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Fühl mich beruflich völlig überfordert

Hallo, Perla,

danke Dir sehr für die positive Rückmeldung. Manchmal sieht man "vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr". Es zahlt sich doch aus, wenn man mal ein bisschen Feedback der andern einfordert.

Viel Erfolg, ich bin sicher, Du kannst was für Dich draus machen!

Liebe Grüße

Barnici
 
Hallo Perla, danke Dir für deinen Beitrag. Die Angst, durch Unachtsamkeit, mangelnder Konzentration oder innerer Blockade einem anderen Menschen zu schaden ist mir noch sehr vertraut. So große Verantwortung wollte ich auch nie tragen. Deswegen passte es mit meinem Anschlussjob nach der Ausbildung recht gut. Natürlich trug ich auch Verantwortung für mir anvertraute Menschen, doch das Ausmaß war nicht ganz so groß. Für mich zu der damaligen Zeit ein Kompromiss. Momentan geh ich durch die Stadt und beneide einfach Menschen um ihre Arbeit. Ich hatte nie große Angst vor Arbeitslosigkeit und wirklich großes Vertrauen in mich, immer Arbeit zu finden. Seit meiner Kündigung ist dieses Vertrauen futsch. Respekt, 3 Seiten Lebenslauf! Bei mir bricht jetzt langsam die 3. Seite an. Ich wünsch dir, dass du noch das Richtige für dich findest.... ich wünsch dir Zufriedenheit! Ich kann andere Menschen auch nur begrenzt ertragen. Das war früher anders. Wie äußert sich das bei dir? Liebe Grüße kein_plan
 
Hallo Kein_Plan,

ja dieses Gefühl kenne ich sehr gut, ich beneide auch die vielen Menschen, die einfach täglich zur Arbeit gehen und das klappt einfach alles. Klar haben die auch oft Sorgen und Probleme, aber irgendwie scheinen sie es ja hinzukriegen.

Sagen wir mal so, ich kann einfach kaum noch ertragen, mit welchen Unverschämtheiten von Vorgesetzten und Chefs man heutzutage umgehen muss. Schon die Vorstellungsgespräche sind teilweise eine Zumuntung, aber es stehen ja genügend andere vor der Tür, die den Job machen...

Und ich (emp)finde immer schlimmer, dass es irgendwie keinen Zusammenhalt mehr gibt. Ich kenne kaum Leute, die Unterstützung erfahren. Mobbing und Co. sind doch heutzutage an der Tagesordnung.

Vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Ansichtssache, ich weiß es nicht.

Danke für deine guten Wünsche. Ich drück dir auch alle Daumen für die Zukunft. Hast du denn irgendeinen Ansatzpunkt? Ich habe hier einen guten Tipp von Barnici bekommen, vielleicht findest Du auch noch die eine oder andere Antwort, die dich weiterbringt.

Ich bin mir sicher, dass es etwas gibt, für mich und auch bestimmt für Dich. Wir müssen es nur finden.

LG
 
Hallo,kein_plan,
Hallo, Perla,

anbei das Neueste, vielleicht betrifft es euch ja und ihr könnt nachhaken:

Jobcenter müssen auch Privatkasse zahlen "Essen – Privat versicherte Hartz-IV-Empfänger haben ein Anrecht auf Erstattung der vollen Beiträge. Das hat das Sozialgericht Gelsenkirchen per Eilbeschluss entschieden, aus dem die „WAZ“-Gruppe vom Dienstag zitiert. Betroffen sind Arbeitslose, die privat versichert waren und seit 2009 zum Basistarif versichert werden müssen.

Bisher mussten Arbeitslose draufzahlen, weil das Jobcenter bisher nicht die vollen Beiträge von Privatkassen erstattet hat. Das wertete das Gericht als „systemwidrige Belastung“, die den verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz verletze. Schließlich können viele Betroffene nicht zurück in die gesetzliche Kasse.

Im konkreten Fall muss das Jobcenter die vollständigen Beiträge für eine Mutter und ihre drei Kinder übernehmen. Sie hatte ihren Versicherungsschutz zwischenzeitlich sogar verloren, weil sie die monatlich zusätzlich fälligen 306 Euro nicht gezahlt hatte. Die Voraussetzungen, in eine gesetzliche Familienversicherung zu wechseln, erfüllt sie nicht. (Aktenzeichen: S 31 AS 174/09 ER) ©"



Bezieht euch auf das Urteil und korrigiert eure Einkünfte!


Liebe Grüße


Barnici
 
Hallo Barnici,

betrifft mich zwar nicht persönlich, aber trotzdem vielen Dank, dass Du an uns gedacht hast 🙂

Sehr nett von Dir!

Liebe Grüße
 
Hallo "zu später Stund",

da ihr offensichtlich - wie ihr schreibt - Menschen nur mehr begrenzt aushalten könnt, wollte ich mal anfragen bzw. den Gedanken an Tiere ins Spiel bringen. Bei Perla ist mir ja nicht bekannt, was sie macht, aber ich stell das jetzt einfach mal so in den Raum. Tiere sind ja heute allgemein als "die besseren Menschen" anerkannt, geachtet, gehegt und gepflegt, geschützt und verwöhnt, etc. etc. Natürlich in gewissem Maße zurecht, solange es um Quälerei und Misshandlungen geht, aber m.E. auch, solange die Menschen dabei nicht zu kurz kommen. Aber gerade aus dieser "Zeitläufte" heraus hat der Tierheilpraktiker sehr an Bedeutung gewonnen. Könnte euch so etwas begeistern, oder habt ihr auch Angst vor Tieren (Hunde z.B., wobei es aber auch bissige Goldhamster und Papageien gibt!). Als weiteren Vorschlag könnte ich noch auf eine Tätigkeit in einer Med. Dokumentationsabteilung an einer Uni hinweisen.

So, ansonsten "Nichts Neues im Westen". Im Vorgriff schon ein erholsames Wochenende,

liebe Grüße

Barnici
 
Hallo Barnici,

danke für deine Anregung. Ja, Tiere find ich super, aber ich weiß von einer bekannten Tierarzthelferin, dass Stellen in dem Bereich absolut Mangelware sind. Bei mir ist es so, dass ich schon Menschen aushalten kann, aber eben keine motzenden, mobbenden Kollegen, keine unverschämten Chefs, keine Leute eben, die einem permanent vermitteln, man sei nix wert, man könne nix, usw.
Die Omi, die sich mit einem Lächeln bei mir bedankt, die halte ich gut aus. Und sogar den pampigen Opa, der einfach aufgrund seiner Erfahrungen im Leben vielleicht verbittert oder einfach nur einsam und traurig ist, den halte ich auch gut aus.

Ich habe mich in den letzten Tagen (nach deinem Tipp) immer mehr mit dem Gedanken befasst, vielleicht wirklich den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Nicht heut oder morgen, ich hab ja grad wieder eine neue Stelle, aber vielleicht in 1-2 Jahren.
Ich dachte immer, dass sei nichts für mich, aber je mehr Jahre ich aufm Buckel habe, um so klarer wird es eigentlich.

Was machst Du eigentlich? Bist Du im beratenden Bereich tätig? Baust Du Menschen auf und hilfst ihnen. Wenn ja, herzlichen Glückwunsch, das machst Du gut 🙂

LG
perla
 
Hi,
bin in dergleichen Situation: studiert, Studium interessant, super Noten, super Diplomarbeit, nun nach 5 Jahren im Job total ausgebrannt, Erkenntnis: falsche Richtung studiert, Praxis sieht anders aus als Theorie, Ergebnis: in psychiatrischer Behandlung, körperl. Symptome eingeschlossen, Aussicht: Therapie in 4 Wochen, Hoffnung auf berufl. Reha!!!
Toll was?! :-(((
Bin also nicht die Einzige, die das falsche studiert hat....
 

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