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"Freunde" sind mir nicht mehr wichtig......ein Fehler?

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Allerdings sage ich auch klar, ich möchte keine Familie gründen und fühle mich so sehr wohl.
Mmmh, dann ist das in dem Alter wahrscheinlich auch schwer, jemanden zu finden. Viele Frauen zwischen 30 und 40 wollen doch (noch) Familie gründen, oder haben Kinder. Kommen denn Kinder in deinem Plan gar nicht vor. Auch nicht als schon vorhandene Kinder einer zukünftigen Partnerin etwa? Ich kenne in meinem Umkreis tatsächlich nur wenige kinderlose heterosexuelle Paare in den 40ern. Oder vielleicht suchst du eher eine ältere Frau, die keine Kinder mehr bekommen kann (und möchte).
 
Zitat:Forrest Gump : Freunde findet man nicht an jeder Strassenecke. Ich denke schon, daß Du Freundschaften möchtest. Nach Enttäuschungen zieht man sich zurück. Aber ohne Kontakte durchs Leben zu gehen ist nicht gut. Freundschaften können sich entwickeln , das geht nicht so schnell. Ich wünsche Dir da viel Glück.
 
Wirkliche Freunde kann man sowieso nur wenige haben. Wer zwei oder drei hat, ist schon reich beschenkt.

Das Phänomen, das du beschreibst, habe ich nicht nur mit ehemaligen Freundinnen, sondern auch mit Verwandten erlebt. Es scheint ein typisch deutsches Phänomen zu sein. Egozentrik in Reinkultur. Durch Corona hat es sich noch verstärkt. Jeder lebt nur noch in seiner eigenen Welt, will nur von sich erzählen, interessiert sich einen Dreck dafür, was den anderen bewegt. Als "Freund" ist man für die meisten Menschen nur interessant, solange man den richtigen Status hat, beruflich wie privat erfolgreich ist und in einflussreichen Kreisen verkehrt. Bei abweichendem Bildungsgrad und abweichenden Lebensverhältnissen (Single versus "Familienmenschen", Mutter versus Kinderlose etc.) ist man sofort uninteressant. Übrigens auch für Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau und Berufen mit geringerem Qualifikationsniveau. Jeder bleibt in Deutschland in seiner Kaste.

Ich kann verstehen, dass du keine Lust und Energie mehr verspürst, solchen Leuten auch noch nachzulaufen. Privat pflege ich auch nur noch Kontakte zu Leuten, in deren Gegenwart ich mich wirklich wohl fühle.
 
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Beispiel: Wenn ich meine SoloWanderurlaube mache, meistens hier in Deutschland, kann man kaum mit jemandem neutral darüber reden, der mich fragt, wo ich Urlaub verbringe, ohne zu hören "ach, das ist doch nix, du musst dies und das machen". Und das hört dann auch oft nicht auf. Ich umgekehrt labere doch auch niemandem ständig hinein, was er zu tun und zu lassen habe. Und da ist mir meine Energie zu schade und ich rede mit niemandem mehr über meinen Urlaub - das ist dann die Konsequenz.

Kann ich gut verstehen.

Ähnlichen Stuss habe ich in Bezug auf den Rotweinwanderweg, dessen Bewanderung mir mal vor vielen Jahren ein Arbeitskollege empfohlen hatte, auch gehört. Als ich das bei einem Treffen mit Verwandten beiläufig erwähnte, fing eine Cousine auch gleich an: "So was macht man doch nicht allein, das muss man zu mehreren machen!" 🙄

Ich bin aber ich und nicht "man". Es hat mit dieser Cousine noch etliche andere Situationen gegeben, die mich gestört haben. Inzwischen habe ich schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr, und das ist auch gut so. Soll sie in ihrer Landfrauenblase glücklich werden. Hauptsache, ich muss mir den Müll, den sie redet, und ihre Selbstbeweihräucherung nicht mehr antun.

Oder es kommen dumme Fragen wie: "Macht es dir gar nichts aus, allein zu verreisen?" Von Leuten, die mit 60 noch im Elternhaus wohnen, nie zu Hause ausgezogen sind und ohne Partner ihr Leben nicht gebacken bekommen.

Solche Leute ändern sich auch nicht. Sie nerven nur. Dafür ist mir meine Zeit auch zu kostbar. Da geht es mir allein besser als mit solchen Dumpfbacken. Im Beruf kann ich mir die Leute nicht aussuchen, in meiner Freizeit aber schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
was für mich aber keinen Sinn machte.
Du bist ein absoluter Kopfmensch und Gefühle habe wenig Raum , da Du alles rational abwiegst und aufrechnest.
Wahrscheinlich hast Du noch nie richtig geliebt ,

Leider ist der Kontext, ich brauche keine Freunde auch so zu lesen , ich habe die Liebe meines Lebens nicht gefunden , meine Seelenverwandte , meine Partnerin mit der ich gemeinsam durchs Leben gehe und schönen Stunden genieße.

Zu zweit macht vieles einfach mehr Spaß in einer funktionierenden Partnerschaft versteht man sich gut
 
Mir kommen viele deiner Gedanken bekannt vor. Ich bin selbst in der gleichen Altersklasse und merke, wie ich den Draht zu vielen alten Freunden verliere.
Zum einen liegt es, denke ich, an der speziellen Lebensphase. Mit Mitte 40 ist der menschliche Körper physisch und psychisch deutlich weniger belastbar. Kinder, Arbeit und Haushalt verbrauchen viel Energie. Erste gesundheitliche Probleme tauchen auf, Eltern werden pflegebedürftig, Ehen scheitern, in dieser Zeit im Leben ist viel los. Da bleiben wenig Kapazitäten übrig, um auf andere Menschen einzugehen. Die Gedanken kreiseln um die eigenen Probleme.
Zum anderen bist du Single (und auch kinderlos?). Das heißt, du führst ein völlig anderes Leben als die anderen, hast völlig andere Prioritäten. Eine Wanderung durch Deutschland ist für einen Familienvater von zwei Teenagern einfach sehr weit weg. Du hast geschrieben, du bist erst kürzlich zum Wandern gekommen. Andere in unserem Alter sind einfach nicht auf der Suche nach neuen Hobbies. Der Fokus liegt meistens auf der eigenen Familie.
 
Nochmal kurz zu einigen Hinweisen bezüglich Freundin. Also ich "suche" tatsächlich keine Freundin oder Frau und ich finde es auch völlig legitim, sich gegen Familienplanung zu entscheiden und deutlich besser sogar noch als "naja, kann man mal machen" und dann wird sich getrennt. Für mich stand schon in frühen Jahren fest, dass ich keine Kinder möchte. Aus dem Grunde sind auch viele Beziehungen gescheitert und ich suche definitiv nicht nach einer Frau, Freundin, Beziehung, da ich glaube, wer hier suchet, der findet nicht. Ich war ein paar Wochen vor einigen Jahren in einer SIngle Börse angemeldet und auch hier hat sich der Lifestyle durchgesetzt, wer dem nicht folgt ist raus, und dafür habe ich keine Zeit.

ich fühle mich tatsächlich sehr wohl, habe ein volles Freizeitprogramm und der Thread hier, das sage ich sehr deutlich, ist auch kein "Hey ich finde keine Freundin" - das geht nahezu 100 Prozent an dem vorbei, was ich eigentlich im Ausgangsposting geschrieben habe.

Aber es zeigt eines: Man ist in Deutschland immer mit einem Mangel versehen, wenn man Single ist "oh, mit dem stimmt was nicht" und "oh, was ist bloß mit ihm", aber dem ist nicht so, es gibt auch Menschen, die sich selbst reichen, so wie es Menschen ohne Führerschein gibt und diesen nie gemacht haben. Da ist nicht immer zwangsläufig ein "Mit dem stimmt was nicht" dabei.

Aber zum Thema natürlich auch: ich habe meinen festen Job, bin 40 Stunden die Woche am Arbeitsplatz, der natürlich tabu ist für Beziehungen, mal abgesehen davon, dass es bei uns keine interessanten Frauen gibt. Auf Onlinebörsen bin ich nicht angemeldet, nicht mal auf Sozialen Medien, weil ich lieber im echten Leben lebe. Ich bin 4x die Woche im Sportverein, also in verschiedenen sogar, aber auch hier gibt es fast nur deutlich jüngere Menschen oder erheblich ältere (und leider wirklich sehr verbitterte .....) die mich nur runterziehen und richtig giftig reagieren, wenn ihnen irgendwas nicht passt. Ich bin aktiv und lerne kaum Frauen kennen in meinem Alter, die sich für Sport interessieren bzw. aktiv sind, die meisten sind eher gern auf der Couch daheim und reisen viel, aber eher um sagen zu können, überall schon gewesen zu sein. Echte Interessen am Urlaubsland erlebe ich auch wirklich selten, oftmals sogar in meiner Altersklasse immer noch "da muss ich hin, weil....selfie und so", das entspricht nicht meinen Interessen und ich gehe keine Bindung ein, wenn ich nicht spüre, dass es für mich halbwegs passt.

Wirkliche Freunde kann man sowieso nur wenige haben. Wer zwei oder drei hat, ist schon reich beschenkt.

Das Phänomen, das du beschreibst, habe ich nicht nur mit ehemaligen Freundinnen, sondern auch mit Verwandten erlebt. Es scheint ein typisch deutsches Phänomen zu sein. Egozentrik in Reinkultur. Durch Corona hat es sich noch verstärkt. Jeder lebt nur noch in seiner eigenen Welt, will nur von sich erzählen, interessiert sich einen Dreck dafür, was den anderen bewegt. Als "Freund" ist man für die meisten Menschen nur interessant, solange man den richtigen Status hat, beruflich wie privat erfolgreich ist und in einflussreichen Kreisen verkehrt. Bei abweichendem Bildungsgrad und abweichenden Lebensverhältnissen (Single versus "Familienmenschen", Mutter versus Kinderlose etc.) ist man sofort uninteressant. Übrigens auch für Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau und Berufen mit geringerem Qualifikationsniveau. Jeder bleibt in Deutschland in seiner Kaste.

Ich kann verstehen, dass du keine Lust und Energie mehr verspürst, solchen Leuten auch noch nachzulaufen. Privat pflege ich auch nur noch Kontakte zu Leuten, in deren Gegenwart ich mich wirklich wohl fühle.


Danke - schön zusammengefasst. Ich nenne mal ein paar Beispiele. Ich hatte mich im Sommer mit einer Bekannten getroffen, bei der ich fast gesagt hätte, sie ist eine Freundin. Wir kannten uns damals so ein knappes halbes Jahr, waren öfter mal beim Sport zusammen.

Ich dachte, wir treffen uns auf einen Kaffee zum Unterhalten. Tatsächlich lief das so ab, .....sie packte ihren Laptop aus und zeigte mir irgendwelche Urlaubsfotos und selbst geschriebene Reiseberichte. Das ganze war für mich die ersten 10min "ok" und dann hat es mich angefangen zu langweilen, weil ich mir "so" keine Unterhaltung vorstelle. Interessant auch: Sie beklagte, dass bei einem Date mit irgend einem Typen dieser jemand nur von seinen Reisen und Abenteuern erzählte. Und ich dachte mir: Ok, aber du machst hier doch gerade nichts anderes. Als sie glaube ich nach einer halben Stunde merkte, dass ich mich mehr für meine Umwelt im Cafe interessierte als für ihre Bilder, packte sie den Laptop genervt weg und ließ mich das auch spüren, und es kam auch nach dem Treffen ein Seitenhieb, "ich sei ja nicht wirklich offen und interessiert". Ich glaube sie weiß bis heute nichts über mich, wir kennen uns jetzt insgesamt über ein Jahr. ..... Ja, ich habe nicht viel von mir erzählt, aber ja, sie hat auch nie etwas gefragt. Ich? .... Ich hingegen kenne ihre halbe Familiengeschichte, ihre Scheidung, von der Schuhgröße bis zum letzten Date eigentlich alles. Aber das liegt eher daran, dass ich auch frage, mich für Menschen interessiere. Nur wenn es dahin gehend ausartet, dass man eher ein Interview als einen Dialog hat, ist das irgendwann auch sehr sehr anstrengend und wenn ich merke, ein Treffen wird anstrengend, entziehe ich mich dem gern.

Hier kam der Vorschlag, "sag das doch offen", aber leider ist es so, dass viele heutige Menschen das dann als "vor den Kopf stoßen" empfinden. Denn jeder normal tickende Mensch merkt von sich aus, wenn der Andere genervt ist oder kein Interesse mehr hat, über ein Thema zu sprechen. Dieser Typ Mensch merkt das aber nicht und empfindet diese Form der Kritik auch als sehr persönliche Beleidigung, nur selten sind diese Menschen so reflektiert, diese Kritik anzunehmen. Wären sie das, würde man garnicht erst in diese Sackgasse laufen, dass man nur von sich und noch drei mal von sich erzählt und garnicht merkt, dass es den anderen langweilt.

Das Phänomen habe ich interessanterweise auch im Onlinedating erfahren. Sobald man aufhört zu fragen oder das Gespräch aktiv am Laufen zu halten, so dass der andere "von sich" berichten kann, wirds sehr schnell langweilig und der Gegenüber schaltet ab. Im Onlinedating war das sogar so nervig und anstrengend oftmals, dass diejenige Gegenüber sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, aus freien Stücken von sich zu berichten, sondern nur auf aktive Fragen hin einsilbig zu antworten. Und wenn überhaupt mal was gefragt wurde, was mich betrifft, dann lediglich aus reiner Höflichkeit, denn für die Antwort hat sich selten jemand interessiert. So läuft für mich kein Date ab, allenfalls eine anstrengende Small Talk Konversation. Nach wenigen Wochen hatte ich dann auch die Nase voll davon.

@SchlaucerFux
Sehr richtig. Aus diesem Grund melden sich eher Menschen aus Vereinen, in denen ich zb bin, ab, oder bringen allenfalls noch die Kinder hin und sind froh, mal 1-2 Stunden Ruhe zu haben. Viele sind mit ihrem Job beschäftigt, oft auch einem Haus oder der eigenen Wohnung und das Hobby ist die Familie. Bei vielen bleiben Interessen komplett auf der Strecke oder werden wenn Zeit ist, nebenher ausgelebt.

Ich bin zb auch Mountainbiker und früher waren wir eine Gruppe von 10 Leuten, von denen mittlerweile noch drei übrig sind, die dann aber auch lieber ihr Ding machen. Der Rest hat Familie und die meisten mittlerweile aus Platzgründen sogar das Mountainbike verkauft. Persönlich bin ich der Meinung, es ist ein Fehler, sich und die Hobbys aufzugeben, aber ich hab auch gut Reden, da ich mich nicht um Kinder kümmern muss oder sonstiges regeln muss.

Bei einigen "Bekannten", die ich habe, erlebe ich von Jahr zu Jahr größere Trägheit, mit denen könnte ich mich auf ein Glas Wein abends treffen, einige weibliche Bekannte wären sicher auch offen für "mehr" im 50plus Alter, aber das ist nicht mein Ansinnen. Und noch schlimmer ist dann, wenn die eigene Trägheit umgedreht argumentiert wird und mir vorgeworfen "du machst viel zu viel". Also ich möge bitte zurück fahren, damit andere kein schlechtes Gewissen bekommen. Neulich meinte auch eine Kollegin, sie müsse sich schon 3x im Monat zum Sport aufraffen, während ich fast jeden Tag etwas aktiv versuche zu machen. Im Umkehr wollte sie mir sagen "du machst viel zu viel".

Viele setzen sich da eher zur Ruhe, es ist also schwierig geworden finde ich.

Um aufs Ausgangsthema zurück zu kommen sage ich mir jetzt heute: Als Kompromiss treffe ich gern mal Freunde, an einem Freitag oder Samstag, aber solch einen Kompromiss würde ich niemals mehr in einer Partnerschaft eingehen, also dass ich mich komplett aufgebe zu Gunsten einer Partnerin, die lieber daheim auf dem Sofa sitzt und ich das eben nicht gern tue. Da bleib ich lieber glücklicher Single, probiere neue Dinge aus und sage auch klar: Gewisse andere Dinge werden leider auch überbewertet und verweise auf den beliebten Spruch, an dem leider vieles dran ist: Ab einer gewissen Beziehungsdauer läuft so oder so nichts mehr, manchmal weniger noch als bei so manchem Single.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde, du wirkst verbittert. Irgendwie scheinst du enttäuscht darüber zu sein, dass die anderen Menschen dich nicht so interessant finden, wie du es gern hättest. Die Schuld suchst du in anderen Menschen, in der Gesellschaft oder in Deutschland. Hast du dich schon einmal gefragt, welchen Anteil du an deiner Situation hast? Zwei Beispiele: Warum erzählst du nichts von dir und bist nachher enttäuscht, dass du nichts von dir erzählen konntest? Warum erwartest du so sehr, dass andere sich plötzlich für dein neues Hobby interessieren?
Ich denke, der Schlüssel zu deinem Problem liegt in dir selbst.
 
die meisten sind eher gern auf der Couch daheim und reisen viel, aber eher um sagen zu können, überall schon gewesen zu sein. Echte Interessen am Urlaubsland erlebe ich auch wirklich selten, oftmals sogar in meiner Altersklasse immer noch "da muss ich hin, weil....selfie und so", das entspricht nicht meinen Interessen

Suchst du statt nach Freunden/einer Partnerin nach einem Klon von dir?

Als sie glaube ich nach einer halben Stunde merkte, dass ich mich mehr für meine Umwelt im Cafe interessierte als für ihre Bilder

Dein Verhalten finde ich schräg und mich wundert es nicht, dass das vor den Kopf stoßen kann.
Du hättest das auch auf verschiedenen Wegen abbrechen können, z. B. durch Ablenkung. Du fragst andere doch so gern, lässt sie von sich erzählen, weshalb nicht in diesem Fall?
Oder ganz lieb verpackt die Wahrheit auf den Tisch; dabei zählt natürlich das Wie.

Ja, ich habe nicht viel von mir erzählt, aber ja, sie hat auch nie etwas gefragt

Das wirkt auf mich so verbockt-verstockt-beleidigt.
Wieso hast du diese Erwartungshaltung? Warum bist du nicht einfach offensiver?

Denn jeder normal tickende Mensch merkt von sich aus, wenn der Andere genervt ist oder kein Interesse mehr hat, über ein Thema zu sprechen.

Ziemlich wertende Erwartungshaltung.
Menschen sind verschieden, wo beim einen Samthandschuhe gefragt sind oder gar nichts nötig ist, braucht's beim anderen 'nen Holzhammer.
Und du willst darüber befinden, was davon 'normal' ist. Und stellst die anderen damit in eine bestimmte Ecke. Nicht schön.
Du bist weniger offen als du glaubst.

Aber das liegt eher daran, dass ich auch frage, mich für Menschen interessiere.

Ja. Und dann bist du genervt und gelangweilt, wenn sie danach handeln.

Dieser Typ Mensch merkt das aber nicht und empfindet diese Form der Kritik auch als sehr persönliche Beleidigung, nur selten sind diese Menschen so reflektiert, diese Kritik anzunehmen. Wären sie das, würde man garnicht erst in diese Sackgasse laufen, dass man nur von sich und noch drei mal von sich erzählt und garnicht merkt, dass es den anderen langweilt.

Meinst du die Sackgasse, die deine Fragen eröffnen, gesäumt von deinem Schweigen über dich?

Ich glaube, du bleibst für andere ungreifbar, weil du dich zu wenig zeigst. Und kreidest das den anderen an.

Viele sind mit ihrem Job beschäftigt, oft auch einem Haus oder der eigenen Wohnung und das Hobby ist die Familie. Bei vielen bleiben Interessen komplett auf der Strecke oder werden wenn Zeit ist, nebenher ausgelebt.

Ich bin zb auch Mountainbiker und früher waren wir eine Gruppe von 10 Leuten, von denen mittlerweile noch drei übrig sind, die dann aber auch lieber ihr Ding machen. Der Rest hat Familie und die meisten mittlerweile aus Platzgründen sogar das Mountainbike verkauft. Persönlich bin ich der Meinung, es ist ein Fehler, sich und die Hobbys aufzugeben

Im Gegensatz zu dir haben sie einiges andere als Hobbys in ihrem Leben, dass Energie erfordert. Sie leben ein anderes Leben als du und müssen mit ihren Ressourcen haushalten, setzen andere Prioritäten.
Na und?
Du suchst doch kein Spiegelbild von dir, oder?
Du wolltest doch Freunde, oder nicht?

Bei einigen "Bekannten", die ich habe, erlebe ich von Jahr zu Jahr größere Trägheit, mit denen könnte ich mich auf ein Glas Wein abends treffen,
Viele setzen sich da eher zur Ruhe, es ist also schwierig geworden finde ich.

Was die unterschiedlichsten Gründe haben kann. Die keine Rolle spielen sollten, wenn man den Menschen um seiner selbst willen mag.

Ich empfinde dich als schwierig und nicht offen.

Sehr jung war ich mit den verschiedensten Menschen befreundet, auch mit zwei Rentnerpaaren. Weder gingen die mit mir zum Sport noch in die Disko noch hatten sie Ahnung von meiner beruflichen Tätigkeit. Und doch konnten wir uns füreinander interessieren, Verbindendes entdecken, Trennendes entdecken, uns stundenlang unterhalten, uns sehr gern haben und füreinander da sein.

Techniken wie Fragen zu stellen und Infos wie im Job abzuspeichern sind sicher gut für Networking. Für Freundschaften braucht es das Herz. Jemanden an sich heranlassen können. Sich zeigen.
 
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