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Gedankengänge Thema Emanzipation

  • Starter*in Starter*in pfefferjunge
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Für weitere Antworten geschlossen.
@Diablo, wenn das mit der Rentenversicherung so stimmt, hab ich echt ein Problem. Denn ich bin und war nie verheiratet. Es gibt keinen Mann, dessen Rentenversicherung auf mich übertragen werden könnte. Sollte ich mich als Frau diskriminiert fühlen? Nein. Es ist wohl wichtig, dass man Druck macht, dass veraltetete Gesetze erneuert werden und dem heutigen Leben angepasst werden. Das wird wohl auch noch Jahre dauern. Deshalb nervt es mich so, dass sich unsere Politiker stattdessen mit Nichtigkeiten, wie z.B. Frauenquoten abgeben, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.


Wie viele Kinder hast du? Eines? Ich gehe davon aus, dass dein Kind gesund ist.
Und wahrscheinlich hast du ein absicherndes soziales Umfeld, einen Platz wo du den Nachwuchs gut unterbringen kannst und wahrscheinlich jemanden, der auch mal einspringen kann, wenn nötig.
Viele haben das NICHT - sie sind von daher oft in ihrer Berufsausübung gehemmt. Das führt zu Nachteilen in der Rente.

Bei dem Unterstrichenen gebe ich dir recht.
Ich bin mir jedoch sicher, dass sich NICHTS ändert, wenn die meisten Frauen dastehen und immer wieder betreuern würden, dass es doch gut so ist, wie es ist. WIESO sollte sich dann was ändern?

Ich kann dir schon beantworten, wieso man sich jetzt der Frauenquote widmet. Der Staat hat einfach Angst vor all den Frauen, die in Altersarmut fallen. Er möchte jetzt ein Umdenken geradezu erzwingen. Wer weiß, vielleicht schafft er es sogar? Ich weiß es nicht.
Damals hat auch jeder aufgeschrien, als es hieß, dass Frauen zur Bundeswehr zugelassen werden sollen. Ich habe es noch allzu gut im Gedächtnis, was man da hören konnte.
Heute ist es zwar immer noch nicht hundertprozentig anerkannt, aber zumindest akzeptiert und es wundert sich niemand mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde den fortgang dieser Diskussion ohnehin interessant. Zuerst geht es pauschal um die Benachteiligung von Frauen. In der weiteren Argumentation reduziert sich dies im wesentlichen nur noch auf Mütter !
Da aber nicht jede Frau Mutter ist, müsste man sich doch eigentlich von der allg. Benachteiligung von Frauen trennen und die Problembetrachtung auf Mütter und somit die Familienwirtschaft, eingrenzen?

Damit könntest du Recht haben. Ich sehe ebenfalls die größte Benachteiligung immer dann ins Spiel kommen, wenn Kinder auftauchen.
 
Marmite, bei dir sehe ich in der Argumentation das Problem, dass du immer von dir und deiner Situation ausgehst.
Wie viele Kinder hast du? Eines? Ich gehe davon aus, dass dein Kind gesund ist.
Dazu hast du eine soziale Absicherung durch dein Umfeld, hast du geschrieben.
Du hast einen Platz wo du den Nachwuchs gut unterbringen kannst und wahrscheinlich jemanden, der auch mal einspringen kann, wenn nötig.
Viele haben das NICHT - sie sind von daher oft in ihrer Berufsausübung gehemmt. Das führt zu Nachteilen in der Rente.

Bei dem Unterstrichenen gebe ich dir recht.
Ich bin mir jedoch sicher, dass sich NICHTS ändert, wenn die meisten Frauen wie du dastehen würden und immer wieder betreuern, dass es doch gut so ist, wie es ist. WIESO sollte sich dann was ändern?

Ich kann dir schon beantworten, wieso man sich jetzt der Frauenquote widmet. Der Staat hat einfach Angst vor all den Frauen, die in Altersarmut fallen. Er möchte jetzt ein Umdenken geradezu erzwingen. Wer weiß, vielleicht schafft er es sogar? Ich weiß es nicht.
Damals hat auch jeder aufgeschrien, als es hieß, dass Frauen zur Bundeswehr zugelassen werden sollen. Ich habe es noch allzu gut im Gedächtnis, was man da hören konnte.
Heute ist es zwar immer noch nicht hundertprozentig anerkannt, aber zumindest akzeptiert und es wundert sich niemand mehr.

Diabolo, nein, mein Kind ist nicht gesund. Das geht eigentlich über das hinaus, was ich hier schreiben wollte, ist aber jetzt relevant.
Und ich war auch mal allein, ohne soziales Netzwerk und hab es da auch geschafft.

Ich bin mir dessen sehr bewusst, dass es viele Menschen gibt, denen es schlechter geht als mir. Sehr. Deshalb fände ich es richtiger, wenn die Emanzipationsdiskussion sich nicht auf Frauen beschränken würde.

Aber wie du und andere es hier ja auch schon sagten: Wir werden wohl mit diesem Thread nicht die Welt geraderücken können.........Leider.
 
Einem Hilfsarbeiter gesteht man relativ hohen Stundenlohn zu, weil man in der Wertevorstellung einer zu leistenden Arbeit davon ausgeht, dass dies eine körperlich schwere Arbeit ist.

Völlig richtig.

Das Frauen und Männer körperlich nicht gleich sind, darüber brauchen wir nicht zu streiten, daher kann man das meiner Meinung nicht vergleichen.

Deshalb das Frauen und Männer nicht die gleiche körperliche Arbeit leisten können bedeutet ja nicht, dass körperliche Arbeit nicht honoriert werden sollte.

Es ist doch Fakt, dass sich Männer kaum an der Kindererziehung, der Pflege und Betreuung beteiligen. Von der Schwangerschaft ganz abgesehen.

Ja, das wurmt dich, oder? Letzteres würdest du gerne auch noch der Männerschaft aufs Auge drücken wenn du könntest. Gib doch den Männern für diesen biologischen Unterschied am besten auch noch die Schuld.

Das Väter die komplette Familie versorgen scheint dir übrigens entgangen zu sein. Auch das sich sehr viele entsprechend dann am Abend mit ihren Kindern beschäftigen und auch das das Wochenende nicht mehr zur Erholung dient, sondern hier dann auch die Familie vorrang hat.

Schaut man in Haushalte mit beider Berufstätigkeit, so ist es vielfach immer noch so, dass für den Mann die Arbeit vorbei ist, wenn er seinen Wohnungsschlüssel ans Schlüsselbrett hängt. Die Frau hingegen kocht, kauft ein, macht den Haushalt und steht in der Regel auch früher auf.
Sind Kinder im Haushalt, werden diese auch selten vom Mann versorgt.

Tut mir leid, das ist nonsense! Das ist Privatsache einer jeden Familie und hat weder mit dir, mir oder einer staatlichen Vorgabe etwas zu tun. Wenn jemand innerhalb einer Familie mit der sich automatisch eingeschlichenen Regelung nicht einverstanden ist, sollte man untereinander absprechen und regeln. Klappt das nicht hat man sich den falschen Partner ausgesucht - und das ist dann nicht die Schuld der übrigen Gesellschaft.


Verkäufer/Verkäuferin ist ein gängiger Lehrberuf, wie Bilanzbuchhalter auch.

Buchhalter ist ein Lehrberuf, nicht Bilanzbuchhalter. Letzteres ist eine Zusatzqualifikation durch Studium oder FH. Ich weiss aber auch jetzt nicht inwiefern das Gegenstand unserer Diskussion ist.

Hausarbeit, Putzen, reinigen für andere usw. nicht wertvoll, Bürodienst, sagen wir auf einer Bank, wertvoll. Doch ist das keine gerechte Beurteilung, darum geht es!

Ja, das stimmt. Da drückt dir die Gesellschaft verschiedene Werte und damit ein anderes Ansehen und Entlohnung auf. Aber im Zuge der Emanzipation und Frauenbenachteiligung steht jetzt das Argument deinerseits offen welches mir erklärt, dass es anscheinend keine weiblichen Bankangestellte gibt, sondern nur Reinemachefrauen. Also meine Bankberaterin ist weiblich. Keine Ahnung, vielleicht hat diese ja in ihrer Bewerbung angegeben das sie männlich sei und sich einen Drei-Tage Damenbart stehen lassen?!

Des weiteren führst du zudem wieder Vergleiche auf, die Haltlos sind. Weiter oben teilst du so lieb in Ausbildungsberufe ein und jetzt vergleicht du eine Putzstelle mit dem Bankangestellten. Merkste was?

Und ich behaupte mal, dass eine Verkäuferin an der Kasse mindestens mit einem Arm am Tag genau so viel hebt, wie der Bauhelfer mit beiden Armen.

Ich verzeihe dir denn ich bin der Meinung, dass du dies als Schreibtischtöter nicht besser wissen kannst. Ich würde lieber mehrfach am Tag eine 200g Schokoladenpackung über den Tresen ziehen als von meinem Polier gesagt zu bekommen, ich solle die 5 Säcke Zement mit jeweils 25KG in die oberste Etage schleppen.

Leider kommt es nämlich nicht nur auf die Kraftverteilung des ganzen Tages an, sondern auch darum ob irgendeine schwere Einzeltätigkeit überhaupt ausgeführt werden kann. Ferner erwartet man vom Hilfsarbeiter auch, dass er mit 60 Jahren noch auf der Baustelle herumstolpert.
Wenn du aber der Meinung bist, dass eine Verkäuferin täglich die gleiche, körperlich schwere Arbeit zu verrichten hat, warum wird sie dann nicht Hilfsarbeiter auf dem Bau wenn dieser Job besser bezahlt wird??

Das die Tätigkeit des Verkäufers generell zu niedrig entlohnt wird sehe ich ja auch. Aber der Hilfsarbeiter bekommt für seine Leistung ebenfalls zu wenig. Und nicht nur die beiden, sondern noch sehr viele andere Menschen. Ich wüsste also nicht, weshalb ich bei dem Thema "Niedriglöhne" immer bloß die Emanzenkeule schwingen sollte. Das machen nur Leute welche sich anscheinend keinen neutralen Gesamtüberblick verschaffen können.
 
Glaub mir, als Frau hat man das heute immer noch schlecht. Doch warum überhaupt Emanzipation. Es gab doch eine Zeit das die Frau alleine gelebt hat und die Kinder großgezogen hat.

Nur weil die Tussy Generation sich lieber von einem Mann helfen lässt? Nein nicht alle Frauen sind so.
Leider kenne ich auch Frauen, die sagen, ohj das ist Männer Arbeit. Oh ne das kann ein Mann nicht. Die sollen schon in ihren Rollen bleiben. Ich denke, ich kann alles, wenn ich es muss, und brauche dafür keinen Mann. Ich hasse es, wenn ein Mann mich belehren will, obwohl ich auch eine gute Ausbildung habe. Aber das ist heute für viele unwichtig.

Ich hasse Männer, die nicht mal alleine etwas in der Wohnung machen können. Oder noch bei ihrer Mama leben oder ihrer Ersatzmama und denken sie hätten das Recht zu was Besseren.

Viele Männer von heute sind doch so weichgespült, dass man das Wort Mann nicht verwenden sollte, sondern sie eher Man kike Subjekt nennen sollte.

Entweder gibt es die Typen, die zocken den ganzen tag oder hocken vorm Pc und die Frau muss alles machen. Das ist Rollenverteilung.
Die echte Rollenverteilung ergibt sich aber aus einem Sinn und zwar, so das die Familie zusammenhält, der die bessere Möglichkeit hat zu Arbeiten der geht und der ander macht den Haushalt. Was noch übrig bleibt sollte einfach fair aufgeteilt werden.

I
 
Mein "Danke" für das in fett Gedruckte.
Der Staat soll sich verantwortlich fühlen. Hatte ich geschrieben. Und die Gesellschaft auch. Aber er und sie soll mir nicht in die Erziehung meines Kindes reinquatschen dürfen, was dann wieder bedeuten würde, dass ich dem Staat gegenüber keine Rechenschaft schuldig bin, was ich mit seiner Unterstützung mache. Oder was?

Sorry, das verstehe ich nicht. Könntest du das mal erläutern.
Bin ich einem Staat deshalb verpflichtet, weil ich zu seinem Fortbestand, seiner Existenz, beitrage?
Oder ist es umgekehrt?

Meine "4 Monate" habe ich im Ausland abgedient, von daher wird das mit den 8 Monaten, die du erwähnst nicht so ganz stimmen. Und wenn doch, dann sind sie mir die Zeit, die ich zu Hause mit meinem Kind verbracht habe wert.

Wie, ich denke du machtest 4 Monate Babypause?
Spielt doch keine Rolle, wo das im Ausland oder hier war.
Wer bestreitet das, dass die für dich wertvoll war?
Ich kritisierte die ungerechte Berechnung.


Rhenus, du warst derjenige, der mich der Almosenklauberei bezichtigte. So ist es aber nicht. Ich genüge mich nicht mit dem was ich habe. Sondern ich schaue, wo mir ein echter Nachteil entsteht. Ich schaue auch nicht, ob die Müllers von nebenan ein dickeres Auto als ich haben, sondern freue mich darüber, dass meins abbezahlt ist und läuft.


Auch hier verstehst du falsch.
Erstens verwendete ich das Wort nicht und zweitens bezog sich das auf deine Wertstellung und Schilderung einer Frau in Afghanistan und deinen weiteren Aussagen, wo du persönlich als Frau, dich mit zufrieden gibst.
Doch du bist nicht der Maßstab der Dinge.
Wenn dich persönlich keine Benachteiligung trifft, warum bist du dann dagegen, dass andere auch nicht benachteiligt werden.
Du scheinst die Problematik und Tragweite gar nicht zu kennen.

Es gibt tausende andere Biographien als deine.


Deswegen habe ich auch viel mehr Zeit mich auf die Werte zu konzentrieren, die mir wichtig sind. Die da unter anderem sind, dass mein Kollege meinen Bereitschaftsdienst stillschweigend übernimmt und mir den Rücken freihält, weil er weiss, dass es mich einen feuchten Kerricht schert, ob er 3 Euro im Monat mehr als ich verdient.

Also nutzt du das System doch auch zu deinem Vorteil aus. Wo bleibt da die Gerechtigkeit deinen Teil der dir auferlegten Leistung zu erfüllen?

Nun kommen wir zum Idealismus. Emanzipation braucht diesen etwas mehr, finde ich. Den Glauben daran, dass man es schaffen kann, als Mann Frau, Weiss Schwarz Grün Blau, Behindert oder Superman, sich nicht an dem Extrakrümel aufzuhängen, den der andere vielleicht auf dem Teller hat.

Mit diesem Argument kann ich nichts mit anfangen. Ich spreche von sozialer Gerechtigkeit nicht von Erbsenzählerei.
Zudem sprechen wir nicht von "Extrakrümeln" sondern von bitterer Armut und Ungerechtigkeit.

@Diablo, wenn das mit der Rentenversicherung so stimmt, hab ich echt ein Problem. Denn ich bin und war nie verheiratet. Es gibt keinen Mann, dessen Rentenversicherung auf mich übertragen werden könnte. Sollte ich mich als Frau diskriminiert fühlen? Nein. Es ist wohl wichtig, dass man Druck macht, dass veraltetete Gesetze erneuert werden und dem heutigen Leben angepasst werden. Das wird wohl auch noch Jahre dauern. Deshalb nervt es mich so, dass sich unsere Politiker stattdessen mit Nichtigkeiten, wie z.B. Frauenquoten abgeben, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Ich kann leider nur feststellen, dass du die aktuelle Diskussion nicht verstehst. 🙂
Du verstehst zudem die hier vorgebrachten Argumente nicht.
Es bedeutet keinen Vorteil, wenn Renten gesplittet werden, es bedeutet hingegen doppelte Armut im Alter!
 
Ich kann leider nur feststellen, dass du die aktuelle Diskussion nicht verstehst. 🙂
Du verstehst zudem die hier vorgebrachten Argumente nicht.
Es bedeutet keinen Vorteil, wenn Renten gesplittet werden, es bedeutet hingegen doppelte Armut im Alter!

🙂 Ich finde, du bist zu klug um so ein Urteil zu fällen. Und solltest das Ganze etwas differenzierter betrachten, anstatt sich an meiner persönlichen Geschichte festzuhalten, die ich lediglich als Beispiel anführte.

Mir geht es darum zu argumentieren, dass Emanzipation nichts damit zu tun hat, was die aktuelle Gesetzeslage ist, sondern mit der persönlichen Einstellung eines jeden Menschen.

Man kann niemanden dazu zwingen sich zu emanzipieren. Man kann es unterstützen, fördern, aber es nicht durch einen Bundestagsbeschluss herbeiführen.
 
Mein "Danke" für das in fett Gedruckte.
Der Staat soll sich verantwortlich fühlen. Hatte ich geschrieben. Und die Gesellschaft auch. Aber er und sie soll mir nicht in die Erziehung meines Kindes reinquatschen dürfen, was dann wieder bedeuten würde, dass ich dem Staat gegenüber keine Rechenschaft schuldig bin, was ich mit seiner Unterstützung mache. Oder was?

Sorry, das verstehe ich nicht. Könntest du das mal erläutern.
Bin ich einem Staat deshalb verpflichtet, weil ich zu seinem Fortbestand, seiner Existenz, beitrage?
Oder ist es umgekehrt?

Rhenus, das erläutere ich gern. Es war ein wenig ironisch gemeint. Was ich damit sagen wollte ist, dass ich zum Beispiel die 184 Euro und paar Zerquetschte, die ich im Monat an Kindergeld bekomme, entweder für Bier und Zigaretten verwenden kann oder auf das Sparkonto meines Kindes legen. Und du und alle anderen Steuerzahler, die dem Staat helfen mir diesen Betrag regelmäßig auf mein Konto zu überwesien, mir nicht vorschreiben können, was genau ich damit tue.

Das Kindergeld wieder nur als Beispiel.
 
Deshalb das Frauen und Männer nicht die gleiche körperliche Arbeit leisten können bedeutet ja nicht, dass körperliche Arbeit nicht honoriert werden sollte.

Jede Arbeit sollte honoriert werden!
Wobei ich bezweifele, dass Frauen weniger körperlich arbeiten. Allerdings schlechter dafür bezahlt werden.


quote_icon.png
Zitat von Rhenus
Es ist doch Fakt, dass sich Männer kaum an der Kindererziehung, der Pflege und Betreuung beteiligen. Von der Schwangerschaft ganz abgesehen.
Ja, das wurmt dich, oder? Letzteres würdest du gerne auch noch der Männerschaft aufs Auge drücken wenn du könntest. Gib doch den Männern für diesen biologischen Unterschied am besten auch noch die Schuld.

Nun, dass Männer lediglich bei der Zeugung dabei sind, ist mir wirklich zu wenig, wenn sich das darauf beschränken sollte.

Das Väter die komplette Familie versorgen scheint dir übrigens entgangen zu sein. Auch das sich sehr viele entsprechend dann am Abend mit ihren Kindern beschäftigen und auch das das Wochenende nicht mehr zur Erholung dient, sondern hier dann auch die Familie vorrang hat.

Nun offenbarst du deine patriarchische Denke...
Die Frau spielt also keine Rolle mit ihrer Arbeit für die Familie?
Du sprichst von Geld ich hingegen von Arbeitsleistung.
Ja, das soll es geben, dass sich Männer ihrer Verantwortung bewusst sind, ihrer Familie gegenüber.
Diese sind weder gemeint, noch dürfen sie für dich als Alibi herhalten, das alles in Ordnung wäre.


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Zitat von Rhenus

Schaut man in Haushalte mit beider Berufstätigkeit, so ist es vielfach immer noch so, dass für den Mann die Arbeit vorbei ist, wenn er seinen Wohnungsschlüssel ans Schlüsselbrett hängt. Die Frau hingegen kocht, kauft ein, macht den Haushalt und steht in der Regel auch früher auf.
Sind Kinder im Haushalt, werden diese auch selten vom Mann versorgt.

Tut mir leid, das ist nonsense! Das ist Privatsache einer jeden Familie und hat weder mit dir, mir oder einer staatlichen Vorgabe etwas zu tun. Wenn jemand innerhalb einer Familie mit der sich automatisch eingeschlichenen Regelung nicht einverstanden ist, sollte man untereinander absprechen und regeln. Klappt das nicht hat man sich den falschen Partner ausgesucht - und das ist dann nicht die Schuld der übrigen Gesellschaft.

Darum geht es auch nicht. Der Staat hat dafür zu sorgen, dass eine grundsätzliche Emanzipation vorhanden ist. Damit diese Normalität vorhanden sein kann, muss er entsprechende Werte in die Bildung einfließen lassen.
Doch wenn ich aktuell die Brüderle Diskussion sehe, müssen dafür auch andere Politiker her!


Sexismus-Debatte: Koalitionspolitiker verteidigen Brüderle - SPIEGEL ONLINE


Buchhalter ist ein Lehrberuf, nicht Bilanzbuchhalter. Letzteres ist eine Zusatzqualifikation durch Studium oder FH. Ich weiss aber auch jetzt nicht inwiefern das Gegenstand unserer Diskussion ist.

Das kam so: 🙂
Portion Control:
Ich hatte ja auch zuvor schon mal 10 Jahre in einem Weltkonzern gearbeitet. Da gab es viele Bilanzbuchhalterinnen die deutlich mehr Gehalt als ich bekamen.
Wie haben die das geschafft, trotz das sie weiblich sind? Und wie haben sie es geschafft, nicht an der Kasse bei Lidl zu landen? Müsste dort nicht jede Frau landen, denn schließlich dürfen die ja nicht ohne weiteres aus dem Niedriglohnsektor raus?
Ja, das stimmt. Da drückt dir die Gesellschaft verschiedene Werte und damit ein anderes Ansehen und Entlohnung auf. Aber im Zuge der Emanzipation und Frauenbenachteiligung steht jetzt das Argument deinerseits offen welches mir erklärt, dass es anscheinend keine weiblichen Bankangestellte gibt, sondern nur Reinemachefrauen. Also meine Bankberaterin ist weiblich. Keine Ahnung, vielleicht hat diese ja in ihrer Bewerbung angegeben das sie männlich sei und sich einen Drei-Tage Damenbart stehen lassen?!

Solch eine dumme Aussage würde ich nicht machen, dass es keine weibliche Bankangestellte geben würde.
Das musst du also falsch verstanden haben. Oder flüchtest du dich in deiner Not nun gar in Unterstellungen?
😉

Es geht um die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit der Bezahlung.
Selbst die Agentur f. Arbeit bedient sich dazu perfide die Geschlechterungerechtigkeit.
Eine Frau, die keine Arbeit findet, landet schnell in einer Putzkolonne im Niedriglohn. Während der Mann weitgehend davon "unbelästigt" bleibt.


Des weiteren führst du zudem wieder Vergleiche auf, die Haltlos sind. Weiter oben teilst du so lieb in Ausbildungsberufe ein und jetzt vergleicht du eine Putzstelle mit dem Bankangestellten. Merkste was?

Wieso soll eine körperlich schwere und anstrengende Arbeit nicht mit der einer Bankangestellten verglichen werden können, zumal viele Frauen und Männer diese Arbeit nicht machen wollen?
Hast du nicht selbst weiter oben so argumentiert?

Die Arbeit einer Raumpflegerin ist lediglich nur schlecht dotiert, weil der Staat mit der Agenda 2010 den Weg dazu bereitete.
Wären diese Frauen tatsächlich in der Lage selbstbestimmt verhandeln zu können, bekämen sie mehr Lohn.

Ich verzeihe dir denn ich bin der Meinung, dass du dies als Schreibtischtöter nicht besser wissen kannst. Ich würde lieber mehrfach am Tag eine 200g Schokoladenpackung über den Tresen ziehen als von meinem Polier gesagt zu bekommen, ich solle die 5 Säcke Zement mit jeweils 25KG in die oberste Etage schleppen.

Nun, es soll mittlerweile Hebezüge für Lasten geben...
Doch kennst du die Gleichung von Arbeit?

Definition:
Unter der Arbeit W, der Kraft F, versteht man das Produkt aus dem Betrag des Kraftvektors F und dem zurückgelegten Weg s.

Also W = F × s

Daraus ergibt sich, dass, um deinem Beispiel zu folgern, es keiner größeren Leistung bedarf, 5 Säcke Zement in einer gewissen Zeit einer Strecke X zu transportieren, wenn im Gegenzug, ohne Unterbrechung, eine Kassiererin am Tag zentnerweise Lebensmittel umwuchtet.
Frag doch mal an der Kasse!
Die erbrachte Leistung dürfte am Abend wohl gleich sein.


Leider kommt es nämlich nicht nur auf die Kraftverteilung des ganzen Tages an, sondern auch darum ob irgendeine schwere Einzeltätigkeit überhaupt ausgeführt werden kann. Ferner erwartet man vom Hilfsarbeiter auch, dass er mit 60 Jahren noch auf der Baustelle herumstolpert.
Wenn du aber der Meinung bist, dass eine Verkäuferin täglich die gleiche, körperlich schwere Arbeit zu verrichten hat, warum wird sie dann nicht Hilfsarbeiter auf dem Bau wenn dieser Job besser bezahlt wird??

Was sollen immer so kindische vergleiche?
Wenn du meine Beiträge liest, wirst du meine Meinung dazu kennen, dass ich nicht der Meinung der Agenda 2010 bin, dass man beliebig seinen Beruf zum Alter hin wechseln kann.

Das die Tätigkeit des Verkäufers generell zu niedrig entlohnt wird sehe ich ja auch. Aber der Hilfsarbeiter bekommt für seine Leistung ebenfalls zu wenig. Und nicht nur die beiden, sondern noch sehr viele andere Menschen. Ich wüsste also nicht, weshalb ich bei dem Thema "Niedriglöhne" immer bloß die Emanzenkeule schwingen sollte. Das machen nur Leute welche sich anscheinend keinen neutralen Gesamtüberblick verschaffen können.

Wenigstens etwas Einsicht.

Ich nehme an, dass du nicht weißt was eine "Emanzenkeule" bedeutet.
Emanze sein bedeutet nicht unbedingt, dass diese für eine Emanzipation eintritt. Da geht es eher um eine sexuelle Ausrichtung oder eine Umkehrung der Ungerechtigkeit.

Wer hingegen für Emanzipation eintritt, möchte lediglich bestehende willkürliche Ungerechtigkeiten beseitigen.
So konntest du nicht umhin, deine im Grunde richtige Aussage:

Das die Tätigkeit des Verkäufers generell zu niedrig entlohnt wird sehe ich ja auch.
dadurch relativieren,

Aber der Hilfsarbeiter bekommt für seine Leistung ebenfalls zu wenig.
dass du also letztlich wieder zu einem geschlechtsspezifischen Lohnabstand zwischen Mann und Frau kommst.

Zudem finde ich es flach sich auf Extrembeispiele zu beziehen. Ich könnte doch jetzt auch den Pflegeberuf aufführen, wo vornehmlich Frauen die Schwerstpflege der Intimreinigung übernehmen.

Löhne sollten aber ungeachtet des Geschlechtes gezahlt werden.
Und alleine die Tatsache, dass es so viele Minijobs gibt, mehr noch, dass es diese überhaupt gibt, lässt mich für eine gesellschaftliche Emanzipation einstehen.

Denn der Not ist das Geschlecht völlig egal!
 
🙂 Ich finde, du bist zu klug um so ein Urteil zu fällen. Und solltest das Ganze etwas differenzierter betrachten, anstatt sich an meiner persönlichen Geschichte festzuhalten, die ich lediglich als Beispiel anführte.

Danke, 🙂 aber Beispiele dienen ja normalerweise dazu, sie stellvertretend zu diskutieren.

Mir geht es darum zu argumentieren, dass Emanzipation nichts damit zu tun hat, was die aktuelle Gesetzeslage ist, sondern mit der persönlichen Einstellung eines jeden Menschen.

Man kann niemanden dazu zwingen sich zu emanzipieren. Man kann es unterstützen, fördern, aber es nicht durch einen Bundestagsbeschluss herbeiführen.

Natürlich kann ein Gesetz mehr Gerechtigkeit herbeiführen. Ich bin allerdings auch enttäuscht, wenn es der Politik nur um die Besetzung der DAX Vorstände ginge...

Meiner Meinung nach sollte die Bildung dahingehend reformiert werden.
Das wäre eine Aufgabe des Staates.
Weiterhin bezeichnet man eine Befreiung aus einer Abhängigkeit, Unmündigkeit, Rechtlosigkeit sowie die Möglich sich selbst zu verwirklichen als Emanzipation.
Das sehe ich als unbedingtes Ziel einer demokratischen Gesellschaft und des Fortschrittes an.
Doch ist es wirklich reiner Zufall, dass Frauen vornehmlich darunter leiden?
Oder ist das ein Ziel der neoliberalen Politik, Frauen verstärkt einer Doppelbelastung zuzuführen.

Wenn es das nicht sein soll dann müssen sich Männer mehr familiär engagieren.
Du hast einen anderen Weg gewählt, ich maße mir nicht an das zu kritisieren, doch ich ginge ihn als Frau nicht.

Ich möchte ein Beispiel darstellen.

Da geht ein Arbeitgeber hin, um seine Betriebskosten zu senken, und kündigt allen Frauen die dem Tarifvertrag unterliegen. Den Männern jedoch nicht.
Anschließend stellt er einige Frauen wieder ein, um ihnen weniger Lohn zu zahlen, bzw. er stellt sie über eine Zeitarbeitsfirma an, weil u.a. sich die Männer mehr oder weniger weigern, die Arbeit der Frauen zu übernehmen.
Das alles unter geltender Rechtslage...

Und das soll nicht Grund genug sein, dass die Politik sich mit tatsächlicher Emanzipation befasst?
 
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