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Gefühlt jeder hat mehr Geld als ich und es macht mich fertig

MoneyForNothing1982

Neues Mitglied
ich muss meinem Unmut echt mal Luft machen. Ich arbeite bei einer Versicherungsagentur und bekomme dort natürlich täglich mit, dass es offensichtlich sehr viele Leute mit aus unerfindlichen Gründen viel Geld gibt.

Ob das nun ein 20-jähriger Vollzeitstudent ist, der sich "mal eben" einen Mercedes CLA AMG kauft oder der Kindergärtner, der ganz stolz erzählt, dass er seinen neuen Audi RS 6 bar bezahlt hat. Auch in meinem Freundes- / Bekanntenkreis sind die meisten Leute eher bei "wohlhabend" einzuordnen, während ich irgendwie
seit ich denken kann eher am Existenzminimum rumkratze und mir trotz Vollzeitjob nichtmal Wohnung + Auto leisten kann (ich arbeite als Sachbearbeiterin).

Leider sieht man es auch sehr oft, dass Leute einfach schon von Anfang an die besten Voraussetzungen haben, um später mal erfolgreich zu sein, sprich, die Eltern besitzen eine Firma, bei der man dann einsteigt, oder der Opa schenkt mal eben eine Eigentumswohnung oder ein Auto, oder eben einen Bauplatz.

Ich war bereits in der Schule die einzige in der Klasse, die in einer Wohnung lebte. Ausnahmslos alle anderen Klassenkameraden hatten Häuser, und es handelte sich im Übrigen
um eine stinknormale Gesamtschule, nix "privat" oder sonstiges.

Meine Eltern waren beide Angestellte (sind inzwischen in Rente), meine Großeltern sind früh gestorben und haben mir auch nichts vererbt, im Gegenteil, sie haben teilweise noch einen recht hohen Schuldenberg hinterlassen.

Mir ist schon bewusst, dass Geld nicht alles ist, aber es lebt sich leider doch ein wenig leichter, wenn man keine finanziellen Sorgen hat.

Und natürlich stimmt es auch ein stückweit, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist, und dennoch finde ich es unfair, dass so viele Leute einfach schon von Haus aus den finanziellen Background haben, um an einer tollen Uni zu studieren oder eine entsprechende Ausbildung im Familienunternehmen zu absolvieren, während ich nach Ausbildung und Weiterbildung erst nach plus / minus 120 Bewerbungen einen schlechtbezahlten Job finde und in diesem verharren muss, weil alle anderen noch schlechter zahlen.

Man kommt sich einfach minderwertig vor und es macht mich auch wütend, dass so vielen das Glück oder die finanzielle Unabhängigkeit quasi schon in die Wiege gelegt wurde.

Geht es euch auch so? Wie geht ihr damit um, wenn die meisten Leute offensichtlich besser leben als ihr?
 
Ob das nun ein 20-jähriger Vollzeitstudent ist, der sich "mal eben" einen Mercedes CLA AMG kauft oder der Kindergärtner, der ganz stolz erzählt, dass er seinen neuen Audi RS 6 bar bezahlt hat.
Die Leute erzählen viel wenn der Tag lang ist und hinter so manchem schönen Auto steckt nen junger gebrauchter, geliehenses Geld von den Eltern, nen Kredit oder nen Leasing.
Oft wird das nur nach außen hin nicht kommuniziert.

Auch in meinem Freundes- / Bekanntenkreis sind die meisten Leute eher bei "wohlhabend" einzuordnen, während ich irgendwie
seit ich denken kann eher am Existenzminimum rumkratze und mir trotz Vollzeitjob nichtmal Wohnung + Auto leisten kann (ich arbeite als Sachbearbeiterin).
Lebst du in München? Oder hat dein AG keinen Tarifvertrag? Der Tarifvertrag des privaten Versicherungsgewerbes zahlt den AN nämlich eigentlich gutes Geld. Keine 80 000 aber schon nicht schlecht.

Leider sieht man es auch sehr oft, dass Leute einfach schon von Anfang an die besten Voraussetzungen haben, um später mal erfolgreich zu sein, sprich, die Eltern besitzen eine Firma, bei der man dann einsteigt, oder der Opa schenkt mal eben eine Eigentumswohnung oder ein Auto, oder eben einen Bauplatz.
Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand und keine Voraussetzung. Ja es ist einfacher wenn geld keine oder nur eine kleine Rolle spielt aber auch Kinder gut verdienender Eltern können eine Ausbildung in den Sand setzen und auch Kinder von gering verdienern können ein 1er Studium hinlegen.

Ich war bereits in der Schule die einzige in der Klasse, die in einer Wohnung lebte. Ausnahmslos alle anderen Klassenkameraden hatten Häuser, und es handelte sich im Übrigen
um eine stinknormale Gesamtschule, nix "privat" oder sonstiges.
Warum ist das schlimm? Meine Geschwister wohnen alle in Häusern. Nur ich wohne zur Miete und bin damit ganz Happy. Ich mag keine Schulden und bin deutlch felxibler mit ner Mietwohnung. Wenn die Nachbarn nerven kann ich umziehen, wenn was kaputt ist ist das nicht mein Problem.

Meine Eltern waren beide Angestellte (sind inzwischen in Rente), meine Großeltern sind früh gestorben und haben mir auch nichts vererbt, im Gegenteil, sie haben teilweise noch einen recht hohen Schuldenberg hinterlassen.
Großeltern müssen ja auch nicht an die Enkel vererben und ein verschuldetes Erbe kann man ausschlagen.

Mir ist schon bewusst, dass Geld nicht alles ist, aber es lebt sich leider doch ein wenig leichter, wenn man keine finanziellen Sorgen hat.

Und natürlich stimmt es auch ein stückweit, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist, und dennoch finde ich es unfair, dass so viele Leute einfach schon von Haus aus den finanziellen Background haben, um an einer tollen Uni zu studieren oder eine entsprechende Ausbildung im Familienunternehmen zu absolvieren, während ich nach Ausbildung und Weiterbildung erst nach plus / minus 120 Bewerbungen einen schlechtbezahlten Job finde und in diesem verharren muss, weil alle anderen noch schlechter zahlen.
Wie oben schon gesagt. Es ist ggf etwas einfacher aber wichtiger als das Geld ist was man aus den eigenen Fähigkeiten macht. Alles Geld der Welt macht aus nem Idioten kein Wunderkind. Dein Job ist schlecht bezahlt? Dann mach was dagegen. Schau ob du nicht ne Struktur stärkere Region findest wo besser bezahlt wird oder ob du verantwortung übernehemen kannst inkl. entsprechender Zulagen.

Man kommt sich einfach minderwertig vor und es macht mich auch wütend, dass so vielen das Glück oder die finanzielle Unabhängigkeit quasi schon in die Wiege gelegt wurde.


Geht es euch auch so? Wie geht ihr damit um, wenn die meisten Leute offensichtlich besser leben als ihr?
Ich komme mit meinem Geld gut klar. Ich weiß das einige mehr verdiene als ich und das ist ok. Ich würde mit einigen von denen nicht tauschen wollen. Wenig Freizeit, viel Verantwortung ... nä , für 150 000+ € im Jahr würde ich kein Arzt sein wollen oder Vorstandsvorsitzender oder sonst so was.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Meine Erfahrung ist , daß viele Leute meinen sich erfolgreich darstellen zu müssen ist sehr wichtig , meist tun sie das für ihr eigenes Selbstbewußtsein und nehmen Lügen in Kauf.

Gut jetzt kann es natürlich in Deinem Umfeld so sein, daß es echt viele gibt, die mehr Geld zu haben scheinen, als Du.

Es kann auch sein, daß Du eben diesen Menschen ihre guten Vorraussetzungen neidest , anders kann ich mir das nicht erklären, daß Du wütend darüber bist.

Aber , das man nur bedingt seines Glückes Schmied ist, so als würde man selbst nicht viel machen können, sehe ich anders.

Man kann selbst sehr viel an seiner finanziellen Lage machen, wenn man geschäftsberechtigt ist und einem diese Geschäftsfähigkeit nicht gerichtlich entzogen wurde.

Ich habe keine finaziellen Sorgen, ich zahle meine Rechnungen, mein Privatvermögen, daß ich bis zur Rente angehäuft haben werde, wird mich auch sorglos leben lassen, wenn ich keine Rente bekomme, was aber hoffentlich nicht der Fall sein wird.

Vor 18 Jahren sah das noch ganz anders aus , da hatte ich Schulden, nicht wenige 65.000 Euro, grade nach dem D-mark Eurowechsel.

Aber , wenn ich irgendwo hingehe, stelle ich sehr oft fest, die Leute haben Handys die teurer sind als meins, die Leute haben Autos , die teurer sind als meine, die leute fahren Motorräder, die teurer sind als meines. die Leute haben Uhren, die sehr teuer sind, ich trage keine Uhr und die Leute geben mehr für Klamotten aus als ich.

Ich habe festgestellt, die Leute leisten sich Urlaube , die kostspielig sind, sie aber nicht begeistern, die Leute sind weniger geschäftstüchtig als ich, die Leute sparen nicht, sondern werfen ihr sauer verdientes Geld zum Fenster raus, auch, wenn sie weniger verdienen als ich.....

sie beklagen sich dann, meist zum Monatsende hin, kaum noch Geld zu haben und ich, freue mich über die Summe , die ich weglegen kann.

Mir wurde nichts in die Wiege gelegt, sondern meine finazielle Unabhängigkeit ist auf meinem eigenen Mist gewachsen.

Nich stört es nicht, wenn Leute ihr Geld zum Fenster rauswerfen, mich stört es nicht, wenn einer weniger oder mehr hat als ich.

Mich stört es , wenn Leute meinen, sie müssen sich am Geld messen. Müssen sich an dem Geld was sie haben einstufen oder für das Geld, was sie nicht haben verbiegen , um so zu tun, als hätten sie es.

Du scheinst einen Job zu haben, arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen, wer hindert Dich , wenn es jetzt so ist, daß Du nichts ansparen kannst, mehr zu verdienen ?

Hier in der BRD steht Dir jede Türe offen, es gibt sehr viele Möglichkeiten legal Geld zu verdienen, ich würde sogar sagen, mehr Möglichkeiten, als in vielen anderen Ländern, wo durch die Gesetzeslage, das Geldverdienen irgendwie erschwert oder eingeschränkt wird.

Das Du aber würtend darüber bist , daß andere bessere Startvorraussetzungen haben, kann ich nicht nachvollziehen, schaffe Dir doch Deine eigenen, wenn Du keine hast.

Das es Dich wütend macht, daß andere mehr haben , als Du kann ich nicht nachvollziehen, steigere Deine Einnahmen , dann hast Du auch mehr.

???? Oder ???
 
Hallo Themenersteller.

Das Thema hätte auch ich verfassen können, exakt so geht es mir auch.

Mit Mitte 30 komme ich gerade so klar, muss aber feststellen, dass andere im Umfeld die teilweise gute 10 Jahre jünger sind mit AMG Mercedes herumfahren, mit 30 im eigenen Haus wohnen, 4x im Jahr Luxusziele ansteuern usw...

Man kommt sich so richtig vor wie im falschem Film.

Dann auch immer diese Beispiele wo angeblich per Zufall irgendjemand an einen hingelaufen ist und derjenige dann plötzlich das große Geld verdient, obwohl völlig branchenfremd. Das Schlimme daran ist, dass es scheinbar bei allen "läuft" nur bei einem selbst nicht. Als wäre man zu dumm. Dabei sind die Personen aus dem Gefühl heraus keineswegs so viel schlauer als man selbst, sondern haben nur Ausbildung beim Stern gemacht, was augenscheinlich schon für 60 Tage Urlaub im Jahr und Luxus Hotels ausreicht.

Oder eben es wird viel geblendet.
Jedenfalls dachte ich schon öfters der Idiot vom Dienst zu sein, weil es ja überall nur brummt und alles glatt läuft - nur bei einem selbst nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und eines Tages platzt bei diesen Leuten die Blase und die Insolvenz ist da. Siehe doch Bobele.
 
Klar... ein Student kauft sich einen Mercedes CLA AMG...

Wenn man jeden Mist glaubt, was einem erzählt wird, dann ist man aber auch selbst schuld.


 

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