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Finanzielle Situation in der Beziehung

Wir machen das auch so.
Ich arbeite voll und verdiene gut. Mein Partner ist voll berentet.
Wir haben alle Fixkosten zusammengerechnet plus einer Sparrate und das Übrigbleibende durch zwei geteilt.

Wenn wir das nicht so machen würden, könnten wir kein Paar sein und nicht zusammenleben. Mein Einkommen beträgt das 5-fache von seinem. Wir könnten nicht gemeinsam verreisen und müssten unterschiedliche Dinge einkaufen oder anschaffen. Oder wir müssten uns immer seinem Budget anpassen und ich würde irgendwann auf einem Berg Geld sitzen. Wozu soll das denn gut sein?

Liebe TE,
wie hattet Ihr das denn im Vorfeld besprochen? Hat er "einfach" reduziert oder war das eine Paarentscheidung? Offensichtlich hattet Ihr die Verteilung nicht gleich mit besprochen?

Dann seid Ihr aber auch in einer anderen Lebensphase. Die TE scheint ja noch recht jung zu sein. Vielleicht will sie sich irgendwann eine Immobilie leisten können? Das geht nicht, wenn sie ihr Gehalt einfach teilt. Wenn einer in Rente ist und sein Leben lang gearbeitet hat und man ggf sogar in seiner Immobilie lebt,mag es möglich sein, das Gehalt zu teilen. Dann ist man im besten Falle auch schon einige Jahre zusammen und kann einschätzen, wie es weitergeht. Aber wie viele Ehen scheitern denn? Und die TE ist nicht einmal verheiratet. Sie würde in jungen Jahren ihr Gehalt selbstlos teilen und kann dadurch keine Sprünge machen. Und im Falle einer Trennung hätte sie selbst keinerlei Ansprüche, wenn ihr Freund dann vielleicht wieder etwas mehr verdient….

Einfach halbe-halbe zu machen als junges Paar halte ich für zu riskant.
 
Also bei uns war es so:

Ich bezahlte fast alles,als Arbeiter und meine Frau studierte

Ab nächsten Jahr geht sie als Ärztin arbeiten mit Diensten 56h für 5250€ brutto Start

Da wir kurz vor einer Hausfinanzierung stehen ist das zusätzliche Geld 💰 schon verplant.

Und weg ist es😉

Mein Eigenkapital was ist angespart habe ist auch dann weg. (6stellig)

Als Paar oder verheiratet sollte man schon für einander einstehen

Ich habe 6 Jahre das Studium bezahlt und nun werden wir gemeinsam am Projekt Haus arbeiten oder scheitern

Dann ist das Euer „Deal“ und wenn (!) alles klappt und Ihr zusammen seid, zahlt sich das für Dich wieder aus. Zudem seid Ihr verheiratet. Du hättest danach ggf Unterhaltsansprüche und einen Zugewinnausgleichsanspruch. Die TE hätte ganz einfach nichts. Auch keinen Teil irgendeines Hauses.
Und Du hättest ihr Studium ja nichz finanzieren müssen. Sie hätte einen Anspruch auf Bafög gehabt oder einen Anspruch ihren Eltern gegenüber. Hat sie diese Ansprüche geltend gemacht? Wenn ja, hast Du ja allenfalls Urlaube oder sonstigen Luxus finanziert. Dann sollte sie sich fragen, ob die 10.000 €, die Du ihr geschenkt hast, es rechtfertigen, dass sie Dir auf Dauer jedes Jahr 20.000 € schenkt. Solange keiner für Kinder zuhause bleibt, hat eben jeder Partner sein Gehalt und lebt davon. Vor allem, wenn man nicht verheiratet ist. Da gibt es dann keinerlei Auffangbecken.
 
Ne passt schon so wie ich es gemacht habe😉

Jeder hat sein Konto
Die Zeit des Studiums,habe ich natürlich Wohnung, Urlaub etc bezahlt
Meine Frau ging teilweise arbeiten
Von den Eltern gab es Geld bis zur Heirat.
Danach gab es über die Eltern noch die Semestergebühren, Bücher etc

Wir leben sparsam und das habe ich auch durch gesetzt

Z.b Plattenbau 64m2 zu dritt (ja ein Kind ist auch nebenbei entstanden😉

Aber langsam nervt es...

Das Haus was wir im Blick haben kostet 555k Baujahr 2020
Und wenn es schief läuft ist halt mein EK weg (180k Puffer 50k)

Durch die Zinsen 4% und Tilgung 2%
Wird uns eine Hausrate von 2,2-2,4k treffen Puls Nebenkosten landen wir bei fast 3k

= Einkommen Ärztin verplant, bleibt uns wieder nur ein Einkommen*lach*

So ist es halt wenn beide ein Ziel verfolgen

(Haushaltseinkommen 5,5-6k mit Kindergeld ab 2023)
 
Dann seid Ihr aber auch in einer anderen Lebensphase. Die TE scheint ja noch recht jung zu sein. Vielleicht will sie sich irgendwann eine Immobilie leisten können? Das geht nicht, wenn sie ihr Gehalt einfach teilt. Wenn einer in Rente ist und sein Leben lang gearbeitet hat und man ggf sogar in seiner Immobilie lebt,mag es möglich sein, das Gehalt zu teilen. Dann ist man im besten Falle auch schon einige Jahre zusammen und kann einschätzen, wie es weitergeht. Aber wie viele Ehen scheitern denn? Und die TE ist nicht einmal verheiratet. Sie würde in jungen Jahren ihr Gehalt selbstlos teilen und kann dadurch keine Sprünge machen. Und im Falle einer Trennung hätte sie selbst keinerlei Ansprüche, wenn ihr Freund dann vielleicht wieder etwas mehr verdient….

Einfach halbe-halbe zu machen als junges Paar halte ich für zu riskant.
Wir sind beide unter 50 und im 4. Jahr unserer Beziehung.

Aber wir haben und hatten auch nie Ziele wie Haus, Auto, Yacht. Das verträgt sich nicht mit Teilen, stimmt schon.
 
Das Problem ist ja auch offensichtlich das Verständnis, das ihm abgeht.

Er zahlt weniger ein und geht am Ende des Monats weiterhin ganz selbstverständlich davon aus, das er wie vorher einen Teil vom übriggebliebenen Geld vom gemeinsamem Konto zurück bekommt.
Es müßte ihm eigentlich einleuchten, das da irgendwo ein Schiefstand ist und das ja gar nicht sein kann.

Egal mit wem ich vorher zusammen gewohnt habe, ich habe immer darauf bestanden die Kosten
gerecht aufzuteilen.
In einer normalen Beziehung hätte ich das Geld vom Partner auch gar nicht annehmen wollen,
irgendwann im Streit oder wenn es blöd wird, dann wird es einem garantiert vorgerechnet!

Ich habe früher auch sehr viel weniger verdient und wenn wir dann shoppen waren, habe ich 5x überlegt ob ich das Teil wirklich und unbedingt brauche, während mein Freund sich damals alles leisten konnte.

Jetzt viele Jahre später, in der Ehe geht alles in einen Topf.
 
Ich kann den Frust schon verstehen. Denise hat jetzt vermutlich ein paar hundert € weniger im Monat zu ihrer eigenen freien Verfügung und ich finde es nur verständlich, dass sie wenigstens vom "übriggebliebenen" Geld gern denselben Prozentsatz zurück hätte, den sie auch eingezahlt hat.

Sie scheinen jetzt auch nincht auf größere gemeinsame Anschaffungen zu sparen, sonst könnte man das "Rückgeld" mitsamt einer zusätzlichen Spareinlage ja auf dem gemeinsamen Konto lassen.

Weil ja, in einer Beziehung sollte man den anderen schon finanziell unterstützen, vor allem wenn es dem Partner schlecht geht. Aber ich finde, man hat auch die Pflicht dafür zu sorgen, dass man so wenig wie möglich an Unterstützung braucht. Alternativ: ob man den Partner wenigstens in anderen Bereichen zurückunterstützen kann. Und ja, ich finde schon, dass es einen Unterschied macht, ob man in einer Ehe oder "nur" einer Beziehung lebt. Denn die Ehe ist auf "für immer" ausgelegt (mit entsprechenden gesetzlichen Verpflichtungen, was ich meinem Partner heute gebe, fehlt ihm später eben beim Zugewinnausgleich), während man in einer Beziehung umso mehr daran denken sollte, dass eine Trennung nicht ganz unwahrscheinlich ist und man von den Zusatzausgaben nichts mehr wieder sieht.

Daher würde mich hier auch interessieren, was der Freund jetzt macht, um auch seinen Teil der Unterstützungspflicht beizusteuern. Ob er jetzt etwa mehr im Haushalt macht, sodass Denise ihre Mehrausgaben als "eine Putzfrau müsste ich auch bezahlen, immerhin bin ich den Haushalt los" verbuchen könnte.
Oder was er macht, um seine Depressionen zu beheben, um künftig wieder gleich viel beisteuern zu können. Etwa eine Therapie machen, um wieder voll arbeitsfähig zu sein. Einen neuen Arbeitgeber suchen, bei welchem man die Arbeit auch in Vollzeit aushält. Oder sich um eine Umschulung kümmern, wenn man das Berufsfeld nicht aushält.

Denn bei Depressionen habe ich schon häufiger erlebt, dass sie - so blöd es auch klingt - auch bequem werden können. Dass Patienten gar nicht geheilt werden wollen, weil ihr Leben ihnen durch die Unterstützung besser gefällt als zu gesunden Zeiten. Weil gesund werden damit verbunden ist, dann aber auch wieder voll arbeiten und anpacken zu müssen... was unbequem ist, wenn es dank anderer Personen auch "irgendwie so" klappt. Und da hilft nur "wehret den Anfängen". Damit meine ich nicht, dass man die Unterstützung einstellen sollte, aber man sollte darauf bestehen, dass auch aktiv auf eine Gesundung hingearbeitet wird.
 
Denn bei Depressionen habe ich schon häufiger erlebt, dass sie - so blöd es auch klingt - auch bequem werden können. Dass Patienten gar nicht geheilt werden wollen, weil ihr Leben ihnen durch die Unterstützung besser gefällt als zu gesunden Zeiten. Weil gesund werden damit verbunden ist, dann aber auch wieder voll arbeiten und anpacken zu müssen... was unbequem ist, wenn es dank anderer Personen auch "irgendwie so" klappt. Und da hilft nur "wehret den Anfängen". Damit meine ich nicht, dass man die Unterstützung einstellen sollte, aber man sollte darauf bestehen, dass auch aktiv auf eine Gesundung hingearbeitet wird.

Schwarze Schafe die sowas dann ausnutzen gibts leider immer.
 
Ich würde die Kosten 60 : 40 aufteilen und auch das Restgeld 60:40 wieder zurückaufteilen.

Damit kommst du ihm zumindest ein bisschen entgegen.
Weil ich finde es auch nicht fair, dass du den Löwenanteil bezahlen sollst.

Du kannst ja nix dafür dass er erkrankt ist.
Er muss dann halt bei anderen Dingen etwas zurückstecken, aber da er depressiv ist wird er ja derzeit eh nicht auf Shoppingtouren gehen oder jeden Tag essen gehen oder was unternehmen.
Da müsste er mit dem halben Gehalt ja auskommen, wenn du ihm mit 60:40 entgegenkommst.

Und wie andere schon geschrieben haben, sonst richtet er sich gemütlich ein und hat gar keinen Antrieb mehr wieder voll zu arbeiten, wenn du den Großteil bezahlst.
 
25% macht bei Miete also Fixkosten Sinn. Aber war das Konto am Ende leer und erwartet jetzt trotzdem die 50% wenn mehr übrig bleibt?
Hätte dann auch da 25 gemacht. Man kann ja nicht mehr rausbekommen als man reingelegt hast. So kommst du ihm schon sehr entgegen. Und man sollte auch bei schlechtem Zeiten zusammen halten, wenn man tatsächlich eine glückliche Beziehung hat.
Und es kommt leider auch auf die Depression an. Manche fangen sich auch wieder, wenn die Medis richtig eingestellt sind bzw. Die richtigen haben. Aber es kann halt dauern.
Also wenn ich es wirklich richtig verstanden habe, sollte du es einfach aufklären. Oder ihr überweist wirklich den Deckungsbetrag und vielleicht 200€ extra. Und schaut wie weit ihr kommt.
 

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