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Fühle mich meinem Freund gegenüber minderwertig

Wenn du dich mies fühlst neben deinem Freund, dann kann das dein Leben schwer beeinträchtigen Mietzi. Dann lebe lieber mit wem anderen zusammen, oder alleine.

Ich habe mit einer Ex-Schulfreundin Kontakt aufgenommen, sie ist sehr einsam gewesen und ich wollte mich ihrer annehmen, sie mitnehmen ins Leben wieder, das ist aber nicht Introvertiertheit, was bei ihr so mitspielt, es ist Menschenscheu da, große Angst vor Zurückweisung und Ablehnung. Ihr fiel sehr schwer jemanden zu vertrauen. Ich wusste, dass ich stellenweise eine wirkliche Qual für sie war, weil sie sich dauernd blöd neben mir vorkam, du kannst so leicht reden, du bist so vielseitig, du hast dies viel besser drauf oder jenes und mit den Jahren ist ihr endlich der Knopf aufgegangen, dass ist kein Besser sein, das ist wie eine Krankheit, dieselbe Krankheit, die auch sie hat, nur andersrum, wenn schon hingeschaut, dann bitte richtig. Extrovertierte haben Zwänge, meist haben ruhige Menschen diese nicht ( nötig).
Meine liebe Ex-Schulkameradin geht jetzt freundlicher mit mir um und sieht mich als angeblich Extroviertierte endlich im richtigen Licht.

Für mich sind ruhige Menschen lebenswichtig. Es wäre tödlich, wenn mein Lebenspartner die selben Muster ausleben würde, wie ich. Ich würde mich überschlagen, es wäre ein Dauerstress, ein Dauerreiz da, das würde ich nicht aushalten.

Bleib wie du bist. Liebe es, wie DU bist und geh friedlich mit dir um. Schau, wie schön du bist. Siehe es, merke es.
 
Diese Freundin, von der ich erzählte, die hat sich eine Katze zugelegt, sie weiß nun von meinen Schwierigkeiten und ist froh, nicht ich zu sein und inzwischen gibts Vertraute in ihrer Stadt, in der sie lebt, die mit ihr das alles unternehmen, wofür sie brennt und mich hat sie akzeptieren gelernt und aufgehört zu beneiden. Für Extrovertierte gibt es noch andere Begriffe: Verschwender, Vergeuder, Verschleuderer ihrer Kräfte und Zuneigungen und Energien. Woher beziehen sie diese Energien, von ruhigen Kameraden, wo sie ausruhen können, auftanken, sich mal schattig halten können, statt ständig im grellen "Rampenlicht" stehen zu wollen, zu möchten, zu müssen irgendwie. Man fragt diese viel, man redet viel, man unterhält sich viel, man bespasst und man drückt und quetscht sich ständig, das ist zwar Eustress, aber dennoch Stress. Nun frag mal, warum er hier bei dir ist und nicht bei einer ebensolchen wie er ist. Das ist Gottgewollt. Pluspol und Minuspol ergeben einen guten Austausch. Wärst du gleich wie dein Hasibär, dann wäre das Plus-Plus gepolt und das wäre toxisch und wie wenn Konkurrenten zusammenleben würden. Da würde dann nur noch gequasselt werden.

Lass die Ordnung so sein, wie sie ist. Ändere dich nicht. Was dir aber nicht schaden würde, auch stolz zu sein, wie diese Freundin endlich auf sich ist. Die konnte das nicht sehen, welche Vorteile sie hat. Ähnlich wie du.
 
Bevor ich ihn kannte, war ich zwar nicht vollkommen zufrieden mit mir, aber ich habe akzeptiert, dass ich halt nicht der Typ Mensch bin, der viele Menschen kennen muss. Es laugt mich eher aus, ich bin gerne Zuhause und gehe da Hobbys nach. Aber jetzt habe ich den Vergleich mit ihm und ich bewundere, wie gut er mit allen zurecht kommt.
Hi Miezi
Das kann ich total gut verstehen. Es ist der Vergleich (durch die Nähe) der einen sich schlecht fühlen lässt.
Ich werfe mir vor unsozial zu sein, falsch zu sein, weil ich nicht so oft mit anderen Menschen abhänge und das auch irgendwie nicht so oft brauche. Ich wünschte, ich hätte das Bedürfnis, aber es ist nicht da. Wenn ich extrovertiert wäre, käme ich einfach generell besser in der Welt zurecht. Ich müsste mich nicht jeden Tag wie eine Aussätzige in einer Welt voller „Normaler“ fühlen.
Kann ich nachfühlen. Aber die Welt und Gesellschaft ist schräg, nicht du. Es ist voll ok, introvertiert zu sein.
Ich komme aus einer Familie, in der nur Extrovertiertheit als "gut" galt. Ich als Introvertierte galt als schwach, mangelhaft.
Was hab ich gekämpft anzuerkennen,dass ich mit meiner sehr sensiblen, denkerischen Art voll ok bin.

Tierheim ist grossartig! Nicht jeder muss ständig Bestätigung von anderen kriegen. Du weisst nicht, wie stark du bist. Bitte mach dich nicht so klein!

Weisst dein Freund, wie du fühlst? Es wäre doch schön, er würde dich unterstützen mehr aus dir heraus zu kommen, wenn er es schon so leicht hat damit?
 
Schonmal vielen Dank für eure lieben Antworten und Zusprüche. Danke auch für den Link, da finde ich mich in so gut wie allen Punkten wieder.

Mein Freund hat mir auch gesagt, dass er bei mir zur Ruhe kommt, finde ich ja auch schön. Aber ich will nicht nur wie seine Tankstelle fühlen. Seit der Schulzeit bekommt man immer wieder gezeigt, es ist schlecht introvertiert zu sein. Zu still, zu unauffällig. Seit ich arbeite, fällt mir das noch mehr auf.

Meine Kolleginnen fühlen sich dann persönlich angegriffen, wenn ich mal nicht wo mitgehen will, aber nicht, weil sie mich so mögen, sondern, weil sie mir dann ins Gesicht sagen, ich würde sie nicht mögen. Man wird so oft übersehen als Introvertierte, dabei würde ich auch gerne für meine Fähigkeiten gesehen werden. Extrovertierte haben auch immer was zu erzählen, ich fühle mich dann oft auch so langweilig, weil ich nicht dies oder das mache oder gemacht habe. Und wenn man das eben jeden Tag schon zwangsweise durch die Arbeit erlebt, graben sich die Spuren eben ein, wenn man keine harte Schale hat.

Ich fühle mich manchmal wie ein Monster, wenn ich meinen Freund wieder für sein Hobby beneide. Er bringt sich in die Gesellschaft ein, tut etwas Wichtiges für die Gesellschaft. Er ist wichtig. Und da kommt wieder dieses schlechte Gefühl, weil ich mich eben nicht in der Gesellschaft engagiere, weil es mir wohl einfach nicht so liegt. Ich bin neidisch, weil ihm eben der Umgang mit Menschen so leicht fällt und er nicht von Ängsten blockiert ist bzw. Gesellschaft genießt. Ich war immer Außenseiterin wegen meiner Art.
Wenn man jemand so Nahe ist, dann ist man mit der eigenen Introversion und dem damit gefühlten Versagen in der Gesellschaft noch mehr konfrontiert. Wenn ich mit ihm und meinen Freunden etwas mache, dann habe ich immer Sorge, was ich erzähle ist nicht interessant genug. Ich habe quasi Angst, dass ich durch sein Wesen wieder in den Hintergrund trete, nicht gesehen werde, was ich bei den eigenen Freunden dann noch schlimmer empfinde. Manchmal habe ich den Eindruck, ich bin nur am hinterherrennen, kann aber nie zu ihm aufholen.

Verlassen möchte ich ihn nicht. Es würde sich anfühlen, als würde ich vor meinen Problemen wegrennen, statt sie zu lösen. Sie würden mich früher oder später aber einholen.

Klar haben auch Extrovertierte ihre Probleme, aber immerhin müssen sie sich für ihre Art nicht infrage stellen, weil sie als richtig empfunden wird.

Ich weiß halt nicht, wie ich zufrieden mit mir sein kann, wenn ich immer wieder das Gefühl habe, ich leiste nichts Wichtiges für die Gesellschaft bzw. wenn die Gesellschaft mir zu verstehen gibt, ich bin falsch so, wie ich bin.

Mir ist klar, dass ich da stark an mir arbeiten muss, mein Mindset ändern muss. Wie habt ihr anderen Introvertierten gelernt, euch zu akzeptieren? Gab es Schlüsselmomente oder habt ihr Übungen für euren Selbstwert gemacht?
 
Schonmal vielen Dank für eure lieben Antworten und Zusprüche. Danke auch für den Link, da finde ich mich in so gut wie allen Punkten wieder.

Mein Freund hat mir auch gesagt, dass er bei mir zur Ruhe kommt, finde ich ja auch schön. Aber ich will nicht nur wie seine Tankstelle fühlen. Seit der Schulzeit bekommt man immer wieder gezeigt, es ist schlecht introvertiert zu sein. Zu still, zu unauffällig. Seit ich arbeite, fällt mir das noch mehr auf.

Meine Kolleginnen fühlen sich dann persönlich angegriffen, wenn ich mal nicht wo mitgehen will, aber nicht, weil sie mich so mögen, sondern, weil sie mir dann ins Gesicht sagen, ich würde sie nicht mögen. Man wird so oft übersehen als Introvertierte, dabei würde ich auch gerne für meine Fähigkeiten gesehen werden. Extrovertierte haben auch immer was zu erzählen, ich fühle mich dann oft auch so langweilig, weil ich nicht dies oder das mache oder gemacht habe. Und wenn man das eben jeden Tag schon zwangsweise durch die Arbeit erlebt, graben sich die Spuren eben ein, wenn man keine harte Schale hat.

Ich fühle mich manchmal wie ein Monster, wenn ich meinen Freund wieder für sein Hobby beneide. Er bringt sich in die Gesellschaft ein, tut etwas Wichtiges für die Gesellschaft. Er ist wichtig. Und da kommt wieder dieses schlechte Gefühl, weil ich mich eben nicht in der Gesellschaft engagiere, weil es mir wohl einfach nicht so liegt. Ich bin neidisch, weil ihm eben der Umgang mit Menschen so leicht fällt und er nicht von Ängsten blockiert ist bzw. Gesellschaft genießt. Ich war immer Außenseiterin wegen meiner Art.
Wenn man jemand so Nahe ist, dann ist man mit der eigenen Introversion und dem damit gefühlten Versagen in der Gesellschaft noch mehr konfrontiert. Wenn ich mit ihm und meinen Freunden etwas mache, dann habe ich immer Sorge, was ich erzähle ist nicht interessant genug. Ich habe quasi Angst, dass ich durch sein Wesen wieder in den Hintergrund trete, nicht gesehen werde, was ich bei den eigenen Freunden dann noch schlimmer empfinde. Manchmal habe ich den Eindruck, ich bin nur am hinterherrennen, kann aber nie zu ihm aufholen.

Verlassen möchte ich ihn nicht. Es würde sich anfühlen, als würde ich vor meinen Problemen wegrennen, statt sie zu lösen. Sie würden mich früher oder später aber einholen.

Klar haben auch Extrovertierte ihre Probleme, aber immerhin müssen sie sich für ihre Art nicht infrage stellen, weil sie als richtig empfunden wird.

Ich weiß halt nicht, wie ich zufrieden mit mir sein kann, wenn ich immer wieder das Gefühl habe, ich leiste nichts Wichtiges für die Gesellschaft bzw. wenn die Gesellschaft mir zu verstehen gibt, ich bin falsch so, wie ich bin.

Mir ist klar, dass ich da stark an mir arbeiten muss, mein Mindset ändern muss. Wie habt ihr anderen Introvertierten gelernt, euch zu akzeptieren? Gab es Schlüsselmomente oder habt ihr Übungen für euren Selbstwert gemacht?
Ich glaube auch, dass man sich in der Partnerschaft in seinen Gegensätzlichkeiten gut ergänzen kann. Ich habe in meiner eine ähnliche Konstellation, mein Partner ist sehr gesprächig, eher extrovertiert und ich bin stiller, zurückhaltend. Was würde wohl passieren, wenn wir beide ständig reden müssten, da kommt doch dann keiner mehr zu Wort. 🙂
Ich erlebe das wie du, wenn er dabei ist, übernimmt er den Großteil der Konversation. Manchmal stört mich das, aber manchmal genieße ich es auch, mich zurücklehnen zu können, teilhaben zu können, ohne den Druck zu haben, immer spannende, lustige Geschichten abliefern zu müssen.
Was ich versuche, ist am Ball zu bleiben, das weiter zu üben, auch mal unterhaltsam, aktiv zu sein in Gesellschaft. Bei mir ist es über die Jahre ein wenig besser geworden. Wenn dich das stört, dass dein Partner immer übernimmt, dann schaffe dir Nischen, in denen du auch zu Wort kommst, gerade bei deinen Freunden. Triff dich doch ab und zu auch mal allein mit ihnen.
Und dass du nichts leistest für die Gesellschaft, das stimmt doch nicht. Dein Ehrenamt im Tierheim ist doch genauso viel wert! Du engagierst dich. Rede das nicht klein.
Mein Partner sagt übrigens von sich, auch wenn er gerne und viel redet, dass ihn das manchmal anstrengt, dass er immer der Geschichtenerzähler ist. Obwohl das alles von außen so schön und leicht aussieht, hat die andere Seite auch seine Tücken. Die Kehrseite der Medaille ist sicher zudem, dass man sich auf Grund der Veranlagung eventuell zu viel auflädt und auch, dass man schlecht alleine, ohne Ablenkung sein kann. Vermutlich bist du für deinen Freund da ein ganz wichtiger Gegenpol, jemand der ihn runterbringt, Ruhe reinbringt und ihn davon abhält, zu sehr aufzudrehen, sich zu übernehmen.
So kann doch der eine vom anderen pofitieren, ohne dass das eine mehr wert ist als das andere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie habt ihr anderen Introvertierten gelernt, euch zu akzeptieren? Gab es Schlüsselmomente oder habt ihr Übungen für euren Selbstwert gemacht?
Ich glaube in dem man sich mit anderen introvertierten austauscht und trifft, die sich akzeptieren und es sogar toll finden so zu sein.

Ich liebe es für mich zu sein, meine Ruhe zu haben, alleine durch den Park zu spazieren, mir die Natur und die Tiere anzuschauen.
Aber genauso genieße ich es Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Ich brauche das sogar. Eine gesunde Balance aus beidem. Die kann bei jedem anders sein. Wenn ich zu lange für mich bin, tut es mir nicht gut. Wenn ich zu viel unter Menschen bin, auch.
Also am besten sich selbst gut kennen und wissen, was geht grade, was brauche ich, was tut mir gut.

Meine Schwester sagte mal, dass sie es gar nicht ab kann alleine zu sein. Und ich kann mir teilweise nichts schöneres vorstellen. Grade in einer Partnerschaft ist es wichtig nicht nur aufeinander zu hängen, so schön es auch mit dem anderen sein kann.
Mein Partner ist sehr extrovertiert und ich darf ihn auch immer wieder bremsen und sagen, jetzt brauche ich Ruhe oder Zeit für mich. Das kann dann auch so sein, dass wir beide in einem Raum sind und jeder beschäftigt sich ruhig für sich.

Kommunikation und Selbstreflektion ist da sehr wichtig. Grade bei mir nahestehenden kann ich gut sagen, wie es mir grade geht und wie es in mir aussieht. Dadurch wissen sie bescheid und können vieles besser nachvollziehen. Sie finden es sogar sehr gut, dass ich so selbstreflektiert bin und mich gut mitteile. Das macht vieles einfacher. Die meisten Menschen kommen besser damit klar, wenn sie wissen was los ist.
Die anderen sind meist auch nur unsicher und vermuten, dass es an ihnen liegt. Du nimmst das raus in dem du dich erklärst.

Ich würde diese ruhige Art nicht an mir ändern wollen.
Wenn ich mehr Gesellschaft will, dann suche ich sie mir, wenn nicht, genieße ich meine Me-Time.

Ich glaube, dass du toll bist, so wie du bist.

Und es kann genauso passieren, dass du extrovertiert bist und neidisch bist, weil andere so schön ruhig sind und besser für sich sein können.

Alles eine Frage der Perspektive.

Ich würde mir mal alles aufschreiben, was du toll an dir findest.
Und dann kannst du die Menschen die dir nahe stehen fragen, was sie an dir schätzen und auch dies aufschreiben.
Das kannst du dir dann immer wieder durchlesen.
Du brauchst einfach Bestätigung, dass du gut bist und so sein darfst.

Wenn du wirklich aus dir heraus etwas ändern möchtest, kannst du das gerne tun, aber ich habe den Eindruck, dass du viel mehr den Wunsch hast, dass die Leute dich so mögen wie du bist.
 
Schonmal vielen Dank für eure lieben Antworten und Zusprüche. Danke auch für den Link, da finde ich mich in so gut wie allen Punkten wieder.

Mein Freund hat mir auch gesagt, dass er bei mir zur Ruhe kommt, finde ich ja auch schön. Aber ich will nicht nur wie seine Tankstelle fühlen. Seit der Schulzeit bekommt man immer wieder gezeigt, es ist schlecht introvertiert zu sein. Zu still, zu unauffällig. Seit ich arbeite, fällt mir das noch mehr auf.

Meine Kolleginnen fühlen sich dann persönlich angegriffen, wenn ich mal nicht wo mitgehen will, aber nicht, weil sie mich so mögen, sondern, weil sie mir dann ins Gesicht sagen, ich würde sie nicht mögen. Man wird so oft übersehen als Introvertierte, dabei würde ich auch gerne für meine Fähigkeiten gesehen werden. Extrovertierte haben auch immer was zu erzählen, ich fühle mich dann oft auch so langweilig, weil ich nicht dies oder das mache oder gemacht habe. Und wenn man das eben jeden Tag schon zwangsweise durch die Arbeit erlebt, graben sich die Spuren eben ein, wenn man keine harte Schale hat.

Ich fühle mich manchmal wie ein Monster, wenn ich meinen Freund wieder für sein Hobby beneide. Er bringt sich in die Gesellschaft ein, tut etwas Wichtiges für die Gesellschaft. Er ist wichtig. Und da kommt wieder dieses schlechte Gefühl, weil ich mich eben nicht in der Gesellschaft engagiere, weil es mir wohl einfach nicht so liegt. Ich bin neidisch, weil ihm eben der Umgang mit Menschen so leicht fällt und er nicht von Ängsten blockiert ist bzw. Gesellschaft genießt. Ich war immer Außenseiterin wegen meiner Art.
Wenn man jemand so Nahe ist, dann ist man mit der eigenen Introversion und dem damit gefühlten Versagen in der Gesellschaft noch mehr konfrontiert. Wenn ich mit ihm und meinen Freunden etwas mache, dann habe ich immer Sorge, was ich erzähle ist nicht interessant genug. Ich habe quasi Angst, dass ich durch sein Wesen wieder in den Hintergrund trete, nicht gesehen werde, was ich bei den eigenen Freunden dann noch schlimmer empfinde. Manchmal habe ich den Eindruck, ich bin nur am hinterherrennen, kann aber nie zu ihm aufholen.

Verlassen möchte ich ihn nicht. Es würde sich anfühlen, als würde ich vor meinen Problemen wegrennen, statt sie zu lösen. Sie würden mich früher oder später aber einholen.

Klar haben auch Extrovertierte ihre Probleme, aber immerhin müssen sie sich für ihre Art nicht infrage stellen, weil sie als richtig empfunden wird.

Ich weiß halt nicht, wie ich zufrieden mit mir sein kann, wenn ich immer wieder das Gefühl habe, ich leiste nichts Wichtiges für die Gesellschaft bzw. wenn die Gesellschaft mir zu verstehen gibt, ich bin falsch so, wie ich bin.

Mir ist klar, dass ich da stark an mir arbeiten muss, mein Mindset ändern muss. Wie habt ihr anderen Introvertierten gelernt, euch zu akzeptieren? Gab es Schlüsselmomente oder habt ihr Übungen für euren Selbstwert gemacht?

Du schreibst, dass Introvertierte als schlechter gesehen werden und tust EXAKT dasselbe. Merkst du das? Du hast das völlig verinnerlicht: ich bin langweilig, weil ich introvertiert bin etc etc

Was dir fehlt ist nicht Extraversion, sondern Selbstvertrauen. Tu was für dein Selbstwertgefühl. Neid vergiftet jede zwischenmenschliche Beziehung auf Dauer! Du könntest mal die Bücher von Stefanie Stahl anschauen.

" Die Gesellschaft" gibt fast jedem zu verstehen, dass er oder sie falsch sei. Zu leise, zu laut, zu dick, zu dünn, zu alt, zu sexy, zu bieder, zu abhängig, zu flatterhaft... denn "die Gesellschaft" besteht aus ner ganzen Menge Menschen, bei denen immer wer dabei ist, der was zu meckern hat.
Wenn das auf ein geringes Selbstwertgefühl trifft, dann wird das schnell zu einer selektiven Wahrnehmung. Dann hört man nur noch, was gege n einen gerichtet ist - oder gerichtet zu sein schreint.
Denn wenn deine Kollegen es bedauern, dass du nicht mitgehst, kannst du das interpretieren als: ich bin zu zurückgezogen und deshalb denen sie, ich bin falsch.
Oder als: sie mögen mich, so wie ich , und hätten mich deshalb gerne dabei.
Weißt du so sicher, dass sie dich dabei haben wollen, OBWOHL sie doch gar nicht so sehr mögen? Warum sollten sie dich dann dabei haben wollen? Um sich die Bestätigung zu holen, dass du sie magst?
 

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