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Freie Bahn für Beamte?!

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...Und ja der Beamte zahlt ganz normal Steuern.

Ich hatte Dir doch schon Recht gegeben, nochmal sorry, das hatte ich mit unseren armen Abgeordneten verwechselt, die ja bekanntlich von Diäten leben müssen. Aber nun laßt doch die Beamten endlich Bus und Bahn fahren. Schließlich lebe ich von der Personenbeförderung...😉

Viele Grüße

PS.: nochwas zu den angeprangerten Fahrpreisen: wenn regelmäßig mehr Menschen das Angebot nutzen würden, könnte man die Preise senken. Metapher: die gleiche Last auf vielen Schultern... dann wäre auch das Jobticket kaum der Erwähnung wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn regelmäßig mehr Menschen das Angebot nutzen würden, könnte man die Preise senken.
DAS wiederum bezweifle ich ganz stark: Gab es in den letzten Jahren überhaupt IRGENDWAS, das im Preis gesunken ist?
Würden mehr Leute Bahn fahren würde die Bahn genau das tun, was sie immer tut: Die Preise anziehen. Schließlich leuchten dann die Augen der Aktionäre.
Das Gegenteil war ja doch eher der Fall, als die Bahn durch die Fernbusse Konkurrenz bekam: DANN kamen die Zugeständnisse. Aber wenn der Laden brummt, dann wird die Schraube eher angezogen und die Preise steigen.
 
Für mich geht es hier weniger darum, Bashing auf Beamte zu betreiben, sondern eher darum, dass überlegt wird Menschen, die sowieso schon solide bis sehr gut über die Runden kommen (und das kann meiner Meinung nach keiner abstreiten) noch mehr zu bezahlen, bzw. zu erleichtern und Menschen, die wesentlich weniger haben, eben nichts zu erleichtern. Deswegen regen mich Diäten und Abfindungen für Leute, die was gegen die Wand gefahren haben auch auf.

Da ist es mir wurscht, ob es um Beamte geht oder fiktive, gut verdienende andere Berufsgruppen, bei denen überlegt werden würde, welche Vergünstigungen man denen gibt oder wie man die entlastet, während dann immer noch Rentner, die Deutschland nach dem Krieg mitaufgebaut haben und ihr Leben lang gearbeitet haben, teilweise Flaschen sammeln gehen müssen. Oder derjenige, der sein Leben lang nicht gearbeitet hat, bis zu einem gewissen Grad genauso viel Rente bekommt wie derjenige, der gearbeitet hat, ebenfalls bis zu einem gewissen Einkommen.

Dem entgegen steht halt einfach pauschal die Ungerechtigkeit, dass es Berufsgruppen gibt, die verdammt viel für die Gesellschaft leisten und die irgendwo am Rande des Existenzminimum herumkratzen. Klar kann man jetzt sagen: "Selbst Schuld, wenn du Krankenpfleger/Erzieher/Altenpflegehelfer/was auch immer werden wolltest" - aber ist das echt Sinn der Sache? Und das bei Berufen, bei denen andere Menschen betreut, abgesichert, versorgt und gepflegt werden?

Und während überlegt wird, Beamten die Fahrtkosten komplett zu erstatten, gibt es Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben und nun kaum was übrig haben. Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Liest man überall tausendfach, ist als Argument mittlerweile abgenutzt, wird aber dadurch nicht weniger wahr und brisant. Oder dass jüngere Generationen keine Renten mehr zu erwarten haben, wenn es so weitergeht. Oder nur die absolute, priviligierte Upperclass. Ja, das Rentensystem ist für Beamte nicht komplett easy - aber wie sieht es denn für die nicht-Beamten aus?

Es kränkelt fast überall, in so gut wie allen Systemen. Ich persönlich finde aber, bevor man ansetzt und überlegt, wie man das System für Beamte verbessert und überarbeitet, dass man erstmal bei den Systemen anfängt, die wirklich weit unten angekommen sind. DARUM kann man sich mal kümmern und mehr bemühen. Oder wie man das Ansehen gewisser Berufsgruppen in der Gesellschaft wieder verbessert und dahingehend Jobs attraktiver macht, ohne mit Geldscheinchen zu wedeln und wenn es nur vorgegaukelte Annehmlichkeiten sind, während das System weiter kränkelt. Aber ach nee ... die Regierung nimmt lieber solche unsinnigen Vergünstigungen in Angriff.
 
Zuletzt bearbeitet:
PS.: nochwas zu den angeprangerten Fahrpreisen: wenn regelmäßig mehr Menschen das Angebot nutzen würden, könnte man die Preise senken. Metapher: die gleiche Last auf vielen Schultern... dann wäre auch das Jobticket kaum der Erwähnung wert.
Schön wärs.
Jeden Morgen im Zug gegen die Wand gepresst werden, weil es viel zu wenig Platz gibt, aber Hauptsache für gute 20 km Luftlinie 9€ pro Fahrt zahlen. Kein Sitzplatz, kein normaler Stehplatz, jeden Tag grundsätzlich mindestens 5-10 Minuten Verspätung. Kein Wunder, wenn die Leute erst mal schauen müssen, wie sie in den Zug kommen. Wagons kann die deutsche Bahn angeblich auch nicht anhängen. Wenn da mal was passiert, dann kann dem Menschen auch nicht mehr geholfen werden.
Aber es ist ja auch so schwer zu kalkulieren, dass so mancher Mensch mit dem Zug zur Arbeit fährt und, dass da 3 Wagons nicht ausreichen bei einer Firma neben dem Bahnhof, der über 4.000 Menschen beschäftigt. Vor ein paar Jahren, als dort noch mehr Wagons waren, habe ich so viele Leute in der Uniform der Firma gesehen. Jetzt kaum einen mehr. Kein Wunder, wäre mir auch zu blöd. Hinzukommend Schüler, die zur Schule fahren.
Da fahre ich lieber mit dem - momentan leider nicht vorhandenen - Auto und komme derzeit regelmäßig zu spät, weil es mir zu eng ist.
Und jedes halbe Jahr/Jahr seit ich Bus und Bahn fahre kommt eine wunderbare Preiserhöhung, die echt dreist ist.
"Noch mehr Menschen, die so blöd sind ihr Geld in überfüllte Züge zu stecken! Dann können wir sie ja gleich noch mehr ausnehmen!"
 
Habt ihr eigentlich die Informationen zum kostenlosen Bahnticket für "Beamte" gelesen? 😀

Das kostenlose Bahnticket entspringt eines neuen Tarifvertrages, es ging dabei gar nicht um Beamte, sondern um Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst.

Insofern ist es schon verwunderlich, dass der Zeitungsartikel zum Thema "Freie Bahn für Beamte?!" führt.

Tatsächlich würden bei bundesweiter Umsetzung u.a. 100tausende Erzieher/innen und andere "kleine Angestellte" betroffen sein.

Wie so oft werden diese Regelungen dann nur für Beamte zeitlich versetzt nachgezogen. Das finde ich fair. Warum sollen Angestellte des Staates den Vorteil bekommen?
 
Vielleiicht daß sie sich nicht im eigenen Auto mühsam wachhalten müssen, und später im Dienst schlafen? ( Sorry, das mußte jetzt sein - wäre selber gerne Bahnpolizist geworden )
 
PS.: nochwas zu den angeprangerten Fahrpreisen: wenn regelmäßig mehr Menschen das Angebot nutzen würden, könnte man die Preise senken. Metapher: die gleiche Last auf vielen Schultern... dann wäre auch das Jobticket kaum der Erwähnung wert.

Schön wärs.... hier in München fahren jedes Jahr immer noch mehr Menschen mit den Öffentlichen... bei gleichzeitig steigenden Fahrpreisen und ziemlich gleichbleibenden Leistungen (was zu Überlastung des Systems führt).

Sollten nicht die Fahrpreise in München billiger werden, wegen der zunehmenden Anzahl an Fahrgästen?
 
Da alle Menschen auf ihre Arbeitsstelle kommen müssen (welche sie ja benötigen um ihre Kosten begleichen zu können) fände ich es im Allgemeinen gut wenn es zumindest Zuschüsse für die Transportkosten (Auto, Bahn etc.) geben würde.

Als meine Nachbarin zeitweise arbeitslos war, berichtete sie mir, dass sie "unter dem Strich" mehr hatte als zu dem Zeitpunkt wo sie noch arbeitete.

Denn die Transport und Verpflegungskosten abgezogen von ihrem Gehalt, ließen ihr fast den gleichen Betrag rauskommen.

Sowas finde ich sehr traurig.

Sicherlich gibt es bei manchen die Möglichkeit für eine Rückerstattung über die Steuererklärung. Aber A. ist das erst am Ende vom Jahr und B. auch nur ein Bruchteil dessen was man ausgeben musste.
 
Da alle Menschen auf ihre Arbeitsstelle kommen müssen (welche sie ja benötigen um ihre Kosten begleichen zu können) fände ich es im Allgemeinen gut wenn es zumindest Zuschüsse für die Transportkosten (Auto, Bahn etc.) geben würde.

Als meine Nachbarin zeitweise arbeitslos war, berichtete sie mir, dass sie "unter dem Strich" mehr hatte als zu dem Zeitpunkt wo sie noch arbeitete.

Denn die Transport und Verpflegungskosten abgezogen von ihrem Gehalt, ließen ihr fast den gleichen Betrag rauskommen.

Sowas finde ich sehr traurig.

Sicherlich gibt es bei manchen die Möglichkeit für eine Rückerstattung über die Steuererklärung. Aber A. ist das erst am Ende vom Jahr und B. auch nur ein Bruchteil dessen was man ausgeben musste.

Das ist leider wahr. Wenn man alle "Nebenkosten" wie etwa Fahrtkosten berücksichtigt, gibt es leider tatsächlich Menschen, die für Vollzeit Arbeit weniger Geld bekommen als Hartz 4 Empfänger.

Wobei ich es in Ordnung finde, dass Mobilität Geld kostet. Ziel sollte es eigentlich sein, dass Menschen sich möglichst umweltschonend bewegen. Dafür müssten A) Arbeitsplätze nahe dem Wohnort liegen und B) der ÖPNV gefördert werden.

Ich finde daher, dass mehr Tarifparteien dem Beispiel des öffentlichen Dienstes folgen könnten. Beispielsweise könnte der IG Metall Tarif ja künftig auch kostenlose Tickets beinhalten. Es ist schlicht Teil der Vertragsverhandlung zwischen Arbeitgebern und -nehmern.
 
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