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Gefühlt jeder hat mehr Geld als ich und es macht mich fertig

Normalerweise würde ich mir vorher schon überlegen, was ich mit meinem Beruf verdiene, bevor ich ihn ergreife. Habe ich nicht so viele Möglichkeiten, dann ist das natürlich eingeschränkt. Aber wenn man weiß, diese Bereiche werden nicht besonders gut bezahlt, dann muss ich mich doch nicht unbedingt da hin orientieren.

Ansonsten ist es besser, nur auf sich zu sehen, und da das bestmögliche rauszuholen und nicht auf andere zu sehen. Geld verdirbt den Charakter und jemand, der seinen Erfolg ständig raushängen lassen muss, weil er sich dann als was besseres fühlt, hat auch sonst Charakterfehler, würde ich mal sagen.
 
Völlig außer Acht gelassen wird hier scheinbar dass man jeden braucht, sonst liebe Großstadtlegende, leert nämlich auch keiner deine Mülltonne mit leeren Kaviardosen.

Tut mir wiederrum leid, aber das ist mindestens genauso klischeehaft.
Nicht jeder Studierte verdient automatisch gut, und da heutzutage ja fast jeder studiert frage ich mich auch wohin das irgendwann noch führt. Dann lass mal die Digitalisierung weiteren Einzug finden, und schon fällt wieder der eine oder andere Arbeitsplatz weg.

Im Grunde sind dann alle Bürohengste etc. selbst schuld, nicht wahr?
Also eigentlich darf sich überhaupt keiner beschweren, da ja schließlich jeder dieselben Voraussetzungen und Fähigkeiten hat. Komisch dass sich so viele hier im Finanzforum aufhalten.
 
Über was diskutiert ihr?
Es gibt besser und schlechter bezahlte Berufe.
Dementsprechend verdienen manche Menschen mehr und manche weniger.

Niele255 du darfst gerne der Meinung sein, dass Müllmänner und Friseure mehr verdienen sollten.

Allerdings arbeiten die meisten Müllmänner bei den Kommunen, werden nach Tarif bezahlt und verdienen durchaus 3.000 € + brutto. Auch wenn es ein Knochenjob ist, ist er heiß begehrt, denn er zählt zu den bestbezahlten Jobs, die man ohne größere Qualifikation machen kann. Das verdient manch ein Büroangestellter nach seiner Ausbildung nicht.

Großstadtlegende hat vollkommen Recht, grundsätzlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Natürlich gibt es die Faktoren Glück und Zufall, die gibt es immer. Aber ich wunder mich extrem wenn du sagst man könne mit 4000K kein wirkliches Vermögen mehr aufbauen. Natürlich kann man auch das Geld gut verleben, aber das ist die Wahl, die man immer hat: Sparen oder Ausgeben. Bereits aus einem Sparplan von 50 im Monat gut angelegt kann ein kleines Vermögen im Laufe des Lebens werden.

Aber auch das entscheidet jeder selbst.

Man kann kritisieren, dass man im Niedriglohnsektor zu wenig verdient, ja, aber nicht dass per se jemand, der studiert hat oder spart mehr Geld hat. Wer nicht studieren kann oder will bzw. ungelernte schlecht bezahlte Tätigkeiten macht, hat halt weniger. Ist in jeder Gesellschaft so.
 
Mich stört einfach diese Verallgemeinerung bzw. immer dieser Unterton dass es doch jeder selbst in der Hand hätte.

Auch die Diskussionen in einem anderen Thread zum Thema Wohnung mieten oder kaufen.

Ich weiß nicht wie manche rechnen.

Mit den üblichen Annehmlichkeiten die manche in meinem Umfeld so haben (Daimler, eigenes Haus, diverse Konsumgüter) käme ich mit diesem Betrag nicht so wirklich weit, da ich kaum Rücklagen für unvorhergesehene Dinge hätte. Einmal eine fällige Dachsanierung und schon sind wieder 15-20k fällig, einmal größere reparatur am Auto und schon gehts wieder von vorne los. Viele kalkulieren das scheinbar vorher gar nicht. Wenn dann noch 2 Kinder da sind wird es nochmal schwieriger.

Wenn ich natürlich bescheiden lebe, geht das eventuell einigermaßen, aber in der Regel wollen die Leute im Laufe des Lebens ja aufbauen oder nicht?

Mit dem Durchschnittsgehalt was ja immer genannt wird, kommt man jedenfalls nicht weit, das heißt auch mit 500 mehr im Monat wird man keine Reichtümer schaffen können.
 
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Mich stört einfach diese Verallgemeinerung bzw. immer dieser Unterton dass es doch jeder selbst in der Hand hätte.

Auch die Diskussionen in einem anderen Thread zum Thema Wohnung mieten oder kaufen.

Ich weiß nicht wie manche rechnen.

Mit den üblichen Annehmlichkeiten die manche in meinem Umfeld so haben (Daimler, eigenes Haus, diverse Konsumgüter) käme ich mit diesem Betrag nicht so wirklich weit, da ich kaum Rücklagen für unvorhergesehene Dinge hätte. Einmal eine fällige Dachsanierung und schon sind wieder 15-20k fällig, einmal größere reparatur am Auto und schon gehts wieder von vorne los. Viele kalkulieren das scheinbar vorher gar nicht. Wenn dann noch 2 Kinder da sind wird es nochmal schwieriger.

Wenn ich natürlich bescheiden lebe, ght das eventuell einigermaßen, aber in der Regel wollen die Leute im Laufe des Lebens ja aufbauen oder nicht?

Mit dem Durchschnittsgehalt was ja immer genannt wird, kommt man jedenfalls nicht weit, das heißt auch mit 500 mehr im Monat wird man keine Reichtümer schaffen können.

Das ist absolut richtig, aber mal provokant gefragt: KANN ein Durchschnittseinkommen zum Aufbau großer Reichtümer dienen? Dann wäre ja der Durchschnitt aller Deutschen irgendwann reich 😀

Wenn ich Haus, Daimler, diverse Konsumgüter, 2 Kinder hätte UND noch genügend Rücklagen um ein Dach für 20k bar zu sanieren, dann kann ich doch nicht kritisieren, dass ich keine Möglichkeiten hätte, reich zu werden.
Dann habe ich mich schlicht dafür entschieden, Geld zu konsumieren, absolut ok. Aber durchschnittlich verdienen, alles haben UND großes Vermögen aufbauen? Klar geht das nicht.

Es ist aber eine Definition was Reichtum ist. Ist Reichtum der Daimler vor der Tür, den jeder sieht oder die Million auf dem Konto, von der keiner weiß?
Gut, ich hab beides nicht, aber die Mio hätte ich lieber als selbiges Geld in Form von Autos 😀
 
Das mit den Autos ist sicherlich Ansichtssache, ich würde für 80K lieber die nächsten 30 Jahre Urlaub machen.

In der Eingangsfrage ging es ja aber darum, dass sich so mancher (einschließlich mir) wundert, dass alle um einen herum mit Ende Zwanzig bis Anfang 30 in das eigene Haus ziehen und augenscheinlich im Geld "schwimmen". Also könnte man tatsächlich unterstellen dass man nicht weiß wieviel Spritze von den Eltern kommt, welche Umstände sonst dazu beitragen, oder ob sich diese Personen schlicht verschulden. Denn sonst würde man sich zurecht wie im falschen Film fühlen.

Denn als Durchschnitts- bis leicht Besserverdiener geht das alles ganz sicher nicht ohne Bank. Und wenn die Rate fürs Haus erstmal läuft sind noch längst nicht alle Versicherungen, eventuelle Sanierungskosten, laufende Kosten etc. abgedeckt. Ich kann auch ein Haus geschenkt bekommen oder erben, es aber mangels Rücklagen nicht unterhalten.
 
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Das mit den Autos ist sicherlich Ansichtssache, ich würde für 80K lieber die nächsten 30 Jahre Urlaub machen.

In der Eingangsfrage ging es ja aber darum, dass sich so mancher (einschließlich mir) wundert, dass alle um einen herum mit Ende Zwanzig bis Anfang 30 in das eigene Haus ziehen und augenscheinlich im Geld "schwimmen". Also könnte man tatsächlich unterstellen dass man nicht weiß wieviel Spritze von den Eltern kommt, welche Umstände sonst dazu beitragen, oder ob sich diese Personen schlicht verschulden. Denn sonst würde man sich zurecht wie im falschen Film fühlen.

Ja, du würdest mit 80K 30 Jahre Urlaub machen. Ein etwas vernünftig denkender Mensch würde sich davon z. B. einen Familienwagen kaufen oder in ein Eigenheim anlegen.

Und, nein, es schwimmt keiner im Geld, die meisten Menschen geben ihr Geld nur sinnvoller aus als andere.
Das hat auch nichts mit falschem Film zu tun, das ist vorausdenken und Realität.

Denn als Durchschnits- bis leicht Besserverdiener geht das alles ganz sicher nicht ohne Bank. Und wenn die Rate fürs Haus erstmal läuft sind noch längst nicht alle Versicherungen, eventuelle Sanierungskosten, laufende Kosten etc. abgedeckt. Ich kann auch ein Haus geschenkt bekommen oder erben, es aber mangels Rücklagen nicht unterhalten.

… was willst du jetzt damit sagen? 😕

Dass man immer Versicherungen und Nebenkosten hat, ist doch klar. Das hat doch nichts mit dem Haus zu tun.

Und wenn ich ein Haus geschenkt bekomme, und es nicht unterhalten kann, dann verkaufe ich es und jetzt?
 
Hallo Niele 255.
"Wenn ich 80k hätte, würde ich die nächsten 30 Jahre Urlaub machen"..... so gibt das nichts.....
Imagine - if it was zero now. Du machst jetzt den absoluten cut im Leben.

Im Leben gibt es Produzenten und Konsumenten. Die ersten schaffen, die zweiten geben aus. Gucken sich Werbung an und erfinden Wünsche, die vorher noch nie existiert haben Man muss ja mithalten können.
Um zu den Produzenten zu gehören, muss man erst mal die Basis schaffen. Heute, nicht morgen oder dann den Tag.
Heute Abend schon wird jede(!) freie Stunde genutzt um Kapital anzusparen, wie auch immer. Nix mit chat am PC. Rausgehen, arbeiten, Pfandflaschen sammeln(?), Bedarf eruieren, Bedarf befriedigen, kassieren. Sparen, weglegen. Werbung wegwerfen, Fernseher und Radio ausschalten, arbeiten. Und das auf lange Zeit und nicht nur, bis man nur 20.000 zusammen hat. Die Kinder erziehen und sparen. Arbeiten gehen. Weglegen. Die Kinder dazu erziehen dass man spart und weglegt. Bildung fördern. Sehen wie andere selbständig sind, arbeiten.
Und dann - in 30 Jahren - wenn man selber nichts vom Leben hatte - den Kindern den Grundstock für die eigene Selbständigkeit vererben.
So - und nicht anders - werden Unternehmen aufgebaut! Willst Du dabei sein - oder Dich an anderen arm gucken??
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will damit sagen dass ich anstatt jeden Monat Wertverlust an einem 80K Wagen zu haben das Geld in Dinge stecken würde, die ich wirklich brauche oder von denen ich durch Erinnerungen zehren kann. Das kann Urlaub sein, aber nicht ausschließlich, wurde schon wieder missverstanden.

Auch lese ich nirgends dass ich von Luxusurlauben gesprochen hätte. Da ich dieses Geld nie haben werde, erübrigt es sich sowieso.

Ansonsten wollte ich damit nur sagen dass auch mit Eigenheim (ob schon abbezahlt oder nicht) nicht unbedingt 1. Klasse Tickets drin sind.
 
Das mit den Autos ist sicherlich Ansichtssache, ich würde für 80K lieber die nächsten 30 Jahre Urlaub machen.

In der Eingangsfrage ging es ja aber darum, dass sich so mancher (einschließlich mir) wundert, dass alle um einen herum mit Ende Zwanzig bis Anfang 30 in das eigene Haus ziehen und augenscheinlich im Geld "schwimmen". Also könnte man tatsächlich unterstellen dass man nicht weiß wieviel Spritze von den Eltern kommt, welche Umstände sonst dazu beitragen, oder ob sich diese Personen schlicht verschulden. Denn sonst würde man sich zurecht wie im falschen Film fühlen.

Denn als Durchschnitts- bis leicht Besserverdiener geht das alles ganz sicher nicht ohne Bank. Und wenn die Rate fürs Haus erstmal läuft sind noch längst nicht alle Versicherungen, eventuelle Sanierungskosten, laufende Kosten etc. abgedeckt. Ich kann auch ein Haus geschenkt bekommen oder erben, es aber mangels Rücklagen nicht unterhalten.

Gerade im Alter bis 30 dürfte fast niemand viel Vermögen aus eigener Kraft aufbauen. Geh mal davon aus, dass fast jeder, der mit 25 nen dicken Benz fährt, Hilfe von Pappa hatte 😉

Ist das gerecht? Nicht wirklich. Nicht jeder kommt aus einer Familie, die ihn unterstützen kann. Umgekehrt: Wenn Eltern ihr Leben lang gespart haben (das war in früheren Generationen so), dann sollen sie ruhig ihren Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen.

Meine Großeltern haben auch den Teebeutel zweimal benutzt. Auch wenn das eine ganz andere Zeit war, diese Sparsamkeit war mit ein Grund für den Reichtum von dem heute noch Kindeskinder leben.

Ich kenne das aus meinem Umfeld auch. Freundin von mir hat schon 4 Mietobjekte geerbt und arbeitet nur noch Teilzeit. Wenn ihre Eltern mal nicht mehr sind, kommen noch 2 Häuser hinterher. Und eins bewohnt sie bewohnt sie selber, also hat sie dann wie bei Monopoly die ganze Schlossallee mit Häusern und Hotels... 😀

Natürlich sieht man dass und kann sich fragen, warum man selber nicht aus solchen Verhältnissen kommt und wie unfair die Welt sein kann 😉
 

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