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Familie entsetzt, weil Kind "nur" auf die Realschule geht.

Es geht gar nicht darum das die Realschule entsetzlich sei, Puuusteblume.
Sondern darum, dass man intellektuell unterfordert ist, wenn man bewusst eine andere Schule wählt als eigentlich vom Intellekt her, maßgeschneidert wäre.

Und das alle Gymnasiasten mit einem langen Gesicht umherlaufen weil sie keine glückliche Kindheit besitzen, ist mir auch neu!
Und von Nachhilfe war ebenfalls im Topic nicht die Rede. Nur von Faulheit! Weshalb gehst du nicht mal konkret auf den Aspekt "Faulheit" ein? Kann man von einem Kind nicht erwarten adäquate Leistungen zu erzielen und für die Schule zu Lernen?

Das Thema zieht sich sogar durch sämtliche Bereiche im Familienleben. Wenn das Kind keine Lust hat ein paar übertragene Aufgaben zu erledigen wie zb. Müll runtertragen oder mal abspülen, muss es das auch nicht? Weil, es ist ja faul?

Vorbildliche Erziehung....
Das meine ich auch. Faulheit sollte nicht auch noch unterstützt werden. Am bequemsten hat es natürlich jeder auf der Hauptschule oder auf einer Sonderschule für Lernbehinderte. Aber dann hat Deutschland als Land der Dichter und Denker bald ausgedient. Wenn man intellektuell begabt ist, hat man aus seinen Talenten auch was zu machen und sie nicht aus purer Bequemlichkeit in einem Leben nach dem Lustprinzip zu vergraben.

Der schon mal erwähnte Sohn meiner Cousine ist auch außerhalb der Schule und Ausbildung faul, half nie in Haus und Garten mit, tat kaum einen Handschlag. Meine Cousine meckerte allenfalls halbherzig mit ihm herum, zog aber keine Konsequenzen und zeigte ihm keine Grenzen auf. Um sich ihr erzieherisches Versagen nicht eingestehen zu müssen, redet sie sich den beruflichen Werdegang ihres Sohnes einfach schön. Vieles verschweigt sie gegenüber den Verwandten, weil sie sich nicht mit ihrem rauchenden, trinkenden und chillenden Sohn blamieren möchte, aber ich bin schließlich nicht blöd und kann mir auch so meinen Teil denken.

Ich kenne auch Leute, die ihren Eltern später Vorwürfe machen nach dem Motto, hättest du mir damals nicht alles durchgehen lassen, wäre ich zum Gymnasium gegangen und hätte das Abitur geschafft, und dann wäre mehr aus mir geworden...
 
Zuletzt bearbeitet:
Heisst im Umkehrschluss das Kind solange zu drangsalieren bis es sich vor lauter Angst nicht mehr traut
ne eigene Meinung zu äussern oder es wird noch bockiger und lebt
dann ab sofort auf der Strasse weils keinen Bock mehr auf die Eltern hat.
Respekt vor soviel Tiefgang 😀

P.S....noch vergessen......bei wurde es auch probiert und hat
genau das gegenteil bewirkt von dem was erreicht werden sollte
 
Zuletzt bearbeitet:
@primavera

Dein rumgenoele an dem sohn deiner cousine ist wirklich abstrus.
Was soll schlecht daran sein, eine ausbildung als landschaftsgaertner gemacht zu haben?
Landschaftsgaertner ist ein toller und anspruchsvoller beruf.
Ich kenne einige landschaftsgaertner die alle sehr gefragt sind und alles andere als faul.
Auch dass du den erlernten beruf deiner cousine, erzieherin, runtermachst ist inakzeptabel.
Du beklagst dich staendig, dass deine familie akademiker nicht ernst nimmt.
Nimmst du denn irgemdjemanden aus deiner familie ernst?
Du laesst immer durchklingen, dass es ja alle NUR ARBEITER sind.
Wohingegen du ja als einzige akademikerin eigentlich von ihnen angebetet werden muesstest.
So eine einstellung finde ich zum kotzen.
Wenn das bei einer akademikerlaufbahn rauskommt...na danke.
Es gibt noch mehr im leben was zaehlt als abitur und ein akademischer abschluss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es nur Faulheit ist, würde ich Dein Kind auch auf das Gym schicken.

Evtl. kommt dann auch der Sinneswandel und man erspart sich den Umweg über andere Schulformen, um etwas nachholen zu müssen.

Ja, für mich kommt es auch so rüber, als wäre die Kleine reif genug und auch mutig genug. Wirkt zumindest nicht schüchtern, was die Mutter über sie schreibt. Denn Schüchternheit und noch nicht reif genug, wäre auf dem Gym problematischer, da eigenständiges Lernen und Arbeiten angestrebt wird.
In der Erziehung darf man ja tatsächlich Kinder auch bestechen 😀 vllt bringt es etwas ihr etwas Tolles zu versprechen, wenn sie sich hinhockt und Hausaufgaben macht und lernt. Sie braucht Motivation in dem Alter.
 
Heisst im Umkehrschluss das Kind solange zu drangsalieren bis es sich vor lauter Angst nicht mehr traut
ne eigene Meinung zu äussern oder es wird noch bockiger und lebt
dann ab sofort auf der Strasse weils keinen Bock mehr auf die Eltern hat.
Respekt vor soviel Tiefgang 😀

P.S....noch vergessen......bei wurde es auch probiert und hat
genau das gegenteil bewirkt von dem was erreicht werden sollte

Wenn Kinder abhauen (Straße etc.), dann sind in der Regel schwere Erziehungsfehler voran gegangen.

In der Regel ist es doch so, dass Kinder nicht alles machen dürfen, oder? Gewisse Sachen würde ich zB meinen Kindern - wenn ich welche hätte - eindeutig verbieten. Es wäre mir wichtig, dass ich meinen elterlichen Standpunkt klar mache und nicht herumeire.

Jedenfalls kann man sich die Erziehung sparen, wenn man seinen Kindern in allen Punkten nachgibt.

Prepy, hör mal auf mit Deinem SchwarzWeißDenken! Das führt nicht weiter.
 
Wenn Kinder abhauen (Straße etc.), dann sind in der Regel schwere Erziehungsfehler voran gegangen.

In der Regel ist es doch so, dass Kinder nicht alles machen dürfen, oder? Gewisse Sachen würde ich zB meinen Kindern - wenn ich welche hätte - eindeutig verbieten. Es wäre mir wichtig, dass ich meinen elterlichen Standpunkt klar mache und nicht herumeire.

Jedenfalls kann man sich die Erziehung sparen, wenn man seinen Kindern in allen Punkten nachgibt.

Prepy, hör mal auf mit Deinem SchwarzWeißDenken! Das führt nicht weiter.

Sorry wer denkt hier schwarz-weiss ?
Ich schreibe hier nicht das alles ausser Gymnasium Zeitverschwendung ist oder
eben nur eine eher mindere Qualität an Menschen enthält.

Es hat nix damit zu tun seinen Kindern alles durchgehen zu lassen.
Aber um ein verantwortungsvoller Erwachsener zu werden ist es wichtig Entscheidungen zu treffen und mit ihnen, sowie mit den Konsequenzen zu leben.
Wenn ich meinen Kindern alles vorschreibe und sie nicht "ihren Weg" ein Stück weit mitbestimmen dürfen dann werden sie zunächt unselbstständig und dann isses wurscht welche Schulbildung da ist
das wird auf dem harten Boden der Realität enden.....und darum gehts letztlich 😉
 
Auch möglich: wer sich einmal durch die Realschule prägen läßt, bekommt vielleicht nie mehr Bock auf Berufsfelder, die nur per Abi möglich sind. Fakt ist: man beschränkt sich durch die Realschule im Vergleich zum Gymnasium. Und von einem "problemlosen" Nachholen des Abiturs möchte ich nicht sprechen.

Elefant, ich muß da auch mal nachhaken.

Also, ich als ehemalige Realschülerin kenne so einige, die auch wie ich die Abiturprüfungen abgelegt haben. Ich bin nahtlos von der 10 Klasse in die 11. Klasse gewechselt. Es gab doch so einige Realschüler. Und es ging so unproblematisch, daß mich niemand aus der 11. Klasse gefragt hat, ob ich ehemalige Realschülerin bin oder nicht. Im Gegenteil. Ich wußte, was ich wollte: mehr lernen. Viele Gym haben sich in der 11. Klasse auf eine Lehrstelle beworben. Ich kenne sogar Hauptschüler, die mit mir zusammen studiert haben. Dieser Weg von der Haupt- über die Realschule zum Abitur, ist selbstverständlich beschwerlich, aber nicht unmöglich und vom Scheitern kann keine Rede sein.

Eine Freundin habe ich im Studium kennengelernt (auch 60ziger Baujahr), die durfte nicht auf das Gym. Sie hatte Realschule und dann eine Ausbildung abgeschlossen, weil die Eltern das so wollten. Sie hat das Abitur nachgeholt, daß sogar Bafög unterstützt wurde und hat dann auch studiert.

Wie gesagt, sind mir auch Menschen mit sehr guten Abi über den Weg gelaufen, die so rein gar nix aus ihren Talenten gemacht haben. Schüler, die anfangs gut in der Schule waren, weil Eltern sie getrimmt haben und spätestens in der Pubertät auf "no Future" gemacht haben und wirklich nachgelassen haben.

Ich weiß nicht. Was versteht ihr bloß alle unter "gescheitert?" Es ist doch das Gesamtpaket, was jmd mitbringt. Ich bin sicher, daß jmd mit einem guten Realschulabschluß und einer guten Ausbildung sich im Beruf erfolgreich weiterbilden kann.

Die Tochter meines Kollegin geht auch bald in die 11. Klasse von der Realschule aus. Das fällt mir auch noch ein.

Das Leben ist so vielfältig.

Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, was du schreibst. Doch einiges schon. Z.B. habe ich auf der Oberstufe auch sehr viel gelernt und ich habe auch das Gefühl, daß mein Horizont erweitert worden ist. Ich will es nicht missen.

Es ist aber nciht jeder für das Abitur geeignet. Es gibt Menschen, die mit einem guten Hauptschulabschluß Klempner werden. Den nimmst Du doch auch in Anspruch. Oder fragst Du erst nach, ob Dein Handwerker Abitur hat? ICH mit Abi und mit Studium mit LINKEN Händen könnte jedenfalls nicht handwerklich tätig sein.

Oder haben alle Handwerker heutzutage Abitur?

Komische Welt

Wenn Kinder abhauen (Straße etc.), dann sind in der Regel schwere Erziehungsfehler voran gegangen.

In der Regel ist es doch so, dass Kinder nicht alles machen dürfen, oder? Gewisse Sachen würde ich zB meinen Kindern - wenn ich welche hätte - eindeutig verbieten. Es wäre mir wichtig, dass ich meinen elterlichen Standpunkt klar mache und nicht herumeire.

Jedenfalls kann man sich die Erziehung sparen, wenn man seinen Kindern in allen Punkten nachgibt.

Prepy, hör mal auf mit Deinem SchwarzWeißDenken! Das führt nicht weiter.

Das muß alles nicht so sein. Es muß nicht immer ein Erziehungsfehler sein. Meine Freundin hat 4 Jungs und 3 davon studiert, verheiratet, Kinder. 1 Sohn tanzt völlig aus der Reihe.

Kinder, Jugendliche fällen eigene Entscheidungen. Selbstverständlich muß man Standpunkte vertreten und Grenzen setzen. Nur wenn ein Kind nicht lernen will, kann Du -rein bildlich gesprochen- es versuchen reinzuprügeln noch und nöcher. Es wird nix bringen. Du kannst Verbote aussprechen. Es wird nichts bringen. Sanktionen. Es wird nix bringen. Nur den Standpunkt klarmachen, wird nichts bringen, wenn ein Kind_Jugendlicher seine Entscheidung gefällt hat.

Mit Erziehung hat es nur bedingt was zu tun.

Da liegt das Herzstück begraben:

Aber um ein verantwortungsvoller Erwachsener zu werden ist es wichtig Entscheidungen zu treffen und mit ihnen, sowie mit den Konsequenzen zu leben.
Wenn ich meinen Kindern alles vorschreibe und sie nicht "ihren Weg" ein Stück weit mitbestimmen dürfen dann werden sie zunächt unselbstständig und dann isses wurscht welche Schulbildung da ist
das wird auf dem harten Boden der Realität enden.....und darum gehts letztlich [/QUOTE]



w.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieser Weg von der Haupt- über die Realschule zum Abitur, ist selbstverständlich beschwerlich, aber nicht unmöglich und vom Scheitern kann keine Rede sein.

Du sagst es selbst: das Erreichen eines Ziels ist schwieriger, wenn man schlechtere Anfangsbedingungen hat. Meine Rede 🙂. Und deshalb frage ich mich unter anderem, ob man sich wirklich ohne größere Not das Abendgymnasium antun muss. Warum sich nicht gleich richtig entscheiden?

Aufgrund der schwierigeren Startposition werden es viele eben nicht bis zum Abi schaffen, die es geschafft hätten, wenn sie sofort aufs Gym gegangen wären.

Das ist aber hier schon eine Art KleinKleinDiskussion, die vielleicht etwas vom Problem der inzwischen schweigsamen TE abdriftet.

Ich weiß nicht. Was versteht ihr bloß alle unter "gescheitert?" Es ist doch das Gesamtpaket, was jmd mitbringt. Ich bin sicher, daß jmd mit einem guten Realschulabschluß und einer guten Ausbildung sich im Beruf erfolgreich weiterbilden kann.
Ja klar, aber: dies alles fällt leichter, wenn man auf einen höheren Bildungsabschluss zurückblicken kann. Deutschland ist nun mal ein Land, wo weniger auf Fähigkeiten und Kenntnisse als auf irgendwelche Scheine und Zertifikate geguckt wird. Ist jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Manchmal denke ich, dass bestimmte Stellen einfach an den gegeben werden, der den Doktortitel hat. Macht sich ja auch nach aussen besser ... 🙄

Es ist aber nciht jeder für das Abitur geeignet. Es gibt Menschen, die mit einem guten Hauptschulabschluß Klempner werden. Den nimmst Du doch auch in Anspruch. Oder fragst Du erst nach, ob Dein Handwerker Abitur hat? ICH mit Abi und mit Studium mit LINKEN Händen könnte jedenfalls nicht handwerklich tätig sein.

Du wirst lachen: ich beobachte Handwerker (zB in der Pommesbude oder wenn sie sich im Auto oder vor einem Haus zB als Dachdecker) unterhalten. Manchmal kriegt man da mit, wie die so ticken und wie die sich untereinander verhalten. Und Firmen, die mir auf diese Weise negativ auffallen, würde ich vermutlich nicht so gerne beauftragen.

Ferner: es gibt wohl bereits Ausbildungen, in denen nur noch Abiturienten eine Chance haben. Ich meine davon zB im Bereich des Bankwesens gehört zu haben. Klar, einen miesen Ausbildungsplatz findet man auch heute noch. Vor allem habe ich von einer gewissen Brutalität in KFZ-Werkstätten gehört.

Das muß alles nicht so sein. Es muß nicht immer ein Erziehungsfehler sein. Meine Freundin hat 4 Jungs und 3 davon studiert, verheiratet, Kinder. 1 Sohn tanzt völlig aus der Reihe.
Na klar muss es nicht immer so sein. Meines Erachtens hat das Weglaufen aber meistens etwas mit einer negativen psychosozialen Lage im (familiären) Umwelt des Jugendlichen zu tun.

Kinder, Jugendliche fällen eigene Entscheidungen. Selbstverständlich muß man Standpunkte vertreten und Grenzen setzen. Nur wenn ein Kind nicht lernen will, kann Du -rein bildlich gesprochen- es versuchen reinzuprügeln noch und nöcher. Es wird nix bringen. Du kannst Verbote aussprechen. Es wird nichts bringen. Sanktionen. Es wird nix bringen. Nur den Standpunkt klarmachen, wird nichts bringen, wenn ein Kind_Jugendlicher seine Entscheidung gefällt hat.

Ich habe nicht behauptet, dass man seinen Willen mit physischer Gewalt ("Reinprügeln") gegenüber seinen Kindern durchsetzen soll. Lern-Faulheit sollte man meines Erachtens aber mit auch spürbaren pädagogischen Maßnahmen begegnen.

Nochmal auf den Punkt gebracht:
Grundsätzlich halte ich beide Wege (Realschule oder Gymnasium) für gehbar und vertretbar. Ein faules und intelligentes Kind aber in seiner Faulheit zu unterstützen, halte ich nicht für einen guten Weg.
 
Ein Kind sollte die weiterführende Schule selbst entscheiden dürfen, nur dann steht es mit dem selbst gewählten Ziel dahinter und lernt dafür. Nach der Realschule kann sie die FOS ihres gewählten Zweigs für zwei Jahrewählen , und bei Abschluss die Fachhochschulreife erlangen. Will das Kind die allgemeine Reife anstreben, kann es im zweiten Jahr eine zweite Fremdsprache hinzuwählen und ein Jahr anhängen.

Der Unterschied zwischen Abi (4 Jahre GS+8 Jahre Gymnasium) und Realschule (4 Jahre GS+6 Jahre RS+3 Jahre FOS) ist das einzige angehängte Jahr für das allgemeine Abi. Ich frage mich, warum man einem Kind den Stress antun soll, wenn es vermutlich mit der Pubertät beschäftigt ist, und dann noch der Zwang zum Lernen im Gymnasium auferlegt wird. Da können einige kindliche Gemüter zum Rebellen werden, das auf die Eltern und deren Erziehungsarbeit zurückschlagen kann.
 

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