Liebe Cherubim,
Vergewaltigungsfantasien sind normal und bei Frauen sogar viel häufiger ausgeprägt als bei Männern.
Bei Männern ist diese Fantasie insofern eher problematisch, als daß diese sich selbst als Täter fantasieren in einer als kraftvollen heldenhaften Rolle. Diese Assoziationen sind, wenn sie aus der Fantasie in die Realität mitgenommen werden erst dann gefährlich, wenn ein Drang besteht, sie auszuführen. Dann sollte Mann zum Psychiater gehen.
Frauen träumen häufig in verschiedenen Abstufungen von einem kraftvollen, machtvollen bis gewalttätigen "Freier", der sie "nimmt".
Das ist in der Fantasie sehr lustvoll und hat auch in der Realität keine negative Auswirkung, wenn sich die Frau einen Mann für den Akt auswählt, der nicht seinerseits die Grenzen ausreizt.
Auch der Konsum von Filmen in denen Vergewaltigungen pornographisch nachgestellt werden, muß noch nicht problematisch sein. Es deutet eher auf einen ungewöhnlichen Fetisch hin.
Daß Du Sexualität jedoch grundsätzlich mit Gewalt assoziierst ist problematisch, besonders in Kombination mit der Aussage, Du kenntest es nicht anders. Offensichtlich sind da erlittene Traumata im Spiel, die sich bin in die Jetzt-Zeit fortziehen. Das solltest Du sicher mit jemandem Besprechen,d er sich damit auskennt. Eventuell anfangs bei "pro familia", einer Frauenberatung oder über den psychologischen Notdienst.
Sexualität sollte eine lustvolle Kommunikationsform von Menschen sein, die einander vertrauen und Anziehung empfinden. Dabei kann man ungewöhnliche Stimulationspraktiken wählen. Aber: Reale Gewalt ist ein Verbrechen und wird entsprechend bestraft.