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Gelassener auf die Arbeit / Aufgaben blicken?!

Peterbe33

Mitglied
Hallo,

ich weiß nicht so recht, wie ich das Problem beschreiben soll... Ich mache mir selbst Stress auf der Arbeit, dass ich alles fertig bekomme und darauf habe ich keine Lust.

Es gibt Tage auf der Arbeit, wo mal etwas mehr anfällt und eigentlich kann es mir egal sein, ob ich die Aufgaben fertig bekomme oder nicht. Ich habe einen Arbeitsrhythmus, der recht schnell ist, wenn ich das so mit anderen Mitarbeitern vergleiche.
Davon möchte ich weg kommen, weil ich mir eben Stress mache und das auf Dauer mit Sicherheit nicht gut ist.

Vor kurzem hatte ich an einem Tag das Gefühl, dass mir echt egal ist und ich habe ganz entspannt gearbeitet. Da war es mir egal, ob und wann ich fertig werde... leider hat das nur einen Tag angehalten und dann war es wieder weg.

Manchmal mach ich mir dann auch noch einen Kopf darüber, ob ich das auch alles schaffe, die Arbeit fertig bekomme, an dem Tag. Ich schaffe es jedes Mal, jeden Tag. Es gab noch nie einen Tag, wo ich mal mit den gestelten Aufgaben nicht fertig wurde.
Leider lerne ich da aber nicht daraus und bin am Morgen gestresst und nicht gelassen.

Vielleicht habt ihr einen Tipp, einen Rat, wie ich besser damit umgehen kann und wie ich gelassener werden kann.

Das "Lustige" ist... mir hat mal ein Kollege gesagt, meine Ruhe hätte er gern. Naja, zumindest mache ich wohl nach Außen nicht den Anschein, dass ich gestresst bin. 😉
 
Hallo,

Die Frage ist, warum machst du dir den Stress selbst?
Wenn du die Ursache dafür weißt, wird es dir auch einfacher gelingen dieses Verhalten abzulegen.

Ansonsten wie an dem einen Tag wo es geklappt hat wiederholen, jeden Tag und immer wieder daran erinnern " Keep Cool, Ruhig Brauner" , gib dir ein Stichwort dafür.
 
Vielleicht habt ihr einen Tipp, einen Rat, wie ich besser damit umgehen kann und wie ich gelassener werden kann.

Klingt etwas makaber, aber mir hilft z.B. zu wissen dass alles und jede*r leider definitiv in nicht allzu ferner Zukunft sterben muss. Das relativiert viele Stressoren bei mir (leider nicht immer, manchmal macht es auch depressiv... aber kann tatsächlich, mit dem richtigen Mindset helfen gelassener zu sein bei vielem)

Das "Lustige" ist... mir hat mal ein Kollege gesagt, meine Ruhe hätte er gern. Naja, zumindest mache ich wohl nach Außen nicht den Anschein, dass ich gestresst bin. 😉
Wow, das ist doch schonmal cool. Ist das oft so dass du eine andere eigenwahrnehmung hast als du von anderen wahrgenommen wirst?
 
Hallo Pb.,

das scheint mir so eine sehr gute goldene Frage zu sein auf die es sehr wenige Antworten gibt.
Aber du hast schon eine Veränderung gefunden, die dir gefällt!
Es mag vielleicht nicht so sein, dass es gleich für immer so ist.
Aber mit der Zeit kannst du dahin kommen. Dass jeder Tag so ist.
Du musst bei der Arbeit nur auf deinen Handlungsrythmus achten und dass es dir gefällt so zu arbeiten.
Du hast jetzt Jahre lang trainiert das Ziel im Auge zu haben und einem Erfahrenen geht es nun mal nicht anders. Der kann gleich viel abschätzen und weiß, dass es knapp ist über den Tag.
Aber wenn man weiß, dass man schnell ist, dann kann man eigentlich nicht viel mehr machen, wie seine Sache gut.
Und ich finde diesen Umgang mit dem Erlernten sehr wichtig.
Es ist nicht einfach aus jahrelanger Erfahrung klüger hervor zu gehen!
Aber entspannte Arbeitseinstellung hört sich gut an. Find ich gut, dass du auf deine Ausgeglichenheit achtest!
 
Was würde denn im Worst Case passieren, wenn du nicht fertig wirst?

Vielleicht denkst du darüber mal nach und stellst dann fest dass gar nichts schlimmes passiert.

Das kommt ja nun auf deinen Job an.

Bei meinem Job weiß ich nie, was im Laufe des Tages kommt und was ich alles schaffe oder nicht. An vielen Tagen kann ich das nicht abarbeiten, was ich wollte weil wichtigere Dinge oder Termine dazu gekommen sind.

Da hilft grundsätzlich eigentlich nur Struktur, also ganz klar wissen, welche Aufgaben zuerst gemacht werden müssen und Priorität haben.

Ich habe immer Angst, etwas Wichtiges zu vergessen, deswegen habe ich einen Wiedervorlagen Kalender und die Notizettelfunktion im Computer.

Vielleicht kannst du dir auch etwas mehr Strukturverschaffen, wenn du dir Zwischenziele, steckst dass du z.B bis 9 Uhr das gemacht haben willst bis 12 Uhr das nächste und so weiter...
Dann kommt die innere Ruhe vielleicht mit der Zeit.
 
Die Kunst ist, den Weg, den man vielleicht gefunden hat mit mehr Gelassenheit im Job bis zur Rente durchzuziehen im immer selben Job und Tätigkeitsfeld.
Würde man den Job wechseln, besteht natürlich das Risiko, den einmal gefundenen Weg zu mehr Gelassenheit im Job nicht mehr aufrecht erhalten zu können, da ggf. stressigeres Arbeitsumfeld/Tätigkeitsbereich.

Mir gelingt das auch nur mehr schlecht als recht. Das Hamsterrad lässt grüßen. Aber alle anderen Rahmenbedingungen wie z.B. HomeOffice, sicherer, unbefristeter Job passen halt noch, halten mich aber im immer gleichen Job, seid nunmehr 15 Jahren.
 
Warum ich mir den Stress mache, weiß ich auch nicht so recht.
Vielleicht weil ich niemanden enttäuschen möchte und nur so zu einem besseren Selbstbewusstsein komme?!

Ich denke Abseits der Arbeit öfter mal darüber nach, warum, wieso und was ich besser machen könnte. Einfach mal fünf Minuten auf der Toilette verschwinden und in sich gehen. Ist man dann aber bei der Arbeit, fallen einem die Dinge dann doch nicht mehr ein.
Theorie ist einfach, praktisch muss man es aber doch länger lernen.

Wenn ich dann doch mal nicht fertig werden sollte, dann kann es nach ein paar Mal, vielleicht ein Gespräch beim Chef geben, aber davor habe ich absolut keine Angst oder was auch immer.
Mehr ist es vielleicht der eigene Anspruch, den ich mir selbst mache.

Ich komme auch ungern zu spät zur Arbeit, was durch Stau und Co. auch mal vor kommen kann. Das ist auf meiner Arbeit auch nicht schlimm und stört niemanden. Klar, wenn es regelmäßig vor kommen sollte, dann vielleicht. Aber wie gesagt, mich stört es in dem Moment leider schon, wenn’s auch nach dem Tag vergessen ist.

Meiner Ansicht nach bin ich strukturiert und bis jetzt hat ich über meinen Ablauf auch niemand beschwert.
Und wenn, soll es doch dann bitte jemand besser machen. Für den Moment, für die Woche oder einen Monat vielleicht. Dann will ich aber mal sehen, wie es jemand anderes macht.

Den Job deswegen wechseln will ich eigentlich nicht, dafür müsste mich dann mehr stören.
 
Es gibt Tage, da schaffe ich kaum was, von den Aufgaben, die ich mir für den jeweiligen Tag vorgenommen habe. Da klingelt das Telefon in einer Tour und ich kann konzentriertes Arbeiten einfach abhaken. Da verdrängt dann manchmal das Eilige das Wichtige. Mich dadurch stressen zu lassen, habe ich mir vor Jahren schon abgewöhnt. Morgen ist schliesslich auch ein Tag und die Arbeit läuft nicht weg und Welt geht ndeswegen auch nicht unter. Und von meiner Arbeit hängen auch keine Menschenleben ab.
Ich finde es für meinen Teil auch immer ganz wichtig, zu sehen, was meine Arbeit an mehr Umsatz / Gewinn gebracht hat. Also messbare Erfolge. Wenn meine Zahlen stimmen, so what. Da brauche Ich auch nicht den Kunden hinterher hecheln, wo wenig bis nichts bei uns hängen bleibt.
Und jeder hat gute Tage, wo einem alles leicht von der Hand geht und dann richtige Scheixx-Tage, wo nichts so wirklich gut und zufriedenstellend klappt. Passiert!
 

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