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Finanzielle Lage des Partners vor der Hochzeit?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133565
  • Datum Start Datum Start
Hallo!

Wenn du da wirklich noch so unwissend bist, was die Finanzen angeht, solltest du das auf alle Fälle bis zur Hochzeit wissen.

ich heirate ja auch in einigen Wochen. Und auch wenn das Finanzielle bei uns weder spannend noch geheimsnisvoll noch ein großes Thema im Alltag ist, spricht man das einfach an, wenn man länger zusammen ist. So war es bei uns, vor allem auch, als wir zusammen gezogen sind.

Natürlich soll das Finanzielle nie der Grund einer Ehe sein, aber dass man es gar nicht anspricht, ist bestimmt auch selten, denn es gehört ja auch zum Leben dazu. Und wenn man gemeinsam lebt, sowieso.

Alles Gute!
 
Würde ich vor der Ehe gefragt werden ob mein Polster dick genug ist, gäbe es in meinem Angebot definitiv nur die Gütertrennung
Es geht doch aber nicht nur um Gütertrennung. Die greift nur im Fall einer Scheidung, vorher hat sowieso jeder (auch) sein eigenes Vermögen.

Man ist sich auch in der Ehe gegenseitig Unterhalt schuldig. Und ohne Ehe nur ausnahmsweise, etwa wenn einer von beiden sonst Bürgergeld beziehen müsste. Diesen Unterhalt kann man nicht betiteln lassen. Aber wenn einer 5000€ verdient, wird er nicht nur 300€ Taschengeld an den anderen weiterreichen.

Dann werden bei Scheidung auch Rentenansprüche ausgeglichen. Das wird ab 3 Jahren Ehe immer gemacht, das kann man nicht vertraglich ausschließen.

Eheleute haben auch immer das Recht, in der Wohnung/Immobilie des anderen zu leben, auch dann wenn sie nur einem gehört. Lässt sich m.E. auch nicht vertraglich ausschließen.

Wer sich gegen alles absichern will, darf überhaupt nicht heiraten.
 
Ich finde es vollkommen logisch und verständlich, dass du vor einer Heirat über alle finanziellen Aspekte informiert sein willst. Wie du selbst sagst, es ist ein Rechtsgeschäft. Da er auch bereits Verpflichtungen gegenüber Kindern hat, solltest du umfassend aufgeklärt werden. Ich würde mich da auch anwaltlich beraten lassen, was für dich das Beste ist.
 
Selbst der dümmste Mann sollte bei einer solchen Frage dann hellhörig werden. Zumindest wenn er Besitz hat. Ansonsten ist es natürlich eh egal.

Würde ich vor der Ehe gefragt werden ob mein Polster dick genug ist, gäbe es in meinem Angebot definitiv nur die Gütertrennung.
Klar, das stimmt schon 😅 Aber um eine Scheidung so einfach wie möglich zu machen, sollten beide am Tag der Eheschliessung schwarz auf weiss festhalten, was der andere an Werten und Beträgen hat. Bei der Scheidung von meinem Partner damals von seiner Exfrau, war nämlich genau das das Problem. Keiner konnte mehr nachweisen, was am Tag der Eheschliessung jeder hatte. Deswegen war das Anfangsvermögen für den Zugewinnausgleich extrem schwer zu errechnen...und das ist einfach kacke 😆
 

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