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Geht ihr zu Klassentreffen, Abijubiläen und dergleichen?

Geht ihr zu Klassentreffen, Abijubiläen und dergleichen?

  • Ja, ich lasse mir kein Treffen entgegen, wenn ich es eben einrichten kann

    Teilnahmen: 9 11,3%
  • Nicht immer, aber meistens

    Teilnahmen: 5 6,3%
  • Nur, wenn ich nichts Besseres zu tun habe

    Teilnahmen: 7 8,8%
  • Nein, nicht mehr, weil ich mal schlechte Erfahrungen gemacht habe (Angeberei etc.)

    Teilnahmen: 6 7,5%
  • Nein, noch nie, weil ich eine Aversion gegen solche Treffen habe

    Teilnahmen: 45 56,3%
  • Nein, inzwischen nicht mehr, weil ich jetzt keine Lust mehr habe (trotz früherer guter Erfahrungen)

    Teilnahmen: 8 10,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    80
Das Bezeichnende bei Klassentreffen ist ja, dass daraus keine Vertiefung oder Wiederaufnahme von Kontakten entsteht. Die Unsympathen bleiben einem unsympathisch. Und diejenigen, mit denen man sich an dem einen Abend nett oder zumindest neutral unterhalten hat, trifft man außerhalb dieser Klassentreffen auch nicht wieder, selbst dann nicht, wenn sie in der Nähe wohnen. Das wird von vornherein abgebogen, man ist ja immer sooo beschäftigt und "ausgebucht".

Ähnlich geht es ja auch oft bei größeren Familientreffen oder -feiern zu, wenn man sich nicht wirklich gut versteht. Ich halte auch von solchen Treffen nicht viel. Am besten trifft man sich nur mit denjenigen Verwandten privat, die einem wirklich sympathisch sind. Die netten Verwandten sieht man auch mal in kleinerer Runde, lädt sie ein oder wird von ihnen eingeladen. Die Angeber betreiben auf größeren Familienfeiern nur Selbstdarstellung oder sticheln, und wenn man Probleme hat, ziehen sie sich zurück. Das lassen sie lieber nicht so nah an sich heran, sonst könnten sie ihr eigenes Leben ja nicht mehr unbeschwert genießen. Mit ihnen sind, wenn überhaupt, nur oberflächliche Gespräche möglich. Mich interessiert nicht, wie oft wer wo eingeladen ist, mit wie vielen Gästen und Frikadellen jemand seinen runden Geburtstag feiert oder wie viele Patenkinder er hat. Ich investiere doch nicht ein oder zwei Tage und fahre Hunderte von Kilometern, um mir vornehmlich das anzuhören und mir Fotos von anderer Leute Enkelkinder anzusehen, während für meine Themen niemand Interesse aufbringt. Das war einmal. Ich habe genügend einschlägige negative Erfahrungen gemacht. Das kommt für mich heute nicht mehr infrage.

Ich weiß also nicht, was diese Treffen sollen, außer dass sie vielleicht die Neugier oder das Geltungsbedürfnis der Personen befriedigen, die hingehen. Kraft kann man daraus nicht schöpfen, und wenn man, aus welchen Gründen auch immer, in einer schwierigen Phase steckt, einen Schicksalsschlag erlitten hat, sollte man solche Treffen meiden wie die Pest. Zwar sind Kontakte gerade dann wichtig, aber das müssen wohlwollende Menschen sein, die einen verstehen und mit denen auch ehrliche und tiefgehende Gespräche möglich sind, zeitweise auch Gespräche über ernste und traurige Themen. In der Gesellschaft von Showmasterinnen und -mastern habe ich mich noch nie wohl gefühlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Gesellschaft von Showmasterinnen und -mastern habe ich mich noch nie wohl gefühlt.

Ich ebensowenig.
Es kann wohl sein, dass gerade Abi-Jubiläen, die nur alle 5 oder alle 10 Jahre stattfinden, solche Typen anziehen.

Unsere gemütlichen Grundschultreffen mit wenigen Mitgliedern, die sich fast monatlich treffen, sind da ein ganz anderer Fall.

Zu Abi-Treffen aber gehe ich auch nicht mehr.
 
Und diejenigen, mit denen man sich an dem einen Abend nett oder zumindest neutral unterhalten hat, trifft man außerhalb dieser Klassentreffen auch nicht wieder, selbst dann nicht, wenn sie in der Nähe wohnen. Das wird von vornherein abgebogen, man ist ja immer sooo beschäftigt und "ausgebucht".

Ja, oder so: Erst wird dann gesagt: "Wir müssen uns unbedingt mal treffen!" - aber dann kommt es nie dazu.
Solche un-ehrlichen Einladungen hasse ich.
Sie gehen nach dem Motto: "Das war doch echt sehr freundlich von mir, ein privates Treffen vorzuschlagen, nicht wahr! Dass wir uns aber auch tatsächlich privat mal treffen, das ist zu viel verlangt!" 😎
 
Das Bezeichnende bei Klassentreffen ist ja, dass daraus keine Vertiefung oder Wiederaufnahme von Kontakten entsteht. Die Unsympathen bleiben einem unsympathisch. Und diejenigen, mit denen man sich an dem einen Abend nett oder zumindest neutral unterhalten hat, trifft man außerhalb dieser Klassentreffen auch nicht wieder, selbst dann nicht, wenn sie in der Nähe wohnen. Das wird von vornherein abgebogen, man ist ja immer sooo beschäftigt und "ausgebucht".

Ähnlich geht es ja auch oft bei größeren Familientreffen oder -feiern zu, wenn man sich nicht wirklich gut versteht. Ich halte auch von solchen Treffen nicht viel. Am besten trifft man sich nur mit denjenigen Verwandten privat, die einem wirklich sympathisch sind. Die netten Verwandten sieht man auch mal in kleinerer Runde, lädt sie ein oder wird von ihnen eingeladen. Die Angeber betreiben auf größeren Familienfeiern nur Selbstdarstellung oder sticheln, und wenn man Probleme hat, ziehen sie sich zurück. Das lassen sie lieber nicht so nah an sich heran, sonst könnten sie ihr eigenes Leben ja nicht mehr unbeschwert genießen. Mit ihnen sind, wenn überhaupt, nur oberflächliche Gespräche möglich. Mich interessiert nicht, wie oft wer wo eingeladen ist, mit wie vielen Gästen und Frikadellen jemand seinen runden Geburtstag feiert oder wie viele Patenkinder er hat. Ich investiere doch nicht ein oder zwei Tage und fahre Hunderte von Kilometern, um mir vornehmlich das anzuhören und mir Fotos von anderer Leute Enkelkinder anzusehen, während für meine Themen niemand Interesse aufbringt. Das war einmal. Ich habe genügend einschlägige negative Erfahrungen gemacht. Das kommt für mich heute nicht mehr infrage.

Ich weiß also nicht, was diese Treffen sollen, außer dass sie vielleicht die Neugier oder das Geltungsbedürfnis der Personen befriedigen, die hingehen. Kraft kann man daraus nicht schöpfen, und wenn man, aus welchen Gründen auch immer, in einer schwierigen Phase steckt, einen Schicksalsschlag erlitten hat, sollte man solche Treffen meiden wie die Pest. Zwar sind Kontakte gerade dann wichtig, aber das müssen wohlwollende Menschen sein, die einen verstehen und mit denen auch ehrliche und tiefgehende Gespräche möglich sind, zeitweise auch Gespräche über ernste und traurige Themen. In der Gesellschaft von Showmasterinnen und -mastern habe ich mich noch nie wohl gefühlt.

naja, schwere Phasen und Schicksalsschläge werden von Menschen völlig unterschiedlich verarbeitet. Viele wollen dann eben auch keine Kontakte sondern erstmal viel Zeit und Ruhe für sich. Kontakte können sehr anstrengend sein, vor allem wenn die " gutgemeinten" Ratschläge alles andere als hilfreich sind.

Bei der Verwandtschaft sind die lauten Proleten naturgemäss ein nerviges Ärgernis, übertroffen werden sie jedoch noch von den Personen, die Interesse heucheln und freundlich sind, aber dich in Wahrheit am liebsten dorthin befördern möchten, wo der Pfeffer wächst....😂
 
@Juke, Headbox
Da hilft nur eins: selber in die Hufe kommen und organisieren. Ich hab das 5- und 10-jährigen mit 2 Freundinnen organisiert. Eine Liste der ganzen Mitschüler existierte noch - allerdings muss die nicht vollständig gewesen sein. Wir haben von allen Leute, zu denen wir keinen direkten oder indirekten Kontakt mehr hatten, die Eltern angerufen und um Kontaktdaten gebeten bzw. um Rückruf ihrer Kinder. Heute ist es mit Mail-Adressen etwas einfacher. Das war viel Arbeit.
Ganz schön finde ich, dass der Förderverein meiner alten Schule am 2. Freitag im Dezember ein Ehemaligen-Treffen ausruft. Da kann dann tatsächlich jeder Jahrgang auftauchen. Und die netten und beliebten Lehrer sind dann auch oft noch dabei, auch wenn sie schon lange in Rente sind.
 
@Juke, Headbox
Da hilft nur eins: selber in die Hufe kommen und organisieren. Ich hab das 5- und 10-jährigen mit 2 Freundinnen organisiert. Eine Liste der ganzen Mitschüler existierte noch - allerdings muss die nicht vollständig gewesen sein. Wir haben von allen Leute, zu denen wir keinen direkten oder indirekten Kontakt mehr hatten, die Eltern angerufen und um Kontaktdaten gebeten bzw. um Rückruf ihrer Kinder. Heute ist es mit Mail-Adressen etwas einfacher. Das war viel Arbeit.
Ganz schön finde ich, dass der Förderverein meiner alten Schule am 2. Freitag im Dezember ein Ehemaligen-Treffen ausruft. Da kann dann tatsächlich jeder Jahrgang auftauchen. Und die netten und beliebten Lehrer sind dann auch oft noch dabei, auch wenn sie schon lange in Rente sind.

Das Ehemaligentreffen gab es bei mir bis 2017 auch. Dann wechselte die Schulleitung und es wurde leider abgeschafft.
 
Ich muss leider sagen, dass ich auf keiner Schule/Klasse war, wo die Klassengemeinschaft so dermaßen toll war, dass ich die Leute unbedingt sehen müßte. Ich schwamm damals als verwöhntes Einzelkind ja schon immer eher "gehen den Strom". Dementsprechend ist das Interesse, selbst den Aufwand zu betreiben und die Kontakte ausfindig zu machen eher gering.
Wenn mich allerdings jmd. fragen würde, würde ich mir das aber schonmal geben. Ob's dann das erste und letzte mal sein würde, kann sich ja dann zeigen. Aber es gab halt nie irgend welche Kontaktlisten. Das verlief von Anfang an alles im Sande. Meinen Kindern wünsch ich, dass sie viel eher ihren Platz in der Gesellschaft finden, als ich das getan habe mit erst Ende 20 ind dementsprechend auch gute Kobtakte und später viele Klassentreffen usw.
 

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