Nachdem ich eure Postings durchgelesen habe, muss ich leider sagen, dass wohl kaum einer von euch ein Christ im biblischen Sinne ist. Ein Christ ist ein Mensch, der
a) weiß, dass er ein Sünder ist (erzähl mir bitte keiner dass er noch nie gelogen oder gestohlen hat; es ist außerdem bequem sich mit anderen Menschen zu vergleichen, aber vergleicht euch mal mit Gottes Gerechtigkeitsvorstellungen (s. Bibel), dann seht ihr dass ihr echte Sünder seid.),
b) seine Sündhaftigkeit bereut und
c) an Jesus als seinen persönlichen Herrn und Retter (vor der Hölle!!) glaubt.
Wer das nicht tut, ist auch kein Christ, egal ob er getauft ist, sein ganzes Gehalt den Armen gibt, einer Kirche angehört, Sonntags zum Gottesdienst geht, bei "Ärzte ohne Grenzen" arbeitet etc. Es ist der Glaube der zählt (sola fide - das Motto der Reformation). Es ist richtig, in der Bibel steht auch, dass Glaube ohne (biblisch definierte) Werke tot ist, nur leider sind Werke ohne Glauben rein gar nichts wert vor Gott! Selbst unsere besten Werke sind in der Regel verunreinigt z. B. durch Geltungsbedürfnis, Stolz, Herrschsucht, mangelnder Gottesfurcht oder Eigennutz.
Römer 3
🤐0 -> "... »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen."
Röm 3,28 -> "So kommen wir nun zu dem Schluß, daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes."
Bitte verwechselt außerdem humanitäres Handeln nicht mit Christsein. Es gibt da zwar Überschneidungspunkte, aber auch völlige Unvereinbarkeiten. Für den einen mag Abtreibung nach Vergewaltigung oder aus finanziellen Gründen humanitär sein, laut Bibel ist es jedoch Mord an einem Menschen, der Gottes Ebenbild ist. Als Menschen haben wir nicht das Recht ohne ausreichenden, biblisch definierten Grund, andere Menschen zu töten, wir vergreifen uns damit an Gottes Eigentum! Wir töten Ungeborene, aber bei Serienkillern (die laut Bibel sterben müssten) protestieren wir gegen die Todesstrafe. Wie verrückt!
Ich lese aus dem Anfangsposting heraus, dass der Schreiber sein Vertrauen auf fehlbare Menschen setzt und verlangt dass diese ihm helfen. Ich sage, setze dein Vertrauen auf den unfehlbaren Schöpfer, dann wird er schon für dich sorgen! Ich selbst habe weder viel Geld noch sonderlich viele Freunde oder Partner/Eltern/Geschwister/Verwandte, die mich unterstützen, dennoch habe ich nie das Gefühl allein oder verlassen zu sein, denn ich setze mein GANZES Vertrauen auf Gott.
ER ist es, der mich versorgt, nicht mein Arbeitgeber, meine Nachbarn, Gemeindemitglieder oder sonst wer. Das sind alles nur Versorgungskanäle, die eigentliche Versorgung leistet Gott höchstpersönlich. ER ist es, der Umstände und Situationen zu meinen Gunsten lenken kann. Dies habe ich unzählige Male erlebt, auch in einer jahrelangen Krakheitsphase, wo ich für viele Dinge einfach zu schwach war, um sie zu regeln. ER jedoch hat mich nie im Stich gelassen. Übrigens habe ich meine Krankheit dazu genutzt, IHN besser kennenzulernen durch Gebet und Bibel lesen, durch das Anhören von Predigten aus dem Internet, durch das Lesen christlicher Websites und Bücher. Wer damit überhaupt nichts anfangen kann, ist entweder glaubenstechnisch furchtbar unreif oder möglicherweise überhaupt nicht vom heiligen Geist erfüllt und damit auch nicht gerettet (vor der Hölle). Sorry!
Zu den hilfsbereiten Rock-Freunden: Woher weißt du, dass diese Typen nicht heimlich Kinderpornos gucken oder zu bulgarischen Zwangsprostituierten gehen? Oder besoffen Auto fahren und das Leben von anderen Menschen gefährden? Kannst du sie 24 h am Tag beobachten? Du sicher nicht, aber Gott kann das.
Bei mir steht höchstwahrscheinlich demnächst ein Umzug an und ich habe niemanden, der mir da finanziell oder tatkräftig hilft. Aber ich mache mir keine Sorgen, denn Gott wird mich durch diese Situation hindurchtragen, so wie er es immer tut. Er wird Türen öffnen, wo vorher keine waren, es wird viele "verrückte Zufälle" geben und das Geld wird auch da sein. Ich weiß nicht welchem Gott ihr dient, aber so arbeitet mein Gott.
Übrigens, wer nach seinem Herzen handelt, handelt in den meisten Fällen ganz sicher nicht nach Gottes Willen, sondern nach seinem eigenen, denn "Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?" (Jesaja 17:9).
Falls einer von euch es wirklich ernst meint mit Gott, dem rate ich sich mal folgende Glaubensbekenntnisse durchzulesen und sie zu seinen eigenen zu machen:
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Von unnützen Sorgen (Matthäus 6)
25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?
26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?
28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht;
29 ich sage euch aber, daß auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?
31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?