Deine Ansätze sind aber sonst recht gut, ich brauche eigentlich keine Bestrafung für meine Vorteile
Definitiv nicht!
sondern etwas das mir Sinn im Leben gibt und womöglich gar nicht in direktem Bezug zum Geld steht. Überlegt habe ich mir den Aspekt einer ehrenamtlichen Tätigkeit bzw. irgendeiner wohltätigen Sache. Ich könnte mir vorstellen daraus innere Befriedigung zu erlangen, wenn man sieht dass Menschen dankbar sind oder man weiß mit einer Tat etwas Gutes vollbracht zu haben.
Das könnte wirklich eine gute Idee sein. Es gibt da ja so viele Dinge, die man machen kann. Wobei ein Ehrenamt in Kombination mit einer Vollzeitstelle schon anstrengend werden kann.
Natürlich könntest Du Dich erstmal langsam an ein Ehrenamt heran tasten oder -nach und nach- an mehrere (ausprobieren, was Dich am meisten anspricht) und dann Dein Engagement ausweiten, wenn das Erbe da ist. Dann hättest Du die Kombination aus Zeit und Erfahrung und wärst ganz bestimmt für jede karitative Organisation, jedes Tierheim, Hospiz, Altenheim oder Arche, usw...ein großer Gewinn.
🙂 Worauf immer auch Deine Wahl fallen würde. Denn das perfekte Ehrenamt findet man meist nicht sofort.
Und Du wärst nicht der Erste, der von einem Ehrenamt in eine Position wechselt, die einen sehr ausfüllt und spannende Aufgaben und Verantwortung mit sich bringt (falls Du das möchtest).
Mein Alltag ist langweilig, ich habe keine Herausforderung, mein Konto steigt nebenbei und ich weiß eigentlich nicht warum es mir deswegen besser gehen soll.
Die Herausforderung, die zu Dir passt, hat wahrscheinlich eher weniger mit "höher, schneller, weiter" zu tun. Manchen Leuten gibt es einen Kick, wenn sie den Mount Everest besteigen, und anderen wieder nicht.
Darf man mal ganz konkret fragen was Dich abhält, mal eine Weltreise zu machen, ein Handwerk zu lernen, Ubootfahrer zu werden, Bergsteiger zu werden, Hochseesegeln, Rennsport, Instrument perfekt lernen, ein schweres Studium, ein alles Haus renovieren, irgendwas kerniges was Dich herausfordert?
Ich finde diese Vorschläge gut, nur halt eben nicht für jeden Menschen. Müssen wir denn alle kernig sein? Ich habe selber versucht
sehr kernig zu sein und viel zu leisten...und bin auf die Nase gefallen. Jeder Mensch ist wie er ist. Der Eine braucht etwas Kerniges, um sein Selbstwertgefühl zu stärken, und ein Anderer ist wiederum im Inneren nicht kernig genug, um an so leistungsbetonten Aktionen zu wachsen, ohne sich dabei die Zähne aus zu beißen.
Die zweite Sache ist die, dass dort, wo es um Leistung geht, Menschen auf einen warten, die oft ganz anders gepolt sind als man selber (wenn man nicht so'n Leistungsmensch ist). Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis man aufhört sich zugehörig zu fühlen.
Wenn man sich in eine Welt begibt, in die man nicht hinein passt, bekommt man in
dieser auch selten Anerkennung.
Das ist ein weiterer Grund, weshalb ich das mit dem Ehrenamt ziemlich gut finde.
🙂 Viele Ehrenamtler haben die Einstellung, dass man Menschen so belassen soll wie sie sind, ohne an ihnen herum zu zerren und zu versuchen sie zu verändern.
Jemandem, der zB als grüne Dame in einem Altenheim kranke und teils demente Bewohner besucht oder sich um Obdachlose kümmert, hat sein Leistungsdenken größtenteils hinter sich gelassen (oder hatte es noch nie). Nicht alle, aber viele solcher Ehrenamtler bewerten ihre Mitmenschen anders als es die Mehrheit tut.
Sie schauen eher darauf, wie viel Wärme und Tiefgang jemand in sich hat als dass sie darauf achten, wie viele Pokale er irgendwann mal ansammelte und welchen Status er erreicht hat.
@Flo, Du bist ja ein sehr tiefsinniger Mensch. Und wenn Du möchtest, dass es Menschen in Deinem Leben gibt, die diesen Aspekt an Dir schätzen, könnte es helfen Dich mit Leuten zu umgeben, die selber tiefsinnig sind und Wärme in sich haben.
Wie sagt man immer so schön?
Man kann in einem Anderen nur das erkennen und schätzen, was man selber in sich hat.
Leute, bei denen Leistungsdenken alles andere überdeckt, werden Probleme haben, Deinen Tiefgang zu erkennen und zu schätzen.