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Flüchtlinge aufnehmen

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Na ja vielleicht wird die Flüchtlingsfrage gerade so hochgekocht, damit man klammheimlich des TTIP durchwinken kann??

das ist sehr möglich! Irgendsowas ist sicher im Busch!

Zu Eigeninitiative beim Deutschlernen würde für mich zB. gehören, dass Zuwanderer in ihre Deutschkurse gehen und fleißig ihre "Hausaufgaben" machen. Und sich im Alltag drum bemühen, die Sprache zu lernen und zu sprechen (also mit Freunden, oder in der Öffentlichkeit). Dazu müsste es aber auch mal passende Angebote und Lehrer geben.
Wenn sie aber zuhause und in der familie ihre eigene Sprache sprechen, finde ich das gut und richtig. Die soll ja auch nicht verloren gehen. Außerdem ist das Privatsache. Da finde ich es wirklich seltsam, dass eine politische Partei da einmischt und meint "Vorschläge" machen zu müssen, wie der einzelne zu leben hat. Ist ihnen ja sonst auch egal.

Ich fände es zB durchaus gut, wenn es schon in der Vorschule verpflichtende Deutschkurse geben würde, so dass Kinder, deren Muttersprache eben eine andere ist, vom Beginn ihrer Schullaufbahn dem Unterricht richtig folgen können. Nur so erhält ja ein Kind auch die Chance auf eine gute Schullaufbahn.
Es wäre ja auch nur zum Vorteil für die Kinder, wenn sie zwei Sprachen sehr gut könnten.
Leider scheitert es auch hier an den Lehrern, weil einfach keine eingestellt werden.
Überall herrscht zur Zeit Lehrermangel an den Schulen und noch nie standen so viele fertig ausgebildete Lehrer auf der Straße, weil der Staat sie nicht einstellen will!
Das ist traurig!
 
Es gab früher schon Diskussionen darüber, welche Sprache zu Hause gesprochen werden sollte. Und es ist leider auch bekannt, dass ein großes Hindernis in Sachen Integration besteht, wenn zu Hause kein Deutsch gesprochen wird. Innerhalb einer Wohnung, kommen nicht selten Generationen zusammen. Die Oma braucht ja dann nicht mehr vor die Tür gehen, wenn sie keinen Brocken deutsch kann. Ebenso reicht es bei der Mutter, die nunmal Hausfrau ist, auch gerade noch so zum einkaufen. Und das dürfte dann schon schwierig sein. Wenn bei diversen Familienmitgliedern die einzigen sozialen Kontakte innerhalb der Familie bestehen, und man somit keinen Zugang zu anderen Leuten erhalten kann, hat das mit Integration wenig zu tun. Aber klar, Schuld sind dann wieder die bösen Deutschen...

Ich könnte mir vorstellen das das damit gemeint war und nicht, dass man zu Hause kein Wort mehr in eigener Landessprache verfassen dürfe. Aber da dies alle beherrschen wäre es nun mal ratsam, übewiegend die Fremdsprache zu sprechen. Kann nur hilfreich ein. Das ist auch nix neues.

Wenn ein Türke seit 30 Jahren in Deutschland lebt aber nicht einen Satz fehlerfrei erzählen kann, kommt das eben von daher.

Und wer meint, auf diesen logischen Fakt mal wieder mit der Nazikeule draufhauen zu müssen, hat es halt nicht geschnallt.
 
Ich kenne einen Türken, der lebt und arbeitet seit 40 Jahren hier. Ist hier mit einer Deutschen verheiratet und hat auch Kinder. Er redet NUR Deutsch. Nie in seiner Landessprache- einfach, weil er hier nur mit Deutschen zu tun hat. Ich würde auch sagen, dass er unglaublich gut integriert ist. Also da passt alles, ABER er spricht unglaublich schlecht Deutsch. Obwohl er sogar hier studiert hat. Das liegt nicht daran, dass er dumm ist, sondern dass er es einfach nie richtig gelernt hat. Es war halt immer nur learning by doing und in manchen Fällen reicht das offenbar nicht aus.
Andererseits habe ich aber auch schon Ausländer erlebt, die zuhause natürlich ihre Sprache sprechen, aber einen guten Deutschkurs besucht haben und deswegen schon nach 1-2 Jahren super Deutsch reden.
Ich kenne auch viele Ausländer, die es als großen Gewinn für ihre Kinder ansehen, diese zweisprachig aufwachsen zu lassen. Also zuhause wird in der Muttersprache geredet, aber sobald man aus der Haustür draußen ist, oder jemand anderes dabei ist, reden auch die Eltern mit ihren Kindern Deutsch. Das halte ich für sinnvoll. So machen es- denke ich mal- auch die meisten Deutschen, die ins Ausland ziehen.

Ich würde ehrlich gesagt mit meiner Familie auch nicht Englisch reden, wenn wir nach England übersiedeln würden. Nicht, weil man sich nicht einfügen will, sondern weil man gewisse zwischenmenschliche Zwischentöne einer Sprache wirklich nur in der eigenen Muttersprache so richtig beherrscht.

Das was die CSU da will ist ja nur vordergründig "zum besten der Leute", es fehlen nämlich konkrete Vorschläge, was auf politischer Ebene dazu beigetragen werden könnte, die Sprachbarriere zu verringern. Somit ist das ganze Statement eigentlich für eine politische Partei völlig unnötig.

Wenn sie sagen würden: "Die CSU setzt sich für mehr Deutschkurse ein und hofft, dass dann auch viele Ausländer zuhause Deutsch reden (können)"- dann würde ein Schuh draus werden.
 
Und so schlimm kann es mal wieder sein. Wegen ein paar Volliditioten, die es nicht besser verstehen, als Ressourcen zu vernichten. Wirklich, wirklich schlimm.

Das ist doch einfach fehlgeleitete Aggression und Zerstörungswut.

Meine jetzt diese Brände von Vorra.

Habe gerade einen Radiobericht davon gehört. Es gab eine Menge Hilfsbereite und Ehrenamtsmitglieder, die sich dazu entschieden hatten, es für gut befanden, nach ihren besten Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge möglichst gut und lebenswürdig leben können. O-Ton: "Wir sehen es als eine Herausforderung, die wir auch packen können. Es ist eine regelrechte Vorfreude, dass wir diesen Flüchtlingen helfen können."

Aber nein, da kommen ein paar Vollspacken und brennen die frisch sanierten Beherbergungen nieder.

Danke. Ihr ward eine große Hilfe. Und was habt ihr gewonnen?

Nur zerstört und für Verluste gesorgt. Ganz großartiger Job.

Schämen dürft ihr euch.

(Und nein, ich habe nicht das geringste Verständnis dafür, dass man anderen Menschen das Haus wegbrennt. Das zeugt für mich von einem überaus kranken und kaputten Menschen, der besser von der Gesellschaft weggesperrt werden sollte.)

---

Kann mich ja wirklich in viele Situationen hineinversetzen, auch viel Frust verstehen, aber die Behausung von Flüchtlingen niederzubrennen, dürfte so ziemlich das Jämmerlichste und Niederste sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke. Ihr ward eine große Hilfe. Und was habt ihr gewonnen?

Man kann die Sache mit diesem gesellschaftlichen "Ventil" wie von Rascas und Tobias erwähnt wurde verstehen, man kann aber auch auf "nix kapieren" machen. Bei dir trifft wohl eher letzteres zu. Also das gleiche Verhalten das auch unsere Politiker als Resumè aus solchen Situationen an den Tag legen. Schärfere Regeln gegen vermeintliche Rechtsradikale, die vermutlich gar nicht "Rechts" sind - hätten sie nicht den Eindruck man würde für Flüchtlinge mehr tun als für sie.

Sobald man ein bißchen um die Ecke denken muss, wird's halt kompliziert...
 
Man kann die Sache mit diesem gesellschaftlichen "Ventil" wie von Rascas und Tobias erwähnt wurde verstehen, man kann aber auch auf "nix kapieren" machen. Bei dir trifft wohl eher letzteres zu. Also das gleiche Verhalten das auch unsere Politiker als Resumè aus solchen Situationen an den Tag legen. Schärfere Regeln gegen vermeintliche Rechtsradikale, die vermutlich gar nicht "Rechts" sind - hätten sie nicht den Eindruck man würde für Flüchtlinge mehr tun als für sie.

Sobald man ein bißchen um die Ecke denken muss, wird's halt kompliziert...

Moment mal.

Das Abbrennen von Flüchtlingshäusern soll also eine Message sein? Wie du sagst, also eine Message für "Wir fühlen uns vernachlässigt".

Schön und gut. Mit ein bisschen Grips hätte man aber auch an das Gebäude schreiben können, warum man sich vernachlässigt fühlt, bevor man es mit Brandbeschleunigern anzündet. Und noch besser wäre es gewesen, es ausführlich an das Gebäude zu schreiben, anstatt es abzubrennen.

So weiß doch kein Schwein, warum und wofür es genau geht.

---

Möglichkeiten:

1) Wir wollen keine Flüchtlinge.

2) Wir wollen keine Ausländer.

3) Wir wollen eine Arbeit.

4) Wir wollen mehr Geld.

5) Wir sind einfach nur gefrustet.

6) Wir haben Hass.

7) Wir haben nichts Besseres zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich! Es ist ja auch der Politik so dermaßen Unbekannt, dass nicht nur Arbeit - sondern insbesondere Einkommen fehlt. Und von allen anderen gesellschaftlichen Misständen die mir jetzt zu müßig sind aufzuzählen, hat der Gesetzgeber sicherlich auch noch nie etwas gehört oder gelesen.

Wahrscheinlich fällt es ihnen vor den Wahlen deshalb auch immer ganz kurz mal ein. Und nach der Wahl dann plötzlich der Blackout über die gesamte Legislaturperiode...
LOL
 
Natürlich! Es ist ja auch der Politik so dermaßen Unbekannt, dass nicht nur Arbeit - sondern insbesondere Einkommen fehlt. Und von allen anderen gesellschaftlichen Misständen die mir jetzt zu müßig sind aufzuzählen, hat der Gesetzgeber sicherlich auch noch nie etwas gehört oder gelesen.

Wahrscheinlich fällt es ihnen vor den Wahlen deshalb auch immer ganz kurz mal ein. Und nach der Wahl dann plötzlich der Blackout über die gesamte Legislaturperiode...
LOL

Konservativer? Republikaner?

Okay, schmeißen wir nicht mit Begriffen herum, welche alles und nichts sagen.

War es Bismarck: Zuckerpeitsche und Brot?

Wenn man sich die Veränderung der Landschaft von Wirtschaft, Politik und Technologie so anschaut, dann gibt es keine Garantie auf Arbeit, aber es sollte eine Garantie auf Einkommen geben. (Im Grunde sage ich das nur, weil wir noch sehr weit entfernt von besseren Alternativen sind.)

Und keinesfalls bin ich für oder gegen ein Grundeinkommen, aber hier wird doch recht gut erläutert, wie der Ist-Zustand und unsere Möglichkeiten sind.
 
Nochmal zu dem Thema "fehlendes Geld".
Der Flughafen in Berlin soll z.B. angeblich in der 2. Hälfte des Jahres 2017 fertig werden. Dazu kann man gratulieren, besonders wenn man bedenkt, dass die Aufrechterhaltung monatlich 35 bis 40 Millionen kostet.
Gibt es hier große Aufregung?
Hauptstadtflughafen: BER-Verschiebung kostet monatlich bis zu 40 Millionen | ZEIT ONLINE

Dann kommen z.B. noch die ganzen Steuerflüchtigten und diejenigen hinzu, die legal keine oder kaum Steuern zahlen.
https://www.ndr.de/nachrichten/Luxemburg-Leaks,luxleaksindex100.html
Teure Sünde: Schätzung zur Steuerhinterziehung im Jahr 2013 - Wirtschaft - Süddeutsche.de
Hier hält sich die Aufregung auch in Grenzen.

Das sind jetzt nur zwei Beispiele.
Geht es jedoch ums Soziale (und das schließt für mich Flüchtlinge mit ein), wird groß aufgeschrien.

Ein kleines Schmankerl zum Thema Deutschkurse:
Integration - Deutschkursen für Mütter droht das Aus - München - Süddeutsche.de
Angeblich würde eine Streichung dieser Kurse bewirken, dass mehr Eltern ihre Kinder in den regulären Kindergarten brächten...
 
Also ich denke, dass dieses "Ventil" von dem PC spricht....Naja, der Gedanke ist vom Prizip her richtig: Wer nicht mehr weiterweiß und sich von seinem Staat vernachlässigt fühlt, der sucht einen Buhmann. Da ist es für die Regierung natürlich bequemer, wenn dieser nicht in der Person von Lobbyisten und Politikern gefunden wird, sondern sich der Hass auf machtlose Leute wie Flüchtlinge richtet.
Eigentlich ist das doch eine einfach Lösung und lenkt so herrlich von den wirklichen Problemen unseres Staates ab (siehe Beitrag von Diabolo).
Leider gibt es halt einen Haufen Leute, die auf sowas reinfallen und sich dann der rechten Szene anschließen, weil diese "einfache" Antworten liefert.
 
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