Liebe Veil,
wenn ich deine Zeilen so lese, fällt mir als erstes dazu ein:
Versuche den Druck für dich selbst herauszunehmen. Mir scheint, als wärst du völlig erschöpft bereits und möchtest unbedingt am besten Gestern eine Verbesserung. Das wird so schnell aber nicht funktionieren, wenn du langfristig wieder Licht sehen willst. In so akuten Situationen schauen wir oft auf den Gipfel des Berges und fühlen uns davon nahezu erschlagen. Leichter geht es, wenn du ganz klein anfängst und in deinem Tempo Schritt für Schritt voran gehst, etwas veränderst, etwas anpackst, etc. Kontinuierlich, nicht zu viel auf einmal und dann vor lauter Erschöpfung wieder ganz ins Loch zurück fallen. Und irgendwann wirst du feststellen, dass du den erdrückenden Berg bereits erklommen hast. Auf die Kontinuität kommt es an, nicht auf die "Menge". Fang mit ganz kleinen Schritten an. Tue dir etwas Gutes, Creme dein Gesicht schön ein oder mache dir einen Lieblingssong an. Und dann schaue weiter, was als nächstes möglich ist.
Du kannst die Welt, wie sie ist, nicht ändern. Aber du kannst schauen, dass wie sehr du dich davon beeinflussen lässt. Und wenn schwere Tage dich versuchen in das Loch zu ziehen, dann steh danach wieder auf. Versuche alles innere und äußere wahrzunehmen und gehe in einen inneren Monolog mit diesen Umständen. Sage: "okay, das ist jetzt schwer, unerträglich und das ist okay, es wäre sicher für alle so. Aber ich werde das schaffen und ich werde wieder aufstehen. Morgen schon werde ich ein Eis essen gehen."
Ich hoffe, du verstehst was ich sagen will.
Gib nicht auf.