Vielleicht haben die Eltern sie zu sehr verwöhnt, sie zur Unselbständigkeit erzogen und ihr zuviele Schwierigkeiten abgenommen.
Davon gehe ich aus und das sagt meine Mutter auch selber. Sie sagt wortwörtlich, dass meine Großmutter sie zu sehr verwöhnt habe.
Und ich weiß selber, dass meine Oma ihr damals mit 70 Jahren ihr Fliesen in ihrer Wohnung gelegt hat. Meine Mutter hat kein Problem damit eine 70 jährige für sich arbeiten zu lassen.
Was hat deine Mutter darüber gesagt was sie an ihren Eltern als störend empfand....ausser dass du zum Glück bei den Großeltern aufgewachsen bist und nicht bei ihr .
Meine Mutter lebt in einer Welt, in der ihr Alle nur böses getan haben. Sie betont zwar wie sehr sie meine Oma geliebt hat, sagt aber gleichzeitig, dass diese ihr Leben zerstört habe, z.B. durch mangelnde Erziehung zur Selbstständigkeit.
Aber sorry, die Entschuldigung gilt nicht fürs ganze Leben. Meine Mutter ist mit Anfang 20 von zuhause ausgezogen, hatte Liebesbeziehungen, Berufe und ein Leben.
Meine Mutter macht das in jeder Hinsicht, immer irgendwas oder jemandem suchen, der dann an ALLEM Schuld hat.
Hier mal eine Liste ihrer Aussagen:
- Zwei Nervenbahnen ihn ihrem Gehirn würden nah aneinander liegen und deswegen wäre sie eigentlich schwerstbehindert (gibt kein Arztgutachten dazu)
- Sie wäre eigentlich Linkshänderin aber als Rechtshänderin erzogen, sonst wäre sie heute eine weltberühmte Musikerin
- Sie hatte mal einen Nachbarn der laute Bässe gemacht hat, deswegen ist sie für ihr Leben traumatisiert und hat einen Hörschaden (klar gibs dazu kein ärztliches Gutachten)
- Sie sei hypersensibel, deswegen darf ich kein Radio anmachen wenn sie bei mir im Auto mitfährt. Auch Nachbarn haben Rücksicht zu nehmen.
- Als Kind sei sie von Lehrern absichtlich sabotiert, eigentlich hätte sie ja ohne zu lernen überall eine 2 gehabt aber die Lehrer mochten sie angeblich nicht
- Sie hätte eine extrem ungewöhnliche Sternzeichen/Aszendentenkombination, die sie im Leben behindern würde
- Sie kann sich nicht konzentrieren weil die Nachbarn ständig krach machen und am Wochenende im benachbarten Jugendzentrum Lärm sei (ich war mehrfach bei ihr an Wochenenden, war nie laut, einmal leise Musik aber auch nur bei offenem Fenster zu hören)
- Sie war im Beruf eigentlich super, aber wegen der Politik sei sie damals entlassen worden und Ausländer haben ihren Arbeitsplatz weggenommen
- Sie habe Nachwirkungen von der Corona Impfung und wäre davon extrem behindert
- Als sie mal einen Autounfall selbstverschuldet hatte, war angeblich eine Zahnarztnarkose schuld, die sie 2 Wochen(!) vorher bekommen hatte
- Sie parkt auf Schwerbehindertenparkplätzen mit der Argumentation dass sie ein künstliches Hüftgelenk hat, achja und der Schwerbehinderung ihrer zu nah aneinander liegenden Nerven...
Soll ich weiter machen? Sie konstruiert sich eine Identität, in der sie ständig von Menschen und Schicksalen betrogen wird. Jeder hat Schuld, sie ist das Opfer, eigentlich sogar ein verkanntes Genie.
Wenn du mich fragst, was meine Oma ihr getan hat oder was sie dazu sagt, dann lautet meine ehrlich Antwort: Ich glaube meiner Mutter nicht mehr. Weil sie Dinge verdreht.
Als meine Oma starb, hinterließ sie ein Bankschließfach mit ein wenig Schmuck. Meine Mutter war aber überzeugt, dass meine Oma ihr dort noch mehr hinterlassen haben muss und bezichtigte mich über Jahre sie beim Erbe betrogen zu haben. Ich hätte bestimmt
"heimlich vorher was aus dem Schließfach genommen und verkauft". Dutzende Male warf sie mir das vor.
Jahre später änderte sich dann ihre Erzählung. Als sie in finanzielle Schwierigkeiten kam, ihr Haus zu unterhalten, wollte sie Geld von mir. 10.000 € für den Anfang. Ich solle ihr vertrauen, denn schließlich würde sie mir ja auch immer vertrauen, ich sei schließlich ihr Sohn. Die Schließfachgeschichte? Davon wusste sie nichts mehr. Das würde ich erfinden! Niemals hätte sie mir vorgeworfen sie beim Erbe betrogen zu haben.