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Freundschaften, ein kommen und gehen?

Ja der Auslandsaufenthalt ist bestimmt eine Sache, da würde ich als potentieller Freund lieber auch nich zu viel investieren, weil ich denken würde:" da lernt sie ja eh weider zig Leute kennen und dann hat se mich vergessen" oder so ähnlich ^^. Wie siehts denn mit der Freundin von deiner Kontaktanzeige aus?
Aber deine Frage beschäftigt mich auch: warum müssen andere nicht ständig den anderen hinterherlaufen, sondern warum ist es ein guter "flow" ... ich ruf an, er ruft an, ich ruf an, er ruft....
Ich glaube hier spielen unzählige Faktoren mit: der andere hat zu viel Streß mit Familie/Arbeit etc. hat deswegen vielleicht nur Lust auf Internet/Fernsehen usw.
Ich glaub man muss auch die richtige Balance finden, sobalds man zu oft anruft kommt das Gefühl der Bedürftigkeit auf, und die Lockerheit ist weg ... nach jahrelanger Freundschaft natürlich kein Problem, aber gerade am Anfang.
Hast du ne Partnerschaft? Da ist es ja im Prinzip das gleiche.

Die Freundin von der Anzeige meldet sich nicht mehr. :wein:
Es lief eigentlich sehr gut an --- und wir sprachen neulich darüber, dass wir bei mir daheime was machen könnten. Ich habe hier halt ne Tischtennisplatte, nen Kicker, Waldgebiet angrenzend usw... eigentlich war das sogar ihre Idee, nachdem sie erfuhr, was man bei mir im Umkreis sonst so machen könnte bzw. bei mir daheim.
Nun schickte ich ihr 2x per Whatsapp eine Nachricht - was bei uns immer so üblich war. Zudem schreibt sie sehr viel über Whatsapp und ruft das auch mehrfach täglich ab.
Kommt seit bald 2 Wochen keine Antwort mehr drauf.

Und mit den anderen Leuten, die ich so kannte, ist es das Gleiche... ich habe nur noch ganz wenige...

Ich schätze mal, dass es wirklich daran liegt, dass ich den Leuten dann eben die ehrliche Antwort gegeben habe, dass ich wahrscheinlich für 1 Jahr gehe --- und mich danach gezwungen sehen muss, mich woanders zu bewerben für den Vorbereitungsdienst des Lehrers.

Partnerschaft ist bei mir ein noch bescheuerteres Thema. 🙄
 
auf der anderen Seite kann ich sagen, dass ja sehr viele Leute umziehen, ins Ausland gehen usw. wieso haben die alle weiterhin ihre Kontakte?

Ich habe das ja schon bei meinem Frankreichaufenthalt gemerkt, dass sich die Kontakte von dort und auch die, die ich vorher hier hatte, nicht gehalten haben...
 
Ich bin momentan wieder ziemlich gefrustet, wenn ich an das Thema Freundschaften denke. Ich habe das Gefühl als ob Freundschaften heutzutage gar keinen Wert mehr haben, die Leute kommen und gehen. Sobald man mit den Leuten zwecks Schule oder Arbeit nichts mehr mit zu tun hat, ist man aus den Augen, aus den Sinn. Ich finde das so traurig, man hat sich doch immer soo gut verstanden. Aber sobald die Leute weg ziehen, eine andere Arbeitselle oder so haben hört man kaum noch was von einander, da frag ich mich echt wie manche es schaffen seid 10 Jahren befreundet zu sein, ich beneide solche Freundschaften, ich glaube solange würden bei mir keine Freundschaft halten :wein: Dabei finde ich echt nicht, das es an mir liegt, ich melde mich bei den Leuten, frage wie es ihnen geht was sie so machen, ob sie mal Zeit haben, aber immer höre ich nur Ausreden, ich muss Arbeiten blabla hab kein Geld bla bla, komischerweise haben diese Leute für andere Zeit, für mich nicht. Ich habe 1 Schulfreundin die ich schon seid 10 Jahren kenne, die sehe ich vielleicht 1 mal im Jahr, obwohl sie in der selben Stadt wohnt wie ich, immer wenn ich frage ob sie mal Zeit hat heißt es immer nur muss Arbeiten, komischerweise sehe ich die dann öfter mal in der Stadt mit einer anderen Freundin, für die hat man also Zeit, aha, ansonsten haben wir nur per SMS Kontakt, toll oder. Die paar Leute die ich noch kenne, die paar Kontakte, sind alle nur Oberflächlich, man trifft sich hin und wieder mal um was Trinken zu gehen oder zu Tanzen, ansonsten sind ja alle sooo beschäftigt mit ihrer Arbeit, man ich möchte auch einfach mal so einen Kaffee Trinken oder Eis Essen und ne runde Quatschen, oder einfach ne runde Zocken zu Hause und rumblödeln. Bin ich echt so alleine mit meinen Gedanken? Ich bekomme langsam echt Komplexe, bin ich zu langweilig, zu blöd, oder auf sonst eine Art komisch? Ich verstehe das alles nicht. :wein:

Es sind nicht die Freundschaften, die kommen und gehen ...... das sind Bekanntschaften aus denen sich unter Umständen Freundschaften hätten erschaffen lassen !

"Freundschaftliche" Verbindungen zwischen Menschen mögen viele unterschiedliche Anlässe haben ..... zur "Freundschaft" werden diese Beziehungen jedoch erst dann, wenn das Verhalten der Freunde zueinander dazu führt, dass sie beim jeweils Anderen in der ein oder Anderen Art dauerhaft "Freude" schaffen!
 
Ich glaube ja, dass diese Unverbindlichkeit ein Kind der Zeit des Internets ist. Keiner kümmert sich mehr, da steht ja schon der Nächste vor den Toren und außerdem ist alles sehr unsicher geworden und man könnte ja einem Triebtäter ins Netz gehen, was so abwegig leider nicht ist.
Die alten Werte greifen nicht mehr neue gibt es nicht.
Man ist ein bisschen sehr verloren in dieser Welt in der vor allem das Materielle zählt. Nix ist mehr wirklich schön. Ich bin froh ohne Handy und Internet aufgewachsen zu sein, aber eigentlich ist das inzwischen auch egal, weil sich alles überholt hat und teilweise furchtbare Blüten treibt.
 
Ich glaube ja, dass diese Unverbindlichkeit ein Kind der Zeit des Internets ist. Keiner kümmert sich mehr, da steht ja schon der Nächste vor den Toren und außerdem ist alles sehr unsicher geworden und man könnte ja einem Triebtäter ins Netz gehen, was so abwegig leider nicht ist.
Die alten Werte greifen nicht mehr neue gibt es nicht.
Man ist ein bisschen sehr verloren in dieser Welt in der vor allem das Materielle zählt. Nix ist mehr wirklich schön. Ich bin froh ohne Handy und Internet aufgewachsen zu sein, aber eigentlich ist das inzwischen auch egal, weil sich alles überholt hat und teilweise furchtbare Blüten treibt.

"Früher"

War Freundschaft verbunden mit ganzheitlicher Aktivität ..... eine Freundschaft zu pflegen hieß - sich bewegen geistig, emotional und körperlich - zum Anderen hin, für den Anderen tuend, mit dem Anderen gemeinsam tuend und das Alles auf Gegenseitigkeit beruhend ....

Allein den Entschluss zu fassen los zu gehen, um einem Menschen zu begegnen mit dem mich irgend etwas verbindet war schon ein aktiver Schritt der Freundschaftspflege. Die eigenen Kreise verlassend, den Weg zum Anderen auf sich nehmend, die eigene Zeit mit dem Anderen im Hier und Jetzt zu teilen, den Anderen direkt mit allen Sinnen wahrzunehmen und mit ihm in Interaktion zu treten ......

Die Werbung nutzt die Sehnsucht der Menschen nach diesem wahrhaftigen zwischenmenschlichen Miteinander und Füreinander sehr geschickt und versucht zum Teil erfolgreich zu vermitteln, dass dieses Erleben über soziale Netzwerke in Kombination mit dem neusten Smartphone und den neusten Apps und vor Allem mit dem richtigen Vertrag ganz hervorragend abläuft und das Individuum zu einem vollwertigen Mitglied einer Gemeinschaft macht.

Doch all dies ist nicht nur ein erbärmlicher Abklatsch dessen, was eine echte Gemeinschaft zu bieten hat, sondern erzieht den Menschen darüber hinaus unter Umständen zu der Unfähigkeit echte Gemeinschaft zu leben ....
 
"Früher"

War Freundschaft verbunden mit ganzheitlicher Aktivität ..... eine Freundschaft zu pflegen hieß - sich bewegen geistig, emotional und körperlich - zum Anderen hin, für den Anderen tuend, mit dem Anderen gemeinsam tuend und das Alles auf Gegenseitigkeit beruhend ....

Allein den Entschluss zu fassen los zu gehen, um einem Menschen zu begegnen mit dem mich irgend etwas verbindet war schon ein aktiver Schritt der Freundschaftspflege. Die eigenen Kreise verlassend, den Weg zum Anderen auf sich nehmend, die eigene Zeit mit dem Anderen im Hier und Jetzt zu teilen, den Anderen direkt mit allen Sinnen wahrzunehmen und mit ihm in Interaktion zu treten ......

Die Werbung nutzt die Sehnsucht der Menschen nach diesem wahrhaftigen zwischenmenschlichen Miteinander und Füreinander sehr geschickt und versucht zum Teil erfolgreich zu vermitteln, dass dieses Erleben über soziale Netzwerke in Kombination mit dem neusten Smartphone und den neusten Apps und vor Allem mit dem richtigen Vertrag ganz hervorragend abläuft und das Individuum zu einem vollwertigen Mitglied einer Gemeinschaft macht.

Doch all dies ist nicht nur ein erbärmlicher Abklatsch dessen, was eine echte Gemeinschaft zu bieten hat, sondern erzieht den Menschen darüber hinaus unter Umständen zu der Unfähigkeit echte Gemeinschaft zu leben ....

Super Beitrag. Sehe ich auch so. 🙂 :blume:
 
Ich bin auch der Meinung, daß eine Beziehung über das Internet nur theoretisch entstehen kann, es muß sich dann quasi körperlich recht bald bestätigen, sonst kann es z.B. "nur" ein (HR-Freund) Hilferuf-Freund sein. Ganz egal ob als Liebschaft oder Freundschaft.
Freilich kann man eine Freundschaft telefonischoder per Internet aufrecht erhalten, aber das darf auch wieder nicht zu aufdringlich sein, daß man zu keinem eigenem klaren Gedanken kommt bzw. sich dann quasi in echt nix mehr wirklich zu sagen hat, bzw. daß man sich dann regelrecht vor seinen eigenen klaren Gedanken "verplappert" hat, daß zu viel erwartet wird, auch kann man sich ausspioniert fühlen.
Außerdem kann man was-man-nur-mal-so schnell geschrieben hat immer unter die Nase gerieben bekommen, was bei einem postalischen Brief eine andere Wertigkeit hat, als eben eine nur-mal-so schnell Mitteilung.

Ich glaube, daß Beziehungen durch das Internet mehr leiden, als gefördert werden. Kindisch ist vieles.
 
@panthi: (Gast von gestern)
tut mir Leid zu hören, das das mit der Freundin so zu Ende geht. Aber such nicht den Fehler bei dir, ist ihr Problem wenn sie den Kontakt zu ner netten Person meidet.
Was ich dazu noch allgemein sagen will, hab mich mit der Freundesthematik früher sehr viel beschäftigt, ist aber n anderes Thema warum. Aber ich hab meine ganzen Bekannten immer wieder gefragt (jetzt immer noch, auch Studienkollegen, auch Cousins usw., hab ne sehr große Familie) wie ihr Freundeskreis aussieht. Ich frag das natürlich nicht direkt, aber frag immer wieder "was hast mit WEM am WE gemacht usw." Oder man fragt ob man sich trifft und ob der andere nen Freund mitbringen kann, dann erfährt mans auch, grad wenn der andere immer allein ankommt ^^ - man kriegt da schon mit wieviel soziale Kontakte die anderen so haben. Ich dachte früher das mein Selbstwert von der Größe meines Freundeskreises abhängig ist. Immer wenn andere viele Freunde hatten, hab ich mich schlecht gefühlt.
Hab sogar ne Liste geführt, wo ich aufgeschrieben hab, wer viele soziale Kontakte hat und wer nicht. Ist leicht krankhaft, aber so ises mit nem Miniselbstbewußtsein 😀. Trotzdem muss ich sagen, es gibt VERDAMMT viele Leute die keinen allerbesten Freund haben, die keinen Freundekresi haben sondern nur Bekannte. Das erstuanliche war das das sogar bei Kumpels der Fall war, die als selbstbewußt, gutaussehend (noch son scheißthema 😀), erfolgreich, witzig und offen gelten.
In meinem Studium sollten wir in ner Reflexionsrunde über unsere Kontakte in der Schulzeit, aber auch danach reden. Ich hab gedacht "na toll jetzt gibt jeder an "mein bester Freund/mein Freundeskreis" ... Pustekuchen, ca. 65-70% haben Familie/Geschwister/Partner angegeben, von Freunden war nicht oft die Rede. Und auch sonst in meinem Bekanntenkreis würde ich sagen, das eher die Minderheit (also weniger als 50%) nen festen Freundeskreis (allerdings in ihrer Stadt!!) haben. Umzüge/Auseinanderleben wegen Partner oder sonstwas etc. sind die Hauptgründe. Auch bei meinen Internetrecherchen nach Freundeskreis kam oft die Antwort: ja ich habe 3 beste Freunde, die wohnen allerdings nicht in Deutschland und wir telen leider nur ca. alle 3 Monate. Also das ALLE super Freunde/freundeskreis haben außer z.B. du ist sowas von definitiv nicht der Fall 😉. Es ist vielmehr so, das man mit Arbeit/Partner/Hobby/Bekanntenkreis ausreichend ausgelastet ist. Bekannte sind ja auch inordnung, man kann mit denen ma in Urlaub fahren, ma zusammen sporteln, mal ins Kino und was trinken ... toll mehr ises auch nicht ^^. Das sind also im Monat vielleicht 20 Stunden. Für Probleme muss dann eh der Partner herhalten ODER son Forum wie das hier 😉. Also Kopf hoch Panthi , aber ich weiß, isn Scheißthema 😀.
Achso, ich hab irgendwann angefangen das Thema total zu minimieren, aber gleichzeitig engen Kontakt zu Bekannten geknüpft, das ist mir eben ausreichend. Ich erwarte auch nich viel ovn den Leuten, meld mich ja auch oft ma längere Zeit nicht. Also das Thema bloß nich so wichtig machen.
Was bedrückt dich denn mehr? Das mit Freunden oder das mit Partner?
 

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