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Fünfzig und ich denke ich habe alles im Leben falsch gemacht.

Man denkt über andere immer so wie man selbst ist, darum haben Diebe immer die größten Schlösser an ihren Türen.
Misserfolg ist die Wiedergeburt einer erfolgreichen Willenskraft.
Wenn Du immer die gleichen Wege gehst, wirst Du in Deinem Leben nichts verändern.
Jede Veränderung im Leben braucht seine Zeit, wenn Du bereit bist stetig an Dir und an Deinem Erfolg zu arbeiten, kannst Du wenn die Zeit reif ist, die Ernte Deiner Bemühungen einholen.
Sorge dich nicht ... verbessere!
 
Hat jemand auch solche Gedanken gehabt ?
Ja,
mit 1,
mit 2,
mit 3,
mit ...
mit 5,
mit 6,
mit ...
mit 10,
mit ...
mit 15,
mit ...
mit 20,
mit ...
mit 30,
mit ...
mit 40,
mit ...
mit ü50

Mach mal eine Liste, was so alles dabei war und sei ehrlich zu dir.

Nicht, das noch was positives dabei ist 😕

Das annehmen zu können ist für mich sehr schwer.

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
Überdenke aber auch immer wieder mal, mein Handeln.
Weichen falsch gestellt, Abkürzung genommen - mal falsch abgebogen.
Mich in jemand verguckt, der es im Nachhinein nicht war für mich..
Sicher, schon passiert
Man trifft Entscheidungen auf Grund dessen, was man aktuell weiß. Ob das dann richtig ist oder falsch stellt sich dann später heraus. Wie oft stand ich schon da und habe mir gedacht: ich weiß einfach nicht, was richtig ist.
Studium, Ausbildung, dieser Job oder ein anderer, die Partnerwahl ...
Mit dem Wissen von heute hätte ich manches anders gemacht, aber genau dieses Wissen konnte ich damals nicht haben.

Und "alles falsch machen", nun ja, manchmal fühlt es sich vielleicht so an, als wäre das so und man verallgemeinert. Da kommen dann mehrere Sachen zusammen, die nicht passen und das Gute geht unter oder wird übersehen. Aus anderem Blickwinkel war dann doch gar nicht alles falsch und wie in anderen Beiträgen schon stand: man kann Dinge ändern, mit denen man aktuell nicht zufrieden ist, oder daran arbeiten, dass sich etwas ändert.
 
Ich denke gerade dran, wie ich am Frühstückstisch meiner Oma saß und nicht mehr wußte, wie ich mein Brötchen schmieren sollte. Einfach weil ich über das was mir passiert ist, nicht drüber kam.

Mir wird warm ums Herz, wenn ich daran denke, mit welcher Geduld und Güte sie mir und anderen begegnet ist. Mit einer Selbstverständlichkeit, die ich bis heute nur bewundern kann.
Sie ließ mich, mit ihrer Fürsorge, für einen Moment alles vergessen und blieb ganz bei mir. Egal wie ungeschickt ich mich bei nur irgendwas angestellt habe. Sie fand eine Lösung, in der ich mich wiederfand.

Und nun, 50 Jahre später, schaue ich mich in meiner Wohnung um, die ich alleine eingerichtet habe, denke fast ohne Groll an die einst sehr gut funktionierenden Beziehungen die ich hatte, sehe die Fundstücke meines Lebens, die mir zeigen was ich geschafft habe und was weniger. Vieles davon zeigt mir wo ich war und wer ich bin.
Ich schaue auf meine nun 37 Jährige Tochter, die ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen und gehört habe. Ich weiß nicht mal warum.

Alles in allem, war es bisher ein sehr durchwachsenes Leben. Fast die Hälfte mit Stacheldraht, dann die Freiheit hier und da selbst scheitern zu dürfen und zu können. Ja, auch das habe ich öfters geschafft als mir lieb ist. Ich habe mir auch vieles anders vorgestellt und habe bestimmt hier und da jemanden enttäuscht. Letztlich ist man kein Übermensch. Das will ich auch nicht sein. Ich versuche halt auch nur, aus meinen Fehlern zu lernen und denke oft an meine Oma. Als Vorbild.

Dabei stelle ich mir die Frage, in welcher Höhe setzt man die Messlatte des Lebens an?
Oft genug ist der Erfolg nur ein Schritt weiter. Auch wenn man das selbst nicht wahr haben möchte.

Meine Oma ist fast 90 geworden. Also bleiben mir noch 32 Jahre übrig. Da kann alles passieren. Bei Dir auch, @ TE. Findest Du nicht auch?
Im übrigen kann durch eine Unachtsamkeit, schon morgen alles vorbei sein.

Ich verstehe ja das es ab und an schwer fällt wenn man schaut was man nicht hat. viel ist bei mir auch nicht. Ich bin halt dankbar über das Wenige das ich noch habe. Das schaffe ich aber auch nicht immer.
- Wichtig ist immer die Gesundheit. Auch die Psychische. Von beiden hätte ich gerne etwas mehr.

Ich will ja nicht ausschließen das einem nichts gelingen will, alles falsch laufen kann, aber die äußeren Einflüsse, die kann man nun mal nicht wirklich zu 100% kalkulieren. Mir hilft hier die Nachsicht mit mir selber. Fehler machen mich doch auch menschlich. Wichtig ist, dass man daraus lernt. Dafür ist ja noch viel Zeit.
Die 50 ist doch auch "nur" eine Zahl. Ich habe mich gefreut als ich 50 wurde, denn jetzt kann ich sagen, ich habe schon ein halbes Jahrhundert gelebt und erlebt. 😀
50po-1v.gif

Versuchs mal mit Gelassenheit. 😉
 
Dabei stelle ich mir die Frage, in welcher Höhe setzt man die Messlatte des Lebens an?

Für mich ist die Messlatte das innere Gefühl, ob es passt oder nicht.

Wenn ich nur noch total unglücklich bin, muss ich etwas verändern.

Man kann nicht alles haben, muss es auch nicht. Aber man darf sich auch nicht mit einem traurigen Schicksal abfinden, so lange es noch Möglichkeiten gibt, etwas zu verbessern.
 
Hallo,
was ist richtig - was ist falsch?
mal eine Beispiel
Jemand hat Studiert und er hat eine Job in dem Bereich.
Jetzt sagen Viele das war Richtig gratuliere - der Verdient viel.
Die anderen sagen er hat nur Stress und ist ein A... und zockt nur ab.

Ich kann deine Frage nicht mal für micht selbst beantworten - sicherlich waren Gute Sachen dabei und auch weniger Gute Sachen - bei manchen Dingen bin ich so richtig auf die Nase gefallen.

Bei einer Niederlage kann man ja kurz jammern. aber danch muss es wieder weiter-/ aufwärts gehen.
-So spielt das Leben-
 
Jemand hat Studiert und er hat eine Job in dem Bereich.
Jetzt sagen Viele das war Richtig gratuliere - der Verdient viel.
Die anderen sagen er hat nur Stress und ist ein A... und zockt nur ab.
Unabhängig von der Meinung der andere, ist doch das Wichtigste, dass demjenigen sein Job gefällt und er sich darin wohlfühlt, den Erfolg hat, den er sich gewünscht hat usw.. Also kann nur er - bei diesem Beispiel - entscheiden ob es richtig oder falsch war.
 
Unabhängig von der Meinung der andere, ist doch das Wichtigste, dass demjenigen sein Job gefällt und er sich darin wohlfühlt, den Erfolg hat, den er sich gewünscht hat usw.. Also kann nur er - bei diesem Beispiel - entscheiden ob es richtig oder falsch war.
Na klar ist das so - es war ja auch nur ein Beispiel (sorry es hinkt etwas) . Dies muss auch nicht jemand anders sagen - an manchen Tagen denke ich auch Mann.....dann wieder Super.......zu den gleichen Thema.
Im Leben gibt es massig zu Beispiele - es gibt Vor- und Nachteile je nach Gewichtigung.
Aber ich glaube jetzt bei keinen der im Ernst sagen kann es ist alles Flasch gelaufen
 
Hey, bezüglich der blöden Sprüche (@beihempelsuntermsofa ) - ich weiss auch noch einen beizutragen 😛 (mea culpa), der mich persönlich leitet (ihr könnt da ruhig drüber lachen, aber ich finde er hilft bei solchen Fragen, wenn auch populistisch formuliert - hey wir reden hier über Expression existentieller Zweifel, oder etwa nicht?):

"Darauf, dass unsere Leben sinnlos sind und wie schön das ist. Denn Freiheit braucht keinen Zweck." (Johnny Hobo)

Und nein. Das ist nicht hedonistisch - im Gegenteil. Mir persönlich hilft der mich daran zu erinnern was wichtig ist im Leben (für mich: Liebe & Freundschaft) und vielleicht auch dir liebe/r TE? 🙂 Mir wurde das mal bei einem Klinikaufenthalt wegen schwerer Depressionen indirekt an's Herz gelegt (der Therapeutin bin ich heute noch dankbar - es ging eher so darum sein Leben mal wieder zu ordnen, seine "Wertematrix" erneut zu bestimmen wenn es ... richtig weit unten ist ... trotz einem Haufen erarbeiteter Kohle (damals) und gesellschaftlicher Anerkennung für so einen Quatsch... bei so ziemlich allem... gefühlt :-D)
 
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