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Geh mir einer weg mit Christen... :((

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Die Partei mit dem C handelt doch auch nicht christlich, sondern im Namen des Geldes, so tun das einige christlich-überzeugte Vereinigungen. Sie beuten Menschen auf's übelste aus, aber bestimmt nicht im Namen des Herrn da oben! Sonntags rennen sie dann in die Kirche und denken sie wären deshalb gute Menschen, nur weil sie beten.
Mit ihrem Gebet reden sie sich dann ihr Gewissen rein. Solche Moralapostel sind mir auch ein Dorn im Auge! Jeder kann von mir aus glauben was er will, aber Scheinheiligkeit und Heuchelei ist das Letzte!
 
Allein die Tatsache, daß jemand in der Kirche ist, macht den Menschen auf jeden Fall nicht zu einem guten Menschen!
Schon Albert Schweitzer sagte einmal: "Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht."

Dennoch kann ich nicht verstehen, weshalb man "die Christen" an sich als besonders schlechte Menschen brandmarkt, weil einige von ihnen eben schlechte Christen sind. Ein heuchlerischer oder sonstwie schlechter Mensch kann gar kein guter Christ sein! Ebenso finde ich es als Katholikin verletzend, wenn hier jeder katholische Pfarrer als potentieller Pädophiler oder gar Kindesmissbraucher betrachtet wird.

Wie viele gute Christen es gibt, die ihren Glauben ernst nehmen und sich nicht wie die Pharisäer bzw. Sadduzäer verhalten, und wie viele charakterlich wertvolle und engagierte Pfarrer und Ordensleute es gibt (nach meiner Überzeugung ist die ganz große Mehrheit so!), fällt hierbei völlig unter den Tisch. Ich finde das einfach nur schäbig und unfair.

Leider sind praktizierende Christen, insbesondere wenn sie auch noch katholisch sind, heute in der öffentlichen Meinung praktisch zum Abschuss freigegeben. Wer sich aber darüber beklagt, von pauschal als heuchlerisch diffamierten Christen im Stich gelassen zu werden, der sollte sich erst einmal an die eigene Nase fassen und sich fragen, wie ernst er eigentlich sein Christentum nimmt. Was man selbst nicht zu geben bereit ist, darf man auch nicht von anderen erwarten.

Ich glaube nämlich nicht, dass jeder der hier so eifrig Lästernden ohne weiteres bereit wäre, einem Mitmenschen, dem seine Wohnung gekündigt wurde, auf unabsehbare Kost und Logis zu gewähren und sich so richtig dafür ins Zeug zu legen, dass er wieder eine Wohnung findet. 😎
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Christaluise,

ich möchte nichts verallgemeinern.
Finde es schon gut, wenn jeder seinen Glauben hat und auch in sich trägt. Ist sicherlich irgendwo auch eine "Stütze" den Alltag zu bewältigen, wenn man einen Glauben in sich trägt.
Die Auslegung des Glaubens und das Leben/Vorleben-
dessen was man glaubt- macht einen Glauben ja im Grunde erst sinnvoll.

Doch was ich beobachte-
im Alltag-
ist genau das,
was Du beschreibst.

Wenn schon der Papst bei den ganzen Vorfällen der katholischen Kirche als Trost lediglich
für die "Abtrünnigen" beten möchte-
dann fällt mir eigentlich dazu gar nichts ein ???? - Gut, sorry...das ist natürlich ein anderes Beispiel. Ist mir nur dazu eingefallen.

Auch meine Mutter hatte vor vielen vielen Jahren mal in einer Lebenskrise die Hilfe eines Pristers erbeten und
wurde gelinde gesagt- nicht ernst genommen! Nur mal so als weiteres Beispiel!

Was ich beobachte-
ist generell,
dass "Glaube" nicht gelebt wird.
Es scheint für mich manchmal alles mehr oder weniger als "Scheingefilde"-
dennoch,
es sind die Menschen-
die den Glauben falsch leben. Aus diesem Grunde halte ich von Kirchen -dem Papst und dem ganzen Scheingefilde-
auch nicht sonderlich viel. Aber gut,
das ist meine persönliche Einstellung!!!

Ich beobachte im Allgemeinen,
dass die sogenannten "NICHTGLÄUBIGEN" -irgendwo doch mehr Menschlichkeit in sich tragen-
sieht man ja auch-
an Deinem Beispiel. Beten? ....Naja-
lieb gut und Recht. Aber ab und an ist auch Handeln angesagt-
denn alleine durch s Beten passiert noch nichts.

Ich hoffe, Du findest auch für Dich selber die Kraft-
so schnell wie möglich eine Bleibe zu suchen und auch zu finden. Das wünsche ich Dir!

Ggf. hast Du ja immer noch Deinen Sohn-
der Dich zur Not aufnimmt.

Von daher-
ist das doch sicherlich auch erstmal beruhigend!

Alles Gute!

lg.Sissy
 
Hi,

ich kann dazu nur sagen, dass ich angebliche Christen immer gerne belächle, gerade wenn ich höre wie sie regelmäßig zur Kirche gehen oft beten und die Fastentage einhalten, aber in ihrem ganzen Leben noch keinen Hauch ehrenamtliches Engagement gezeigt haben.
Um Nächstenliebe zu praktizieren muss man weder Christ sein, noch einer anderen Glaubensrichtung angehören. Es reicht schon aus, dies einfach zu tun, um der Nächstenliebe und des Helfens willen. Dazu braucht es keine Rituale, die unterstreichen, dass man ja angeblich praktizierender Gläubiger ist, dazu braucht es Taten, die dies auch bezeugen und für sich selbst sprechen.
Alles andere ist falsch und geheuchelt und hat mit den meisten moralischen Grundsätzen des Christentums (die ich auf jeden Fall gut heiße, da sie allgemein gelten) nichts zu tun.

Liebe Grüße
 
Guten Tag, Christa!

Zu Deiner Schilderung fällt mir sofort die Geschichte von "Barmherzigen Samariter" ein, die Du bestimmt auch kennst. Da waren es auch nicht die Frommen, die Gottesfürchtigen, die taten, was Sie hätten tun müssen. Nein, es war genau jemand, der aus einem ganz anderen Hintergrund kam.

Das ist eine Erfahrung, die man allüberall und täglich machen kann.

Ich kann deiner Schilderung eine bittere Erfahrung aus meinem eigenen Leben hinzufügen. Zu meinem Freundeskreis gehört ein Pfarrer, inzwischen zwar pensioniert, aber mit einer guten Pension ausgestattet. Vor einiger Zeit ging es mir aus bestimmten Gründen sehr schlecht, meine finanzielle Lage war grenzwertig. Im Grunde wusste ich nicht mehr, wie ich meinen täglichen Bedarf decken sollte. Konkret: Mir fehlte Geld, um meine Nahrungsmittel zu beschaffen.

Besagter Freund und Pfarrer rief mich seit längerer Zeit - fast jeden Tag - an. Er hat ein Faible für eine zeitgemäße Bibelauslegung, ist der hebräiischen Sprache mächtig, beherrscht das Griechisch, in dem das Neue Testament verfasst wurde. Und dann interpretierte er und kommentierte er am Telefon ellenlang und mit hehrem Pathos das Zeitgeschehen.

Immer wieder hörte ich seine Rede von der Brüderlichkeit. Jesus, unserer Bruder, Gott, unser Vater. Du wirst das kennen. Fast jeden seiner Anrufe leitete er mit der Frage ein, wie es mir gehe. Irgendwann berichtete ich ihm, dass mein Kühlschrank leer sei, mein Vorratsschrank auch. Das sei ja schlimm, nein das habe ich nicht verdient.

Er überlege ja, aber da habe er im letzten Monat so viele unerwartete Ausgaben gehabt, wisse auch nicht, ob er sein Konto noch überziehen könne. In dieser Manier liefen einige unserer Gespräche ab. Ich erinnerte mich daran, dass ich fast bis kurz vor meiner eigenen Misere den jungen Menschen von der Tafel, die regelmäßig vor meinem Supermarkt Lebensmittel sammelten, ebenso regelmäßig eine Tüte mit Lebensmitteln - meistens so um 20 € - in die Hand gedrückt hatte.

Dann seine Ermutigung: "Halt die tapfer. Ich denke an dich!"
Da nicht zynisch zu werden, fiel mir verdammt schwer. Ihm war wohl klar, wie problematisch meine Situation war und mit einem Schlag brachen seine Anrufe ab.

Für mich ist schon länger klar, dass die Diskrepanz zwischen Reden und Handeln umso größer ist, je höher der theologische, politische oder sonstige Anspruch ist, der dahinter steckt. Und dann denke ich wieder an Jesus. Der wusste das: "Gebt ihr ihnen zu essen!"

Er redete nicht nur, er handelte.
Unsere wirklichen Freunde sind nicht die, die große Worte machen. Meist sind es die anderen.

Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht und grüße dich,

Paperback
 
Du schreibst:

"Ich bin auch (praktizierende) Christin."

Das ist schön. Allerdings offenbart der weitere Inhalt deiner Nachricht die Kluft zwischen Reden und Handeln.

Mich empört so etwas inzwischen.

Gruß

Paperback
 
Christa, hast du dich bereits von Stellen wie dem Wohnungsamt, Sozialamt Abt. Wohnhilfen oder ähnlichen Stellen beraten lassen? Gibt es bei euch ein Amt, bei dem die Vermieter die WBS-Wohnungen freimelden? (ich gehe davon aus, dass du wenig Geld hast und daher Anspruch auf nen WBS) Manche Vereine oder Ämter der Wohnhilfe und Obdachlosenhilfe (ich nenn die jetzt einfach mal so, kann dir für deine Stadt nichts Konkretes sagen) haben auch "Partnervermieter", mit denen sie zusammenarbeiten oder wo sie gute Erfahrungen haben. Ich denke, es wäre hilfreich, mit Leuten in deiner Stadt zu sprechen, die den ganzen Tag nichts anderes machen als Obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen zu versuchen, in die eigene Wohnung zu vermitteln.
 
Nicht der Glaube macht einen guten Menschen aus. Sondern die Taten. Und gute als auch schlechte Taten, kann man immer begehen, denn wir haben die freie Entscheidung.

Du musst nicht deinen Glauben aufgeben, um ein guter Mensch zu sein, auf keinen Fall. Wenn das DEIN Glaube ist, der dir die Kraft gibt, gutes zu tun, lass dich von anderen nicht darin erschüttern!

Aber es freut mich, dass du siehst, dass auch Menschen mit anderem Glauben durchaus hilfreich und nett sein können. Eine gute Sache, die dich sicher deinem Gott, wie du ihn kennst, näher bringt.


Gehe weiterhin deinen Weg und lass dich nicht von anderen manipulieren. Das ist es nicht wert!


Was die Wohnung betrifft, kann ich den anderen beipflichten. Gehe zu entsprechenden Ämtern, informier dich über den §5 Schein usw... bitte deinen Sohn um Hilfe, ob er vielleicht weiter weiß. Das wird schon, lass dich nur nicht hängen! *drück*

Liebe Grüße
Surrender
 

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