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Sie hat doch gesagt, dass ihr Verhalten falsch war.
Es hilft ihr nicht, sie zu verurteilen.
Wir machen alle Fehler. Sie sucht jetzt einen Weg, aus dieser - wie ihr selbst klar ist- nicht guten Situation herauszukommen.
Liebe Fragestellerin, ich kann deine Zerrissenheit gut nachvollziehen. Wie viel hast du mit deinem Mann schon versucht, um eure Ehe zu verbessern? Habt ihr euch mal Beratung gesucht? Das geht u.a. auch online, falls es vor Ort schwierig ist ...
Ist es mit dem zweiten Kind altersmäßig "knapp" oder hättest du da biologisch gesehen auch noch Zeit? Grundsätzlich halte ich den jetzigen Zeitpunkt auch nicht für passend.
 
Sie hat doch gesagt, dass ihr Verhalten falsch war.
Es hilft ihr nicht, sie zu verurteilen.
Wir machen alle Fehler. Sie sucht jetzt einen Weg, aus dieser - wie ihr selbst klar ist- nicht guten Situation herauszukommen.
Liebe Fragestellerin, ich kann deine Zerrissenheit gut nachvollziehen. Wie viel hast du mit deinem Mann schon versucht, um eure Ehe zu verbessern? Habt ihr euch mal Beratung gesucht? Das geht u.a. auch online, falls es vor Ort schwierig ist ...
Ist es mit dem zweiten Kind altersmäßig "knapp" oder hättest du da biologisch gesehen auch noch Zeit? Grundsätzlich halte ich den jetzigen Zeitpunkt auch nicht für passend.

Danke für deine netten Worte. Ja, mir ist schon bewusst, das mein Verhalten falsch ist. Und auch wenn es vielleicht so rüber kam: es weiß keiner davon und es wird auch nix dergleichen vermutet. Das würde ich meinem Mann auch nicht antun wollen.
Professionelle Beratung haben wir uns keine gesucht, davon hält mein Mann auch nichts. Wir haben einige Gespräche geführt. Er spricht davon das er sich mit Dingen abfindet und dass es seiner Meinung nach normal wäre. Ihm sei das mittlerweile egal und die Dinge die mich stören, damit sollte ich mich auch einfach abfinden.
Altersmäßig knapp ist ja immer eine Frage der Definition. Ich bin 33, also ein bisschen Luft ist noch, aber neu anfangen ist ja immer auch ein Sprung ins kalte Wasser. Bis man an dem Punkt ist vertrauen zu können und ein Kind mit jemanden zu bekommen, vergeht ja auch einiges an Zeit. Bis dahin wäre es dann zeitlich schon knapp. Den Zeitpunkt halte ich auch nicht für richtig, aber ich frag mich eben, ob ich das nicht später bereue. Dazu kommt, dass mir durch die Sache mit der Affäre eben auch klar geworden ist, dass es ja nicht bedeuten muss, dass es unbedingt besser wird. Ich meine wir haben uns kennengelernt, Mauern fallen lassen, stundenlang geredet und nachdem er mir gesagt hatte, dass er sich verliebt hat und weiß, das seine Beziehung keinen Sinn macht, ist er plötzlich zurück gerudert, hatte sich für das entschieden, wo er weiß was er zu erwarten hat, will mich aber nicht verlieren, auch wenn es nur platonisch wäre irgendwann. Das kann ich mir aber im Moment nicht vorstellen. Vielleicht ist das Glück für mich eben einfach nicht gedacht...
 
Hi nochmal,
gern. Du hast Recht, auch wenn man es weiß, hat man doch anfangs immer die rosarote Brille auf und es wird auch in einer neuen Beziehung früher oder später Probleme geben - anfangs ist es kaum möglich, einzuschätzen, ob man mit diesen dann besser oder schlechter leben kann als mit denen in der ersten Beziehung.
Kennst du den Film "Take this waltz"? Ich finde, der ist eine ganz gute Selbsttherapie zum Thema Bodenhaftung trotz Verliebtheit, hat mir zumindest schonmal sehr geholfen und ein wenig die Augen geöffnet.
Vielleicht spielst du die möglichen Verläufe, wie es weitergehen könnte, mal ganz konkret für dich durch, am besten schriftlich. Schreib eine Version A auf, wo du z.B. mit deiner Affäre zusammen kommst. Wie könnte das laufen - positiv, aber was könnte auch schlecht laufen oder dich enttäuschen? Was könnte Gutes entstehen, was könnte Schlechtes dabei herauskommen?
Ebenso für die Option, bei deinem Mann zu bleiben.
Ich frage mich auch, was die Einstellung deiner Affäre für seinen Charakter bedeutet. Nicht primär die Tatsache, dass er mit dir eine Affäre hat. Sondern ich meine v.a., dass er einerseits das mit euch offenbar auch so besonders findet und trotzdem nicht bereit ist, die andere Beziehung aufzugeben, obwohl nicht mal Kinder da sind, oder? Er hält lieber an etwas Alten fest, obwohl er damit nicht glücklich ist, als sich auf etwas Neues einzulassen. Ist das wirklich ein Mann, mit dem man durch die Höhen und Tiefen, Wagnisse und Herausforderungen des Lebens gehen kann? Wie tief geht seine Zuneigung dann wirklich, wenn er so wenig dafür riskieren mag?
Er ist offenbar weder verheiratet noch Vater und trotzdem bist du es ihm - hart ausgedrückt - nicht wert, einen mutigen Schritt zu wagen. Mit dem einzigen Grund, dass er Angst vor Veränderung hat.
Ist so ein Mann wirklich einer, der dich mittel- und langfristig glücklich machen kann?
Die Einstellung deines Mannes kenne ich leider aus eigener Erfahrung nur allzu gut. Ich fürchte, er ist sich seiner Sache zu sicher und sieht nicht, wie sehr seine Ehe wirklich auf der Kippe steht. Hast du ihm mal ganz klar gesagt, dass du seit einiger Zeit wirklich unzufrieden bist mit der Ehe? Dass du, so wie sie jetzt läufst, Zweifel hast, ob du dich damit ein Leben lang abfinden willst? Dass dir schon Gedanken an Scheidung gekommen sind, weil du so, wie es gerade ist, einfach nicht glücklich bist und zu viel fehlt? Dass er dir wichtig ist, aber, dass du dich nicht jahrzehntelang mit einer lauwarmen Ehe zufrieden geben willst?
Wenn du magst, schreib doch mal, womit er sich abgefunden hat. Und v.a., was sich für dich ändern müsste, damit du wieder zufrieden sein könntest. Gibt es eine Version, die für dich vorstellbar wäre, in der du mit deinem Mann wieder glücklich werden könntest? Stell dir vor, die Affäre verschwindet vom Bildschirm, weil er z.B. umzieht oder seine Freundin schwanger ist und er einen klaren Schlussstrich bei euch zieht o.ä. Jedenfalls ist er keine Option mehr. Was müsste sich dann ändern, damit du wieder mit deiner Ehe zufrieden werden könntest?
Was mochtest du früher an deinem Mann, was hat dich zu ihm hingezogen?
Wie gesagt, es gibt auch gute kostenlose Online-Beratungsangebote, auch welche, wo man sich erstmal einzeln beraten lassen kann und dann ggf. eine Paarberatung beginnt. Die EFL Paderborn bietet so etwas z.B. an. Vielleicht wäre das ein Weg und vielleicht würde dein Mann sich doch drauf einlassen, wenn es online ist und wenn du ihm sagst, wie ernst es dir ist?
So viel erstmal. Ich fühle mit dir, denn ich bin in einer sehr ähnlichen Situation und suche auch gerade einen Weg!
 
Feste Beziehungen sind etwas sehr schwieriges..
Oft glaubt man :...Ein neuer Fremder würde besser zu einem passen...
Die Realität ist oft anders.
Eine rosarote Affaire hat nichts mit dem rauhen Alltag einer festen Beziehung zu tun.
Sei froh, dass deine Affaire ehrlich mit dir umgegangen ist....und du ohne Probleme herauskommst.
Die feste Beziehung, welche man hat sollte man wertschätzen .
Es gibt nur wenige Männer mit denen eine feste dauerhafte Beziehung möglich ist.
Und :

Es hätte eine Katastrophe geben können, wenn eure Affaire aufgeflogen wäre..

Wenn du mit deinem Mann unglücklich bist...hätte ich mich getrennt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was den Charakter des Affärenmannes betrifft, so bin ich an der Stelle auch oft ratlos. Die Situation ist bei ihm ähnlich wie bei mir, zwecks Kind und Haus. Er ist in seinem Leben schon oft enttäuscht worden und glaubt nichts wert zu sein, bezeichnet sich selbst als riesengroßen Verlierer, weil er nicht bereit ist mehr zu versuchen. Mein Gefühl sagt mir, dass wir eigentlich das gleiche wollen und er nicht lügt, wenn er sagt, dass er Angst davor hat, dass ich am Ende doch erkenne, dass er all das nicht wert ist, aber vielleicht ist da auch eher das dumme Herz mit dem Hoffnungsschimmer schuld.
Ich hab dieses was wäre wenn Spiel schon in jegliche Richtungen gefühlte 1000 mal durchgespielt und finde bei beiden sowohl gutes, als auch schlechtes.
Als ich meinen Mann kennengelernt habe, war er rücksichtsvoll, unterstützend und liebevoll. Wir haben viel gelacht und uns verband, dass wir das selbe vom Leben wollten. Mit jedem Schritt, den das Ganze fester wurde, änderte sich dies jedoch. Er ist zum Beispiel ein totaler Sauberkeitsfanatiker. Wenn er nach Hause kommt, soll alles funkeln und blitzen. Mit Kind ist das nicht mehr so leicht. Spielzeug oder ein Fingerabdruck auf der Glastür, das sind Dinge mit denen er sich abgefunden hat, jedoch auch wenn er nichts sagt, sieht man seine Missbilligung in seinem Blick. Ich hingegen soll mich beispielsweise mit der permanenten Anwesenheit seiner Eltern und deren Einmischungen abfinden, oder mit rücksichtslosem Verhalten seinerseits, indem er beispielsweise davon ausgeht, dass meine Bedürfnisse weniger wichtig sind als seine. Er versucht mich zu erziehen, als wäre ich ein kleines Kind. Wäre er wieder der Mann, in den ich mich mal verliebt habe, wäre die Sache mit dem Glück wohl leichter, oder wenn er mich zumindest akzeptieren und wertschätzen könnte, wie ich bin. Mal wirklich Zeit füreinander haben hätte vielleicht auch geholfen. Immerhin ist seine Arbeit so wichtig, dass es seit 8 Jahren keinen Tag Urlaub gab, kein wirklich mal freies Wochenende und noch nichtmal Zeit zum Feiern des Hochzeitstages oder so. Solange er außerdem Probleme als Nichtigkeiten abtut und mir sagt, ich solle diese lernen zu akzeptieren oder mir jemand anderen suchen, da er von seinem Standpunkt nicht abrücken wird, sehe ich eine Paartherapie als schwierig an. Trotzdem ist da eben auch die gemeinsame Zeit, das Kind und ja auch die Gewohnheit und das wissen, dass es wohl der einfachere Weg wäre zu bleiben.
 
Wie kannst du an ein 2 Kind denken, wenn du schon im Kopf hast dich zu trennen.
Wenn du in deiner Ehe so unglücklich bist dann trenn dich. Mit deiner Affäre wirst du keine Zukunft haben, er hat ja einen Rückzieher gemacht.
Da dir Wohlstand wichtig zu sein scheint, dann bleib halt bei deinem Mann. Wasch mich, aber mach mich nicht nass, geht nicht.
 
Hi,
dein Mann scheint da ja sehr wenig veränderungsbereit zu sein, schade. Spricht für mich zumindest erstmal deutlich gegen ein 2 Kind! Weiß er, wie unzufrieden du bist und, dass du schon über Trennung nachgedacht hast?
Es gibt zwei sehr wertvolle Bücher, die ich super hilfreich finde, von Mira Kirshenbaum:
- Too good to leave, too bad to stay/ deutsch: Soll ich bleiben, soll ich gehen?
- When good people habe affairs (soweit ich weiß leider nur auf Englisch)
Hier stehen schon ein paar Impulse aus dem ersten Buch: https://www.greenfamily.de/der-kinder-wegen/
Liebe Grüße
 
Hallo TE, mein Rat: sei aufrichtig! Sei aufrichtig Deinem Mann ggü, Deiner Affäre ggü und Dir selbst ggü. Dann wirst Du wissen was zu tun ist.
Alles Gute
 

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