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Gewaltfantasien

ich glaube, ich habe ihn soweit, dass er ohne mich nicht leben könnte.

Hört sich nach manipulation an
das war wohl unglücklich ausgedrückt...mit manipulation hat es zwar angefangen, wie meine flüchtigen beziehungen vorher auch..ich hab mir eben geholt, was ich brauchte bzw glaubte zu brauchen. dann haben sich aber gefühle entwickelt..und die sind auch seinerseits extrem
 
Zumindest aus deinem ersten Beitrag meine ich zu lesen, dass du ihn nicht verletzen möchtest trifft das zu?
Warum eigentlich nicht?

Geniesst du seine Abhängigkeit von dir? Wie sehen deine Gefühle zu ihm aus?
 
Zumindest aus deinem ersten Beitrag meine ich zu lesen, dass du ihn nicht verletzen möchtest trifft das zu?
Warum eigentlich nicht?

Geniesst du seine Abhängigkeit von dir? Wie sehen deine Gefühle zu ihm aus?
richtig..ich möchte ihn nicht verletzen...ganz einfach weil er der einzige mensch auf erden ist, dem ich vertrauen kann, wenn er mich berührt. weil er der einzige ist, den ich liebe,und der mich liebt. weil er der mensch ist, bei dem ich entspannen kann. bei dem ich mich fallen lassen kann. weil er es bereitwillig erträgt, wenn ich über themen spreche, die er überhaupt nicht verstehen kann (weil ich einfach drüber reden muss). er ist der inbegriff von güte.

seine abhängigkeit von mir..die ist einerseits ein problem, weil das natürlich gewisse einschränkungen bedeutet. andererseits verstärkt sie den effekt, wenn ich wieder alle waffen einsetze um ihn zu verführen. ich genieße es, das zu können- auch wenn mir das auch mit fast allen vor ihm gelungen ist. aber insgesamt wäre es mir lieber, wäre er nicht abhängig von mir
 
Hi,

ich werde mich vielleicht bald auch mal eher dem Beziehungsthema zwischen Dir und Deinem Partner widmen..

da scheint ja gerade so der Fokus drauf zu sein.


ich glaube es geht weniger ums dominieren..es ist nur manchmal das gefühl da, denjenigen von vornherein verbal entwaffnen zu müssen. er bekommt dann soviele spitzen um die ohren geballert, dass er nichts mehr zu sagen weiß. er wird einfach isoliert.
als gleichwertigen gesprächspartner kann ich ihn dann nicht bezeichnen...gespräch heißt für mich, dass beide ihren part beitragen...ich lasse diejenigen eigentlich garnicht erst reagieren. ich habe einen festen plan. ich beginne mit A und erwarte reaktion 1, 2 oder 9 und nutze spitze C5 um die von vornherein unmöglich zu machen.


All das, was Du selber als Aussage machst, ist Ausdruck dessen, wo Du selber gerade gedanklich stehst. Und wenn Du die Dinge gerade eben so sehen willst, und sehen kannst, dann ist das auch okay - ich bin in meiner Sichtweise nicht mal böse, wenn alle meine Gedanken am Ziel vorbei schiessen sollten 😉.




das sind menschen, die ich nicht aus dem weg räumen konnte, weil sie logisch argumentieren konnten und lange genug durchgehalten haben. sie sind "feinde", haben aber meinen respekt für die tatsache, dass sie mir solange standhalten können. wenn es mir trotzdem mal gelingt, einen von ihnen zu brechen, dann ist das wie ein sieg. aber keine befriedigung..das siegesgefühl hält nicht lange an...vielleicht ein paar sekunden...die in denen ich realisiere, dass er jetzt nichts mehr antworten kann, dass er nicht länger reagieren kann und keine chance mehr auf unterstützung hat.

Dann ist das wohl einfach nur ein normaler Machtkampf. Es hat sich im ersten Moment krass gelesen. So, als ob Du Machtmäßig das richtig geniessen würdest. Mit dem ersten Moment meinte ich ein paar frühere Nachrichten von Dir.












Zitat:
Zitat von Das vierte Element
Oh Du meine Güte. Respekt vor Deinem Mut, das hier zu schreiben; naja... wenn es viele andere lesen, vielleicht kann es ihnen auch helfen, was so allgemein an Antworten zu Deiner Situation kommt.

mit mut hat das nichts zu tun...hier genieße ich ja anonymität


So habe ich das früher auch im Netz gesehen, wenn ich etwas schreibe. Mittlerweile achte ich auch hier verstärkt darauf, was ich wie schreibe. Da ich es trotz Anonymität als eine neue Kommunikationsform ansehe, wo der Umgang miteinander auch wichtig ist.




aber wie kann das denn sein, wenn ich die sache als gesühnt betrachte? schließlich sind ihm seine spielchen zum verhängnis geworden...das ist doch eine art rache(?!)

Das ist für mich gerade die naheliegenste Erklärung, wieso Gewaltphantasien Platz bei Dir haben.

Ein anderes Beispiel: Statistische Untersuchen sagen, dass Menschen, die einen nahestehenden Menschen durch Tod, Entführung, Mord etc. verloren haben, im Schnitt + - 15 Jahre Zeit brauchen, um mit diesem Erlebnis einigermaßen innerlich abschließen zu können.

Das heisst, auf Deine Situation evtl. gemünzt, dass es trotz langer Zeit, noch Dinge geben könnte, die vielleicht zu wenig bearbeitet worden sind von Dir, innerlich gesehen - reine Vermutung, wie bereits erwähnt.



das ist eine sehr gute frage oO
aber es fällt mir nicht leicht mich tatsächlich für meine umgebung zu interessieren. die meisten hier sind einfach nur..unwichtig für mich. bis auf meinen freund halt. es gab schon andere zeiten...da hatte ich noch sowas wie eine beste freundin



Dann hast Du dich im Laufe der Zeit verändert.

meine maßstäbe sind nicht zur bewertung dar, sondern zur einordnung in kategorien. alle kategorien sind aber gleichwertig..es dient dem überblick

ich gebe zu, viel könnte ich schreiben... und eigentlich ist bei alledem nur entscheidend, welche Fragen Du selber stellst.

Denn Vorschläge oder Lebensinterpretation von Dir und Deiner Situation sind größtenteils nur interessant zu lesen, wenn bestimmte, klärende Fragen von Dir ausbleiben.

Das ist wie, wenn ich jemandem etwas zu essen anbiete, der mich vorher noch nicht gefragt hat: "was hast Du denn zu essen?"

Also im Grunde ist mein Schreiben eine Art Hilfe-Koffer, der aber verschlossen ist, solange keine Fragen von Dir kommen, bzw.

nich nur bei Dir, sondern so ist das allgemein. Eine Hilfe, ein Ratschlag sind 1000 mal wertvoller, wenn jemand wirklich konkret fragt: wieso sind die Dinge so, oder so?

Was ist der Grund so und so?
Wie komme ich aus der Situation raus?

usw...


Ich sag daher erstmal: Alles Gute...vielleicht streue ich ab und zu mal Kommentare noch ein..

Lg
 
Hi, Webster,

diese Erklärungen orientieren sich an den Realitäten, die die Wissenschaftler vorfinden. Da kein Trauma dem anderen gleicht und kein Mensch gleich auf ein Trauma reagiert, gibt es innerhalb dieser Dissoziationen eine große Bandbreite... an deren Ende steht das, was man früher "Multiple" nannte, und was heute "dissoziative Identitätsstörung" (DID) heißt... dazwischen liegt das "DDNOS", wenn ich es richtig übersetze heißt das irgendwie "dissoziativ, aber eben nicht DID".

Ich kenne wenige Leute, die dazu in der Lage wären, diese Gedanken überhaupt zu denken. Die meisten Menschen, die ich kenne, die sich mit einem Täterintrojekt identifizieren, wollen partout nichts davon wissen, dass sie jemals eine "ursprüngliche Persönlichkeit" gehabt hätten und dass die anders gewesen sein könnte. Das ist tragisch, weil es die Gefangenschaft in den Traumafolgen fortsetzt - und ich finde noch immer, dass das Frei werden davon das Ziel ist...

Meli
 
mir kam schon in den sinn, ihn einfach zu töten und so vor einem leben ohne mich zu ersparen. krank oder? ich weiß, dass das nicht gut ist, dass allein an soetwas zu denken ein vergehen ist. ich hoffe es kommt an, was ich sagen will. ich möchte nicht als völlig kranker idiot abgestempelt werden. der einzige ausweg den ich sehe, wäre von diesen fantasien wegzukommen...aber wie macht man das?😕
Wieso sollten solche Überlegungen krank sein? Solange man sie nicht ins Internet schreibt oder dem Psychofuzzi erzählt (->Diagnose) oder ausführt, bleiben es Gedankenspiele, die sicher viele haben und die sie als normale Möglichkeiten einordnen und die gerade deswegen normal sind, gerade weil sie nicht überbewertet googlesichtbar zu finden sind.

a) meine eltern haben immer gewaltfrei gelebt. sie gehen und gingen soweit ich mich erinnern kann immer ganz normal miteinander um. also selten streit und nie ein wirklich heftiger. was mich immer gestört hat war, dass sie mir nicht immer alles gesagt haben, was ich wissen wollte. aber mit aggression kann ich das nun wirklich nicht verbinden. [...]
weiter hält mich die liebe zu meinem freund davon ab..du sagtest serienmörder fühlen nicht. meine kindheit war relativ normal...bis auf meine verhaltensweisen eben..aber da war nichts bedenkliches, ich wurde nicht mishandelt- bis auf das eine einzige mal woraufhin ich dann ja auch nicht gewaltfrei bleiben konnte. aber danach kam gewalt nur im sport vor..also im gegenseitigen einverständnis und nichts wirklich gefährliches.
Ach. Gewaltfrei. Ist alles Definitionssache. Obiges Zitat fällt für mich in die Kategorie: Die Geschichte ist immer die Geschichte der Sieger und wird immer von den Siegern erzählt.
offen sein kann ich nicht gut. das gelingt mir nur wenn ich wütend bin oder bei meinem freund..bis auf die sache mit den fantasien
[...] bisher hat sie sich als wasserdicht erwiesen...zumindest bei allen, bei denen sie sollte. manchmal lasse ich meine abneigung auch durchblitzen während ich aber doch irgendwie den kumpel spiele, um mich dann langsam abzukapseln
Naja, irgendwie aus der Distanz gesehen eigentlich eine ganz logische Sache. Der Hang zu kurz- und mittelfristigem eigenen Vorteil funktioniert bei persönlichen Dingen eben nicht und da genau kommt das raus, da ist nix mehr mit Maske. Mir geht noch der Satz vom bekannten Profiler Thomas Müller aus Österreich im Kopf rum, der sagt, dass ein Täter behaupten kann was er will, aber es gibt eine Situation in der er nicht lügt und das ist das Tatgeschehen. Somit wäre wiederum der Bezug zu Wahrheit/Unwahrheit und Gewalt/Gewaltfantasien gegeben.
:mad: du wagst es tatsächlich, dich zu erdreisten, zu behaupten, dass ich meinen freund nicht liebe?! mir platzt die halsschlagader!
ich habe bereits gesagt, dass das eine flüchtige idee war, die mich derart geschockt hat, dass ich mich hier melden musste. und es geht nicht um fantasien in denen er vorkommt. die gibt es nicht. ich will nicht allein sein. bitte lies das nächste mal genauer- ich weiß, dass du das kannst und gut im nachdenken bist.
hilfe habe ich gesucht und warte nurnoch auf den tag an dem der erste termin abgehakt wird.
Ist das Deine Botschaft aus Deinem Inneren an Dich?

Du darfst natürlich das Therapiegeschehen passiv über Dich ergehen lassen, das ist Deine Freiheit. Aber letztlich ist es Dein Leben und solche Reparaturen lassen sich nicht im Stile einer Autoreparatur wieder originalisieren, da ist selber anstrengende Bewusstseinsarbeit angesagt. Wenn man es anstrengend empfinden will, ist es anstrengend, wenn man es angenehm empfinden will, ist es angenehm. Da kriegt man, was man will, da kann man schlecht schummeln.
ich rege mich aber auf...nur nicht so, dass es der wut ähnelt..eher der trauer..das schockt mich. wenn familienmitglieder sterben geht es mir panzerbreit am a**** vorbei und so ein paar worte tun weh?! generell irgendwas kann wehtun?
Ach. Womit wieder das Sterben zum Thema wird, nunja das ist der zentrale Angriff auf die perfekte Perfektheit eines Körpers. "Depression ist die Unfähigkeit zu trauern." Aber es kann auch ein zu betrauernder Verlust sein, gar kein Problem* zu haben.

*(Riesenproblem)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Webster
mir kam schon in den sinn, ihn einfach zu töten und so vor einem leben ohne mich zu ersparen. krank oder? ich weiß, dass das nicht gut ist, dass allein an soetwas zu denken ein vergehen ist. ich hoffe es kommt an, was ich sagen will. ich möchte nicht als völlig kranker idiot abgestempelt werden. der einzige ausweg den ich sehe, wäre von diesen fantasien wegzukommen...aber wie macht man das?😕

Du scheinst eine geringe Meinung von Dir zu haben, wenn Du ihn vor einem Leben mit Dir durch Tod gedanklich bewahren möchtest.

Jeder Mensch ist ein Individuum. Per Gesetz ab 18 sogar im deutschsprachigen Raum schon vollkommen mündig.

Wenn Du für ihn entscheidest, dann siehst Du ihn anders, als er ist.

Denn er hat sich ja offensichtlich für ein Leben mit Dir entschieden; sonst wäre er ja schon gegangen.

Wenn Du ihn umbringen wolltest; selbst nur den Gedanken denkend, dann willst Du die Augen davor verschliessen, dass dich jemand so annehmen kann, und möchte, wie Du bist.

Mit all Deinen Macken, die Du hast; welche er davon schon von Dir kennt.

-------------

Wenn ich den Text von Dir anders lese ( also diese zitierten Zeilen), dann kommt der Gedanke hoch, dass Deine Fantasien von Gewalt Dich sehr belasten.

Wenn er Dich wirklich liebt, und ansatzweise auch Verantwortung tragen kann, und Stärke zeigen kann; hast Du mal darüber nachgedacht, mit ihm offen über Deine Fantasien zu sprechen?

Vielleicht könnte er Dir ja helfen; und sich für Dich oder gegen Dich entscheiden.

Aufgrund der Informationen bezogen auf Deine Fantasien und die Ängste, ihm davon zu erzählen.

Denn fast nichts ist so schlimm, wie Gedanken, die gesagt werden wollen, und über Jahre unterdrückt werden.

Ich mein, ich bin da ganz unbesorgt... irgendwann finden Deine aufgestauten Gefühle schon noch einen Weg.

Im Idealfall wäre das auf der kreativen Ebene; weil Du somit den Menschen dann eine Bereicherung wärst.

Im anderen Fall, wenn Du wirklich leben würdest, was Du hier teils beschreibst, dann käme wieder die Presse, und würde ausschlachten, dass wieder mal jemand sich nicht unter Kontrolle hatte.... und ob zuviel Gewaltfilme geschaut worden sind, oder zuviel Gewaltcomputerspiele gespielt wurden....

das lenkt das Thema von der eigentlichen Erziehungsaufgabe der Gesellschaft durch das gegenseitige Miteinander um, auf Deine eigenen Probleme.

Davon gibt es soviele Fälle in den Zeitungen... und die Menschen pennen immer noch, ohne sich anscheinend mal Gedanken zu machen, wieso jemand innerlich in der Lage dazu gewesen sein könnte.

------------------

Ich gehe davon aus, Du findest eine Lösung, die auch Dir und der Gesellschaft auf Dauer mehr nutzen wird, als die Gedanken von Gewalt in die Tat umzusetzen.

Wo ein Wille ist, da wird sich ein Weg auftun.

Lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab die ersten sechs Seiten oder so von diesem Thread gelesen. Hat sich was getan? Warst du mal beim Psychologen? Das würde ich für eine gute Idee halten, einfach schon mal, um das Problem zu identifizieren. Wenn du Tiere quälst, denke ich, dass man schon von einem Problem reden kann. Immer wiederkehrende Gedanken, andere zu verletzen, sind auch nicht normal. Hier muss unterschieden werden zwischen weit von der Realität entfernten Rachegedanken und Vorstellungen, die man ernsthaft in die Tat umsetzen würde. Scheint so, als gehörst du zur letzteren Gruppe. Ich denke nicht, dass du dein Leben lang mit solchen Gedanken kämpfen willst oder einige davon sogar irgendwann ausführst.
 
nach einer knappen woche melde ich mich zurück.
heute hatte ich ein erstes therapiegespräch. mich hat es ziemlich überrascht, wie wenig es um das eigentlich problem ging. es war mehr ein "beschnuppern". auf sowas lege ich in der regel keinen wert. entsprechend gab es auch noch keinerlei wertung ob das nun einen aufenthalt in geschlossenen räumlichkeiten erzwingt. etwas enttäuschend. ich dachte es wird schneller was klares da sein. aber naja...ich gehe weiter hin. mich interessiert ob es hilft.
 
Als ich das erste Mal meinen damaligen Therapeuten sah, dachte ich: "Naja, er sieht ganz nett aus, aber intellektuell bin ich ihm haushoch überlegen"... das stimmte auch... aber, das war nicht das Wichtige in der Therapie🙂

Es ist eine spannende Reise, die du da unternimmst!

LG
Meli
 

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