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Freundin unterstützen Dinge anzugehen

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Hallo,

es klingt als sei Deine Freundin ein Messie. Wenn dem so ist, ist es mit "einfach mal aufräumen" nicht getan, dass dem Messie-Syndrom ja Ursachen zugrunde liegen, die man am besten mit Therapie oder vielleicht einer Selbsthilfegruppe mal aufarbeiten kann.

Es ist schön, dass Du helfen willst und ich denke, Dir ist ja auch schon bewusst, dass Du Dich nicht zuviel involvieren solltest, sondern in einem gesunden für Dich verträglichem Maße.

Lebensmittel zu checken wäre das Wichtigste, da es langsam wieder wärmer wird, schneller Fruchtfliegen und Maden kommen und abgelaufene Lebensmittel schnell auch mal Motten entwickeln können. Das würde ich ganz konkret mit ihr mal besprechen, ob Ihr Euch mal zunächst um die Lebensmittel kümmern solltet.

Wichtig ist immer, dass sich derjenige nicht überfordert und man kleine Ziele vereinbart. 1 Karton, 1 Küchenregal. Und es ist gut möglich, dass Gefühle hochkommen, wenn sie alte Papiere durchsieht und sie an ihre Vergangenheit erinnert wird.

Du könntest ihr auch ein Buch empfehlen - es gibt da ja viele bei Amazon oder in Büchereien, da sind auch immer gute Tipps drin bzw. Informationen über Hintergründe, warum Menschen Messies werden.

Für viele sind Dinge, die sie horten, eine Art Schutzwall. Sie schützen sie davor, sich mit sich und der Vergangenheit auseinanderzusetzen und wenn sie anfangen, aufzuräumen, kommt vieles hoch, dem sie sich dann ausgeliefert fühlen. Daher vermeiden viele das.

Es gibt auch auf youtube sehr viele Videos zum Thema: Aufräumen, Messies, Entrümpeln etc. Das kann helfen zu sehen, wie andere es schaffen, mit welchen Methoden (z.B. erst mal eine kleine Fläche bzw. einen kleinen Teil aufräumen).

Toll auf jeden Fall, dass Du Dich so einsetzt.
 

Hallo,

es klingt als sei Deine Freundin ein Messie. Wenn dem so ist, ist es mit "einfach mal aufräumen" nicht getan, dass dem Messie-Syndrom ja Ursachen zugrunde liegen, die man am besten mit Therapie oder vielleicht einer Selbsthilfegruppe mal aufarbeiten kann.

Es ist schön, dass Du helfen willst und ich denke, Dir ist ja auch schon bewusst, dass Du Dich nicht zuviel involvieren solltest, sondern in einem gesunden für Dich verträglichem Maße.

Lebensmittel zu checken wäre das Wichtigste, da es langsam wieder wärmer wird, schneller Fruchtfliegen und Maden kommen und abgelaufene Lebensmittel schnell auch mal Motten entwickeln können. Das würde ich ganz konkret mit ihr mal besprechen, ob Ihr Euch mal zunächst um die Lebensmittel kümmern solltet.

Wichtig ist immer, dass sich derjenige nicht überfordert und man kleine Ziele vereinbart. 1 Karton, 1 Küchenregal. Und es ist gut möglich, dass Gefühle hochkommen, wenn sie alte Papiere durchsieht und sie an ihre Vergangenheit erinnert wird.

Du könntest ihr auch ein Buch empfehlen - es gibt da ja viele bei Amazon oder in Büchereien, da sind auch immer gute Tipps drin bzw. Informationen über Hintergründe, warum Menschen Messies werden.

Für viele sind Dinge, die sie horten, eine Art Schutzwall. Sie schützen sie davor, sich mit sich und der Vergangenheit auseinanderzusetzen und wenn sie anfangen, aufzuräumen, kommt vieles hoch, dem sie sich dann ausgeliefert fühlen. Daher vermeiden viele das.

Es gibt auch auf youtube sehr viele Videos zum Thema: Aufräumen, Messies, Entrümpeln etc. Das kann helfen zu sehen, wie andere es schaffen, mit welchen Methoden (z.B. erst mal eine kleine Fläche bzw. einen kleinen Teil aufräumen).

Toll auf jeden Fall, dass Du Dich so einsetzt.
Vielen Dank für deine hilfreichen Antworten und Vorschläge.
Ich werde das beim nächsten Mal mit ihr besprechen. Sie ist für jede Hilfe dankbar und weiß das auch sehr zu schätzen.

Es gab viel Übergriffigkeit in ihrem Leben, daher bin ich vorsichtig, was das angeht und werde nichts weg tun, ohne ihre Einwilligung.
Das hat bisher gut geklappt und ich denke, es ist wichtig für sie, dass sie Menschen hat, denen sie vertrauen kann.

Das mit den kleinen Zielen finde ich wichtig. Es muss für sie machbar sein und es wird ihr gut tun, wenn sie die Erfolge sieht.

Wahrscheinlich wünscht sie sich auch deshalb jemanden der dabei ist, dass sie nicht alleine durch diese Emotionen muss. Könnte ich mir zumindest vorstellen.
 
Wie sieht denn ihre Wohnung aus? Ist sie an und für sich ordentlich und sauber, oder herrscht ein heilloses durcheinander? Hat sie zB ein Büchergestell, Schränke mit Schubladen, usw . damit man die Dinge auch gleich richtig unterbringen kann? Es bringt ja nichts, wenn man die Kisten öffnet und dann nicht weiss wohin mit dem Inhalt.
1. Ich hätte gerne euren Rat, was ich tun kann um sie dabei zu unterstützen, ihre Kisten anzugehen?

Sie hat mir gesagt, dass sie die Kisten durchgehen will, aber sie Angst vor den Emotionen hat, die dann hochkommen.
Du wirst das mit ihr zusammen machen müssen (zumindest am Anfang). Du wirst vermutlich schnell anstehen weil sie nicht loslassen kann/will, weil sie heult, rumdiskutiert, das ganze abblasen will, usw.

Ich würde testweise einfach eine Kiste angehen, einen Gegenstand nach dem anderen in die Hand nehmen und fragen: Weg oder behalten?Wieso behalten? Das Buch ist zerfleddert/stinkt/vergilbt/Inhalt nicht mehr zeitgemäss...

Zuerst musst du herausfinden, ob sie schnell zu überzeugen ist, oder ob du wegen jedem Gegenstand eine halbe Stunde diskutieren musst. In zweiten Fall brauchst du eine andere Strategie. Finde erst mal heraus wie sie tickt und dann kann man weiter sehen.

Meine Mutter wollte mal einen Kleiderschrank ausmisten und bei jedem alten Fetzen hat sie gejammert: "Uuuh, das war teuer", "Das habe ich so gerne getragen", "Das erinnert mich an bla"... Ich habe ständig Fragen gestellt und Kommentare abgegeben, dass sie sich richtig bescheuert vorkam und nach einer halben Stunde hat sie alles ungesehen in den Müll geschmissen, den ganzen alten Scheiss. Sie hatte zB einen 30 Jahre alten Wintermantel, hässlich wie die Nacht aber sie wollte ihn behalten.
"Warum?"
"Der war mal teuer."
"Den kannst du nicht mehr tragen, musst dich ja schämen."
"Der Kragen ist aus echtem Pelz."
"Ja dann schneid den Kragen halt ab."
"Gute Idee, das mach ich."
"Was machst du dann mit dem Kragen?"
"Den leg ich in den Schrank."
"Und dann? Guckst du ihn dir dann einmal im Jahr an oder wie?"
"Öhm... Ach, weg mit dem Scheiss!" 🤣

Über 2, 3 und 4 sag ich vielleicht auch noch was, aber du kannst eh nicht alles gleichzeitig angehen. Fang doch erst mal mit einer Sache an und lass uns wissen wie es läuft.
 
Wir haben einige Kisten durchgehen können und sie hat mir die Sachen mitgegeben die gespendet, verkauft oder verschenkt werden dürfen.

Für ihre Lebensmittel haben wir ein System erarbeitet, dass eine gewisse Ordnung da ist und sehr alte und vergammelte Lebensmittel wurden schon mal entsorgt. Da waren auch Sachen mit toten Motten bei und ich wusste nicht das Mayonnaise nach über 5 Jahren braun wird.

Wir haben Ablagefächer für ihr Regal geholt und sie hat schon angefangen ein wenig zu sortieren.

Sie ist damit einverstanden das wir zusammen schauen, dass sie einen Antrag auf Betreuung stellt und einen Therapieplatz findet.

Sie war so glücklich und dankbar, dass wir so viel geschafft haben und es hat ihr Mut gegeben, dass sie auch den Rest schaffen wird. Dabei wird sie dann hoffentlich professionelle Hilfe bekommen.
 
Das klingt alles sehr gut. Toll, dass Ihr so gut vorangekommen seid und Du ihr so viel helfen konnte. Und auch natürlich, dass sie bereit ist, Hilfe anzunehmen und auch für eine Betreuung und Therapie offen ist. Das sind schon recht große Schritte.

Dann wünsche ich ihr, dass sie irgendwann in einer wunderbaren aufgeräumten Wohnung leben kann und die Ursachen für ihr Messie-Syndrom heilen kann. Ich wünsche es sehr schön von Dir, dass Du ihr soviel geholfen hast. An sowas bewähren sich Freundschaften.
 
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