Nein, Kindesmißbrauch ist nach den weltlichen Gesetzen verboten - das wissen die Täter und desßhalb machen sie das nicht öffentlich.
Wahrscheinlich ist es auch nach kirchlichen Vorschriften verboten, aber da gibt es das Mittel der Beichte und die Sicherheit des Apparates, der - wie wir inzwischen wissen - nicht bestraft, sondern höchstens versetzt hat.
Um zu wissen wie der Täter übers eine Taten denkt bedarf es allerdings mehr. Ich glaube noch nicht mal, daß da irgendeiner eine besondere Schuld fühlt, sondern eher im Gegenteil der Ansicht ist, Kindern etwas Gutes getan zu haben.
Wir argumentieren hier aus einer theologischen sicht der dinge.
Das heißt, dass wir die Religion als leitendes Prinzip für unser handeln auslegen.
Sowohl aus Gesetzlicher wie aus Religiöser Sicht ist Kindesmissbrauch verboten und inakzeptabel.
(wenn man mit religion argumentiert, wäre die begründung: sowohl das gesetz, wie auch die ehtische ablehnung des kindesmissbrauches fußt darauf, dass die vernunft, die der mensch innehat durch gott gegeben ist; daher muss man auch nicht in der bibel rumkramen, sondern nur sein eigenes gewissen/seine eigene vernunft befragen, um entscheiden zu können, was richtig ist.)
wenn kirchenleute glaben, den kindern etwas gutes zu tun, indem sie sie missbrauchen, dann sind sie irgendwo reichlich krank im hirn.
trotzdem kann man nicht sagen, dass sie nicht im wiederspruch zu ihrem gewissen gehandelt haben: Durch befragung der eigenen Vernunft (ohne auch nur ein blatt der bibel umwälzen zu müssen) hätten sie draufkommen müssen, dass es einem kind nichts bringt, wenn es misbraucht wird.
man stelle sich selbst die frage: "Was bringt es einem kind, wenn ich sex mit ihm habe womöglich ohne sein einverständnis?" Es ergibt sich - ohne dass man irgendwleche gesetzgebungen, seis die bibel, oder das strafgesetzbuch befragen muss - allein aus der eigenen vernunft heraus, dass es entsetzlichen seelischen schmerz und auch schaden bei dem kind hinterlassen würde, wenn man es misbraucht.
(erneut aus religiöser sicht: wir erkennen, durch gebrauch der von gott gegebenen vernunft, dass misbrauch dem kind schädlich ist, und dass es somit nicht richtig sein kann; dass es unser gewissen belasten würde.)
Wenn das einem Kirchenvater nicht einleuchtet, dann besitzt er keine Vernunft - und verfehlt somit das eigentliche mensch-sein.
Fall es ihm einleuchtet, und er dennoch Kinder mishandelt, dann handelt er aus reiner fleischlicher neigung, und nicht aus vollkommener überzeugung, und lädt damit definitiv schuldgefühle auf sein gewissen.
wieder etwas anderes ist die kirche als organisation. wenn man davon ausgeht, dass ein bisschen beichten alle sünden von einem abfallen lässt, und womöglich noch ein bisschen ablasshandel den rest besorgt, dann ist man wieder bei einem dienstleistungsbetrieb, der auf keinster weise mit den eigentlichen prinzipien der religion zu vereinbaren ist.
nur, weil sich eine organisation herausnimmt zu behaupten, dass sie die fleisch gewordene verkörperung einer religion ist, bedeutet das noch lange nicht, dass dem tatsächlich so ist!