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Gerichtstermin - die Uhren stehen still

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Alles was du machst und schaffst bringt Heilung.
Egal ob du die Videovernehmung, die richterliche wählst, es ist deine Entscheidung. Und ist somit gut.
Selbst wenn es dir im Moment schadet auf ihn zu
treffen kannst du es dann zu etwas formen, das dich stärkt und unaufhaltsam macht. Dich besser
macht. Du schaffst das.
 
Hallo Regennase,
Danke für deinen Beitrag.
Ich komme gerade von meiner Therapeutin, die gute Seele von der ich sprach.

Als ob sie eine Kristallkugel hätte, fragte sie mich heute als erstes, ob ich einen Tee möchte, sie hätte gerade frischen gemacht. Da heiße Getränke einigermaßen gehen, habe ich zugestimmt. Aber natürlich hat sie gemerkt, dass ich mir sehr schwer tue und wir bzw. ich habe heute das erste Mal im therapeutischen Setting darüber gesprochen, woher das Problem kommt. Das war ziemlich merkwürdig, irgendwie habe ich mich reden gehört, aber hatte das Gefühl, dass das gar nicht ich bin.

Naja, wie dem auch sei. Ich glaube, dass ich meine gute Fee damit ziemlich geschockt habe, aber ich bin das erste Mal ein Stück weiter gekommen. Ich kann das, was da gerade so alles gerade mit mir los ist verknüpfen, das ist gut. So habe ich gefühlt ein bisschen mehr Kontrolle.

Dass das alles wieder so hoch kommt, so vermuten wir, hängt sicher auch damit zusammen, dass ich mich wieder einmal vor einer Entscheidung drücke - die Entscheidung, ob ich dem Täter noch einmal begegnen möchte oder nicht. Das arbeitet also in mir.

Meine Aufgabe ist es jetzt, über das Wochenende nochmal in mich zu gehen und für mich ganz persönlich abzuwägen, was ICH möchte, um dann eine Entscheidung zu treffen, die ich auch durchziehe. So die Hoffnung, dass ich dann - und auch mein Körper - wieder etwas zur Ruhe kommen.
Sie selbst, und da war sie sehr direkt, würde mir von einer erneuten Konfrontation abraten.

Vielleicht versuche ich es mit einem Münzwurf. Wenn es auf eine Seite fällt und ich lieber doch nochmal einen Wurf machen möchte, dann ist die Entscheidung ja letztendlich klar.

Am Montag treffe ich sie dann gleich auch schon wieder, wahrscheinlich wieder auf einen Tee 🤔

Ich bin sehr, sehr dankbar um diese kurzfristige und engmaschige Unterstützung.
 
Danke für eure lieben Nachrichten.
Mal sehen, wie weit ich mit meiner Entscheidungsfindung komme. Irgendwie setzt es mich ein wenig unter Druck. Grundsätzlich hat meine Therapeutin aber recht - so kann es ja nicht weiter gehen.
Ich schaffe mit ach und krach gerade mal so diesen einen Liter und Ananas hängt mir zuweilen schon zum Hals raus. Ich habe großen Durst, Kopfschmerzen und meine Flanken tun mir auch weh. Ich fühle mich wie eine Rosine.
Meine Therapeutin vermutet eine Art Flashback hinter dem Gefühl zu ertrinken. Aber angefangen hat das ganze ja mit dem Einnässen und der Angst davor. Irgendwie ist das jetzt ein Selbstläufer geworden. Ich habe die Kontrolle verloren.
Ich habe mir jetzt überlegt, eine Pro und Kontra Liste bezüglich des MIR Nutzens über das Wochenende anzufertigen. Montag früh versuche ich dann noch offene Fragen zu klären und treffe dann meine Entscheidung. Ob das ein guter Plan ist?

Würdet ihr jemanden als feige ansehen, der in meinem Fall nicht vor dem Täter aussagt?
 
Nein ganz bestimmt nicht. Du hast einen langen und schmerzhaften Weg hinter dir. Und du bist soweit gekommen, viele andere schaffen es gar nicht bis dahin. Deswegen kannst du auch stolz auf dich und das erreichte sein.
Vielleicht solltest du den Termin sogar als Chance sehen. Das Geschehene abschließen zu können mit dem Wissen dass du eine so starke Person bist, die auch den schlimmsten Horror überstanden hat und sich niemals unterkriegen lässt. Und es ist ebenso die Chance dabei zu sein wenn der Täter am Ende des Prozesses seine gerechte Strafe erhält. Nicht als Genugtuung sondern vielmehr als Gewissheit dass er für lange Zeit auch niemand anderem mehr schaden kann.
 
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