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Finanzielle Situation in der Beziehung

D

Denise8900

Gast
Hallo Zusammen,

ich hätte gerne mal eure Unterstützung zu einem Thema welches ich mit meinem Freund aktuell führe.

Wir sind beide Mitte 20, er verdient 1800 Netto, ich 2000 Netto beide eine 40 Stunden Woche.

Vor knapp 1 Jahr ist er zu mir gezogen und hat sich einen neuen Job hier gesucht mit gleichem Gehalt weil er nach Tarif bezahlt wird. Wir haben dann einfach alle unsere Fixkosten zusammengerechnet, ein Konto zusammen eröffnet und den selben Betrag darauf gezahlt und alles 50/50 gemacht was uns beide betroffen hat wie zB Lebensmittel, Essen oder halt die Fixkosten. Der Restbetrag am Ende des Monats der offen geblieben ist haben wir wieder geteilt durch die Hälfte und dem jeweiligen eigenen Konto wieder zurücküberwiesen.

Jetzt folgendes Problem: Mein Freund hat starke Depressionen zeitweise die mal besser mal schlechter sind und seit 3 Monaten ist er komplett am Boden Zerstört wegen der Arbeit und dass ihm das alles zu viel wird. Daraufhin ist er in die Teilzeit mit 50% gewechselt, damit er nicht mehr so starke Probleme mit seiner Depression hat. Im selben Zuge wurde dann aber auch entschieden, da er nur noch die hälfte Verdient auch nur noch die Hälfte in das Konto einzahlt und die fehlende Hälfte des Betrages ich dann beisteuern muss, da wir ja jetzt unterschiedlich verdienen.

Leider hat er noch nicht ganz verstanden, dass wenn ich 75% und er 25% einzahlt, am Ende des Monats der offene Betrag nicht wieder durch 50% geteilt werden kann der zurücküberwiesen wird...

Und jetzt zum eigentlichen Problem; Einerseits bin ich froh dass es seiner Psyche besser geht durch das weniger arbeiten, anderenfalls arbeite ich dumm und dämlich und verdiene durch das Tragen der ganzen Mehrkosten noch viel weniger Geld....

Würde gerne eure Meinung dazu wissen bzw. ob ihr in einer ähnlichen Situation seid.

Vielen Dank.
 

unschubladisierbar

Aktives Mitglied
In einer Beziehung sollte man in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhalten. Ich verstehe euer Kontosystem nicht. Weshalb zahlt ihr nicht einfach die Miet- und Fixkosten auf ein Konto und der Rest bleibt bei jedem selbst.
Wenn einer mal nicht kann, sollte der andere da sein. Solange es kein Dauerzustand ist, sollte man nicht jeden Cent auf die Goldwaage legen.
Für den Einkauf gibt es eine Haushaltskasse und gut ist es.
Oder ihr habt ein gemeinsames Konto und alles, was außerhalb der Fixkosten ausgegeben wird, wird gemeinsam vorher abgesprochen und entschlossen.
 

Herbstmensch

Mitglied
Im selben Zuge wurde dann aber auch entschieden, da er nur noch die hälfte Verdient auch nur noch die Hälfte in das Konto einzahlt und die fehlende Hälfte des Betrages ich dann beisteuern muss, da wir ja jetzt unterschiedlich verdienen.
So ganz habe ich deine/euere Rechnung noch nicht verstanden.

ursprünglicher Zustand:
50 + 50 = 100
1/2 + 1/2 = 100%

aktueller Zustand:
50 + 25 = 75
2/3 + 1/3 = 100%

Wie kommst Du bzw. wie kommt ihr auf diese Berechnungsgrundlage?

Leider hat er noch nicht ganz verstanden, dass wenn ich 75% und er 25% einzahlt, am Ende des Monats der offene Betrag nicht wieder durch 50% geteilt werden kann der zurücküberwiesen wird.
Beim Geld scheiden sich leider die Geister...auch wenn es heißt...in Guten wie in Schlechten Zeiten.

Wünsche Dir/euch alles Gute, dass ihr "dieses Problem" beidseits zufriedenstellend in den Griff bekommt.
 

Hollunderzweig

Aktives Mitglied
Liebe Denise...das klingt nicht gut, wenn er bei dir unter Kummer leidet.
Vielleicht geht es ihm bei wem anderen, oder wo anders besser und vor allem, bei dir ebenso.

Das wär doch alles nicht der Rede wert, wenn es passen würde.
 

Herbstmensch

Mitglied
Das Ganze belastet die Beziehung nur noch mehr...
...Dir geht es schon schlecht, weil Du mehr zahlen musst.
...Er hat psychische Probleme.
...Und wenn das dann alles gemeinsam auf den Tisch kommt, kann eine nach unten führende Spirale für euch beide eintreten.
 

Hollunderzweig

Aktives Mitglied
Wenn er nicht von ganzen Herzen und gerne mit dir an einem Strang zieht, dann liegt etwas quer, dann stimmts nicht wirklich. Du bist bereits jetzt unglücklich, wie es kam. Damit hast du nicht gerechnet. Du bist überfordert und überlastet. Er sagt das Ähnliche zu dir. Da wirds nicht nur ums Geld gehen, wenn du bereits jetzt Error spürst und wenn er wieder depressiv ist.
Passt euch nicht argen Zuständen an. Sucht gemeinsam heraus, was euch gut täte und was jeder wirklich braucht. Überfordert braucht niemand sein, dann muss er halt etwas anders machen.
 

Herbstmensch

Mitglied
Wenn er nicht von ganzen Herzen und gerne mit dir an einem Strang zieht, dann liegt etwas quer, dann stimmts nicht wirklich. Du bist bereits jetzt unglücklich, wie es kam. Damit hast du nicht gerechnet. Du bist überfordert und überlastet. Er sagt das Ähnliche zu dir. Da wirds nicht nur ums Geld gehen, wenn du bereits jetzt Error spürst und wenn er wieder depressiv ist.
Es ist die Frage, wie sich alles anfühlt zwischen euch...
...wie fühlt sich euere Zuneigung, Liebe (heute noch) an?
...wie stark ist euer Zusammengehörigkeitsgefühl?
...welche Gedanken hast du, wenn du an deinen Freund denkst?
...wie nimmst du deinen Partner wahr...mit seinen psychischen Problemen?

Bitte sucht das Gespräch "miteinander"...
...nur so könnt' ihr weitere Differenzen vermeiden.
 

Zaphod

Aktives Mitglied
Ich denke auch, dass Du von dem Rest am Ende des Monats den gleichen prozentualen Anteil zurück bekommen solltest.
Allerdings verstehe ich nicht, warum er nicht seinen Eigenanteil reduziert, um mehr zum gemeinsamen Konto beizutragen? Wenn man wenig verdient, ist eben weniger Geld für Hobby und Freizeit da. Frag mal HartzIV-Bezieher oder Geringverdiener.

Aber:
anderenfalls arbeite ich dumm und dämlich und verdiene durch das Tragen der ganzen Mehrkosten noch viel weniger Geld....
Diese Einstellung finde ich dann doch seltsam. Entweder Ihr seid ein Paar oder Ihr führt eine WG. Und - sorry, ich kann es mir nicht verkneifen - jetzt geht es Dir halt so wie Generationen von Männern vor Dir.
Heißt das auch, Du würdest nie mit einem Mann eine Beziehung führen, der deutlich weniger verdient als Du?
Da solltest Du vll nochmal über Dich selber nachdenken. Zum Beispiel auch über Deine Erwartungshaltung an einen Partner, wenn Du mal krank oder arbeitsunfähig wirst.
 

Herbstmensch

Mitglied
Heißt das auch, Du würdest nie mit einem Mann eine Beziehung führen, der deutlich weniger verdient als Du?
Da solltest Du vll nochmal über Dich selber nachdenken. Zum Beispiel auch über Deine Erwartungshaltung an einen Partner, wenn Du mal krank oder arbeitsunfähig wirst.
Das sind berechtigte Fragestellungen, die man in jungen Jahren noch nicht auf dem Schirm hat. Daher auch meine Fragen an dich, wie du euere Beziehung siehst.

Es heißt nicht umsonst...in guten, wie in schlechten Zeiten....nicht nur mit Trauschein...auch ohne gilt das.
 

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