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Familie entsetzt, weil Kind "nur" auf die Realschule geht.

Je nachdem wo ihr wohnt gibt es ja mehrere Gymnasien zur Auswahl, oder?
Es ist schon so, dass es einfachere und schwerere Schulen gibt ungeachtet der Tatsache, dass sich beide "Gymnasium schimpfen". 😉
Das könnte ein Kompromiss sein, dass man sie erstmal auf ein leichteres Gymnasium gibt. Runtergestuft auf die Realschule kann sie immer werden nach der Erprobungsstufe (5 &6 Klasse bei mir, bei G8 möglicherweise nur noch die 5?). Ich plädiere auch fürs Gymansium.
 
ich dachte der Begriff Faulheit wäre überholt.

Jemand kommt nicht einfach zu faul zum lernen auf die Welt, dafür gibt es andere Gründe. (ich gehörte selbst zu den "faulen" selbst meine späteren Berufsschullehrer hielten mir das vor, am Ende hatte ich den besten Abschluss, und mein Lehrer musste mir natürlich auch nochmal sagen "unfassbar das der Faulste, den besten Abschluss hat")

Woher auch immer deren Meinung kommt das ich faul bin/war, ich weiss es nicht. Ich habe definitiv ein Problem mit sich wiederholenden Aufgaben, und langweile mich dann schnell. Ebenfalls können mich zu viele Informationen einfach nur verwirren und ich halte Dinge für komlexer als sie tatsächlich sind, und machte es mir selbst unnötig kompliziert.

Das aber nur am Rande zum Thema Faulheit und Lernmotivation.
 
soll kinder geben , die einen beruf errlernen möchten wo der schulabschluß gefragt ist.den müßen sie dann nachholen,nicht einfach. einfacher ists dann den von grund auf eben zu haben.

nicht alle leben ohne den beruf den sie sie sich wünschen glücklich und dann etwas nachzuholen....dauert eben. ist doch für die dann volll ärgerlich.
das leben ist das versaut,weil man statt zufriede zu sein sichdamit doppelt beschäftigen muss lernen zu können...weil man als kind nicht gelernt hat.

mein leben in beruflicher hinsicht ist auch versaut,weil meine eltern es nciht hinbekamen,mich entsprechend zu fördern.
sowas gibts!
Klar gibt es solche Berufe.
Aber es liegt doch an den Kindern zu lernen und deine Eltern sind schuld das
du nicht gelernt hast ?.......machst du es dir da nicht zu einfach ?
 
Ich kann's auch noch weiter auf die Spitze treiben: auf der Realschule sind tendenziell die Leute, die keinen Bock (aufs Lernen) haben. Also ich finde Leute sympathischer, die gerne lernen - und wenn es auch nur aus Pflichtgefühl ist. Dann nehme ich schon lieber den angeberischen Anwalts- oder Zahnarztsohn als Mitschüler in Kauf.

Ahja, ich kanns auch auf die Spitze treiben, und sagen, dass die die jeden Mist lernen, auch wenn sie ihn nie wieder brauchen werden, in meinen Augen die weniger intelligenten Menschen sind.
Intelligent ist für mich jemand der sich selber Wissen aneignen kann, wenn es gefordert wird.

Ich kenne auch genug ehemalige Real und Hauptschüler die das (Fach-)Abitur später gemacht haben. Wenn intelligenz brach gelegt wird, dann bestimmt nicht wegen der Schulform.
"Versager" gibt es bei jeder Schulform, nicht jeder der Abitur hat wird später einen gut bezahlten Job bekommen, und nicht jeder Hauptschüler muss irgendwelche primitiven Tätigkeiten zu niedrigem Lohn ausführen.
 
Klar gibt es solche Berufe.
Aber es liegt doch an den Kindern zu lernen und deine Eltern sind schuld das
du nicht gelernt hast ?.......machst du es dir da nicht zu einfach ?

nein mache ich mir nicht. es war meinen eltern egal ob ich lernte oder nicht. schon im grundschulalter, es wurde mir nicht beigebracht, das lernen etwas gutes ist und man etwas schaffen kann.
schlimmer noch, ich wollte lernen hatte nie ein eigenes zimmer und keinen platz. so machte ich hausaufgaben auf dem küchentisch, und wenn essenszeit war durfte ich weg packen,da hiess es was machst du da, pack das mal weg.
extrenfall und so ists ja nicht bei der te.
aber was meinst du was man nachzuholen hat,wenn man nicht gelernt hat zu lernen und leistug erbrinegn muss.
als erwachsene hat man dann eigenverantwortung ,klar habe ich vieles nahcgeholt,aber der grundstock fehlte und es hat mich jahre gekostet disziüliniert aufgaben zu lösen.

wie sollen kids lernen.....wenn sie es nicht dürfen oder es jeden egal ist? kinder wir reden von kindern!
wenn eltern eine 5 egal ist und eine drei reicht,,,,werden grundschulkids nicht von allein einen ansporn haben sich zu verbessern.
kids brauchen führung. oder nicht?
 
Ich habe leider keine Kinder, wäre als erste Akademikerin in der Verwandtschaft aber auch enttäuscht, wenn mein Kind nur zur Realschule gehen würde.

Andererseits geht es auf dem Gymnasium bei extremer Faulheit nun mal nicht. Man muss aber auch kein Streber sein, um das Abitur zu schaffen. Es muss ja nicht jeder im Abiturnotendurchschnitt eine Eins vor dem Komma haben. Durchschnittliche Intelligenz und durchschnittlicher Fleiß reichen meines Erachtens vollkommen aus, um das Gymnasium zu schaffen. Das Niveau ist ohnehin immer mehr gesunken in den letzten Jahren, nach dem, was ich von Kollegen und ehemaligen Schulfreundinnen mit Kindern so erfahre...

Ich würde weitere Erkundigungen zu Realschulen und Gymnasien einholen und diese in altersgerechter Form mit meiner Tochter besprechen. Mit neun Jahren hat man noch nicht den Weitblick zu beurteilen, was die Entscheidung für die falsche Schulform für das ganze Leben bedeutet.

Wenn sie partout nicht zum Gymnasium will, würde ich sie allerdings auch nicht zwingen. Ihre Faulheit trotz vorhandener Intelligenz würde ich auf der Realschule aber nicht weiter unterstützen, sonst landet sie eines Tages noch auf der Hauptschule, wo sie dann wirklich keine Perspektiven mehr hat. Man darf einen Menschen nicht durch übertriebene Leistungserwartungen kaputtmachen, aber ohne ein gewisses Mindestmaß an Leistungsbereitschaft geht es nun mal nicht. Auch Arbeitgeber fahren später keinen Kuschelkurs mit faulen Mitarbeitern oder Bewerbern.

Das Nachholen des Abiturs ist für Realschulabsolventen zwar nicht unmöglich, aber ungleich schwieriger als für jemanden, der von Anfang an auf dem Gymnasium war. Der Umgang prägt, das sprachliche Niveau eines guten oder durchschnittlichen Gymnasiasten ist für einen Realschulabsolventen schwieriger aufzuholen als etwa der Kenntnisstand in den Naturwissenschaften. Mein Gymnasium hatte einen Aufbauzweig; ich weiß wovon, ich rede. Die Aufbauschüler haben nur in wenigen Ausnahmefällen ein richtig gutes Abitur gemacht, im Gegensatz zu denjenigen, die ab der 5. Klasse auf dem Gymnasium waren. Soweit ich weiß, haben nur zwei oder drei von ihnen erfolgreich studiert (meine Jahrgangsstufe umfasste bei meinem Abiturjahrgang 1982 112 Schüler). Die anderen haben nach dem Abitur eine Ausbildung gemacht, für die auch der Realschulabschluss gereicht hätte. Etliche sind vorzeitig abgegangen, weil sie von der Haupt- oder Realschule bereits "verdorben" waren.

Der Sohn meiner Cousine, die als gelernte Erzieherin aus einer Arbeiterfamilie stammt, nicht den Ehrgeiz für eine höhere Schulbildung hatte, schon immer eher abfällig und überkritisch über Gymnasiasten und Akademiker sprach und ihnen gegenüber zu neidischen Anwandlungen neigte, machte als Kleinkind einen aufgeweckten Eindruck, konnte auch früh gut sprechen. Er wurde zur Realschule geschickt, wo er dann zu faul war, zweimal sitzenblieb und letztlich zur Hauptschule musste. Meine Cousine verschwieg uns jahrelang, dass ihr Sohn bereits einmal sitzengeblieben war (obwohl ich mir das anhand einer anderen ungeschickten Äußerung schon hatte ausrechnen können) und offenbarte sich mir erst, als beim zweiten Sitzenbleiben nichts mehr zu retten war. Den Wechsel zur Hauptschule versuchte sie sich noch schönzureden (natürlich waren an allem hauptsächlich die Realschullehrer schuld, sie als Erzieherin hat ja viel mehr Ahnung von Pädagogik, was man an der Entwicklung ihres Sohnes unschwer erkennen kann) und ist froh, dass er mit mittlerweile 21 Jahren nun wenigstens eine Lehre als Landschaftsgärtner abgeschlossen hat. In diesem schlecht bezahlten Beruf muss er Pflasterarbeiten etc. verrichten. Wie lange wird er das körperlich durchhalten? Mit Sicherheit nicht bis zum Rentenalter. Meines Erachtens ist eine spätere Dauerarbeitslosigkeit bereits vorprogrammiert. Die Freizeit"gestaltung" besteht aus "Chillen" und Saufgelagen mit Kumpels, überwiegend aus der Unterschicht. Kein vernünftiges Hobby, keine nennenswerten geistigen Interessen, keine vernünftige Allgemeinbildung, nichts.

Das würde ich mir für mein Kind niemals wünschen. Da bin ich schon lieber kinderlos, als einen solchen Sohn zu haben. Heute gehen leider zu viele Kevins, Marvins, Cheyennes und Chantals zur Realschule. Wenn deine Tochter also dorthin geht, würde ich in Anbetracht ihrer Intelligenz zumindest erwarten, dass sie dort zu den Besten gehört (sooo hoch kann das Niveau ja nicht sein) und nach dem Realschulabschluss zum Gymnasium wechselt, um das Abitur zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
kids brauchen führung. oder nicht?

Das steht ausser Frage.
Andererseits machst du aus nem Rennpferd selten ein gutes Springpferd und umgekehrt.
Will damit sagen es gibt Kinder die lernen gerne und andere eben nicht.
Ob man das immer mit Führung hinbekommt is die Frage.
Aber oft sind die Kinder sich selbst überlassen und dann isses doppelt schwer.
Das sich Eltern oft nicht drum scheren sondern nach ihrem eigenen Mist schaun is auch klar.
Scheint aber hier nicht der Fall zu sein von daher will ich das nicht weiter vertiefen
 
mit einem realschulabschluß hat man alle möglichkeiten, sein abi nachzuholen.

was soll ein kind auf dem gymnasium, wenn es nur mit nachhilfe sein ziel erreicht, nur damit ehrgeizige eltern zufrieden sind.
mein sohn ist auch "nur" zur realschule gegngen und ist bald mit seinem studium fertig.
als er zur realschule ging, traf er bald alle ehemaligen klassenkameraden von der grundschule wieder, weil sie dem druck des gymnasiums nicht gewachsen waren.
 
was soll ein kind auf dem gymnasium, wenn es nur mit nachhilfe sein ziel erreicht, nur damit ehrgeizige eltern zufrieden sind.
Wenn es danach ginge, wären die Gymnasien nahezu leer. Schon zu meiner Zeit kamen nur sehr wenige Gymnasiasten (zu denen ich allerdings gehörte) gänzlich ohne Nachhilfe aus. Meine Eltern hätten sich das finanziell auch gar nicht leisten können. Das wusste ich genau. Wenn ich zu faul zum Lernen gewesen und zum wiederholten Male kleben geblieben wäre, hätte ich das Gymnasium verlassen müssen; ich hatte auch kein "Vitamin B", da meine Eltern einfache Leute waren und nicht in den entsprechenden Kreisen verkehrten. Sie hätten mir keine Türen öffnen können; ich musste mir alles selbst erarbeiten. Und wenn ich es nicht geschafft hätte, dann hätte ich halt Pech gehabt und als Verkäuferin oder kleine Angestellte im Büro arbeiten müssen.

Viele heutige Schüler sind dagegen einfach nur verwöhnte, verweichlichte Blagen und nicht mehr daran gewöhnt, sich für irgendetwas auch nur ein kleines bisschen anstrengen zu müssen. Wozu auch, wenn man auch so alles in den Rachen geschmissen bekommt?! Das beste Beispiel ist der Sohn meiner Cousine, der mit Sicherheit zumindest die Realschule hätte schaffen können, wenn er nicht so faul wäre und ihm nicht jedweder Ehrgeiz abginge. Das böse Erwachen kommt erst, wenn Papa und Mama, Oma und Opa, die einen finanziell immer so großzügig gesponsert haben, eines Tages nicht mehr wollen oder können, weil sie selbst arbeitslos, arm, alt, krank oder tot sind.

Wenn jemand das Gymnasium nicht schafft, weil er die intellektuellen Voraussetzungen nicht mitbringt, muss man sich damit abfinden und sollte ihn auf eine andere Schule schicken, die ihn nicht überfordert. Aber trotz ausreichender Intelligenz fürs Gymnasium lieber zur Realschule zu gehen, weil man zu faul zum kontinuierlichen Lernen ist, ist eine Einstellung, die einen im Leben nicht weiterbringt und die man als Mutter daher nicht auch noch unterstützen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
@primavera

Kinder sind keine Blagen.
Ich hatte lieber einen unterforderten Realschüler zum Sohn als einen überforderten Gymnasiasten.

Und siehe da, er hat es trotzdem im Leben zu was gebracht,Er hat sein Abi nachgeholt und Studium abgeschlossen. Sogar ohne, dass er zum Gymnasium ging und von mir getriezt wurde.

Von seinem eigenen Kind gesagt zu bekommen , alles richtig gemacht zu haben, ist besser als alles andere.
 

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