist ja nun auffällig. Und weil eine bestimmte Sichtweise im Leben; ob auf der privaten oder beruflichen Ebene auch in allen anderen Bereichen Auswirkungen hat, habe ich gerade dieses Thema der Ungeradlinigkeit angesprochen.
die liebe zur mathematik betrachte ich nicht als konsequenz aus dem bedürfnis des erkennens mithilfe von klaren strukturen, sondern umgekehrt. laut aussage meiner mutter konnte früher kein mensch großartig mit mir spielen..ich wa rangeblich immer nur am zählen und an den ersten kleinen rechnungen, auch wenn ich die da noch nicht mit der korrekten symbolik durchgeführt habe..einige der blätter gibt es noch.
Aha. Also bist Du in Dich vertieft gewesen. Die Ursachen dafür, können vermutlich wieder mit dem Trauma in Verbindung gebracht sein. Das Du dich von der Aussenwelt somit isoliert hast. Was ich als nachvollziehbar ansehe.
was sind meine vorteile, wenn ich für sie unehrlich sein muss...mit unehrlichkeit habe ich meist kein problem.
Nun. Hast Du dann mit Ehrlichkeit ein Problem?
Dann sollte ich Dich hier lieber anlügen? 😉
ich weiß nicht was dagegen spricht.
Es sprechen evtl. die kurzen sozialen Bindungen dagegen. Und das Du dich selber nicht so annehmen kannst, wie Du bist.
Aber: wenn Du Unehrlichkeit magst, dann ist das im Moment Dein Weg unehrlich zu Dir und zu anderen zu sein. Manchmal braucht das eben seine Zeit - manche Menschen bleiben das auch ein Leben lang.
Jeder Mensch eben so, wie er sich sehen will, und gesehen werden will.
sie funktioniert. und sie sichert mir meine stellung im momentanen umfeld. sie hat es so unglaublich einfach gemacht, stellvertretender schulsprecher zu werden. sie sorgt dafür, dass so viele so viel auf mein wort geben.
Hast Du Angst, wenn Du Ehrlich wärst, dass die anderen Menschen Dir keine Beachtung und Anerkennung mehr schenken würden/ könnten?
so viele denken so und so über das und das, weil ich es ihnen sozusagen beibringen konnte. mit ehrlichkeit wäre mir das wohl nicht gelungen...
Hast Du es denn mal mit Ehrlichkeit probiert, oder ist das nur eine Vermutung von Dir?
ein versuch mag es vielleicht wert sein.
ah. okay.
ich lüge ja auch nicht dauernd, sondern eben genau dann, wenn es nützlich ist...wenn das aufwand-nutzen-verhältnis stimmt. dafür jagen im kopf recht schnell kleine pro-contra-listen durch.
Dann bist Du in dem Punkt berechnend; aber wie fühlt es sich an?
Wahrscheinlich fühlst Du da nichts...oder Doch? Ich stelle mir vor, es soll nach Aussen perfekt sein... deswegen schnell analysieren..
aber innerlich? Das ist die Frage, wie sich das anfühlt für Dich.
was hält mich zurück, ich selbst zu sein...ähm...was? das kann ich beim besten willen nicht beantworten. was wär ich schon ohne diese ganzen verhaltensweisen? ein unbedeutendes, angreifbares individuum, wie so viele es in meinem näheren umfeld sind. angreifbarkeit ist kein zustand, den ich ertragen kann.
Dann ist das Deine Angst. Du hast Angst, Du könntest verletzt werden - hat sich Deine Maske bisher als wasserdicht erwiesen? Oder ist da auch mal Wasser reingelaufen, und Du bist verletzt und angreifbar gewesen?
Es ist natürlich klar, dass Dein Verstand Dir eine andere Geschichte erzählen will, dass Dein Verhalten gut so ist, wie es ist.
Aber: wie schon gesagt. Es ist Deine Sache, was Du damit machst. Vielleicht ist das für Dich absolut okay, wenn Du lügst - nur: dann verstehe ich den Sinn (provokativ gesagt) nicht, oder kaum, weswegen Du in ein Forum schreibst, wenn Lügen für Dich okay ist, auf Dauer gesehen.
Mir scheint es eher so zu sein, dass eben Dein Inneres sich verändern möchte, aber Angst vor der Veränderung hat - Du könntest z.B. Dein "Gesicht" verlieren...oder so ähnlich.
Aber: was ist das für ein Gesicht? Dein Gesicht, oder nur Deine Maske? Das ist die große Frage.
Und ich sage: es ist nur Deine Maske, mit der Du so vertraut bist, dass Du glaubst, sie wäre Dein echtes Gesicht.
zum letzen punkt: was heißt einen vernichtungsgedanken "durchziehen". meinst du, wenn ich tatsächlich mal dumm genug sein sollte,eine fantasie in die tat umzusetzen? das würde mir erstmal genugtuung bringen. wie es auf psychisch-emotionaler ebene auch passiert,denke ich. und dann käme die fantasie daher um sich mit der realität zu vergleichen und festzustellen, dass sie soviel besser ist...ich glaube ich würde dann bei ihr bleiben...denn sie wäre ja viel spannender (?!)
Also traust Du dir zu, Dich nicht mehr unter Kontrolle zu haben, wenn Du den Fantasien freien Lauf lassen würdest... okay.
Das ist ja auch für mich dann der berechtigte, nachvollziehbare Grund für eine Therapie.
lg