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Gedanken zur Religion

Ich finde Deinen Thread lobenswert, EuFrank. Du berücksichtigst bitte, dass es Menschen geben mag, die ihren Glauben rational nicht in Frage stellen wollen, und damit zwangsläufig nicht an einer Diskussion teilnehmen werden.

Günter
 
B) man handelt gegen sein Gewissen aufgrund fremder Autorität. Warum sonst sollte man gegen sein Gewissen handeln?

Welche fremden Autoritäten meinst du denn?

Erstaunlich viele Menschen handeln gegen ihr Gewissen weil es bequemer ist ein schlechtes Gewissen zu verdrängen, als es als solches wahrzunehmen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Das ist eigentlich der verwerflichste Grund überhaupt gegen sein Gewissen und damit oftmals gegen jede Moral zu handeln und leider der am weitesten verbreitetste!

Das Handeln vieler Leute wird also leider meistens nicht zuletzt durch Gewohnheit, eine gewisse Trägheit und fehlende Selbstreflektion bestimmt. Ich denke, den Aspekt sollte man nicht unterschätzen.
 
Hallo weltenwanderin!

Welche fremden Autoritäten meinst du denn?
Wie wär's mit der Bequemlichkeit, Gewohnheit, Abhängigkeit durch Arbeitgeber, Lehrer, Ämter, Ehepartner etc.?

Priorisierung von Glücksgefühlen (zB gegenüber der Gerechtigkeit oder anderen Pflichten).

Es ist nicht selten hart, mit dem Gewissen zu handeln und leicht, es zu verletzen. Aber darin scheinen wir uns ja einig zu sein.
 
Hallo Leser!

Schlecht ist eine Kirche, die meint im ausschließlichen Besitz der Gnadenmittel zu sein, mit Hilfe dessen man sich bei Gott beliebt machen kann. Das ist jetzt schon etwas provokant ausgedrückt. Aber man weiß wohl in der Regel, was ich damit meine.

Dinge wie Gebet, Kirchengehen, Taufe, Abendmahl etc können die Gesinnung oder Erbauung anregen, aber auf Gott einwirken kann man mit ihnen nicht.

Ich wiederhole mich: es geht nur um ein ethisch korrektes Verhalten. Durch ein solches kann man so etwas wie Gnade von Gott erwarten.

wird fortgesetzt...
 
Hallo Leser!

Religion kann nicht auf Gesetzen basieren, die man einfach befolgen soll.

Man kann einfach nicht von verschiedenen Religionen sprechen, weil es auch nur eine Moral geben kann. Dagegen kann man natürlich von unterschiedlichen historischen Begebenheiten im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Religionsausprägungen sprechen. Mit diesem kurzen Beitrag möchte ich erst mal meine eher allgemeinen Bemerkungen zur Religion beenden.
 
Jetzt weiß ich warum Kindesmissbrauch bei den Kirchenleuten so angesagt und nicht schlimm ist.

Hast du kein schlechtes Gewissen bist du gut und kommst in Himmel.

Hätt ich mir doch denken können das der biblische Gott garnicht grausam ist.🙄 Ist halt alles eine Frage des Gewissens.🙄

Moment mal.
Die These, die ich vertreten habe war, dass die Vernunft des Menschen ein Abglanz der göttlichen Vernunft ist.
Das heißt, dass laut deiner Interpretation jeder so verfahren könnte. Würdest du denn so verfahren? Würdest du es nicht als amoralisch betrachten, kleine Kinder zu misbrauchen?
Natürlich würde es dir gegen den Geist gehen. Genauso, wie den meisten anderen Leuten auch; laut theologischem Standpunkt grade desshalb, weil der Mensch Gottes wegen fähig ist, gutes vom schlechten zu unterscheiden (und kindesmissbrauch fällt wohl in letztere kathegorie).

Wenn eine Willensfreiheit vorliegt, muss es allerdings auch möglich sein, gegen die göttliche vernunft - also gegen das eigene gewissen zu handeln. Das haben dann wohl diese Kirchenleute ganz gut verwirklicht.
Das Gewissen, und damit die göttliche Vernunft wirken nicht determinierend.
Allerdings zeigt die Art, wie die Leute auf Kindesmissbrauch reagieren wohl doch, dass hier laut allgemeinem empfinden etwas nicht in ordnung ist, und WENN DIE KIRCHENLEUTE ES VERHEIMLICHEN, DANN ZEIGT ES, DASS SOGAR DIE WISSEN DASS SIE ETWAS GETAN HABEN DAS MIT IHREM GEWISSEN NICHT VEREINBAR IST; DASS SIE GEGEN IHR GEWISSEN GEHANDELT HABEN.
Hätten sie absolut keinen Gewissenskonflikt, würden sie doch hergehen und sagen "ja, ich hab halt n kind Ge****. ist doch nichts dabei... was guckt ihr nun alle so böse?"
 
[...]
weil es auch nur eine Moral geben kann.
[...]

In dem Fall muss ich dir wiedersprechen.

Moralität, also das Prinzip sein Handeln moralisch zu gestalten, ist zeitlos und von jeder Religion geforndert.
Die konkrete Moral dagegen ist von Kultur zu Kultur wandelbar, und verändert sich. So war es zB bei den Eskimos Gang und Gebe, dass man Alte Menschen mit einer Monatsration Nahrung in der Kälte aussetzt, und diese dann verhungern lässt. Diese Norm war auch von den Alten, die dem Tode geweiht waren akzeptiert, weil sie als nicht Erwerbstätige ihrem Stamm bei ohnehin schon schlechten Nahrungsbedingungen nur zur Last gefallen wären.
Logisch ist es für uns Nachvollziehbar, dass sich diese Menschen dann für den Tod im Sinne der Gemeinschaft entscheiden, aber aus unserer heutigen moralischen sichtweise wäre so ein handeln trotzdem nicht mit unserem gewissen vereinbar.

Wo es allerdings nur eine moral geben kann, ist innerhalb einer kultur. Gibt es da nämlich mehrere ausprägungen von moral, wird er zwangsläufig zu konflikten kommen...
 
Nein, Kindesmißbrauch ist nach den weltlichen Gesetzen verboten - das wissen die Täter und desßhalb machen sie das nicht öffentlich.
Wahrscheinlich ist es auch nach kirchlichen Vorschriften verboten, aber da gibt es das Mittel der Beichte und die Sicherheit des Apparates, der - wie wir inzwischen wissen - nicht bestraft, sondern höchstens versetzt hat.
Um zu wissen wie der Täter übers eine Taten denkt bedarf es allerdings mehr. Ich glaube noch nicht mal, daß da irgendeiner eine besondere Schuld fühlt, sondern eher im Gegenteil der Ansicht ist, Kindern etwas Gutes getan zu haben.
 
Nein, Kindesmißbrauch ist nach den weltlichen Gesetzen verboten - das wissen die Täter und desßhalb machen sie das nicht öffentlich.
Wahrscheinlich ist es auch nach kirchlichen Vorschriften verboten, aber da gibt es das Mittel der Beichte und die Sicherheit des Apparates, der - wie wir inzwischen wissen - nicht bestraft, sondern höchstens versetzt hat.
Um zu wissen wie der Täter übers eine Taten denkt bedarf es allerdings mehr. Ich glaube noch nicht mal, daß da irgendeiner eine besondere Schuld fühlt, sondern eher im Gegenteil der Ansicht ist, Kindern etwas Gutes getan zu haben.

Wir argumentieren hier aus einer theologischen sicht der dinge.
Das heißt, dass wir die Religion als leitendes Prinzip für unser handeln auslegen.
Sowohl aus Gesetzlicher wie aus Religiöser Sicht ist Kindesmissbrauch verboten und inakzeptabel.
(wenn man mit religion argumentiert, wäre die begründung: sowohl das gesetz, wie auch die ehtische ablehnung des kindesmissbrauches fußt darauf, dass die vernunft, die der mensch innehat durch gott gegeben ist; daher muss man auch nicht in der bibel rumkramen, sondern nur sein eigenes gewissen/seine eigene vernunft befragen, um entscheiden zu können, was richtig ist.)

wenn kirchenleute glaben, den kindern etwas gutes zu tun, indem sie sie missbrauchen, dann sind sie irgendwo reichlich krank im hirn.
trotzdem kann man nicht sagen, dass sie nicht im wiederspruch zu ihrem gewissen gehandelt haben: Durch befragung der eigenen Vernunft (ohne auch nur ein blatt der bibel umwälzen zu müssen) hätten sie draufkommen müssen, dass es einem kind nichts bringt, wenn es misbraucht wird.
man stelle sich selbst die frage: "Was bringt es einem kind, wenn ich sex mit ihm habe womöglich ohne sein einverständnis?" Es ergibt sich - ohne dass man irgendwleche gesetzgebungen, seis die bibel, oder das strafgesetzbuch befragen muss - allein aus der eigenen vernunft heraus, dass es entsetzlichen seelischen schmerz und auch schaden bei dem kind hinterlassen würde, wenn man es misbraucht.
(erneut aus religiöser sicht: wir erkennen, durch gebrauch der von gott gegebenen vernunft, dass misbrauch dem kind schädlich ist, und dass es somit nicht richtig sein kann; dass es unser gewissen belasten würde.)
Wenn das einem Kirchenvater nicht einleuchtet, dann besitzt er keine Vernunft - und verfehlt somit das eigentliche mensch-sein.
Fall es ihm einleuchtet, und er dennoch Kinder mishandelt, dann handelt er aus reiner fleischlicher neigung, und nicht aus vollkommener überzeugung, und lädt damit definitiv schuldgefühle auf sein gewissen.

wieder etwas anderes ist die kirche als organisation. wenn man davon ausgeht, dass ein bisschen beichten alle sünden von einem abfallen lässt, und womöglich noch ein bisschen ablasshandel den rest besorgt, dann ist man wieder bei einem dienstleistungsbetrieb, der auf keinster weise mit den eigentlichen prinzipien der religion zu vereinbaren ist.
nur, weil sich eine organisation herausnimmt zu behaupten, dass sie die fleisch gewordene verkörperung einer religion ist, bedeutet das noch lange nicht, dass dem tatsächlich so ist!
 

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