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Gerichtstermin wegen Mobbing

Nicht ganz, habe mich natürlich schon vor Monaten hingesetzt und mich aktiv beworben. Momentan sieht es so aus dass ich nur den Dezember "frei" habe und ab 3. Januar wieder arbeiten gehe. Muss jedoch auch dazu sagen dass ich in einer sehr guten Position bin was meinen Beruf angeht und ich eigentlich noch nie Probleme hatte einen neuen Job zu finden.
Ich hätte in die nächste Instanz gehen können und noch mehr Geld rausschlagen können. ABER momentan liegen die Termine für die Kammer bei 7-8 Monaten Wartezeit. Sollte ich in dieser Zeit einen neuen Job antreten, so habe ich mein Recht auf Abfindung vertan. Der Prozess gegen meinen Vorgesetzten wird erst Mitte Januar ausgetragen.

Ich kann nur jedem raten der ernsthaft gemmobbt wird und nach Möglichkeit noch einen Betriebsrat im Unternehmen den Mobber direkt bei der Polizei anzuzeigen. Alles dokumentieren und jedes Vorkommnis dem Betriebsrat mitzuteilen. Ich lasse jedenfalls nicht mehr meine Gesundheit durch andere gefährden!

Na dann ist ja alles in Ordnung. Glückwunsch.

Ich arbeite leider in der falschen Branche im Moment , und auch vom Alter her ist es schon problematisch.

Wir haben als sehr großes Unternehmen natürlich einen Betriebsrat, der sich allerdings im Moment eher um den Personalabbau kümmert.

Das schönste Erlebnis hatte ich aber mit der Mobbingbeauftragten unserer Firma. Tenor : "Mobbing gibt es bei uns nicht, Sie sind psychisch krank und ihrer Eltern haben wohl in ihrer Kindheit große Fehler gemacht". DAS spornt natürlich an zu kämpfen :mad:
 
Für jeden den es interessiert wie es bei mir weitergegangen ist:

Vor Gericht wurde noch geklärt wie die Übergabe des Firmenlaptops und die Abholung meiner Sachen aussehen soll. Da ich mich eh letztes Wochenende mit einer Kollegin zum Plätzchen backen verabredet hatte schlug ich vor mit ihr ins Büro zu fahren, meine Dinge mitzunehmen und die Firmensachen dort zu lassen. Die Gegenpartei war einverstanden (also Personalvertreter) und es wurde so festgehalten.
Letzten Freitag erhielt ich dann einen Anruf meiner Kollegin. Mein Chef kam zu ihr gestürmt und machte sie rund mit "ich kann Ihnen zwar nicht den privaten Umgang mit ihr verbieten aber dass sie mit ihr hier her kommen". Er wollte, dass ich zu Arbeitszeiten in die Firma komme und eine Übergabe mit ihm mache und dass er mir noch ein paar Takte sagen kann... obwohl vor Gericht etwas anderes beschlossen wurde.
Egal, jedenfalls hat er einer Kollegin gesagt ich würde sie nur ausnutzen wollen (Bullshit, sie rief mich an und fragte ob wir backen wollen) und sie war verunsichert ob wir uns trotzdem treffen würden. Klar taten wir das; was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Heute fuhr ich dann also in die Firma um meine Sachen zu holen. Ich wusste, dass mein Chef ein Ganztagsmeeting hatte und versuchte den Moment abzupassen. Kaum war ich in meinem Büro stand er schon hinter mir (er wurde von unserer Empfangsschrecke informiert) und wollte dass ich eine Übergabe mit ihm mache und alles haarklein erkläre was ich immer so gemacht habe. ich sagte daraufhin nur "sie waren bis gestern mein vorgesetzter, heute sind sie es nicht mehr" und packte weiter ein. Er wollte dann dass wenn ich alles gepackt habe zu ihm ins Büro komme weil er mir noch ein paar Dinge zu sagen hätte. Na klaaaar, für wie blöd hält der mich?
Meine liebe Kollegin holte jedenfalls dann den Aufzug während ich meine letzten Dinge verstaute, umarmte mich noch schnell und ich sprang in den Aufzug und fuhr davon. Adios!
Das nächste mal sehe ich ihn vor Gericht und das ist auch gut so 😉
 
Hallo,

vermutlich wollte er Dir nur sagen, dass er noch nicht dazu gekommen ist, ein Arbeitszeugnis zu schreiben.😉

Es war schon richtig, mit ihm nicht unter 4 Augen zu reden.

Viele Grüße

John
.
 
Ich verstehe so manches nicht an der Geschichte. Aber was ist eigentlich so schlimm daran, noch seine letzen Worte zu hören? Inwiefern kann das schaden?
 
EUFrank ich glaube einfach das man sich das nach allem was vorgefallen ist, nicht auch noch geben muß.
Was Vernünftiges wäre dabei bestimmt nicht herausgekommen.
 
Ich verstehe so manches nicht an der Geschichte. Aber was ist eigentlich so schlimm daran, noch seine letzen Worte zu hören? Inwiefern kann das schaden?

Ist ganz einfach. Wenn Du monatelang nur angebrüllt wurdest und der Herr offensichtlich ein großes Ego-Problem hat, du ihn nach all seinen miesen Aktionen wegen Mobbing angezeigt hast und er daraufhin erst recht ausgeflippt ist, dann hörst Du Dir bestimmt keine letzten Worte mehr von dem Herren an. Mal davon abgesehen dass meine Anwälte mir auf ein Zusammentreffen unter 4 Augen absolut abgeraten haben.
 
Mit welcher Begründung denn?

Schon allein weil es noch ein offenes Verfahren gibt, mal von sämtlichen Beleidigungen, Erniedrigungen usw abgesehen. Warum sollte ich mich also noch auf ein Gespräch mit ihm einlassen in dem ich eh nur angebrüllt werde wenn ich es nicht muss? Normalerweise würde ich auch einen sauberen Abschluss haben wollen aber nicht unter diesen Umständen.
 
Du kannst verdammt stolz auf dich sein, dass du diesen Schritt gegangen bist. Das zeigt wie stark du doch bist. Schade das nicht jeder so stark ist (und auch Beweise gegen den Mobber hat) und was gegen Mobbing tut/tuen kann.
 

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