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Familie ist gegen meine Beziehung

  • Starter*in Starter*in Gast1889
  • Datum Start Datum Start
Danke soweit an alle die sich die Zeit nehmen mir weiterzuhelfen 🙂

Nun ja, sie haben sich halt eine andere Schwiegertochter gewünscht und befürchten, dass du einer Internet-Blenderin aufgesessen bist. Da habt ihr euch ja auch kennengelernt, scheint es. Ist es deine erste Freundin?
Wenn sie momentan nicht arbeitet, wie finanziert sie sich?
Und warum sind ihre Depressionen so ein Thema? Wann erwähnt sie diese und musst du besonders viel Rücksicht darauf nehmen?
Deine Eltern handeln strategisch unklug, da sie dich so quasi dazu zwingen, Partei für deine Freundin zu ergreifen und ihre Bedenken abzuwehren.

Ja wir haben uns übers Internet kennengelernt als ich nicht im Lande war. Sie wohnt zur Zeit eben auch noch bei ihren Eltern und finanzieren tut sie sich über kleine Nebenjobs. Ihre Depressionen machen sich in persona nicht bemerkbar. Ich muss auch keine Rücksicht darauf nehmen.
Ich nehme zur Zeit such gar keine Partei an. Ich versuche echt mir ihre Sorgen und Bedenken immer anzuhören. Aber ihre argumente werden immer hasserfüllter weil sie sich damit eben nicht bei mir durchsetzen können
 
Ist eine Diskussion um Grenzen zwischen Eltern und Kindern wirklich grundsätzlich überzogen? Dass Eltern ihre Bedenken anmelden, kein Thema, aber dass sie dies in der geschilderten Art und Weise tun, steht ihnen wohl eher nicht zu. Dieses Verhalten würde ich als "überzogen" ansehen.

Lieber TE, natürlich ist auch das Absingen wüster Lieder nicht der geeignete Abschluss eines ergebnisorientierten Gesprächs unter erwachsenen Menschen. Aber hier Vorsicht und Umsicht walten zu lassen, ist sicher ein guter Rat, um nicht in einem falschen Moment das Familienporzellan zu zerschlagen. Sei großmütig und handle überlegt. Wie schon gesagt, hier zählt jetzt die Vernunft. Auch Deinen Eltern musst Du Zeit lassen, sich an die neue Situation zu gewöhnen und vielleicht ist ja auch was dran, was @Pepita schreibt: Wie sicher bist Du Dir?

Wer viel fragt, bekommt viele Antworten. Ein bunter Strauß der Vielfalt.
 
Auch stört es meine Mutter vor allem dass meine Freundin mich als die Liebe ihres Lebens sieht.

Ich denke, wenn Du erwachsen bist, Dein eigenes Geld verdienst, dann darfst Du Dir auch die Frau für Dich aussuchen, die Dir gefällt und mit der Du leben möchtest.

Es gibt immer wieder Mütter, die keine Frau an ihren Sohn heranlassen wollen. Keine Freundin ist gut genug.
Wenn Du so ein Spiel mitspielst, dann kannst Du auch gleich Deine Mutter losschicken, für Dich eine Partnerin zu suchen.

Es gibt immer wieder Väter, die eine feste Vorstellung von der Zukunft ihres Sohnes haben. Und es gibt Söhne, die den Vater für sich denken, planen und entscheiden lassen. Von diesen Söhnen sagt man dann: "er wird nie erwachsen".

Meine Empfehlung: Du solltest für Dich überlegen, ob Du Dein Leben selbst planen sowie Deine Partnerwahl selbst festlegen möchtest.

Und wenn Du wirklich erwachsen bist, dann entscheidest Du nicht nur, sondern setzt auch in die Tat um, was Du entschieden hast.

Das nennt man dann einen Abnabelungsprozess. Es wird immer Dinge geben, die man mit den Eltern besprechen möchte. Es ist auch ok, sich den Rat von erfahrenen Menschen zu holen. Und dieses Dinge sollte man nicht mit den Punkten verwechseln, die man alleine entscheiden muß.

Eine Beleidigung meiner Freundin wäre für mich ein NO-GO. So lieb ich meine Mutter hatte, aber bei Beleidigungen (die ich zumindest nicht erleben musste) hört für mich das gemeinsame Gespräch auf.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Argwöhnisch zu sein ist eines, aktiv die Beziehung des Sohnes zu torpedieren und ihn massiv unter Druck zu setzen, ist noch mal eine ganz andere Ebene. Und ein wenig "jugendlicher Leichtsinn" im Gespräch ("Liebe meines Lebens") sollte noch erlaubt sein, ohne gleich Defizite zu diagnostizieren. Es sollte eher ein Grund zum Lächeln sein, als die Basis wilder Spekulationen. Meine Güte, so gießen sie doch nur Öl ins Feuer und pusten auch noch hinein. Daraus eine "Staatsaffäre" zu machen, ist sicher nicht angebracht und treibt den Sohn eher aus dem Haus und in die Arme von jemandem, den sie offenbar nicht wollen. Aber dass die Eltern das nicht realisieren und nur so mit Allgemeinplätzen um sich werfen ("Männer in Deinem Alter sind Millionäre, die Dame spinnt und ist selbstmordgefährdet", etc.), zeigt, dass es ihnen scheinbar eher um ihre Belange und Ängste geht, als um die Schritte ihres Sohnes. Wie schon geschrieben wurde. Es ist sein Leben und dazu zählt auch, dass sie seine Entscheidungen respektieren. Und ist das Ausschlafen bis 12:00 Uhr ein signifikantes Indiz für eine verkrachte Existenz? Auwaiah!
 
Ich oute mich jetzt mal als Mutter, die ein Problem damit hätte, wenn ihr Sohn eine erwerbslose junge Frau anschleppen würde, die psychische Probleme hat und in meiner Bude bis mittags im Bett liegt.
Wenn sie mir dann noch am Kaffeetisch erzählt, mein Sohn sei "die Liebe ihres Lebens", obwohl sie sich erst seit kurzem kennen, dann wäre ich auch befremdet und argwöhnisch.
Man müsste etwas mehr über den Verlauf der bisherigen Begegnungen zwischen Eltern und Freundin wissen. Auch würde mich interessieren, woraus die Eltern den Schluss einer geistigen Behinderung ziehen und ob der TE bereits vorher Beziehungen hatte.

Generell stimme ich Dir zu, Pepita. Eine gesunde Skepsis ist angebracht, vor allem wenn man als Eltern Kriterien erkennt, die die Partnerwahl in einem kritischen Licht erscheinen lassen. Insofern finde ich es gut und wichtig, wenn Eltern als Berater zur Seite stehen.

In diesem Fall jedoch habe ich nicht den besten Eindruck von den Eltern. Ihr Verhalten geht über die Rolle des Beraters deutlich hinaus.

Und wenn ich folgendes lese:

Meine Mutter wirft mir auch andauernd vor, dass ich kein richtiger Mann sei, der sein Leben unter Kontrolle hat. Ich solle auch nicht so viel rumheulen....

dann habe ich den Eindruck, dass die Eltern das Leben ihres Sohnes schon immer kontrollierten, seine Reife für ein erwachsenes Verhalten torpedierten und dem Sohn nun das Ergebnis ihrer Über-Fürsorge zum Vorwurf machen.

Es stellt sich mir die Frage, ob sich der Sohn - unser Gastschreiber - nunmehr eine Freundin ausgesucht hat, von der er nicht mehr kontrolliert wird, wie er es bei seinen Eltern vor allem bei seiner Mutter erlebte? Nicht selten heiraten solch an Kontrolle gewöhnte Menschen einen Partner, der die Kontrolle weiterführt.

LG, Nordrheiner
 
das deine Eltern dich quasi erpressen und dir vorschreiben wollen, welche Partnerin gut genug für dich ist und welche nicht, ist nicht in Ordnung. Das es Eltern gibt, die den Partner/in des eigenen Kindes nicht mögen, kommt ja sehr häufig vor. Oftmals stecken da unterschiedliche Gründe dahinter, zb Eifersucht, das Kind nicht loslassen wollen und können, der Wunsch nach einem besseren Leben für das eigene Kind und damit auch einen Partner der beruflich was erreicht hat oder erreichen kann, genug Geld verdient, evt mehr erreichen kann als die Eltern selber in ihrem beruflichen Leben erreicht haben usw-tja und oftmals stimmt auch einfach die Chemie nicht.

Meine Geschichte fing ähnlich an, mein Vater konnte meinen damaligen Freund nicht ausstehen, er machte genauso Druck auf mich, lästerte über ihn in der Verwandschaft herum und unterstellte ihm nur schlechte Absichten. Er war zum einen eifersüchtig, zum anderen wollte er, dass ich einen Freund habe, der beruflich mehr erreicht hatte als nur ein einfacher Handwerker zu sein. Er wünschte sich einen Akademiker als Schwiegersohn.

Ich ließ mich darauf jedoch nicht ein, denn ich liebte meinen Freund über alles und war sehr glücklich mit ihm. Aus lauter Verzweiflung und Hilflosigkeit rief mein Vater am Ende monatelanger Auseinandersetzungen sogar die Polizei an, als ich meinen Freund mit in die Wohnung brachte- wegen Hausfriedensbruch.....das war dann auch der Bruch zwischen uns- ich zog in einer Nacht und Nebel-Aktion zu meinem Freund, da mir diese ewige Streiterei so sehr zu schaffen machte, das ich es einfach nicht mehr zu Hause aushielt.

4 Wochen lang war dann Funkstille, bis mein Vater sich schliesslich bei mir meldete und sich bemühte, den Kontakt wieder zu verbessern. Meinen Freund ignorierte er weiterhin vehement....

All das ist nun viele Jahre her, meinen Freund habe ich dann geheiratet und wir sind sehr, sehr glücklich miteinander geworden, trotz oder gerade wegen der vielen Probleme in der Familie. Mein Vater legte seine Vorurteile irgendwann ab und gab ihm eine Chance, am Ende wurden sie sogar die besten Freunde. Es war mein Mann, der sich um meinen Vater kümmerte als er schwer krank wurde. Er war es, der ihn zu allen Ärzten begleitete, ihm eine große Stütze war, wenn er mitten in der Nacht Atembeschwerden bekam und damit verbundene Angstzustände.

Mein Mann war auch der einzige aus unserer Familie, der sich bspw rührend um meine Tante (Schwester meines Vaters) und meinen Onkel gekümmert hat, während andere Familienmitglieder keine Lust und Zeit dafür hatten und lieber ihren Karrieren nachgejagt sind, alles Akademiker übrigends.

Mein Vater hat im Laufe der Jahre gelernt oder lernen müssen, dass der Beruf eines Menschen oder der akademische Grad absolut nichts über den Charakter eines Menschen, seine soziale Kompetenz oder seine emotionale Intelligenz im Umgang mit Menschen und Tieren aussagt.

Allerdings war ich mir auch sehr sehr sicher, was meinen Mann betrifft. Er war von Anfang an meine große Liebe und ich hätte ihn niemals aufgrund der Meinung anderer aufgegeben.

Gleichzeitig war ich mir allerdings auch bewusst, dass mein Vater mich ebenfalls nicht einfach aufgegeben hätte. Soviel Vertrauen in seine ehrlichen, väterlichen Gefühle und Liebe für mich war schon vorhanden.

Allerdings wusste ich natürlich auch nicht, wie lange dieser Kontaktabbruch andauern würde. Aber in diesem Fall war mir mein Freund langfristig einfach wichtiger, weil er meine Zukunft war und ist und weil man wohl soviel Anstand von seinen Eltern verlangen darf und erwarten kann, dass diese ihr Kind nicht einfach so aufgeben, nur weil es sich anders verhält als gewünscht.

Du solltest dich jedenfalls nicht zum Spielball deiner Eltern machen. Du musst deine eigenen Erfahrungen machen und das ist auch dein gutes Recht.

Und eines kann ich dir sagen, die sog. Freunde, die einem reinreden wollen und den Partner schlecht machen, sind meist am Ende gar nicht mehr für dich da.

Wo sind all die Freunde am Ende geblieben, die so gegen den Partner gehetzt haben? Meistens sind sie am Ende nämlich auf und davon, und es ist nur noch dein Partner übrig, auf den du immer zählen kannst und der immer für dich da ist. Richtige Freunde verhalten sich nämlich nicht so. Voraussgesetzt, man ist sich selber im Klaren darüber und sich seiner Gefühle sicher.

Probleme gibt es sowieso immer, in jeder Familie und in jeder Partnerschaft. Den einfachen Weg, wo alles Friede Freude Eierkuchen ist, gibt s eher selten.
 
Eine Familie wird von Schmerz und Liebe zusammengehalten. Kannst Du den Schmerz, den eine Liebe bereitet, nicht aushalten, hat die Liebe wenig Chancen.

Hab Verständnis für Deine Eltern, vielleicht wissen sie es einfach nicht besser. @Pepita hat schon recht, es macht sie nicht zu Monstern. Aber geh Du einen besseren Weg. Und der muss keine Trennung, keinen Bruch bedeuten. Zeige innere Stärke durch Mitgefühl und Aufrichtigkeit, und nicht neurotische Wut. Du spielst schließlich keine Rolle in einer RTL-Soap. Jetzt zeigt sich, ob Du verbinden, versöhnen und aufbauen kannst.

PS: @Schattenwölfin, alle Achtung.
 
Zuletzt bearbeitet:
du schreibst von deiner beruflichen position. darf ich fragen, was für eine poition das ist. warum wohnst du noch zu hause, wenn du eine gute position innehast.

deine freundin ist 22, wie alt bist du?

was hat deine freundin bisher gemacht, ich meine jobtechnisch. wie sehen denn ihre vorbereitungen für ihr studium aus?
 

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